Verfahren zur Herstellung von Linoleum und nach diesem Verfahren hergestelltes Linoleum. Linoleum ist ein bekannter Fabrikations gegenstand, der aus einem oder mehreren Füllstoffen besteht, die durch ein Binde- oder Klebmittel zusammengehalten werden. Die gebräuchlichen Füllstoffe sind gemahlener Kork, Holzmehl, farbige Pigmente und verschiedene mineralische Füllstoffe, wie Schlemmkreide. Gewöhnlich wird entweder g ema.hlener Kork oder Holzmehl oder beides zusammen mit etwas mineralischem Füllstoff und Pigment benutzt. Das ursprünglich ent wickelte und am meisten gebräuchliche Bindemittel ist ein Kitt, der aus oxydiertem Leinöl und Harz angefertigt ist. In der Tat wurde der Name Linoleum von der Be nutzung von Leinöl abgeleitet.
In den der letzten Zeit näherliegenden Jahren ist das Leinöl teilweise oder völlig durch andere, wie Maifisch- oder sonstiges Fischöl, ersetzt. Bei der Zubereitung des Kittes oder Bindemittels wird dem Öl eine oxydierende Behandlung erteilt, und das Öl wird mit einem harzigen Stoff, wie eigentlichem Harz, Kaurigummi usw. zusammengenommen. Das Linoleum- gemiseh wird gewöhnlich auf eine Unterlage, wie grobe Leinwand, Papier oder dergleichen mit Walzen aufgebracht. Indessen wird manchmal das Linoleum dadurch hergestellt, dass das Gemisch ohne Unterlage in Blöcke oder Ziegel gepresst wird.
Diese Linoleum blöcke oder -ziegel werden unter verschie denen Handelsnamen, wie Linotile, verkauft und von Hand unmittelbar auf den Boden oder auf einen den Boden überdeckenden Bezug oder auf eine Unterschicht verlegt. Linoleum wird manchmal in Wandtäfelungen und dergleichen gegossen. Daher umfasst die Bezeichnung Linoleum nicht nur das auf eine Unterlage, wie grobe Leinwand, gestrichene Gemisch, sondern auch das gegossene Ge misch oder das ohne Unterlage in Formen ausgebreitete Gemisch.
Bei der Herstellung des Linoleums wird der Kitt oder das Bindemittel zubereitet und zusammen mit dem Füllmittel gemahlen, um das Linoleumgemisch zu bilden, das auf die Unterlage gebracht wird.
Der gewöhnlich benutzte Kitt oder Binde stoff ist von Frederick Walton, dem Erfin der des Linoleums, entwickelt worden. Das von Walton entwickelte, viele Jahre ge bräuchliche Verfahren bestand darin, däss Leinöl mit einem Sikkativ, wie Bleiglätte, zusammen gekocht wurde. Das auf diese Weise zubereitete Öl wurde periodisch über lange hängende Streifen aus Webstoff, wie dünnem Zeug, laufen gelassen, auf welchem sieh eine Ölschicht bildete. Diese Streifen aus dünnem Zeug wurden in mässig beheizten Schuppen aufgehängt. Jedesmal nach Ver lauf von mehreren Stunden wurde eine neue Ölmange von oben herüber die. Streifen lau fen gelassen.
Die Ölschicht war der Luft ausgesetzt und wurde allmählich oxydiert. Nachdem auf den hängenden Streifen aus dünnem Zeug eine hinreichende dicke Schicht des oxydierten Öls hergestellt war, wurden sie heruntergenommen und als Grundlage für den Linoleumkitt benutzt. Dieser Stoff ist dem Handel als "scrim oil" oder "shed oil" (Zeug- oder Schuppenöl) bekannt.
Dieses Schuppenöl, welches bei Zimmer temperatur eine gelatinöse, gummiartige Konsistenz hat, wurde gemahlen und dann in beheizten Mischkesseln mit Harz und Kaurigummi gemischt, um den Linoleumkitt zu erzengen, der später mit Füllstoffen ge mischt wurde, um das Linoleumgemisch zu bilden.
In den letzten Jahren ist dieses Verfah ren dadurch abgeändert worden, dass zu sammen mit dem Zeugöl sogenanntes "mecha nisches Öl" benutzt wird. Bei der Herstel lung des mechanischen Öls wird das rohe Leinöl zusammen mit Trocknungsmitteln, wie Bleiglätte und Manganresinat, in einen beheizten Kessel gebracht und unter Durch- blasung von Luft umgerührt. Dann findet die Oxydation des Öls statt. Die Behandlung wird so lange durchgeführt, bis das<B>01</B> so gelatinös wird; dass das weitere Schlagen schwierig ist.
Das Schuppenöl wird mit dem mechanischen Öl und mit den Harzen ge mischt, um den Linoleumkitt oder -Binde stoff zu bilden.
Sowohl im Schuppenöl, als auch im mechanischen Öl bleibt ein beträchtlicher An teil von nicht oxydiertem Öl zurück. Beim Schuppenölverfahren erfolgt die Oxydation durch die Einwirkung der Luft auf die Oberfläche der dünnen Ölschicht, die über das zuvor getrocknete, auf dem Zeug einen Überzug bildende Öl herabrieselt. Ungleich mässige Oxydation durch die gesamte dünne Schicht hindurch ergibt sich daraus, dass eine gewisse Ölmenge abgefangen wird und un- oxydiert bleibt.
Nach der herrecLenden- _.Nei.nung besteht Leinöl aua einem verwickelten Gemisch von verschiedenen Glyceriden von gesättigten und ungesättigten Fettsäuren, hauptsächlich von Glyceriden der ungesättigten Fettsäuren. Diese Glyceride sind in verschiedenen Stufen unvollständiger Sättigung vorhanden. Wahr scheinlich ist bei der Herstellung von mecha nischem Öl die Oxydation der in höherem Grade ungesättigten Glyceride von einer Koagulation des oxydierten Produktes be gleitet.
Die Koagulation ist von der Oxyda tion zu unterscheiden. Soweit der Anmelderin l:ekannt, sind die genauen physikalischen und chemischen Veränderungen, die die Koagulation herbeiführen, noch nicht genau aufgeklärt. Das Ergebnis ist indessen eine Veränderung des physikalischen Zustandes des oxydierten Öls aus einem flüssigen in einen festen oder halbfesten, gehärteten oder gelatinösen Zustand. Dies kann von einer Aggregation oder einem Zusammenfliessen der Teilchen des oxydierten Öls herrühren.
Es kann von einer Polymerisation, das heisst einem Wachen der Molekülgrösse, herrübren, indem mehrere Moleküle des oxydierten Öls zusammentreten, um ein grösseres Molekül zu bilden, oder es kann sein, dass die Teilchen oder Moleküle des oxydierten Öls aizsein- anderbrechen und sich auf einen grösseren Raum verteilen.
Jedenfalls ist das Ergebnis eine Verdickung oder Koagulation des Öls, und diese Verdickung oder Koagulation scheint, wie oben festgestellt, eine Verände. iung im physikalischen Zustande der oxy dierten Bestandteile des Öls zu sein, zum Unterschied von der oxydierenden Reaktion. Der Ausdruck Koagulation ist daher im Zu sammenhang der vorliegenden Beschreibung dazu bestimmt, in umfassender Weise eine Veränderung des physikalischen Zustandes des oxydierten Öls, nämlich den Übergang aus einer flüssigen in eine verdickte Be schaffenheit, zu bezeichnen, gleichviel, wel ches die genaue Veränderung der Teilehen oder Moleküle sein mag, die die Koagulation oder Verdickung herbeiführt.
Offensichtlich werden diese Glyceride zu erst oxydiert und dann, nach der Oxydation, kommt irgend eine Zustandsänderung vor; die in die Koagulation oder Verdickung des Öls ausläuft. Bei der Herstellung von mecha- nischem, Öl verdickt diese Koagulation der leichter oxydierbaren Bestandteile des Öls das Öl bis zu einem Grade, bei welchem es nicht leicht umgerührt werden kann, und zwar geschieht diese Verdickung, bevor die ungesättigten Bestandteile des Öls Gelegen heit gehabt haben, sich zu oxydieren. In folgedessen enthält das mechanische Öl eben so wie das Schuppenöl einen beträchtlichen Anteil von nicht oxydierten, ungesättigten Bestandteilen des Öls.
Diese sogenannten oxydierten Öle, näm lich !Schuppenöl und mechanisches Öl im oben beschriebenen Sinn, sind in der Tat nur teilweise oxydierte Öle. Sie scheinen aus drei Bruchteilen zu bestehen: 1. dem nicht oxydierten Öl; . den oxydierten Bestandteilen, die bei gewöhnlichen Temperaturen noch flüssig sind, und 3. dem sogenannten Linoxyn, das heisst dem oxydierten Bestandteil, der in eine Form koaguliert ist, die, wenn sie von der Flüssig keit isoliert wird, bei gewöhnlichen Tempe raturen fest ist, jedoch in den flüssigen Be standteilen des Öls in Lösung oder Auf- schwemmung vorhanden ist.
De Waele in England hat ein Verfahren zum Analysieren dieser oxydierten Öle ent wickelt; seine Ergebnisse sind in der Zeit schrift: "Industrial and Engineering Che- mistry", Januar<B>1917,</B> veröffentlicht. Gemäss dem Analysierverfahren von de Waele wird das Öl zuerst mit Petroleumäther aus gezogen. Dann wird der Rückstand mit Äthyläther ausgezogen, wobei das nicht auf gelöste Linoxyn zurückbleibt.
Diese Analyse lässt sich dahin interpretieren, dass die nicht oxydierten Bestandteile des Öls in Petro leumäther gelöst werden, während die oxy dierten Bestandteile zurückbleiben, und da.ss die oxydierten, aber nicht koagulierten Be standteile im Äthyläther lösbar sind und von ihm entfernt werden, während das ungelöste Linoxyn aus den koagulierten, oxydierten Bestandteilen des Öls besteht.
Bei der Anwendung des Analysierverfah- rens von de Waele auf Schuppenöl zeigt sich, dass ungefähr 16 bis 2,8 % mit Petroleumäther und ungefähr 15 bis<B>30%</B> mit Äthyläther ausziehbar sind und ungefähr 44 bis 67 % als unlöslicher Rückstand bleiben. Bei Anwen dung des Analysierverfahrens von de W aele hat sich herausgestellt, dass die gewöhnlichen mechanischen Öle ungefähr 25 bis 35 % von solchem Stoff enthalten, der mit Petroleum äther ausziehbar ist; ferner 25 bis 40% au solchem Stoff, der mit Äthyläther auszieh bar ist, und ungefähr 25 bis 40 % unlös lichen Stoff.
Der mit Äthyläther auszieh bare Stoff umfasst die für gewöhnlich flüs- sigen oxydierten Bestandteile des Öls. Dieser Stoff dient dazu, dem Öl seine Binde- oder Deckeigenschaften zu geben. Der unlösliche Stoff, der gewöhnlich Linoxyn genannt wird, dient dazu, dem Kitt Körper oder Substanz zu verleihen. Das ideale, im Kitt zu be nutzende, oxydierte Öl soll geeignet aus geglichene Anteile von mit Äthyläther aus ziehbarem Stoff, jedoch kein nichtoxydiertes Öl enthalten.
Der mit Petroleumäther ausziehbare Stoff besteht aus den nichtoxydierten Bestandteilen des sogenannten oxydierten Öls, wie Schup- penöl oder mechanischem Öl. Dieser Stoff hat im Kitt keinen Bindewert. Ausserdem soll dieser nichtoxydierte Stoff oxydiert wer den, bevor das Linoleum vollständig fertig gemacht und verkaufsbereit ist. Daher ist es üblich gewesen, das Linoleum, nachdem das Linoleumgemisch auf die Unterlage auf gestrichen oder aufgewalzt worden war, in beheizten Öfen von mancherlei Art, oft meh rere Wochen lang, in warmer Luft, gewöhn lich von einer Temperatur von 60 bis 93<B>'C,</B> aufzuhängen.
Die Reifung des Linoleums in den Öfen bringt offensichtlich zwei Vorgänge zu Ende: 1. Die Koagulation einer genügenden Menge von mit Äthyläther ausziehbarem Stoff, das heisst von oxydierten Bestand teilen des Öls, zu eigentlichem Linoxyn, -wo durch das Gemisch erhärtet, und 2. Die Oxydation der noch nicht oxydier ten Bestandteile des im Kitt befindlichen Öls zusammen mit einiger Koagulation der auf diese Weise oxydierten Bestandteile.
Die Koagulation hängt offensichtlich nicht von der Berührung mit dem atmosphä rischen Sauerstoff ab und scheint durch die gesamte Dicke des Linoleums hindurch gleichmässig stattzufinden. Hingegen ist offensichtlich die Oxydation des mit Petro leumäther ausziehbaren Stoffes von der Be rührung mit dem atmosphärischen Sauerstoff abhängig und kann auf _ der Oberfläche des Linoleums oder in der Nähe der Oberfläche stattfinden, so dass in den dickeren Sorten von Linoleum der unter der Bezeichnung "-weiche Mittelschicht" bekannte Zustand vorkommen kann.
Unter "weicher Mittel schicht" ist zu verstehen, dass in der Mitte der Schicht des Linoleumgemenges eine ver hältnismässig weiche Schicht vorhanden ist.
Bei Benutzung der gebräuchlichen, aus Schuppenöl oder mechanischem 0I angefer tigten Kitte hängt die Zeit des Belassens im Ofen in hohem Masse von der Schichtstärke des Linoleumgemenges ab. Die Behandlung im Ofen hat so lange fortgesetzt werden müs sen, bis die nichtoxydierten Bestandteile des Öls über die gesamte Schichtstärke hin reichend oxydiert gewesen sind. Das Vorhandensein von nichtoxydierten Ölbestandteilen im Kitt führt dazu, dass die Bindekraft des Kittes abgeschwächt wird. Dies kann auf die sogenannte "weiche Mittel schicht" hinauslaufen, die .leicht entdecizt werden kann.
Indessen scheint in Stoffen, in denen die weichen Mitten nicht entdeckt wer den, das Vorhandensein von nichtoxydierten Bestandteilen manche Wirkung hinsichtlich des Abschwächens der Zusammenhaltekraft des Kittes zu haben; daher wird die Wider standsfähigkeit des Linoleums gegen Ab- scheuerung verkleinert.
Überdies haben die Oxydationsprodukte, die während der Oxydation der nichtoxydier ten Bestandteile des Kittes bei der Behand lung im Ofen abgegeben werden, die Nei gung, das Linoleum gelb zu machen und die Farben zu beeinträchtigen, die durch die fär benden Pigmente dem Linoleum gegeben wer den.
Die Anmelderin hat festgestellt, dass die Beschaffenheit des Linoleums verbessert utid die Reifezeit gekürzt werden kann (was auf eine Ersparnis bei den Herstellungskosten hinausläuft), indem zuerst das Öl in Gegen wart eines der Koagulation entgegenwirken den Mittels, das heisst eines Peptisations- mittels, oxydiert wird, wodurch das Öl so ziemlich vollständig oxydiert wird, bevor die Koagulation in den mechanischen Ölsc@blag- werken in einem solchen Betrag auftritt, da.ss das Öl nicht geschlagen werden kann,
und dass dann in das<B>01</B> oder in den Kitt oder in das Linoleumgemisch ein Koagulations- mittel eingebracht wird, welches die oben als Koagulation bezeichnete Erscheinung, näm lich die Verdickung des oxydierten Öls bis zu dem im fertiggemachten Linoleum ge wünschten Betrag, rasch zustande bringt oder beschleunigt.
Es empfiehlt sich, die soeben erläuterten beiden Schritte bei der vollständigen Fabri kation von Linoleum zusammenzunehmen; indessen kann auch jeder dieser beiden Schritte für sich allein benutzt werden, wo durch sich ebenfalls schön eine Verbesserung und Verbilligung der Fabrikation gegenüber den gegenwärtig allgemein gebräuchlichen Verfahren ergibt.
Nachstehend wird zuerst die Wirkungs weise des Zementes bei Benutzung eines Antikoagulations- oder Peptisationsmittels beschrieben, mittelst dessen das Öl so ziem lich oxydiert werden kann.
Gemäss den Schritten des vorliegenden Verfahrens wird ein Antikoagulationsmittel, zweckmässig das Harz des Kittes, mit dem 01 vor oder während der Oxydation des Öls zusammengebracht. Am besten wird das 01 in dem gebräuchlichen beheizten Schlagwerk oxydiert. Durch das als Antikoagulations- oder Peptisationsmittel wirkende Harz wird das 01 hinreichend flüssig erhalten, so dass die Oxydation bis zu der Stelle fortgeführt werden kann, bei der die ungesättigten Be standteile des Öls im wesentlichen oxydiert werden.
Das mit dem Harz zusammen gebrachte 01 kann als Linoleumkitt in der Form benutzt werden, in der es aus dein Schlagwerk kommt, in welchem die Oxyda tion stattfindet. Auf diese Weise ist es mög lich, den Linoleumkitt in einem einzigen Ar beitsvorgang herzustellen.
Nunmehr wird im einzelnen das Verfah ren beschrieben, welches seitens der Anmel- derin bei der Herstellung von Linoleumkitt benutzt worden ist, und zwar mit besonderer Bezugnahme auf die Benutzung von Leinöl, welches das bei der Herstellung von Lino- leumkitt am meisten gebräuchliche 01 ist.
Eine Ladung, bestehend aus ungefähr drei Gewichtsteilen Leinöl und einem Gewichts teil Harz, zum Beispiel Terpentinharz, zu sammen mit einer wirksamen Menge von ge eigneten Sikkativen, wie zum Beispiel Blei glätte und Manganresinat, nämlich hinauf bis zu einem Metallgehalt von ungefähr 2 des Ölgewichtes, wird in das gebräuchliche Schlagwerk gebracht, das bei der Herstellung von mechanischem 01 in der Linoleumindu- strie verwendet wird.
Diese Vorrichtungen sind gewöhnlich als mechanische Oxydations apparate bekannt und bestehen im wesent lichen aus einem beheizten Kessel, der mit einer Anzahl von rasch umlaufenden Schau feln oder Stöcken versehen ist, die das ()1 im Kessel herumschleudern. Um den Sauer stoff zu liefern, wird ein Luftstrom durch den Kessel geleitet. Die mechanischen Oxy dationsapparate sind in der Lin.oleumin du- strie so gut bekannt, dass eine ins einzelne gehende Beschreibung für die Fachleute nicht erforderlich ist.
Indessen kann auf das bri tische Patent Nr.7742(1.893 (Bedford und Bedford) oder auf die Fig. 1 und 2 des ameri kanischen Patentes Nr. 557.157 (Walton) vom 31. März 1896 bezug genommen werden, wo mechanische Oxydationsapparate dargestellt sind.
Die Ladung aus 01, Harz und Sikkativen wird unter ständiger Luftzufuhr umgerührt. Die Temperatur wird auf ungefähr<B>82</B> bis 93 C erhalten. Bei einem liegenden runden Oxydationsapparat mit ungefähr 2,5m Länge und ungefähr 1,0,5 m lichtem Durchmesser mit einer Ladung von ungefähr 6,80 kg 01, Harz und Sikkativ, der mit ungefähr 4,2,5 m3/min. Luft gespeist wurde, hat die Anmelderin festgestellt, dass die Reaktion in ungefähr 30 Stunden zu Ende gekommen ist. Die Länge der Zeit hängt natürlich von der Grösse des jeweiligen Schlagwerkes, der Grösse der Ladung, der zugeführten Luft menge und der Temperatur ab.
Während der die Oxydation herbeifüh renden Reaktion wird das 01 allmählich stei fer, bis am Ende des Vorganges das Gemisch aus 01 und Harz bis zur gewünschten end gültigen Konsistenz des Linoleunikittes ver dickt worden ist. In diesem Zustande ist es zu steif, als dass es in dieser Maschine wei terhin in befriedigender Weise geschlagen werden könnte. Durch die Wirkung des Harzes wird indessen die Verdickung oder Koagulation des Öls verzögert, bis die sämt lichen oxy Bierbaren Bestandteile des 01s oxy diert worden sind.
Offensichtlich dient das Harz als Peptisations- oder Antikoagulations- mittel; es verzögert die Koagulation der oxy- dierbaren Produkte, die durch die Oxydation der in höherem Mass ungesättigten Bestand teile des Öls gebildet werden, für so lange, bis die in kleinerem Mass ungesättigten oxy- dierbaren Bestandteile des Öls Gelegenheit ge habt haben, sich zu oxydieren.
Indessen be ginnt gegen Ende des Zeitabschnittes der oben als Koagulation bezeichnete Vorgang, und es wird zugelassen, dass er bis zu der Stelle fort schreitet, wo die gewünschte Verdickung des Kittes erzielt ist. Wie weiter unten zum Aus druck gebracht wird; soll an dieser Stelle noch nicht die volle Koagulation oder Er härtung des Kittes zustande kommen; die Fähigkeit zu weiterer Koagulation oder Er härtung muss bewahrt werden, so dass wäh rend des Reifens des Linoleums das teilweise koagulierte Öl weiter koaguliert wird, um der zusammengepressten Schicht des Linoleum gemisches im fertiggestellten Linoleum die gewünschte Härte zu erteilen.
Bei dem gewöhnlichen Verfahren zur Herstellung eines auf mechanischem Wege oxydierten Öls werden die leichter oxydier- baren Bestandteile zuerst oxydiert und dann rasch koaguliert und verdicken das Öl bis zu einem ausschlagbaren Zustand, bevor die zu rückbleibenden, weniger ungesättigten Be- st.andteile des Öls Gelegenheit gehabt haben, in wesentlichem Betrage oxydiert zu werden.
Nach dem soeben beschriebenen Verfahren werden so ziemlich die sämtlichen oxydier- baren Bestandteile des Leinöls oxydiert, be vor eine Verdickung oder Gelierung stattfin det, die das weitere Schlagen verhindert. Da eine gewisse Viskosität oder Dicke des Lino- leumkittes erwünscht ist, wird das Verfahren des Schlagens unter Beheizung bis zu dem Punkt durchgeführt, wo einige Koagulation oder Gelierung des Stoffes zustandekommt. Aber diese geschieht nicht eher, als bis der gesamte Ölvorrat so ziemlich vollständig oxy diert ist.
Gewöhnlich wird bei der Durch führung des neuen Verfahrens, nachdem das Öl im wesentlichen oxydiert ist, der Schlag vorgang bei Fortsetzung der Beheizung und der Luftzufuhr so lange fortgesetzt, bis das Öl bis zu der für den Linoleuinkitt erwünsch ten Konsistenz verdickt ist. Jedoch kann, nachdem-das Öl oxydiert ist, die Luftzufuhr unterbrochen werden, da ja die Verdickung des Öls offensichtlich von der Koagulation der. bereits oxydierten Bestandteile herrührt und augenscheinlich von der Fortsetzung der Wärmebehandlung und nicht von weiterer Oxydation verursacht. wird.
Der Bequemlichkeit halber wird der ge mäss dem oben beschriebenen Verfahren her gestellte Kitt als "mechanischer Kitt" be zeichnet, nach Analogie des -"mechanischen Öls". Die Analyse nach Verfahren von de Waele beweist, dass das Leinöl in diesem Kitt sich in folgendem Zustand befindet: 0 bis- 7 % mit Petroleumäther ausziehbarer Stoff; 50 bis 62% mit Äthyläther auszieh barer Stoff und 36 bis 45% unlöslicher Stoff oder Linoxyn. Bei der Wiedergabe dieser Ziffern ist angenommen worden, dass Harz im Petroleumäther in seiner Gesamtmenge löslich ist, was durchaus zutrifft, obgleich wahrscheinlich- eine kleine Menge des Har zes zu dem mit Äthylätlier ausziehbaren Stoff und in den unlöslichen Restrückstand geht.
Zur Vergleichung lässt sich feststellen, dass eine gleichartige Analyse des gebräuch lichen Linoleumkittes, der dadurch her gestellt ist, dass ungefähr gleiche Mengen von Schuppenöl und von mechanischem Öl (halb und halb) mit der gebräuchlichen Menge von Harzen zusammengenommen werden, hin sichtlich des Leinölgehaltes beweist, dass un gefähr 15 bis<B>25%</B> Stoff mit Petroleumäther ausziehbar, ungefähr 25 bis 40% Stoff mit Äthyläther ausziehbar und ungefähr 35 bis <B>50%</B> unlöslich, das heisst Linoxyn, ist.
Wie aus der obigen Analyse ersichtlich, befindet sich das<B>01</B> im mechanischen Kitt hauptsächlich oder so ziemlich in seiner Ge samtmenge im oxydierten Zustande, und zwar entweder in flüssiger Form oder in der un löslichen Form von koaguliertem Linoxyn, wenn auch das Öl eine kleine Menge oder auch nur eine Spur von unoxydiertem 0I ent halten kann.
Daher ist, wenn im vorliegen den Zusammenhang davon gesprochen wird, dass das Öl so ziemlich in seiner Gesamt menge oxydiert ist, damit nicht gemeint, dass Öle ausgeschlossen sein sollen, die irgend einen geringfügigen Betrag von unoxydier- tem Öl enthalten; jedoch wird diese Aus drucksweise dazu benutzt, um ein derartiges Öl von den Ölen zu unterscheiden, die nach den bisher gebräuchlichen eingeführten Ver fahren hergestellt sind, zum Beispiel von Schuppenöl und von mechanischen Ölen.
Die Flüssigkeit, nämlich das oxydierte 0l, oder die mit Äthyläther ausziehbaren Bestandteile des Öls geben dem Kitt die Deck- und Bindekraft. Da der neue Kitt. das Öl in dieser Form gegenüber dem bisher an gefertigten Kitt in beträchtlichem Überschuss enthält, ist seine Binde- und Deckkraft be trächtlich vergrössert; daher braucht bei der Zubereitung des Linoleumgemisches weniger Kitt benutzt zu werden, wodurch die Kosten des Gemisches heruntergesetzt werden. Wird die gebräuchliche Kittmenge benutzt, so ha.un ein zäheres und biegsameres Linoleum an gefertigt werden.
Der neue Kitt hat genü gend Linoxyn, das heisst koaguliertes Öl, um dem Ölkörper und dem Kitt die richtige Konsistenz zu geben.
Da das Öl so ziemlich vollständig oxy diert ist, besteht die durch die Behandlung im Ofen veranlasste Reaktion darin, dass die flüssigen oxydierten Bestandteile des Öls koaguliert oder eingedickt werden; daher kann die Zeit der Behandlung im Ofen wesentlich abgekürzt werden. Es hat sich herausgestellt, dass eine Verkürzung der Zeit der Behand lung im Ofen um ungefähr 25 % oder mehr durch Benutzung des neuen mechanischen Kittes erzielt werden kann, selbst ohne Be nutzung des zugegebenen Koagulations- oder Beschleunigungsmittels, das später zusammen mit dem zweiten Schritt des neuen Verfah rens beschrieben werden wird.
Da die Koagu- lierreaktion von der Hitze und nicht von der Berührung mit der Luft abhängig ist, kommt die Erhärtung gleichmässig durch die ge samte Dicke des Linoleums hindurch zu stande, und die Benutzung des neuen mecha nischen Kittes beseitigt die bisher an getroffene Schwierigkeit, die unter der Be zeichnung "weiche Mittelschicht" bekannt ist. Der neue Kitt liefert ein zäheres, der Ab nutzung länger widerstehendes Linoleum, da dieser Kitt den bisher angefertigten Kitten überlegen ist. Ausserdem besteht bei Be nutzung dieses Kittes weniger das Bestre ben, das Linoleum gelb zu färben oder seine Farbe zu beeinflussen.
Daher wird durch die Benutzung des neuen mechanischen Kittes nicht nur die Herstellung des Linoleums abgekürzt und verbilligt, sondern auch das Erzeugnis ver bessert.
Das bevorzugte Vorgehen ist in Verbin dung mit der Behandlung von Leinöl be schrieben worden, da dieses dasjenige Öl ist. das bei der Anfertigung von Linoleumkitt ganz allgemein benutzt wird; indessen kann das Verfahren bei der Herstellung von L ino- leumkitt aus andern sikkativen Ölen, zum Beispiel Maifisch- oder sonstigem Fischöl, Tung, das heisst China-Holzöl, Soja-Bohnen- öl usw., verwendet werden.
Der Ausdruck: "sikkative Öle" soll nicht nur die sogenann- ten trocknenden Öle, wie Leinöl, sondern auch die halbtrocknenden, wie Soja-Bohnen- öl, umfassen. Ausserdem können diese Öle die von den Ölen abgespaltenen Fettsäuren enthalten.
Der Ausdruck "sikkative Öle" soll also nicht nur die Öle umfassen, sondern auch die Fettsäuren, da ja die Reaktion rl#2s Oxydierens von Fettsäuren gleichartig ist mit der Reaktion des Oxydierens von illen. Harz ist wegen seiner Billigkeit das bevor- zugte Peptisations- oder Antikoagulations- mittel, ferner deshalb, weil es als ein Be standteil des Linoleumkittes erwünscht ist.
Indessen können auch andere Antikoagula- tions- oder Peptisationsmittel benutzt wer den, wie Kaurigummi, Estergummi, Abietin- säure und ihre Ester, Pimarsäure usw. Die Harze, wie Terpentinharz oder Kaurigiininii bestehen hauptsächlich aus Harzsäuren. die offensichtlich das Bestreben haben, die Koagulation oder Verdickung der oxydierten Bestandteile des Öls zu verhindern oder auf zuschieben.
Indessen können ungefähr neu- trale Terpentinharzester als Peptisations- oder Antikoagulationsmittel dienen. Der Bequemlichkeit halber bevorzugt die Erfinderin die Benutzung der gebräuchlichen mechanischen Oxydationsapparate, die die normale Ausrüstung von Linoleumanlagen bilden, bei der Durchführung der oxydieren den Reaktionen, die zur Zubereitung des neuen Linoleumkittes gehören.
Indessen kön nen auch andere Vorrichtungen benutzt wer den, zum Beispiel ein Apparat, um das Ge misch aus Öl und Antikoagulationsmittel in erhitztem Zustande in Luft zu zerstäuben.
Zweckmässig wird der Sauerstoff der Atmosphäre wegen seiner leichten Verfüg barkeit verwendet; indessen kann Sauerstoff auch in anderer Weise verwendet werden, zum Beispiel als reines Gas oder als Ozon.
Die Herstellung des erfindungsgemässen Kittes, in welchem das Öl ziemlich vollstän dig durchoxydiert ist, und seine Einbringung in das Linoleum ist der bevorzugte erste, das heisst vorbereitende Schritt des neuen Ver fahrens, dessen zweiter Schritt es mit der Benutzung eines Koagulationsmittels zu tun hat, um die Verdickung gewisser im Kitt enthaltenen Stoffe rasch vor sich gehen zu lassen.
Nachdem das mechanische Öl in der oben beschriebenen Weise hergestellt worden ist, wird es zusammen mit den Füllstoffen, wie zerriebenem Kork, Holzmehl, mineralischen Füllstoffen und Pigment gemahlen, um das Linoleumgemisch zu bilden. Bei der Her stellung von geradlinigem Linoleum wird das Gemisch durch Walzen in Schichten aus gebreitet, oder es wird in körnigem Zustande auf die aus grober Leinwand bestehende Unterlage gebracht, auf die es gepresst und auf der es durch Kalanderwalzen oder Press.. platten. verfestigt wird, wenn ebenes Lino leum oder gegossenes; eingelegtes Linoleum hergestellt wird.
Eine weitere Ersparnis bei der li erstel- lung und eine Verbesserung des Erzeugnisses wird dadurch erzielt, dass zum Kitt oder Bindemittel ein geeignetes Koagulations- mittel hinzugegeben wird, das beim Reifen des Linoleums die Koagulation des Kittes beschleunigt.
Nachdem der Linoleumkitt angefertigt und in das Linoleumgemisch gebracht wor.. den ist, hat das Antikoagulationsmittel, wie Harz oder ein sonstiger Peptisator seinem Zwecke gedient, und zur raschen Erzeugung des Linoleums ist es erwünscht, dass wäh rend des Reifens des Linoleums die Koagu lation des Kittes rasch stattfindet.
Demgemäss wird in den Kitt, nachdem er zubereitet ist oder bei den letzten Stufen sei ner Zubereitung, oder in das Linoleum gemisches ein geeignetes Reagens gebracht, das dazu dient. die Koagulation zu beschleu nigen, die unter Hitze während des E.eifens des Linoleums stattfindet.
Es ist gefunden worden, dass eine grosse Anzahl von Substanzen für diesen Zwecic wirksame Koagulationsmittel sind. Das be vorzugte Koagulationsmittel ist Borsäure. Nunmehr wird der zweite Schritt des erfun denen Verfahrens für den Fall beschrieben, dass Borsäure benutzt wird; später werden mit Borsäure gleichwertige Mittel angegeben.
Ungefähr 10 bis 15 Minuten, bevor der Linoleumkitt vom Oxydationsapparat weg genommen wird, wird Borsäure in einer Menge von ungefähr 1 Gewichtsprozent des Ölgehaltes in den Oxydationsapparat ge bracht und das Schlagen ungefähr 10 oder 15 Minuten fortgesetzt, um die Borsäure in dem Kitt innig zu verteilen. Das Schlagen des Kittes unter Hitze wird fortgesetzt, bis das 01 teilweise koaguliert und dadurch der litt bis zur richtigen Konsistenz verdickt ist. Alsdann wird der Kitt vom Oxydations apparat weggenommen und mit zerriebenem Kork, Holzmehl, mineralischen Füllstoffen und Pigmenten zusammen gemahlen, um das körnige Linoleumgemisch herzustellen.
Obgleich einige Koagulation des oxydier ten Öls während des Fertigschlagens im Oxydationsapparat stattfindet, enthält der Ritt einen beträchtlichen Anteil von oxydier tem, aber nicht koaguliertem Öl. Die Koagu lation dieses oxydierten, aber nicht koagu lierten, im Kitt befindlichen Öls ist haupt sächlich dafür verantwortlich, dass das in eine Schicht ausgebreitete Linoleum gemäss dem erfundenen Verfahren in den Öfen reift oder sich setzt.
Die Borsäure kann, statt im Oxydations apparat in den Kitt eingebracht zu werden, nach der Wegnahme des Kittes vom Oxy- clationsappa,rat zugegeben werden, oder sie kann in das Linoleumgemisch gemahlen wer den, wenn der Kitt mit den Füllstoffen zu sammengebracht wird.
Nachdem auf diese Weise das Linoleum gemisch hergestellt und die Borsäure als Koagulationsmittel eingebracht worden ist, wird das Gemisch in der gebräuchlichen Weise auf die aus grober Leinwand be-. stehende Unterlage gebracht oder in Ziegel form ausgebreitet. Das auf diese Weise ge bildete Linoleum wird alsdann durch Er hitzen gereift. Dies geschieht zweckmässig in der 'Weise, dass das Linoleum in die ge bräuchlichen Ofen läuft, in denen es einer Temperatur von ungefähr 82 C unterworfen wird, bis es gereift ist. Die Borsäure dient dazu, die Koagulation der flüssigen, oxydier ten Bestandteile des Öls zu beschleunigen und verkürzt die Zeit der Behandlung im Ofen, um ungefähr 40 % gegenüber derjenigen.
Zeit, die benötigt wird, wenn die Borsäure oder das sonstige Koagulationsmittel nicht benutzt wird. Wird die Borsäuremenge auf mehr als 1 % gesteigert, so kann die Zeit der Behandlung im Ofen entsprechend ver- kürzt werden; indessen gibt es eine Grenze hinsichtlich der Menge, in der die Borsäure benutzt werden kann. Die Borsäuremenge kann auf 5 % oder mehr gesteigert werden; jedoch verkürzen weitere Erhöhungen der Borsäuremenge nicht in entsprechender Weise die Zeit der Behandlung im Ofen.
Allzuviel Borsäure stört bei der mecha nischen Verarbeitung des Stoffes, weil die Reifung in zu grossem Masse beschleunigt wird, bevor das Gemisch seinen endgültigen Festigkeitszusammenhang erreicht hat. Die zu benutzende Borsäuremenge wird dadurch genau bestimmt, dass die Verkürzung der Reifungszeit gegen die Schwierigkeit bei der mechanischen Behandlung des Gemisches ab-
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gewogen <SEP> wird.
<SEP> Je <SEP> nach <SEP> den <SEP> Umständen <SEP> wer den <SEP> gewöhnlich <SEP> 1 <SEP> bis <SEP> 5 <SEP> % <SEP> Borsäure <SEP> verwen det.
<tb> Obgleich <SEP> die <SEP> gewöhnliche <SEP> Borsäure, <SEP> nä <SEP> m lieh <SEP> Orthoborsäure, <SEP> 193B03, <SEP> benutzt <SEP> werden
<tb> kann, <SEP> ist <SEP> es <SEP> mehr <SEP> zu <SEP> empfehlen, <SEP> eine <SEP> de <SEP> 1y . <SEP> drierte <SEP> Form <SEP> der <SEP> Borsäure, <SEP> nämlich <SEP> entweder
<tb> Metaborsäure, <SEP> 19B02, <SEP> oder <SEP> Pyroborsäure,
<tb> 19,B40,, <SEP> oder <SEP> Borsäureanhydrid, <SEP> B,0.,,, <SEP> zu <SEP> be nutzen.
<SEP> Die <SEP> dehydrierten <SEP> Formen <SEP> der <SEP> Bor säure <SEP> sind <SEP> als <SEP> Koagulationsbeschleuniger
<tb> offensichtlich <SEP> so <SEP> lange <SEP> unwirksam, <SEP> als <SEP> sie
<tb> nicht <SEP> geniigend <SEP> Wasser <SEP> aufgenommen <SEP> haben,
<tb> um <SEP> in <SEP> die <SEP> gewöhnliche, <SEP> nämlich <SEP> die <SEP> Ortho borsäure <SEP> umgewandelt <SEP> zu <SEP> werden; <SEP> in <SEP> dieser
<tb> Form <SEP> dienen <SEP> sie <SEP> als <SEP> Koa:gulationsbeschleu niger. <SEP> Die <SEP> dehydrierten <SEP> Formen <SEP> der <SEP> Bor säure <SEP> dienen <SEP> daher <SEP> als <SEP> Beschleuniger <SEP> mit
<tb> aufgeschobener <SEP> Wirkung;
<SEP> denn <SEP> sie <SEP> benötigen
<tb> einige <SEP> Zeit, <SEP> um <SEP> aus <SEP> dem <SEP> Gemisch, <SEP> welches
<tb> gewöhnlich <SEP> nur <SEP> eine <SEP> geringe <SEP> Feuchtigkeits menge <SEP> enthält, <SEP> Wasser <SEP> aufzunehmen. <SEP> Durch
<tb> Benutzung <SEP> solcher <SEP> Stoffe <SEP> kann <SEP> die <SEP> die
<tb> Koagulation <SEP> beschleunigende <SEP> Wirkuni <SEP> der
<tb> Borsäure, <SEP> nachdem <SEP> die. <SEP> Borsäure <SEP> in <SEP> einer
<tb> dehydrierten <SEP> Form <SEP> in <SEP> das <SEP> Gemisch <SEP> ei@iv <SEP> et <SEP> leibt <SEP> worden <SEP> ist, <SEP> noch <SEP> für <SEP> so <SEP> lange <SEP> aufge:
-elio ben <SEP> werden, <SEP> bis <SEP> das <SEP> Linoleum <SEP> in <SEP> eine <SEP> Schicht.
<tb> ausgebreitet <SEP> und <SEP> in <SEP> die <SEP> Ofen <SEP> gebracht <SEP> wor den <SEP> ist.
<tb> Während <SEP> des <SEP> Misch- <SEP> und <SEP> des <SEP> Au.sbreit vorganges <SEP> wird <SEP> das <SEP> Litioleumgemisch <SEP> der
<tb> Einwirkung <SEP> von <SEP> Hitze <SEP> ausgesetzt. <SEP> Es <SEP> hat:
<tb> sich <SEP> herausgestellt, <SEP> dass, <SEP> wenn <SEP> die <SEP> Borsäure
<tb> in <SEP> ihrer <SEP> gewöhnlichen, <SEP> nämlich <SEP> der <SEP> Ortho form, <SEP> benutzt <SEP> wird, <SEP> das <SEP> Gemisch <SEP> die <SEP> Nei gung <SEP> hat, <SEP> vorzeitig <SEP> steif <SEP> zu <SEP> werden. <SEP> was
<tb> beim <SEP> Misch- <SEP> und <SEP> Ausbreitvorgang <SEP> stört.
<tb> Durch <SEP> Benutzung <SEP> der <SEP> dehydrierten <SEP> Form;
<SEP> 1cr
<tb> Borsäure <SEP> wird. <SEP> dieses <SEP> vorzeitige <SEP> Steif #erden
<tb> verhindert <SEP> und <SEP> die <SEP> Koa.gulalion <SEP> für <SEP> so <SEP> lan-(,
<tb> aufgeschoben, <SEP> bis <SEP> der <SEP> Kitt <SEP> mit, <SEP> den <SEP> übrigen
<tb> Linoleumstoffen <SEP> zusammengebracht <SEP> und <SEP> ( < i"
<tb> Gemisch <SEP> in <SEP> Schichtform <SEP> ausgebreitet <SEP> wor den <SEP> ist. <SEP> ,
<tb> Bei <SEP> der <SEP> fabrikmässigen <SEP> Herstellung <SEP> ist <SEP> es
<tb> wahrscheinlich <SEP> das <SEP> Beste, <SEP> das <SEP> Gemisch <SEP> fest
<tb> werden <SEP> zu <SEP> lassen <SEP> und <SEP> dann <SEP> die <SEP> Reifung <SEP> in den gebräuchlichen Ofen durchzuführen; in dessen kann die Reifung auch sonstwie durchgeführt werden.
Zum Beispiel ist die Erfinderin imstande gewesen, bei einem Fa brikationsversuch durch Benutzung einer ge nügenden Menge eines Koagulationsbeschleu- nigers ein Linoleum herzustellen, das augen scheinlich voll gereift war, als es zwischen den beheizten Kalanderwalzen herauskam. Bei Benutzung eines Kittes nach Art des neuen mechanischen Kittes ist der Reif ungs- Zorgang in Wirklichkeit ein Koagulations- vorgang, der von der Einwirkung der Hitze abhängt, so dass er bei Anwendung einer ge nügend hohen Temperatur in kurzer Zeit durchgeführt werden kann.
Auf diese -Weise ist es möglich gemacht, ein Linoleum zu fabrizieren, ohne dass es im gebräuchlichen Ofen aufgehängt wird.
Die Behandlung des Linoleums soll auf hören, wenn die gewünschte, gebräuchliche Konsistenz der Linoleumschicht erreicht ist. Es ist möglich, die Behandlung zu weit zu treiben und das Linoleum brüchig zu machen, indem ein Koagulationsmittel oder ein Be schleunigungsmittel benutzt wird, genau so, wie es möglich ist, die Behandlung eines Linoleums bei Benutzung der gebräuchlichen Kitte zu weit zu treiben.
Die Behandlung, das heisst die Reaktion des Koagulierens, wird daher nicht bis zu dem Punkte durch geführt, bei welchem die Gesamtmenge des oxydierten Öls zu dem als Linoxyn bekann ten, erhärteten Zustande koaguliert ist, son dern es bleibt ein wenig<B>01</B> im oxydierten, aber nicht koagulierten Zustande zurück, um dem Linoleum die notwendige Biegsa7'mkeit und Zähigkeit zu erteilen. Die Stärke des Reifens, das heisst der Behandlung im Ofen, wird in der nämlichen Weise eingeregelt, wie dies bei der Herstellung von Linoleum gegen wärtig gebräuchlich ist.
Die die Koagulation hervorbringende Reaktion hängt offensichtlich von einer ver hältnismässig hohen Temperatur ab und fin det nicht bei gewöhnlicher Zimmertempera- tur statt. Die Borsäure dient zwar bei der Temperatur der Behandlung im Ofen oder bei der Temperatur der Kalanderwalzen in wirksamer Weise als Koagulations- oder Be schleunigungsmittel; hingegen ist sie bei dcri gewöhnlichen Zimmertemperaturen unwirk sam, so dass das fertiggemachte Linoleum gegenüber Erhärtung bei gewöhnlichen Tem peraturen ebenso haltbar ist wie das auf die gebräuchliche Weise farbrizierte Linoleum.
Die Benutzung der Borsäure oder eines sonstigen Koagulations- oder Beschleuni gungsmittels führt zu einer wesentlichen Verkürzung des Reifens nebst einer daraus folgenden Zeitersparnis bei der Fabrikation, ferner einer Verminderung des für die Aus rüstung der Anlage, insbesondere in die Ofen zu steckenden Kapitals. Die Reifung kann sogar noch weiter verkürzt werden, inderI die Reifungstemperatur erhöht wird, ohne die Beschaffenheit des Linoleums in ungün stiger Weise zu beeinflussen.
Bei Benutzun- der gebräuchlichen Reifungstemperaturen wird durch die Benutzung des Beschleuni- gungs- oder Koagulationsmittels dem Lino leum eine grössere Biegsamkeit, Zähigkeit und Festigkeit erteilt.
Ausser dem Koagulie ren hat das Bindemittel, und falls ritt mit unvollständig oxydiertem<B>01</B> benutzt wird, beim Oxydieren des Öls die mit dem Reifen verknüpfte Erwärmung auf das Linoleum gewislso andere Einflüsse (und zwar schäd liche), die offensichtlich von einigen Neben reaktionen herrühren, die nicht bekannt oder nicht vollständig aufgeklärt sind. Durch die Benutzung des Koagulations- oder Beschleu nigungsmittels wird die Zeit, während deren das Linoleum beim Reifen dem Einfluss der Wärme ausgesetzt ist, verkürzt, und jene schädlichen Nebenreaktionen werden aufs äusserste vermindert.
Die Benutzung von Borsäure der eine gleichartigen Koagulationsmittels ist dann besonders vorteilhaft, wenn ein Kita: naeh .Art des neuen mechanischen Kittes verwendet wird, bei welchem der grössere Teil des OIs sich in oxydierten, aber flüssigem Zustande befindet; denn die Reaktion des Reifens be steht im wesentlichen in der Koagulation der flüssigen, oxydierten Bestandteile des Öls.
Jedoch lässt sich ein Koagulationsmittel, wie Borsäure, mit Vorteil bei der Herstellung von Linoleum mit solchen Linoleumkitten ver wenden, die aus Schuppenöl oder aus mecha nischem<B>01</B> oder aus einem Gemisch dieser Ole zubereitet sind.
Wie oben hervorgehoben worden ist, enthalten Kitte, die aus diesen Ölen zubereitet sind, nichtoxydiertes Öl, oxydiertes, flüssiges<B>01</B> und Linoxyn. Wird das Koagulationsmittel bei solchen Kitten benutzt, so bewirkt es rasche Reifung des Linoleums, indem die Koagulation des flüs sigen, oxydierbaren Teils des Öls beschleu nigt wird; - ferner hilft das Koagulations- mittel auch bei der Koagulation des nicht oxydierten Öls mit, sobald dieses durch Be rührung mit der Atmosphäre oxydiert wird.
Es hat sich herausgestellt, dass bei Benutzung dieser Kitte, die teilweise oxydiertes 01 ent halten, die Reifungszeit wesentlich herunter gesetzt werden kann.
Obschon Borsäure das bevorzugte Koagu- lations- oder Beschleunigungsmittel ist., kön nen auch verschiedene andere Substanzen be nutzt werden. Die verschiedenen Salze der Borsäure, zum Beispiel die verschiedenen Natriumborate, können benutzt werden. Ver suche haben erwiesen, dass verschiedene orga nische Stickstoffverbindungen als Koagula- tionsmittel für diesen Zweck dienen können. Unter diesen hat die Erfinderin die folgen den angewendet: <I>Organische</I> Verbindungen: 1.
Stickstoffhaltige Derivate der alipbä- tischen Sulfonsäuren, zum Beispiel Amino- sulfonsäure.
2. Amide von aliphatischen Säuren, wie Formamid (Acetamid hat eine geringe oder gar keine Wirkung).
3. Peroxyde von aromatischen Säuren, wie Benzoylperoxyd.
4. Stickstoffhaltige Derivate von Fur- furol, wie Furfuramid (Hydrofuramid).
5. Aromatische Aminoverbindungen, wie Benzidin, Meta - amino - benzoesäure, Para- aminobenzoesäure, Para- oder lNletaphen3,ien- diamin, Tolidin, m-Toluylendiamin, p-p'-Di- aminodiphenylmethan, Anilin, Äthylic1üi- anilin, Anthranilsäure,
11Zethylendianilid. Die folgenden Verbindungen haben eine geringe oder gar keine Wirkung: 0-toluidin, Dime- thylanilin, Benzylanilin, Methylanilin, Phe- nylhydrazin, Benzenazodiphenylamin.
,6. Stickstoffhaltige Derivate der alipha- tischen Aldehyde, wie Ammoniakaldehy d, H examethylentetramin.
7. Stickstoffhaltige Derivate der Kohlen säure, wie Harnstoff, Triphenylguanidin, Diorthotolylguanidin, Piperidinpentamc:thy- lendithiocarbamat, Thiocarbanilid, Tetra- methylthiuramdisulfid. Harnsäure und Di- orthotolylthioharnstoff haben geringe oder gar keine Wirkung.
B. Heterozyklische, stickstoffhaltige Ver bindungen, wie Pyridin.
9. Kondensationsprodukte von Anilin und seinen Homologen mit Aldehyden, wie Form aldehydanilin, Anhydroformaldehydparato- luidin. Ina <I>Handel erhältliche</I> Verbindungen: Verschiedene, im Handel erhältliche Ver bindungen, wie Vulcon, Zimat, Grasseletor, Vulcanex usw.
<I>Anorganische</I> Verbindungen: 1. Borsäuren und organische und anorga nische Salze oder Additionsverbindungen von Borsäure, wie Hexaborat, Boroxyd, Natrium metaborat, Natriumperborat, Borax, Ca.lcium- borat, Glycerolborat.
2. Anorganische basische Substanzen, wie Zinkoxyd, Ammoniumcarbonat, Zinkhydro- xyd, Natriumacetat, DIagnesia.
3. Anorganische Chloride, wie Zinkchlo rid, Ferrichlorid, Calciumchlorid, Alumi niumchlorid, Ammoniumchlorid.
4. Schwache anorganische Säuren. wie arsenige Säure, Zinnsäure.
Die Erfinderin hat ermittelt, dass Harn stoff in ziemlich ähnlicher Weise wie dehy- drierte Borsäure; als Koagulationsbeschleu- niger mit aufgeschobener Wirkung dient.
Die Koagulationsmittel, deren Benutzung gemäss der Erfindung bevorzugt wird, wir ken nur in der Weise, dass sie die Koagula tion des flüssigen oxydierten Öls bei den Temperaturen der Öfen herbeiführen oder beschleunigen. Verglichen mit den Zimmer temperaturen, denen das Linoleum ausgesetzt ist, nachdem es verlegt worden ist, sind diese Temperaturen verhältnismässig hoch. Daher führen die Koagulationsmittel nicht eine fortgesetzte Härtung und ein Brüchigwerden des Linoleums unter den Temperaturzustän den herbei, denen es nach seiner Verlegung auf Fussböden ausgesetzt ist.
Das Harz, das bei der Zubereitung des Kittes dem Öl einverleibt wird, ist ein Anti- koagulationsmittel und hat das Bestreben, zu verhüten, dass die Erhärtung des Kitts und Bindemittels nach der Reifung des Lino leums sich fortsetzt. Es empfiehlt sich, im Kitt ein Antikoagulationsmittel, wie Harz, zu benutzen, das das Bestreben hat, dass die Koagulation oder Erhärtung des oxydierten Öls während langer Zeit bei gewöhnlichen Zimmertemperaturen sich unerwünschter weise fortsetzt.
Durch die Wirkung des Har zes wird bei gewöhnlichen Zimmertempera- turen offensichtlich jegliche Koagulations- wirkung des Koagulationsmittels überkom pensiert, während bei den erhöhten Tempera turen der Öfen während des Reifens das Koagulationsmittel ungeachtet der Anwesen heit des Antikoagulationsmittels oder Harzes wirksam ist.
Die Koagulationsmittel, die gemäss der Erfindung benutzt werden, sind zweckmässig entweder oxydationswidrige Mittel, oder sie sind wenigstens neutral, insofern die Anre gung irgend welcher oxydierenden Reaktion im Öl in Betracht kommt.
Wird der Kitt in der -oben beschriebenen Weise unter Be nutzung eines Antikoagulationsmittels zu bereitet, um die nahezu vollständige Oxyda tion des Leinöls zu ermöglichen, so ist wahr scheinlich noch eine kleine Menge des noch nicht vollständig oxydierten Öls vorhanden Wird der Kitt auf die gebräuchliche Weise aus mechanisch oxydiertem Öl oder aus Schuppenöl zubereitet, so enthält der Kitt einen beträchtlichen Bruchteil von nichtoxy diertem Öl.
Die Fortsetzung der Oxydation etwaigen nichtoxydierten Öls im Kitt nach Reifung und Verlegung des Linoleums ver ursacht eine langsam fortschreitende, un erwünschte zusätzliche Erhärtung des Kitt bindemittels, wodurch die Biegsamkeit des Linoleums zerstört und das Linoleum hart und brüchig gemacht wird. Das Reggens, das als Koagulationsmittel oder Reifungs- beschleuniger benutzt wird, soll daher nicld als ein oxydierendes Reagens öder als Ka talysator dienen.
Insbesondere wenn der Kitt eine beträchtliche Menge von nichtoxydier tem Öl enthält, empfiehlt es sich in der Tat, dass das Koagulationsmittel ein oxydation widriges Mittel ist, wie zum Beispiel die fol genden Koagulationsmittel:
Borsäure, Hexa.methylentetramin, Ammo- niakaldehyd, Anilin, Borax, Methylendiani- lid, Anhydroformaldehydparatoluidin, Tri- phenylguanilidin, Benzidin.
Die benutzten Koagulationsmittel verbin den sich offensichtlich nicht chemisch mit dem Öl; vielmehr leisten sie ihren Dienst nach Art von Katalysatoren, indem sie un ter Hitze beschleunigend wirken und den physikalischen Zustand des flüssigen, oxy dierten Öls in einen verdickten oder erhärte ten Zustand umändern. Die Koagulations- wirkung ist nicht eine oxydierende WirkunIg. das heisst eine Versteifung durch chemische Bindung, - sondern vielmehr die Verdickun'pT oder Koagulation des bereits oxydierten Öls. Diese Verdickung oder Koagulation ist nicht.
eine fortschreitende, mindestens nicht in einem zu beanstandenden Betrage, nachdem das Linoleum aus der Wärmebehandlung in den Ofen genommen worden ist. Die Wir kung des Koagulationsmittels ist daher von der von Trocknungs- oder Härtungsmitteln zu unterscheiden, die auf das Linoleum nach dessen Verlegung eine sich fortsetzende Er härtungswirkung nebst Brüchigmacbung Ha ben würden. Bei der Erläuterung der Erfindung wurde festgestellt, welches nach der Ansicht der Erfinderin die richtigen Theorien sind; je doch ist die Erfindung nicht auf solche Theo rien abgestellt, da spätere Erkenntnis wei teres.
Licht auf Reaktionen werfen kann, die gegenwärtig noch nicht völlig aufgeklärt sein mögen. Zum Beispiel meint die Erfinderin, dass die Koagulation oder Verdickung des 01s und die Umwandlung des mit Äthyläther ausziehbaren Stoffes in das unlösliche Li- tioxyn von der Zusammenballung der Mole küle in grössere Aggregate herrührt. Nach manchen Theorien kann dies jedoch eine Polymerisation, das heisst die Bildung grö sserer oder verwickelterer Moleküle sein, oder es kann möglicherweise auch vom Zerfallen oder von der Zerstreuung der Teilchen her rühren.
Daher ist der Ausdruck Koagulation dazu bestimmt, die Verdickung, das heisst die Umwandlung der oxydierten Bestandteile des 01s in einen festen oder erhärteten Zu stand zu decken, welches auch die zugrunde liegenden molekularen Veränderungen sein mögen.