AT126823B - Schlupfstreckwerk für die Verarbeitung kardierter und gereinigter Bastfasern. - Google Patents

Schlupfstreckwerk für die Verarbeitung kardierter und gereinigter Bastfasern.

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AT126823B
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E H Emil Dr Ing Gminder
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E H Emil Dr Ing Gminder
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  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Schlupfstreckwerk für die Verarbeitung kardierter und gereinigter Bastfasern. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein   Schlupfstreckwerk für die Verarbeitung kardierter   und gereinigter Bastfasern. Bezweckt wird. die Bastfasern während des Streckvorganges weitgehend zu unterteilen und gleichzeitig in der Laufrichtung auszurichten. Zu dem Zwecke ist bei einem zwischen einem   Einzugs-und Lieferwalzenpaare angeordneten Schlupfwerk, das aus   einer
Riffelwalze und einem Nadelfeld besteht, die Einrichtung derart getroffen, dass die Riffelwalze   freilastend   auf dem Fasergut zwischen den   Zähnen   oder Nadeln des Nadelfeldes aufruht. 



   Bei einer bekannten Ausführung eines aus einer oberen Nadelwalze und einer unteren Riffelwalze bestehenden Schlupfwalzenpaares ist ein   bestimmter   Abstand zwischen den beiden Walzenachsen vorgeschen. indem die beiden Walzen mit flanschartig vorstehenden Randteilen aufeinander abrollen. Infolgedessen kann die riffelwalze mit ihren riffeln nicnials auf den   Lückenboden der Nadelwalze durchgreifen, und   es   verbleiben Zwischenräume,   in denen die Fasern   büschelweise     durchgezogen   werden können. 



   Bei einer gleichfalls bekannten Vorrichtung hat man zwar auch schon geriffelte Oberwalzen derart beweglich angeordnet, dass ihre Zähne zwischen den Zähnen der gleichfalls geriffelten Unterwalzen   aufruhen.     Abgesehen davon, dass die Oberwalzen   unter Federdruck stehen, handelt es sich bei dieser   bekannten Vorrichtung darum. Faserstengel   oder Faserbaste zu brechen, parallel zu legen und die Holzteile abzustreifen, also um ein   Brechwerk zum     Brechen und Säubern von   Stengeln oder rohen   Faserbündeln. Im   Gegensatz dazu betrifft die Erfindung, wie schon erwähnt, ein Schlupfstreckwerk zum Weiterverarbeiten von veredelten,   d.   h. kardierten und gereinigten Fasern. 



   Die Riffelwalze des Schlupfstreckwerkes kann Längsriffelung oder Rundriffelung anfweisen. 



  Die Riffeln greifen zwischen die   Zahn-oder Nadelreihen   des unteren Nadelfeldes und halten dort auf dem Grunde das Fasergut so fest, dass die einzelnen   Fasern noch durchgezogen   werden können. 



   Bildet man das Nadelfeld aus Nadelstäben. so kann man eine oder mehrere längs oder rund gerippte Oberwalzen verwenden. Diese greifen mit ihren Rippen zwischen die Nadeln der Nadelstäbe und drücken das   Fasergut so weit auf den Grund der Nadelstäbe, dass   die einzelnen Fasern noch   durchschlüpfen   können.   Hiehei wird durch   die gute Ausnutzung der engen Lückenteile der Kämme die Faserreibung erhöht, was einen Fortschritt für die sichere Faserführung bedeutet. Infolgedessen spielt selbst eine   grössere Ungleichheit   des Stapels nur eine geringe Rolle. 



   Mit Hilfe dieser Erfindung ist es möglich, die anerkannten Vorteile des Walzendurchzugsstreckwerkes auf das   Nadelslabstreckwerk zu übertragen   und auch hier einen geregelten und hohen Verzug zu erreichen. 



   Dieses Nadelstabstreckwerk eignet sich gut für die Feinspirmerei, wenn ein sogenanntes   Halbuassverfahren angewendet wird. Hierunter versteht man   ein Verfahren, bei dem das Fasergut nicht unmittelbar durch die Flüssigkeit geführt geführt wird. sondern zwischen Flüssigkeit und Fasergut ein Übertragungsmittel eingeschaltet ist. das die   Flüssigkeit   dem Fasergut zubringt.   Es wird somit 111 einern Arbeitsgange   das Fasergut auf dem   Nadeistabstreckwcrk verstreckt und     halbnass versponnen.   Man lässt die untere Lieferwalze in an sich bekannter Weise in eine 
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 bändchen durch und durch genässt und von den   Lieferwalzen wieder abgequetscht, um danach   nass zusammengedreht, d.

     h.   gesponnen zu werden. Statt das Faserbändchen durch die untere Lieferwalze zu nässen, kann dies auch auf andere Weise, z. B. durch Bespritzen, gesehehen. 



   Die Zeichnung veranschaulicht sche'matisch znehrere Ansführungsbeispiele des   Erfindungs-   gegenstandes,   u.   zw. zeigen : Fig. 1 ein   Schlupfwalzenstreckwerk   in Seitenansicht, Fig. 2 ein Schlupfwalzenpaar mit Rundriffelung, teils in Ansicht, teils im Schnitt. Fig. 3 ein mit einem 
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 gerippten Oberwalzen in grösserem   Massstabe,   Fig.. 6 eine Einzelheit, Fig.'7 ein Streckwerk mit rundgerippten Oberwalzen in Seitenansicht, Fig. 8 eine Teildraufsicht des in   Fig.   7 veranschaulichten Streckwerkes, Fig. 9 und 10 in zwei senkrecht zueinander stehenden Darstellungen 
 EMI2.2 
 streckwerk mit einer Vorrichtung für das   Halbnassverfahren.   



   Bei dem in Fig. 1 dargestellten Durchzugsstreckwerk bezeichnet 1. 1 (t das Einzug- 
 EMI2.3 
 so dass die Riffelkämme 9 den Boden der Walze 3 zwischen den Nadelreihen 8 berühren und, wenn gearbeitet wird, auf dem   Faserbande aufruhen.   Die Nadelreihen 8 der Igelwalze treten in. die Längsnuten der Riffelwalze 4 ein, zerteilen das Faserband in Querrichtung und 
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 der Oberwalze das Durchgleiten der Einzelfassern behindert wird. Anderseits ist kein Freiraum für das   Durchziebep von Fascrbüscheln gegeben.   



   Bei dem Schlupfwalzenpaar nach Fig. 2 hat die Oberwalze 4 zwischen ringförmigen   Erhöhungen M Vertiefungen J'-)'.   Diese sind kreisrund. Entsprechend der   RundriiMung   der   Oberwalze verlaufen auch   die Zahn-oder Nadelreihen der Unterwalze im Umfangssinne, d. h. die Lücken zwischen den   Zahn-oder Nadelreihen   sind   kreisringfarmig.   



   Ist der Streckzylinderabstand verhältnismässig gross, so ist die Überführung der von der Nadelwalze 3 mitgenommenen Fasern an das Lieferwalzenpaar 2. 2 a schwierig. weil das F. asergut infolge Andrücken auf den Grund der Nadelwalze das Bestreben hat, an dieser zu haften. Es wird darum (s, Fig. 3) zwischen dem Schlupfwalzenpaare 3 und 4 und dem Lieferwalzenpaare 2, 2a eine Hilfswalze 5 angeordnet. Sie bringt die von der Nadelwalze 3 etwa mitgenommenen Fasern sicher an das KLieferwalzenpaar beran. Die Hilfswalze 5 kann glatt oder geriffelt oder mit kleinen Zähnen versehen sein. Für kurzen Streckwerkzylinderabstand bedarf man dieser Walzen nicht, weil dann der untere vordere Zylinder des Streckwerkes in der Regel so nahe an die   Na. d. elwalze herangerückt   werden kann, dass dadurch derselbe Zweck erreicht wird. 



   Während bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiele das Nadelfeld rund war und aus einer Igelwalze bestand, wird es bei den aus den Fig. 4-11 ersichtlichen   Ausführungsbei-   
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 rippen bzw. die Rundrippen der Rippenwalzen   4   und 4a ein, u. zw. die Längsrippen in die Querfurchen zwischen den Nadeln benschbarter Ndelstäbe und die Rundrippen in die   Lücken   zwischen den Nadeln je eines Stabes. Als Regel gilt, dass die Rippen der Oberwalzen höher sind als die Nadeln des Nadelfeldes. In allen Fällen ist die Geschwindigkeit der   Nadelstäbe   gleich der Umfangsgeschwindigkeit der Oberwalzen 4 und 4 a.

   Die   Längsrippenwalzen   erhalten   zwangsläufig   ihren Antrieb durch die Nadeln 8 und die   Rundrippenwalzell werden von dem   Arbeitsgute mitgenommen. Die den Lieferwalzen zunächst liegende Oberwalze bildet die eigentliche   Dorchzugswalze, während   die zweite Walze nur insofern Durchzugswalze ist, als die Fasern länger als der Abstand des Klemmpunktes der Lieferwalze von dem   Klemmpunkte der   zweiten Durchzugswalze sind, also unter dieser durchgleiten müssen. 



   Das aus Fig. 11 ersichtliche Streckwerk mit geradem, aus Nadelstäben bestehendem Nadelfeld ist insbesondere für die Feinspinnerei bestimmt. Es. entspricht den vorherbeschriebenen Streckwerken dieser Art mit dem Unterschiede, dass die untere Lieferwalze 2a in an sich bekannter Weise in einen Wassertrog 7 eintaucht Auf diese Weise wird das Fasergut durch das von der Walze 2 a mitgenommene Wasser benetzt. 
 EMI2.6 
 

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Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1 Erhöhungen in die Lücken des darunter liegenden Nadelfeldes eingreifen (Fig. 2).
    3. Schlupfstreckwerknaht Anspruch 1 oder 2 unter Verwendung einer Zahn- oder Nadelwalze als Nadelfeld. dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der unteren Walze des Schlupf- walzenpaares und dem Lieferwalzenpaare eine Übertragungswalze (5) bei grösserem Streckwerkabstand eingeschaltet ist. die glatt oder geriffelt oder mit kleinen Zähnen ausgestattet sein kann (Fig. 3). EMI3.2
    5. Schlupfstreckwerk nach Anspruch t, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Lieferwalze in einen Flüssigkeitsbehälter eintaucht und das Fasergut durch die beraufgenommen@ Flüssigkeit netzt (Fig. 11). EMI3.3
AT126823D 1930-01-10 1930-01-10 Schlupfstreckwerk für die Verarbeitung kardierter und gereinigter Bastfasern. AT126823B (de)

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