CH147147A - Verfahren zur Herstellung von Verbindungen des Wasserstoffperoxyds. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Verbindungen des Wasserstoffperoxyds.

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CH147147A
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung von     'Verbindungen    des Wasserstoffperoxyds.    Zur Herstellung von Verbindungen des  Wasserstoffperoxyds mit festen Substanzen  (zum Beispiel Harnstoff, Natriumsulfat     etc.)          benutzte    man bisher     Wasserstoffperoxydlö-          sungen.     



  Es wurde nun gefunden, dass man solche  Verbindungen vorteilhaft dadurch herstellen  kann, dass man aus andern Stoffen in Ver  dünnung durch Gase hergestelltes, gasförmi  ges Wasserstoffperoxyd, ohne es vorher aus  diesem Gasgemisch abzutrennen, auf feste  Substanzen, die     Wasserstoffperoxyd    zu bin  den vermögen; einwirken     lässt.    Die festen  Substanzen können zum Beispiel in trockener  Form aufgeschüttet sein und die Gase hin  durchgeleitet werden. Hierbei entstehen Ver  bindungen mit gleichem Gehalt an Wasser  stoffperoxyd wie auf nassem Wege.  



  Das     Wasserstoffperoxyd    enthaltende Gas  kann mit nur sehr geringem Wassergehalt  auf beliebige Weise, zum Beispiel durch stille  elektrische Entladungen oder auf photoche-         mischem    Wege, aus Gemischen von Wasser  stoff mit     Sauerstoff    beziehungsweise Luft er  halten werden. Bei der Einwirkung des     Was-          serstoffperoxyd    enthaltenden     (fases    auf die  festen Substanzen treten nur geringe Wasser  stoffperoxydverluste auf, und der Wasserge  halt der erhaltenen Produkte ist meist kleiner  als dem Verhältnis
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   im Gas entspricht.

    Auch bei hoher Gasgeschwindigkeit und klei  nem Gehalt des Gases an Wasserstoffperoxyd  ist, besonders wenn man unter Kühlung ar  beitet, zur völligen Absorption des Wasser  stoffperoxyds nur eine verhältnismässig geringe  Berührungszeit mit dem     absorbierenden    festen       Stoff    nötig. Zweckmässig führt man das Ver  fahren kontinuierlich aus, indem man die ab  sorbierende feste Substanz im Gegenstrom  zu dem Gas langsam vorrücken lässt.  



  Das neue Verfahren ist besonders einfach  in der Ausführung, und die Verluste, die  sonst durch die nur beschränkte Wiederver-           wendbarkeit    der Mutterlaugen bedingt sind,  fallen hier fort. Es gestattet, das Wasser  stoffperoxyd auch in grosser Verdünnung zu  verwenden, so dass bei solchen Herstellungs  verfahren, die das Wasserstoffperoxyd in  Dampfform, meist in beträchtlicher Verdün  nung durch andere Gase, liefern, sich die  Isolierung des Wasserstoffperoxyds erübrigt.

    Ferner besteht zum Beispiel gegenüber der  Gewinnung des Wasserstoffperoxyds aus dem  Gasgemisch durch     Auswaschen    mit Wasser,  der weitere Vorteil, dass die zur Bildung des  Wasserstoffperoxyds. verwendeten Gase, die  gewöhnlich im Kreislauf wieder benutzt wer  den sollen, nicht so stark mit Wasserdampf  beladen werden, der bei der Wiederverwen  dung stört und vorher entfernt werden müsste.  



  Soll das nach dem Verfahren zu gewin  nende Produkt nur einen kleinen Gehalt an  Wasserstoffperoxyd erhalten; so kann die Be  handlung mit den Gasen nach Wunsch ab  gebrochen werden, während bei den bisher  benutzten     Fällungsmethoden    ein Produkt be  stimmter Zusammensetzung anfällt. Der Fort  gang der Absorption kann unter Umständen,  zum Beispiel bei Harnstoff, bequem an dem  Mattwerden der Kristallkörner verfolgt  werden.  



  Das beschriebene Verfahren gestattet auch,       Wasserstoffperoxydverbindungen    herzustellen,  die sonst nur mit dem schwierig darstellbaren,  hochkonzentrierten Peroxyd erhalten werden  können, zum Beispiel Verbindungen mit sol  chen wasserfreien Salzen, die besonders be  gierig Kristallwasser binden, zum Beispiel  Natriumsulfat, indem das Peroxyd an die  Stelle des Kristallwassers tritt.  



  <I>Beispiel 1:</I>  Ein durch stille elektrische Entladung       erhaltenes        Gemisch        von        Wasserstoff        mit        3%     Sauerstoff und 4,7     gr    Wasserstoffperoxyd pro       m3    wird durch eine mit Eiswasser gekühlte,    12 ein hohe Schicht von trockenem, kristalli  siertem     Harnstoff    geleitet.

   Die Strömungs  geschwindigkeit beträgt zum Beispiel 1,1       cms    pro     Stunde    bei einem Gefässquerschnitt  von 6     cm',    Über     90'/o    des Wasserstoffper  oxyds werden von dem Harnstoff aufgenom  men unter Bildung eines Produkts, das im       Mittel        33,3%        Wasserstoffperoxyd        enthält.     <I>Beispiel 2:

  </I>  Ein wie in Beispiel 1 erhaltenes Gasge  misch, das 4,36     gr    Wasserstoffperoxyd pro       m3    enthält, wird mit gleicher Geschwindig  keit ohne Kühlung durch eine Schicht was  serfreien     Natriumsulfats,    dem ein kleiner Ge  halt an Wasserstoffperoxyd erteilt werden  soll, geleitet (Schichthöhe 3,5 cm, Querschnitt  4,4 cm).

   Das Salz enthält nach einer Stunde       6,27        %        Wasserstoffperoxyd        und        weniger        als          0,2        %        Wasser,        obwohl        im        Gas        1,09        gr        Was-          ser    pro     em3    enthalten waren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Verbin dungen des Wasserstoffperoxyds mit festen Substanzen durchEinwirkenlassen des ersteren auf letztere, dadurch gekennzeichnet, dass man aus andern Stoffen in Verdünnung durch Gase hergestelltes gasförmiges Wasserstoff peroxyd, ohne es vorher aus diesen Gasge misch abzutrennen, auf feste Substanzen, die Wasserstoffperoxyd zu binden vermögen, ein wirken lässt. UNTERANSPRUCH: Verfahren gemäss .Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das feste Absorp tionsmittel im Gegenstrom zu dem Gasge misch langsam vorrücken lässt.
CH147147D 1929-03-19 1930-03-12 Verfahren zur Herstellung von Verbindungen des Wasserstoffperoxyds. CH147147A (de)

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