CH146972A - Drehschalter mit selbsttätiger Abschaltung bei Überstrom. - Google Patents
Drehschalter mit selbsttätiger Abschaltung bei Überstrom.Info
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Description
Drebsclialter mit selbsttätiger Abschaltung bei Überstrom. Gegenstand der Erfindung ist ein Dreh schalter mit selbsttätiger Abschaltung bei Überstrom, der sich von den bekannten Selbstschaltern durch die besondere Ausbil dung der Sperr- und Auslösevorrichtung unterscheidet: Nach der Erfindung besteht die Sperr und Auslösevorrichtung für das Schaltorgan aus einem Hebel, der mit dem Einschaltgriff gelenkig verbunden und mit ihm drehbar ist. Ein Arm des Hebels nimmt das vom Schaltergriff und dem daran gelenkigen Hebel unabhängig drehbare Schaltorgan beim Bedienen des Schalters mit unter Über windung der entgegenwirkenden Spannfeder.
Der andere Arm des Hebels legt sich in der Einschaltstellung in eine am Schaltersockel vorgesehene Rast und verhindert dadurch das Zurückdrehen von Schaltorgan und Schaltergriff, bis das Auslöseorgan des Schalters, das magnetisch oder thermisch sein kann, den Sperrhebel in die Auslösestel- lung bringt.
Die Erfindung wird durch die auf der Zeichnung dargestellten Beispiele deutlicher veranschaulicht.
Abb. 1 der Zeichnung zeigt einen Aehsialschnitt durch einen Drehschalter, Abb. 2 eine Aufsicht bei entfernter Kappe, und Abb. 3 einen Schnitt durch Schaltwalze und Spannfeder; in Abb. 4 ist die Sperr- und Auslösevorrichtung des Schalters für sich dargestellt; die Abb. 5 und G geben ein wei teres Ausführungsbeispiel wieder.
In den Abbildungen ist 1 der Schalter sockel, der in seinem Innern die Schaltspule 2 und die Schaltwalze 3 aufnimmt. Die Spule 2 trägt eine hohle Achse 4, die der Schaltwalze 3 als Lager dient. Zwischen Achse und Walze ist die Schaltfeder 5 an geordnet. Die Hohlachse nimmt ferner den als Tauchkern 6 ausgebildeten Magnetanker auf, der nach oben hin in einen Stossstab 7 fort gesetzt und in einer Einsatzhülse 8 geführt ist, was Abb. 3 im Schnitt erkennen lässt.
Die Schaltwalze 3 trägt die beweglichen Schaltkontaktstücke 9, die durch den Strom schlussring 29 miteinander verbunden sind. 39 sind die feststehenden Kontaktstücke des Sockels. Sie sind in dem dargestellten Zu stand durch die Schaltwalze leitend mitein ander verbunden (Abb. 2).
Über dem Innenraum des Isolierstoff körpers 1 ist eine Metallbrücke 10 mit Schrauben, 11 befestigt. An der Brücke ist der Schaltergriff 12 unter Vermittlung einer Hülse 13 und einem mit der Hülse undrehbar verbundenen Zapfen 14 gelagert. - Zwischen Zapfen 14 und Hülse 13 sitzt eine Schrauben feder 15. Ein Federende ist an der Hülse und das andere an der Brücke 10 befestigt.
Der in den Innenraum des Isolierkörpers 1 ragende Zapfen 14 trägt eine Scheibe 16. an der ein doppelarmiger Hebel 1'7 ausserhalb der Drehachse schwenkbar gelagert ist. Ein Arm des Hebels drückt mit einem Vorsprung 18 gegen eine Nase 19 der Schaltwalze, wäh rend der andere Arm in der Einschaltstellung mit einer federnd gelagerten Nase 20 in eine Öffnung 21 der Brücke 10 greift.
Die gesamte Anordnung ist von der Kappe 22 überdeckt.
Die Abbildungen zeigen den Schalter in eingeschaltetem Zustand. Tritt ein Über strom auf, so wird der Tauchkern 6 von der Spule 2 angezogen und nach oben bewegt. Der Stossstab 7 des Tauchkerns schlägt dann gegen den Sperrhebel 17 und bewegt ihn so, dass Vorsprung 18 und Nase 20 ausser Ein griff mit Schaltwalze 3 und Brücke 10 ge bracht werden. Dadurch werden Schaltwalze und Schaltergriff freigegeben. Die Schalt feder 5 schnellt die Walze mit ihren Schalt kontaktstücken in die Ausschaltstellung und unterbricht den Strom, während die im Schaltergriff angeordnete Feder 15 den Griff mit dem. Sperrhebel 17 in die Ruhelage zu rückführt. Der Vorsprung 18 des Hebels 1,7 klinkt dann wieder hinter der Nase 19 der Walze 3 ein.
Soll der Schalter 6 wieder eingeschaltet werden, so wird der Schaltergriff 12 im Uhrzeigersinn gedreht. Der am Griff sitzende Hebel 17 nimmt die Schaltwalze 3 mit, bis der Stromkreis eingeschaltet ist und die federnde Nase 20 in die Öffnung 21 der Brücke 10 einspringt und den Rücklauf von Griff und Walze verhindert.
Die beschriebene Sperranordnung wirkt gleichzeitig als Freiauslösung, das heisst sie verhindert ein andauerndes Einschalten bei bestehendem Kurzschluss. Wird bei Kurz schluss der Schaltergriff 12 in die Einschalt stellung gebracht, so wird im Augenblick des Stromschlusses der Tauchkern 6 angezogen und der Vorsprung 18 des Sperrhebels 17 ausser Eingriff mit der Schaltwalze gebracht. Die Walze schnellt dann in die Ausschalt stellung zurück, selbst wenn man den Schal tergriff in der Einschaltstellung festhält.
Um zu verhindern, da.ss in diesem Augen blick die Sperrnase 20 des Hebels 17 in die Öffnung 21 der Brücke 10 einklinkt und den Rücklauf des Griffes 12 verhindert, wird zweckmässig an der Schaltwalze ein beson derer Vorsprung 23 angebracht, der eine Auflauffläche bildet und den Vorsprung 18 des Sperrhebels nach oben drückt, wenn sich das Schaltorgan in der Ausschaltstellung befindet.
In den Abb. 5 und 6 ist ein weiteres Aus führungsbeispiel dargestellt, bei dem der Sperrhebel vollständig starr ist. Die Bezugs zeichen dieser beiden Abbildungen entspre chen den zu den gleichen Teilen gehörenden Zahlen der Abbildungen 1 bis 4.
Bei dieser Anordnung ist an der Brücke 10 eine Sperrklinke \?4 angebracht, die von einer Feder 25 in den Weg des starren Hebel endes 26 gedrückt ist. Der Hebel 17 ist im Gegensatz zu der Ausführungsform nach den Abb. 1 bis 4 in der geometrischen Achse des Schalters am Schaltergriff drehbar gelagert, was die in Abb. 6 dargestellte Aufsicht auf die Unterseite der Brücke 10 erkennen lässt. Ferner ist der Druckstab 7 mit einem Vorsprung 27 versehen, der ausserhalb der Schalterachse am Hebel 17 angreift, und zwar möglichst in der Nähe des Vorsprunges 18. Dadurch wird die zum Auslösen not wendige Kraft verringert.
Die Verwendung eines Ansatzes 27 am Druckstab 7 ist auch bei dem Schalter nach Abb. 1 möglich. In diesem Fall kann auch bei dieser Ausführungsform der Sperrhebel 17 in der geometrischen Achse des Schalters gelagert sein.
Das Auslöseorgan des beschriebenen Schalters kann auch thermisch wirken. Man kann zum Beispiel an Stelle der Schaltspule und des Tauchkernes oder mit ihnen zu gleich ein Heizband auf der Rückseite des Isolierkörpers 1 anbringen, das beim Auf treten eines Überstromes den Druckstab 7 bewegt.
Der Schalter kann ferner auch als Schraubstöpsel ausgebildet sein.
Schalter der beschriebenen Art haben den Vorteil, dass die Sperr- und Auslösevorrich- tung an der Vorderseite des Schalters liegt und nach dem Abnehmen der Kappe ohne weiteres zugänglich ist. Der Schalter kann daher während seiner Tätigkeit beobachtet werden. Die Sperrung von Walze und Schaltergriff wird ferner an Stellen bewirkt, die verhältnismässig weit von der Schalter achse entfernt sind, so dass die zu überwin dende Klinkenreibung sehr gering ist.
Die dargestellten Ausführungsbeispiele ermöglichen ferner einen einfachen Zusam menbau. Man kann die Schaltspule mit der Hohlachse der darauf gelagerten Schaltwalze und den Tauchkern ausserhalb des Isolier- körpers zusammenbauen und dann zugleich in den Schalter einsetzen.
Die Anwendung einer mit der Schaltspule gleichachsigen Drehwalze als Schaltorgan hat ferner den Vorteil, dass die Kontaktgabe <B>i</B> ,in Stellen stattfindet, wo das magnetische Feld der Spule etwa entstehende Schaltlicht bögen von der Spule forttreibt und verlöscht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Drehschalter mit selbsttätiger Abschal tung bei Überstrom, gekennzeichnet durch einen mit dem Einschaltgriff gelenkig ver bundenen und mit -ihm drehbaren Hebel, von dem ein Arm das unter dem Einfluss einer entgegenwirkenden Feder stehende, vom Schaltergriff und dem daran gelenkigen Hebel unabhängig drehbare Schaltorgan mit nimmt, während der andere Hebelarm in der Einschaltstellung hinter eine am Sockel vor gesehene Rast greift und den Rücklauf von Hebel und Schaltorgan bis zu der vom elek trischen Auslöseorgan bewirkten Auslöse bewegung des Sperrhebels verhindert. UNTERANSPRÜCHE: 1.Schalter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse des Schalt organes hohl ist und einen achsial beweg lichen Stab aufnimmt, mit dem das elek trische Auslöseorgan auf den Sperrhebel einwirkt. 2. Schalter nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stab einen An satz hat, der ausserhalb der geometrischen Achse des Schalters am Sperrhebel an greift. ä. Schalter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrhebel ausser halb der geometrischen Achse des Schal ters am Schaltergriff gelagert ist. 4.Schalter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrhebel mit einem Vorsprung hinter eine Nase der Schaltwalze greift, wobei eine der beiden an den Hebelenden angeordneten Nasen mit einem federnden Sperrglied versehen ist. 5. Schalter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltergriff mit dem Sperrhebel an einer über dem Schalt organ liegenden Brücke gelagert ist, und dass die Brücke die Rast trägt, in welche ein Arm des Sperrhebels in der Einschalt stellung eingreift. 6. Schalter nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrhebel aus einem starren Stück besteht, und dass die Brücke eine federnde Klinke trägt, hinter die das starre Hebelende einspringt. 7.Schalter nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch eine Auflauffläche am Schaltorgan, die das Einklinken des Sperr hebels in die Rast des Schaltersockels ver hindert, wenn sich das Schaltorgan in der Ausschalistellung befindet. B. Schalter nach Unteranspruch 1 mit mag netischer Auslösung, dadurch gekenn- zeichnet, dass sieh der als Tauchkern aus gebildete Magnetanker in der hohlen Schalterachse befindet. 9. Schalter nach Unteranspruch 1 mit ther mischer Auslösung, dadurch gekennzeich net, dass' auf der Rückseite des Schalter sockels ein Heizband angeordnet ist, das auf den in der hohlen Schalterachse be findlichen Stab einwirkt.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE146972X | 1929-07-05 |
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| CH146972A true CH146972A (de) | 1931-05-15 |
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|---|---|---|---|
| CH146972D CH146972A (de) | 1929-07-05 | 1930-05-12 | Drehschalter mit selbsttätiger Abschaltung bei Überstrom. |
Country Status (1)
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|---|---|
| CH (1) | CH146972A (de) |
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1930
- 1930-05-12 CH CH146972D patent/CH146972A/de unknown
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