CH145141A - Verfahren zur Herstellung von wasser- und oxydfreiem Chlormagnesium. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von wasser- und oxydfreiem Chlormagnesium.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Wasser- und ogydfreiem Chlormagnesium. Es sind bereits zahlreiche Verfahren be kannt, wasserfreies Chlormagnesium aus Magnesit, Kohle und Chlor herzustellen. Der naheliegendste Weg jedoch, den Rohmagnesit in stückiger Form zu verwenden und ein Ge menge von Rohmagnesit und gohlestücken bei höheren Temperaturen mit Chlor umzu setzen, hat sich .bisher als nicht gangbar er wiesen.
Führt man nämlich die U msetzung- bei Temperaturen unterhalb des Schmelz punktes des Chlormagnesiums aus, so zeigt es sich, dass sich die Umsetzung lediglich auf die Oberfläche der Magnesitstücke be schränkt, während eine Umsetzung oberhalb des Schmelzpunktes stets ein stark mit Mag nesiumoxyd verunreinigtes Chlormagnesium lieferte, das für die weitere Verwendung zum Beispiel für elektrolytische Zwecke un brauchbar war.
Infolgedessen hat man sich genötigt gesehen, durchwegs zunächst den Magnesit zu Pulver zu zermahlen, mit einer kohlenstoffhaltigen Substanz zu vermischen, und das so erhaltene Produkt nach entspre- chender Formgebung chlorierend zu behan deln.
Es wurde nun gefuntleii, dass der Miss- erfolg bei einer Chlorierung von stückigem Magnesit oberhalb des Schore lzl>unktes von Magnesiumchlorid darauf zurückzuführen ist, dass das sich bildende geschinolzeiie Magne- siumehlorid noch nicht chloriertes Magne- siumoxyd löst,
wodurch alsbald eine erbe B liche Erhöhung des Schmelzpunktes unii gleichzeitig eine Verdickung des Chlormag nesiums eintritt. Dies hat zur Folge. dass ;1a> Produkt auch bei den in Frage kommenden Reaktionstemperaturen rasch erstarrt und in Form einer Kruste die noch o-,vdhaltigen Magnesitstücke umhüllt, so (lass die weitere Reaktion zum Stillstand kommt.
Es wurde nun weiterhin gefunden. dass es durch eine diesen besonderen Verhältnissen bei der Umsetzung Rechnung tragende Ar beitsweise gelingt, in technisch befriedigen der Weise in stückiger Form vorliegende Mg 0-haltige Stoffe unmittelbar auf wasser- und oxy dfreies Chlormagnesium zu verarbei ten.
Als solche Mg 0-haltigen Stoffe können ausser Rohmagnesit auch solche Stoffe ver wendet werden, die durch Erhitzen in 142g 0- reiche Stoffe übergeführt werden, zum Bei spiel Brucit. Die Verarbeitung solcher stücki- ger Mg 0-haltiger Stoffe auf Wasser- und oxydfreies Chlormagnesium wird gemäss vor liegender Erfindung dadurch ermöglicht,
dass man in ein Gemenge des stückigen Stoffes mit stückiger Kohle (zweckmässig Holzkohle oder Torfkoks) bei Temperaturen oberhalb des Schmelzpunktes von Chlormagnesium Chlorgas in gleichmässiger Verteilung einlei tet und das gebildete geschmolzene Chlor magnesium unter möglichster Vermeidung einer Berührung mit unbehandeltem festen Gemenge in im wesentlichen dem Chlorstrom entgegengesetzter Richtung sofort entfernt.
hierdurch wird einerseits eineVerunreinigung des gebildeten Chlorides mit unbehandeltem Oxyd praktisch völlig vermieden; eine Erhö hung des Schmelzpunktes tritt infolgedessen nicht ein, das gebildete dünnflüssige Mag- nesiumehlorid kann vielmehr von dem un behandelten Gemenge ohne Schwierigkeit ab getrennt werden.
Anderseits wird durch die ses Verfahren erreicht, dass die Chiorierung bis zur völligen Erschöpfung der einzelnen Magnesitstücke durchgeführt werden kann, rla infolge rascher Trennung des gebildeten flüssigen Chlormagnesiums von den Magne- sitstüeken diese letzteren der Chlorierung ständig frische Oberflächen darbieten.
In der Praxis hat sich die nachstehend be schriebene Ausführungsform des Verfahrens als zweckmässig erwiesen: Ein Gemenge von stückigem Magnesit und stückiger Holzkohle oder Torfkoks wird auf eine elektrisch beheizte, durchlässige Kohleschicht aufgebracht und dort bei einer Temperatur von 700-900 mit Chlor, das zwecks gleichmässiger Verteilung am besten in diese Kohleschicht eingeleitet wird, zur Umsetzung gebracht.
Das entstehende Mag nesiumchlorid schmilzt sofort ah, läuft durch die beheizte Kohleschicht und sammelt sich in ihrem untern Teil, wo es von Zeit zu Zeit in schmelzflüssiger Form Wasser- und oxy d- frei abgezogen werden kann. Die Umsetzung selbst liefert genügend Wärme, um die für das Verfahren notwendige Temperatur auf rechtzuerhalten, und es genügt daher, das Reaktionsgut einmal auf die nötige Tempera tur vorzuwärmen. Dies kann entweder durch Einbringen vorgeheizten Gutes, oder aber da durch erfolgen, dass man in das Reaktions gut geeignete Heizelemente einführt.
Man verfährt dabei am zweckmässigsten in der Weise, dass man den untern Teil der von oiben durch das Reaktionsgut eingeführten Strom zuführung für die elektrische Beheizung der Kohleschicht als Heizelement ausbildet, bei spielsweise als Kohlestab oder Kohlerohr. wobei gegebenenfalls auch mehrere Stromzu führungen, Dreipliasenstromheizung, verwen det werden können.
Die unterhalb des Reaktionsgutes ange ordnete, durchlässige beheizte Kohleschielit hat den Zweck, ein rasches Ablaufen des ge bildeten flüssigen Chlormagnesiums zu er möglichen. Sie wird daher zweckmässiger weise von gröberen Stücken einer mechanisel widerstandsfähigen, elektrisch leitenden und chemisch reaktionsträgen Kohle, beispiels weise Hartkohlenelektrodenbruch, gebildet.
In der beigegebenen Abbildung ist eine beispielsweise Anordnung zur Durchführung des Verfahrens schematisch wiedergegeben.
In einem geschlossenen Schacht, der mit feuerfestem Mauerwerk <I>(a, b, e)</I> aus gemauert ist, wird das untere Drittel mit grobkörniger Kohle (k), die die durch lässige Kohleschicht darstellt, gefüllt. Der elektrische Strom wird dieser Schicht bei (d) und (e) zugeführt. Die obere Strom zuführung (d) ist in ihrem untern Teil als R.ohr ausgebildet, um die Aufheizung des über der Schicht (1c) liegenden Reaktions gutes (i.), einem Gemenge von Ma.gnesit und reaktionsfähigen Kohlestücken, zu bewirken.
Das Chlor wird durch die Stutzen (f) in die Schicht (k) eingeleitet, das Reaktionsgut bei (g) nachgefüllt. Die Offnung (h) dient zur Entfernung der Abgase. Das fertige Magne- siumchlorid sammelt sich im untern Teil von (k) an und wird von Zeit zu Zeit bei<I>(L</I><B>)</B> flüs sig abgelassen.
Selbstverständlich kann auch eine andere Art der Beheizung der Kohleschicht, bei spielsweise Dreiphasenstrom mit Kohlen boden als Nulleiter, Verwendung finden. Verwendet man an Stelle von Magnesit bei spielsweise Brucit, so kann man diesen zwecks Austreibung des Wassers vor dem Einbringen in den Ofen erhitzen, man kann aber auch vorteilhaft die Austreibung erst im Ofen selbst vornehmen, da die Einwirkung der im Verlauf des exothermen Prozesses im untern Teil des Ofens entstehenden Reak tionsgase vollkommen ausreicht,
um die Aus treibung im obern Teil des Ofens zu bewerk stelligen.
Der Vorteil des Verfahrens gegenüber allen bisher beschriebenen besteht darin, dass mit einfachen Mitteln natürlich anfallendes Rohmaterial ohne kostspielige Vorbereitung zu einem für alle Verwendungszwecke völlig brauchbaren, oxyd- und wasserfreien Chlor magnesium umgesetzt werden kann.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Gewinnung von wasser- und oxydfreiem Magnesiumchlorid aus in stückiger Form vorliegenden Mg 0-haltigen Stoffen durch Behandlung mit Chlor in Ge genwart von Kohle, dadurch gekennzeichnet, dass in ein Gemenge des stückigen Mg 0-hal- tigen Stoffes mit stückiger Kohle bei Tempe raturen oberhalb des Schmelzpunktes von Chlormagnesium Chlorgas in gleichmässiger Verteilung eingeleitet wird und das gebildete geschmolzene Chlormagnesium,unter mög- lichster Vermeidung einer Berührung mit un behandeltem .festem Gemenge in im wesent lichen dem Chlorstrom entgegengesetzter Richtung sofort- entfernt wird. UNTERANSPRi1CFIE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man reaktionsfähige Kühle in stückiger Form benutzt, und das Reaktionsgemenge über einer elektrisch beheizten durchlässigen Kohleschicht bei Temperaturen oberhalb des Schmelz punktes des Chlormagnesiums mit Chlor zur Umsetzung bringt und das gebildete Mgch in schmelzflüssiger Form unterhalb der durchlässigen Kohleschicht abzieht. 2.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man den Beginn der Umsetzung durch Einführung von Heizelementen in das Re aktionsgut erleichtert. 3, Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeicb- net, dass die von oben eingeführte Strom zuführung für die elektrisch beheizte, durchlässige Kohleschicht in ihrem untern Teil als Heizelement ausgebildet ist. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, daducrh gekennzeichnet.dass die elektrisch beheizte, durchlässige Kohleschicht aus grobkörnigem Elcktro- denbruch besteht. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als reaktionsfähige Kohle Holz kohle verwendet. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gel@ennzeichnet, dass man als reaktionsfähige Kohle Torf koks verwendet.
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