Einrichtung zur Regulierung der Fallbewegung von aus Luftfahrzeugen abzuwerfenden Körpern. Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Einrichtung zur Regulierung der Fall bewegung von aus Luftfahrzeugen abzuwer fenden Körpern, welche gestattet, diese Kör per durch ihr Eigengewicht sehr rasch bis auf eine geringe Höhe oberhalb des Erdbo dens niederstürzen zu lassen, um dann die Fallgeschwindigkeit durch Ausbreiten eines Fallschirmes abzuschwächen. Diesen Vorgang bewirkt zweckmässig in der Hauptsache ein in einem Gehäuse untergebrachtes Uhrwerk, dem die -Aufgabe zufällt, den Fallschirm rechtzeitig zur Entfaltung freizugeben, da mit die Sendung sanft und unbeschädigt auf dem Boden ankommt.
Das Uhrwerk besitzt eine Tempierung, das heisst eine Einstell vorrichtung für die Zeit, welche zwischen dem Moment des Abwurfes und dem der Ent faltung des Fallschirmes verstreichen soll. Die Tempierung ist so eingerichtet, dass sie sowohl von Hand zum Abwurf jedes einzel nen Apparates, als mechanisch zur Bedie nung einer ganzen Apparatenserie verwen- det werden kann. Diese letztere Methode wird dann mit Vorteil verwendet werden, wenn in einem Flugzeuge mehrere Apparate unter gebracht sind, die an verschiedenen Orten und von verschiedenen Höhen aus abgewor fen werden sollen.
Die Zeichnungen stellen verschiedene Bei spiele von Ausführungsformen von Appa raten dar, die erfindungsgemäss gebaut sind, nebst einer Einrichtung, in welcher diese Apparate Verwendung finden können.
Fig. 1 zeigt perspektivisch den geschlos senen Abwurfapparat ohne Last. Ein zum Halten des Fallschirmes vorgesehenes Zug band ist ausgehängt; Fig. 2 zeigt den gleichen Apparat von der Seite mit der Vorrichtung zum Anhängen der Last; Fig. 3 ist ein Schnitt durch -die Längs achse einer Ausführungsform, welche zur Entzündung eines unterhalb des Apparates angebrachten Leuchtkörpers eingerichtet ist. Der Apparat ist so daxgestellt, wie wenn er durch eine Fernsteuerung vom Sitz des Piloten aus gesteuert werden sollte.
Der Ein fachheit halber wurde das Laufrad nicht ge zeichnet; Fig. 4 zeigt in Perspektive eine Vorrich tung, welche sich beim Piloten befindet und dazu dient, die einzelnen Apparate zu tem- pieren und loszulassen; Fig. 5 ist eine vordere Ansicht eines Teils der in Fig. 4 gezeigten Einrichtung; Fig. 6 ist eine ;Seitenansicht des gleichen Teils der Einrichtung; Fig. 7 ist eine Ansicht des Laufwerkes ohne Gehäuse, und Fig. 8 ist eine Draufsicht des gleichen Laufwerkes; Fig. 9 ist eine schematische Darstellung der Aufstellung von Apparaten in einem Flugzeug; Fig. 10 ist ein Schnitt durch die Tem piervorrichtung.
In Fig. 1 und 2 bedeutet 1 ein Gehäuse, woran ein Korb 2, vorzugsweise aus Leicht metall, befestigt ist. Unten an diesem Ge häuse ist eine Öse 3 vorgesehen, an die die Last aufgehängt wird. Bei gewissen Mo dellen von Apparaten, die speziell für den Abwurf von Leuchtkörpern bestimmt sind, ist diese Öse nicht vorhanden. An ihre Stelle tritt eine Vorrichtung, welche eine innige Verbindung zwischen Gehäuse und Leucht- körper gestattet. Es wird später die Rede davon sein.
Das Gehäuse hat die Gestalt eines Top fes, an dessen Verschlussdeckel 4 der ganze Mechanismus der Tempierung sowohl als auch das Laufwerk 5 befestigt ist.
Das Laufwerk ist zu unterst angebracht. Es weist wie gewöhnlich ein Federhaus 6 und einige Räder auf, welche die Bewegung einer seits einem Flügelregulator 7, anderseits der Tempierkrone 8 übermitteln. Die Feder des Laufwerkes kann vermittelst des herauszieh baren Steckschlüssels 9 und des Triebes 10 aufgezogen werden. Zwei Druckstangen 11 und 12 (Fig. 7) dienen zur Inbetriebsetzung und zum Anhalten des Uhrwerkes. Die kleinere Stange 11 trägt unten eine Rei- bungsfeder 110, welche auf einer Scheibe 111 des Regulators 7 zu streifen kommt, wenn diese Stange, wie dargestellt, herunter ge drückt worden ist. In dieser Stellung ist sie durch. die unter Federwirkung stehende Wippe 112 dadurch festgelegt, dass der von der Stange 11 getragene Stift 113 unter den einen Schenkel der Wippe zu stehen kommt.
Der andere Schenkel der Wippe 112 wird durch einen Stift 114 bestrichen, welcher auf der Stange 12 befestigt ist. Unten trägt diese Stange 12 auch eine Reibungsfeder 115, wel che auf die Scheibe des Regulators eine Bremswirkung ausüben kann. Durch das Niederdrücken der Stange 11 wird also das Uhrwerk dauernd arretiert. Das Niederdrük- ken der Stange 12 schiebt die Wippe 112 beiseite und gibt die Stange 11 frei, .aber hält noch das Laufwerk vermittelst der Rei bungsfeder 115 an.
Wenn diese Stange 12 frei wird, so dass sie nach oben schnellt, wird das Uhrwerk in Bewegung gesetzt. Das Uhrwerk ist im übrigen mit einer Selbstarretierung versehen, von der später noch geredet wird.
Die Tempierkrone 8 dreht sich mit der sie tragenden Achse. Sie kann mit einer Freigabescheibe 13 gekuppelt werden, und zwar vermittelst eines verzahnten Segmentes 14, das seinerseits achsial in der Richtung der die Tempierkrone tragenden Achse ver schoben werden kann. Die Drehung der Tempierkrone wird dann dem verzahnten Segment und der Freigabescheibe durch eine Stange 27 mitgeteilt, die vom Mitnehmer 16 nach unten ragt und in einem Loch der durch einen Ring 28 auf dem Deckel ge haltenen Freigabescheibe steckt. Tempier krone und verzahntes Segment bilden zusam men eine Kupplung, deren Teile also durch achsiale Bewegungen gekuppelt und ausge kuppelt werden können.
Die achsiale Verschiebung des verzahnten Segmentes geschieht durch einen Druck im Sinne des Pfeils 15 (Fig. 7) auf -den Mit- nehmer 16 und im andern Sinne, das heisst wenn es mit der Tempierkrone gekuppelt werden soll, unter der Wirkung einer Feder 17, welche besonders aus der Fig. 10 ersicht lich ist. Dreht sich nun die Tempierkrone 8 unter dem Einfluss des in Gang gesetzten Uhrwerkes, so wird der Mitnehmer mitge dreht und gleichzeitig dreht sich auch die Freigabescheibe.
Letztere ist unmittelbar über der Oberfläche des Deckels 4 gelagert und deckt teilweise blinde Löcher 18, welche in den Deckel hinein gebohrt und zur Auf nahme von Befestigungsriegeln 19 vorgese hen sind. Diese Befestigungsriegel sind arm Ende der Lederteile 20 von Zugbändern festgemacht, die ihrerseits unter dem Ein fluss starker Federn 21 sich befinden. Der Zug dieser Federn auf den Lederteil und die Lage derselben, wenn sie unter dem Zug die ser Federn sich befinden ist derart, dass der Rand der Freigabescheibe die Befestigungs riegel fest in den blinden Löchern hält.
Die Freigabescheibe besitzt aber Aus sparungen 22, welche an den Enden eines gleichen Durchmessers vorgesehen sind und gleichzeitig über die entsprechenden blinden Löcher zu liegen kommen. In dieser Stellung werden die Befestigungsriegel losgelassen und der in dem Korb 2 untergebrachte kleine Hilfsfallschirm 23 kann hinausfliegen und beim Entfalten den ebenfalls im Korb be findlichen Hauptfallschirm 24 nach sich reissen.
Das verzahnte Segment 14 ist auch mit einer graduierten Scheibe 25 in Verbindung, welche durch eine Öffnung 26 sichtbar ist und auf welcher die Fallhöhezeiten in Hek tometern angegeben sind, die der jeweiligen Stellung der Einkerbungen der Freigabe scheibe in bezug auf die blinden Löcher 18 entsprechen.
Will man nun den Apparat von Hand be dienen, so genügt es, nach Stillegung des Uhrwerkes durch Druckstange 11 einen Druck im Sinne des Pfeils 15 auf den Bit nehmer 16 auszuüben und durch die Vermitt lung dieses Mitnehmers die Freigabescheibe in diejenige Stellung zu bringen, welche der in der Öffnung 26 ablesbaren Fallhöhenzahl entspricht. Lässt man den Mitnehmerbolzen los, so greift das verzahnte Segment 14 in die Tempierkrone hinein und nachdem man durch einen Druck auf die Stange 12 das Laufwerk in Gang gesetzt hat, kann man den Apparat mitsamt der Last aus dem Flug zeug werfen.
Je nach der vorgesehenen Tem- pierung, das heisst je nach der Zeit, welche die Einkerbungen der Freigabescheibe brau chen, bis sie zu den Befestigungsriegeln 19 kommen, wird der Apparat eine mehr oder weniger grosse Fallstrecke bis zur Freigabe des Fallschirmes hinunterstürzen. Im Mo ment der Fallschirmentfaltung wird die Fall bewegung abgebremst und das Ganze sinkt ruhig zur Erde. Zwei Sekunden nach Frei gabe des Fallschirmes steht das Uhrwerk selbsttätig still.
Zu diesem Zweck ist im Bereich des Zahn segmentes 14, wenn letzteres die Stellung eingenommen hat, welche dem Auslösepunkt des Fallschirmes entspricht, ein Arm 120 vorgesehen, welcher auf der Zwischenplatte 121 schwingen kann und eine Feder trägt, die den Flübelregulator 7 ebenfalls bremsen kann. Das Ausrücken des Zahnsegmentes aus seiner Nullage, das heisst die eingestellte Tempierung des Apparates, löst diese zusätz liche Bremse aus.
Die Einteilung der Teilscheibe 25 ist in Hinsicht auf das Gesetz freifallender Körper so berechnet, dass bei Apparaten für Lasten die effektive freie Fallhöhe des Apparates 100 Meter weniger beträgt, als die Angaben der Teilscheibe besagen, das heisst, dass der Fallschirm sich also beim Nullpunkt der Teilscheibe 100 Meter über der Erde öffnet. Bei Apparaten für Abwurf von Leuchtkör- pern ist die Einteilung der Teilscheibe den effektiven Fallhöhen entsprechend.
Handelt es sich um einen Apparat, der dazu bestimmt ist, einen Landungsplatz zu beleuchten, so wird unten am Gehäuse ein Leuchtkörper 30 (siehe F'ig. 3) angehängt. Dieser trägt oben eine Platte 31, welche in eine unterhalb des Gehäuses vorgesehene Füh rungsrinne 32 passt. Die Platte wird durch die Führungsrinne zentrisch zum Gehäuse festgeha'ten, so dass die in ihrer Mitte befind liche Zündpatrone des Leuchtkörpers un- mittelbar unter dem Zentrum des Gehäuses herausschlagenden Schlagstift 33 zu liegen kommt.
Oberhalb dieses Schlagstiftes auf einem unterhalb des Laufwerkes befindlichen Träger ist ein Hammer 34 angeordnet, wel cher unterhalb eines unter der Wirkung einer Feder 35 stehenden Schlagkörpers 36 zu liegen kommt. Dieser Schlagkörper hat eine Klinke 37, welche in die Bahn einer Hülse 38 greift, die sich längs einer Führungs stange 3<B>1</B>9 bewegen kann, und zwar dann, wenn auf das bis auf die Aussenseite des Deckels 4 herausragende Ende 40 dieser Hülse ein Zug ausgeübt wird. Dies geschieht nun jedesmal durch das Mittelseil des Fall schirmes,. wenn letzterer sich in freier Luft voll entwickelt hat.
Dann fährt durch den Zug des Schirmes der Schlitten 38 in die Höhe, nimmt den Schlagkörper 36 mit, bis die Klinke 37 unterhalb der Schraube 41 zu liegen kommt. und durch diese Schraube die Klinke verschoben wird, so dass sie vom Mit- neh.mer 42 wegschnappt und der Schlagkörper unter der Wirkung der Feder 35 auf den Hammer 34 schlägt. Der Schlag wird dem Zündstift 33 übermittelt und durch diesen auf die Zündpatrone des Leuchtkörpers über tragen.
Nun kommt es öfters vor, dass von. einem Flugzeuge verschiedene Lasten oder ver schiedene Leuchtkörper oder beiderlei Appa rate abgeworfen werden müssen. Es ist dann dem Flieger nicht mehr möglich, jeden Appa rat einzeln zu tempieren. Die Tempierung und der Abwurf muss in solchen Fällen in direkt erfolgen können. Zu diesem Zweck ist die in den Fig. 4, 5 und 6 dargestellte Einrichtung vorgesehen. Sie wird hier nur für einen einzigen Apparat beschrieben, kann aber ohne weiteres für eine ganze Apparaten reihe eingerichtet werden. Die Apparate (Fit. 3, 4 und 9) samt Lasten und Leucht- körpern sind in diesem Falle unterhalb eines Rahmens 50 angebracht.
Der Korb wird durch Klauen 51 gehalten, welche oberhalb des Rahmens 50 gelagert sind und mitein ander durch ein Gestänge 52, 53 und 54 der art verbunden sind, dass sie alle gleichzeitig eine Bewegung zur Freigabe des Korbes und somit des ganzen Apparates machen können. Diese Bewegung wird dadurch veranlasst, dass ein auf der rechten Stange 52 festsitzender Hebel 55 durch einen auf ein Kabel 56 aus geübten Zug aus der Lage gebracht wird, in welcher er durch eine Feder 57, welche zwei Haken 51 miteinander verbindet, ge halten wird. Dieses Kabel 56 ist auf einer Rolle 58 (siehe Fig. 6) festgemacht, die mit- telst eines Handgriffes 59 gedreht werden kann. Dieser Handgriff sitzt am Ende einer Gleitstange 60, welche am andern Ende ver schiedene Rillen 61 besitzt.
Sie trägt einen Zugkeil 62, der je nach Lage der Stange 60 mit dem einen oder andern der Rollen 58, von denen die Abwurfkabel zu den verschiedenen Apparaten führen, in Verbindung gebracht werden kann. Die Aussparungen 61 arbeiten mit einer Arretierung 63, welche die richtige Lage des Keils jeweilen bestimmt. Durch mehr oder weniger Herausziehen des Hand griffes hat es also der Pilot in der Hand, die eine oder andere der Rollen 58 zu betätigen und so einen Apparat nach dem andern los zulassen. Die Reihenfolge kann beliebig ge wählt werden. Damit der Zugkeil 62 sich rieht gleichzeitig mit den Rollen zweier Apparate kuppeln kann, sind zwischen den Rollen 58 Festscheiben 71 angebracht, die dem Keil wohl Durchgang, aber keine durch den Kabelzug verursachte Drehbewegung ge statten.
Die Abwurfapparate werden durch einen Druck von unten, wobei der Rand des Korbes die Klauen 51 auseinanderdrückt und wieder zusammenbewegen lässt, im Rahmen 50 eingehängt.
Gleichzeitig mit dem Einschnappen der Klauen kuppelt sich auch der Mitnehmer 16 mit der Kabelscheibe 65 (Fit. 10). Die Druckstange 12 wird auch so niedergedrückt, dass sie die .Stange 11 freigibt. Aber die ,Stange 12. ist durch den über ihr befindlichen Rahmen am völligen Hochschnellen verhin dert und verunmöglicht nun ihrerseits die Ingangsetzung des Uhrwerkes. So hängt der Apparat im Flugzeug beim Abflug und bis zum Momente des Abwurfes. Die Kabelscheibe 65 befindet sich unter dem Einflusse einer das Kabel 64 Strecken den Spiralfeder 66.
Alle Kabelscheiben der einzelnen Apparate sind über eine Ausgleich rolle mit einer Trommel 6 7 verbunden, an welcher das gemeinsame Zugkabel befestigt ist. Diese Trommel lässt sich durch einen Handgriff 68 um einen gewissen Winkel drehen und in verschiedenen, durch Einker bungen 69 bestimmten Lagen arretieren. Je der einzelnen Lage entspricht eine Zahl, wel che in einer Öffnung 70 des Trommeldeckels zum Vorschein kommt. Diese Zahl entspricht jener Fallhöhenzahl, welche in der Öffnung 26 des Apparatendeckels sichtbar wird, denn bei Bewegungen des Handgriffes 68 wird durch den Kabelzug 64 der eingestellte Winkel zwangsläufig auf den Mitnehmer 16 übertragen. Es ist für alle angehängten Ap parate ein einziger Kabelzug vorgesehen.
Alle Apparate werden somit miteinander tempiert, aber losgelassen werden kann, und zwar in beliebiger Reihenfolge, nur je ein einzelner durch die Bewegung des Hand griffes 59. An die Stelle des Kabelzuges kann ein Gestängezug mit einer, die Durch biegung des Flugzeuges infolge der wech selnden Belastung ausgleichenden Hülse und Kegelrädertrieb treten.
Will nun der Pilot die an irgendeinem durch die Konstruktion des Flugzeuges ge gebenen Ort (Rumpf, Flügel etc.) unter gebrachten Apparate nacheinander loslassen, so bewirkt er vorerst durch Bewegung des Handgriffes 68 die Tempierung aller Appa rate gleichzeitig. Die Tempierungshöhe in Hektometern ist an der Zahl in der Öffnung 70 erkennbar. Durch eine achsiale Bewe gung des Griffes 59 kann er den Keil 62 mit dem einen oder andern der Arme 58 kuppeln und so nach Wahl den einen oder andern der Apparate loslassen. Während eine neben dem Handgriff 68 angebrachte, den verschiedenen Einkerbungen 69 entsprechende Skala dem Piloten angibt, auf welche Tempierung die Apparate eingestellt sind, gibt der Betrag, um welchen die Gleitstange ausgezogen ist, dem Piloten an, welchen Apparat er nun ge- rade durch Drehung des Handgriffes abzu werfen im Begriffe ist. .
Die Last des Apparates und der Druck der Feder 17, sowie .der der aufwärts drücken den Stange 12 bewirken sofort nach Öffnen der Halteklauen einen Impuls zum Abwärts stürzen des Apparates. Im Moment des Frei- werdens vom Rahmen 50 kuppeln sich Seg ment 14 und Tempierkrone 8 augenblicklich, so dass das Uhrwerk nun den durch die Hebeleinstellung gewollten Weg bis zur Freigabe des Fallschirmes zu machen hat. Gleichzeitig erfolgt auch die Inbetrieb setzung des Uhrwerkes durch Freigabe in folge Hochschnellens der Stange 12.
Will der Pilot einen Leuchtkörper ab werfen, so stellt er die Tempierung auf die an diesen Apparaten zum Unterschied von den Lastenapparaten effektive Zahl von Hektometern, die dem gewünschten, geschlos senen Fall des Apparates bis zur Aufleucht- höhe entspricht. Ein Militärflugzeug in 2000 Meter Flughöhe kann zum Beispiel zu Be obachtungszwecken durch Einstellung der Tempierung auf 1500 Fallmeter bewirken, dass der Apparat den Leuchtkörper in 500 Meter Höhe über der Erde entzündet.
Han delt es sich aber zum Beispiel um eine nächt liche Notlandung, bei der ein sofortiges Auf feuchten des Lichtes notwendig ist, so drückt der Pilot den Tempierhebel 68 bis zum vor- dern Anschlag und presst im Rückweg den auf diesen Apparat gestellten Abwurfhebel 59. Die Tempierung ist dann so, dass der Apparat etwa 25 Meter unter dem Flugzeug den Fallschirm ausbreitet und sofort darauf den Leuchtkörper entzündet. So kann mit zwei Handgriffen einer einzigen Hand inner halb weniger Sekunden ein Landungsplatz taghell beleuchtet werden.