CH147147A - Verfahren zur Herstellung von Verbindungen des Wasserstoffperoxyds. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Verbindungen des Wasserstoffperoxyds.Info
- Publication number
- CH147147A CH147147A CH147147DA CH147147A CH 147147 A CH147147 A CH 147147A CH 147147D A CH147147D A CH 147147DA CH 147147 A CH147147 A CH 147147A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- hydrogen peroxide
- compounds
- preparation
- gas
- substances
- Prior art date
Links
- MHAJPDPJQMAIIY-UHFFFAOYSA-N Hydrogen peroxide Chemical compound OO MHAJPDPJQMAIIY-UHFFFAOYSA-N 0.000 title claims description 55
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 9
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 title claims description 7
- 238000002360 preparation method Methods 0.000 title description 2
- 239000007789 gas Substances 0.000 claims description 17
- 239000007787 solid Substances 0.000 claims description 9
- 239000000126 substance Substances 0.000 claims description 9
- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims description 8
- 238000010790 dilution Methods 0.000 claims description 4
- 239000012895 dilution Substances 0.000 claims description 4
- 230000002745 absorbent Effects 0.000 claims description 2
- 239000002250 absorbent Substances 0.000 claims description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims description 2
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 8
- PMZURENOXWZQFD-UHFFFAOYSA-L Sodium Sulfate Chemical compound [Na+].[Na+].[O-]S([O-])(=O)=O PMZURENOXWZQFD-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 4
- XSQUKJJJFZCRTK-UHFFFAOYSA-N Urea Chemical compound NC(N)=O XSQUKJJJFZCRTK-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 239000004202 carbamide Substances 0.000 description 4
- UFHFLCQGNIYNRP-UHFFFAOYSA-N Hydrogen Chemical compound [H][H] UFHFLCQGNIYNRP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 238000010521 absorption reaction Methods 0.000 description 2
- QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N atomic oxygen Chemical compound [O] QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 2
- 239000013078 crystal Substances 0.000 description 2
- 239000001257 hydrogen Substances 0.000 description 2
- 229910052739 hydrogen Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000001301 oxygen Substances 0.000 description 2
- 229910052760 oxygen Inorganic materials 0.000 description 2
- 150000002978 peroxides Chemical class 0.000 description 2
- 150000003839 salts Chemical class 0.000 description 2
- 229910052938 sodium sulfate Inorganic materials 0.000 description 2
- 235000011152 sodium sulphate Nutrition 0.000 description 2
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 238000002425 crystallisation Methods 0.000 description 1
- 230000008025 crystallization Effects 0.000 description 1
- 238000000605 extraction Methods 0.000 description 1
- 239000000835 fiber Substances 0.000 description 1
- 239000005457 ice water Substances 0.000 description 1
- 238000002955 isolation Methods 0.000 description 1
- 238000001556 precipitation Methods 0.000 description 1
- 239000000243 solution Substances 0.000 description 1
- 238000005406 washing Methods 0.000 description 1
Landscapes
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
Verfahren zur Herstellung von 'Verbindungen des Wasserstoffperoxyds. Zur Herstellung von Verbindungen des Wasserstoffperoxyds mit festen Substanzen (zum Beispiel Harnstoff, Natriumsulfat etc.) benutzte man bisher Wasserstoffperoxydlö- sungen.
Es wurde nun gefunden, dass man solche Verbindungen vorteilhaft dadurch herstellen kann, dass man aus andern Stoffen in Ver dünnung durch Gase hergestelltes, gasförmi ges Wasserstoffperoxyd, ohne es vorher aus diesem Gasgemisch abzutrennen, auf feste Substanzen, die Wasserstoffperoxyd zu bin den vermögen; einwirken lässt. Die festen Substanzen können zum Beispiel in trockener Form aufgeschüttet sein und die Gase hin durchgeleitet werden. Hierbei entstehen Ver bindungen mit gleichem Gehalt an Wasser stoffperoxyd wie auf nassem Wege.
Das Wasserstoffperoxyd enthaltende Gas kann mit nur sehr geringem Wassergehalt auf beliebige Weise, zum Beispiel durch stille elektrische Entladungen oder auf photoche- mischem Wege, aus Gemischen von Wasser stoff mit Sauerstoff beziehungsweise Luft er halten werden. Bei der Einwirkung des Was- serstoffperoxyd enthaltenden (fases auf die festen Substanzen treten nur geringe Wasser stoffperoxydverluste auf, und der Wasserge halt der erhaltenen Produkte ist meist kleiner als dem Verhältnis
EMI0001.0014
im Gas entspricht.
Auch bei hoher Gasgeschwindigkeit und klei nem Gehalt des Gases an Wasserstoffperoxyd ist, besonders wenn man unter Kühlung ar beitet, zur völligen Absorption des Wasser stoffperoxyds nur eine verhältnismässig geringe Berührungszeit mit dem absorbierenden festen Stoff nötig. Zweckmässig führt man das Ver fahren kontinuierlich aus, indem man die ab sorbierende feste Substanz im Gegenstrom zu dem Gas langsam vorrücken lässt.
Das neue Verfahren ist besonders einfach in der Ausführung, und die Verluste, die sonst durch die nur beschränkte Wiederver- wendbarkeit der Mutterlaugen bedingt sind, fallen hier fort. Es gestattet, das Wasser stoffperoxyd auch in grosser Verdünnung zu verwenden, so dass bei solchen Herstellungs verfahren, die das Wasserstoffperoxyd in Dampfform, meist in beträchtlicher Verdün nung durch andere Gase, liefern, sich die Isolierung des Wasserstoffperoxyds erübrigt.
Ferner besteht zum Beispiel gegenüber der Gewinnung des Wasserstoffperoxyds aus dem Gasgemisch durch Auswaschen mit Wasser, der weitere Vorteil, dass die zur Bildung des Wasserstoffperoxyds. verwendeten Gase, die gewöhnlich im Kreislauf wieder benutzt wer den sollen, nicht so stark mit Wasserdampf beladen werden, der bei der Wiederverwen dung stört und vorher entfernt werden müsste.
Soll das nach dem Verfahren zu gewin nende Produkt nur einen kleinen Gehalt an Wasserstoffperoxyd erhalten; so kann die Be handlung mit den Gasen nach Wunsch ab gebrochen werden, während bei den bisher benutzten Fällungsmethoden ein Produkt be stimmter Zusammensetzung anfällt. Der Fort gang der Absorption kann unter Umständen, zum Beispiel bei Harnstoff, bequem an dem Mattwerden der Kristallkörner verfolgt werden.
Das beschriebene Verfahren gestattet auch, Wasserstoffperoxydverbindungen herzustellen, die sonst nur mit dem schwierig darstellbaren, hochkonzentrierten Peroxyd erhalten werden können, zum Beispiel Verbindungen mit sol chen wasserfreien Salzen, die besonders be gierig Kristallwasser binden, zum Beispiel Natriumsulfat, indem das Peroxyd an die Stelle des Kristallwassers tritt.
<I>Beispiel 1:</I> Ein durch stille elektrische Entladung erhaltenes Gemisch von Wasserstoff mit 3% Sauerstoff und 4,7 gr Wasserstoffperoxyd pro m3 wird durch eine mit Eiswasser gekühlte, 12 ein hohe Schicht von trockenem, kristalli siertem Harnstoff geleitet.
Die Strömungs geschwindigkeit beträgt zum Beispiel 1,1 cms pro Stunde bei einem Gefässquerschnitt von 6 cm', Über 90'/o des Wasserstoffper oxyds werden von dem Harnstoff aufgenom men unter Bildung eines Produkts, das im Mittel 33,3% Wasserstoffperoxyd enthält. <I>Beispiel 2:
</I> Ein wie in Beispiel 1 erhaltenes Gasge misch, das 4,36 gr Wasserstoffperoxyd pro m3 enthält, wird mit gleicher Geschwindig keit ohne Kühlung durch eine Schicht was serfreien Natriumsulfats, dem ein kleiner Ge halt an Wasserstoffperoxyd erteilt werden soll, geleitet (Schichthöhe 3,5 cm, Querschnitt 4,4 cm).
Das Salz enthält nach einer Stunde 6,27 % Wasserstoffperoxyd und weniger als 0,2 % Wasser, obwohl im Gas 1,09 gr Was- ser pro em3 enthalten waren.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Verbin dungen des Wasserstoffperoxyds mit festen Substanzen durchEinwirkenlassen des ersteren auf letztere, dadurch gekennzeichnet, dass man aus andern Stoffen in Verdünnung durch Gase hergestelltes gasförmiges Wasserstoff peroxyd, ohne es vorher aus diesen Gasge misch abzutrennen, auf feste Substanzen, die Wasserstoffperoxyd zu binden vermögen, ein wirken lässt. UNTERANSPRUCH: Verfahren gemäss .Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das feste Absorp tionsmittel im Gegenstrom zu dem Gasge misch langsam vorrücken lässt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE147147X | 1929-03-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH147147A true CH147147A (de) | 1931-05-31 |
Family
ID=5671819
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH147147D CH147147A (de) | 1929-03-19 | 1930-03-12 | Verfahren zur Herstellung von Verbindungen des Wasserstoffperoxyds. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH147147A (de) |
-
1930
- 1930-03-12 CH CH147147D patent/CH147147A/de unknown
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2215177C3 (de) | Verfahren zur Behandlung von schwefeldioxid enthalteden Abgasen | |
| DE2460231A1 (de) | Verfahren zum entfernen von stickstoffoxiden aus industriellen abgasen und dafuer geeignete waessrige behandlungsloesungen | |
| CH654282A5 (de) | Verfahren und einrichtung zum konzentrieren und reinigen von organische verunreinigungen enthaltender schwefelsaeure. | |
| CH398530A (de) | Kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von haltbaren konzentrierten wässrigen Harnstoff, Formaldehyd und Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukte enthaltenden Lösungen | |
| DE2606277C2 (de) | Kontinuierliches Oxidations-Reduktions-Verfahren zur Entfernung von Schwefelwasserstoff aus einem Gasstrom und Mittel zu seiner Durchführung | |
| DD201828A5 (de) | Verfahren zur chemischen, automatischen aufloesung von molybdaenkerndraht in wolframwendeln sowie vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens | |
| DE1956874C3 (de) | Kreislaufverfahren zur Herstellung von Ketoximen | |
| CH147147A (de) | Verfahren zur Herstellung von Verbindungen des Wasserstoffperoxyds. | |
| DE945328C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Aufschluss von Rohphosphaten mit Salpetersaeure, insbesondere zur Herstellung von Duengemitteln | |
| DE1567479B2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Chlordioxid | |
| DE535065C (de) | Herstellung von Verbindungen des Wasserstoffsuperoxyds | |
| DE812433C (de) | Verfahren zur Herabsetzung des Calciumnitratgehaltes einer Loesung von Rohphosphat in Salpetersaeure, z. B. zwecks Herstellung von Duengemitteln | |
| CH640200A5 (en) | Process for producing magnesium oxide from an aqueous magnesium sulphate solution | |
| DE562634C (de) | Verfahren zur gleichzeitigen Herstellung von Kaliumnitrat, Dicalciumphosphat und stickstoffhaltigen Mischduengern | |
| DE661552C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Schwefeldioxyd aus Gasen | |
| DE579731C (de) | Verfahren zur Herstellung von Duengemitteln | |
| DE416013C (de) | Herstellung eines Gemisches aus Ammoniumsulfit und Ammoniumsulfat | |
| DE753116C (de) | UEberfuehrung von Stickstoffmonoxyd in Stickstoffdioxyd | |
| DE836347C (de) | Verfahren zur Gewinnung von kristallisiertem Harnstoff | |
| DE583788C (de) | Gewinnung von Sauerstoff | |
| DE699193C (de) | ||
| AT151287B (de) | Verfahren zur Herstellung von Alkalilaugen. | |
| DE326930C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Ammoniumnitrat aus Stickoxydgasen und Ammoniak | |
| DE336100C (de) | Verfahren zur Verhinderung von Stickstoffverlusten aus Ammoniumbicarbonat | |
| AT214452B (de) | Verfahren zum Absorbieren von gasförmigem Formaldehyd zu konzentrierten Lösungen |