CH140291A - Einrichtung zur Regulierung der Fallbewegung von aus Luftfahrzeugen abzuwerfenden Körpern. - Google Patents

Einrichtung zur Regulierung der Fallbewegung von aus Luftfahrzeugen abzuwerfenden Körpern.

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CH140291A
CH140291A CH140291DA CH140291A CH 140291 A CH140291 A CH 140291A CH 140291D A CH140291D A CH 140291DA CH 140291 A CH140291 A CH 140291A
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CH
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Tritschler Josef
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Tritschler Josef
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64DEQUIPMENT FOR FITTING IN OR TO AIRCRAFT; FLIGHT SUITS; PARACHUTES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF POWER PLANTS OR PROPULSION TRANSMISSIONS IN AIRCRAFT
    • B64D17/00Parachutes
    • B64D17/40Packs
    • B64D17/52Opening, e.g. manual
    • B64D17/54Opening, e.g. manual automatic
    • B64D17/58Opening, e.g. manual automatic responsive to time-delay mechanism

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description


  Einrichtung zur Regulierung der Fallbewegung von aus Luftfahrzeugen abzuwerfenden  Körpern.    Gegenstand vorliegender Erfindung ist  eine Einrichtung zur Regulierung der Fall  bewegung von aus Luftfahrzeugen abzuwer  fenden Körpern, welche gestattet, diese Kör  per durch ihr Eigengewicht sehr rasch bis  auf eine geringe Höhe oberhalb des Erdbo  dens niederstürzen zu lassen, um dann die  Fallgeschwindigkeit durch Ausbreiten eines  Fallschirmes abzuschwächen. Diesen Vorgang  bewirkt zweckmässig in der Hauptsache ein  in einem Gehäuse untergebrachtes Uhrwerk,  dem die -Aufgabe zufällt, den Fallschirm  rechtzeitig zur Entfaltung freizugeben, da  mit die Sendung sanft und unbeschädigt auf  dem Boden ankommt.

   Das Uhrwerk besitzt  eine Tempierung, das heisst eine Einstell  vorrichtung für die Zeit, welche zwischen  dem Moment des Abwurfes und dem der Ent  faltung des Fallschirmes verstreichen soll.  Die Tempierung ist so eingerichtet, dass sie  sowohl von Hand zum Abwurf jedes einzel  nen Apparates, als mechanisch zur Bedie  nung einer ganzen Apparatenserie verwen-    det werden kann. Diese letztere Methode wird  dann mit Vorteil verwendet werden, wenn  in einem Flugzeuge mehrere Apparate unter  gebracht sind, die an verschiedenen Orten  und von verschiedenen Höhen aus abgewor  fen werden sollen.  



  Die Zeichnungen stellen verschiedene Bei  spiele von Ausführungsformen von Appa  raten dar, die erfindungsgemäss gebaut sind,  nebst einer Einrichtung, in welcher diese  Apparate Verwendung finden können.  



  Fig. 1 zeigt perspektivisch den geschlos  senen Abwurfapparat ohne Last. Ein zum  Halten des Fallschirmes vorgesehenes Zug  band ist ausgehängt;       Fig.    2     zeigt    den gleichen Apparat von  der Seite mit der Vorrichtung zum Anhängen  der Last;       Fig.    3 ist ein Schnitt durch -die Längs  achse einer Ausführungsform, welche zur  Entzündung eines unterhalb des Apparates  angebrachten     Leuchtkörpers    eingerichtet ist.  Der Apparat ist so     daxgestellt,    wie wenn      er durch eine Fernsteuerung vom Sitz des  Piloten aus gesteuert werden sollte.

   Der Ein  fachheit halber wurde das Laufrad nicht ge  zeichnet;  Fig. 4 zeigt in Perspektive eine Vorrich  tung, welche sich beim Piloten befindet und  dazu dient, die einzelnen Apparate zu     tem-          pieren    und loszulassen;  Fig. 5 ist eine vordere Ansicht eines Teils  der in Fig. 4 gezeigten Einrichtung;  Fig. 6 ist eine ;Seitenansicht des gleichen  Teils der Einrichtung;  Fig. 7 ist eine Ansicht des Laufwerkes  ohne Gehäuse, und  Fig. 8 ist eine Draufsicht des gleichen  Laufwerkes;  Fig. 9 ist eine schematische Darstellung  der Aufstellung von Apparaten in einem  Flugzeug;  Fig. 10 ist ein Schnitt durch die Tem  piervorrichtung.  



  In Fig. 1 und 2 bedeutet 1 ein Gehäuse,  woran ein Korb 2, vorzugsweise aus Leicht  metall, befestigt ist. Unten an diesem Ge  häuse ist eine Öse 3 vorgesehen, an die die  Last aufgehängt wird. Bei gewissen Mo  dellen von Apparaten, die speziell für den  Abwurf von Leuchtkörpern bestimmt sind,  ist diese Öse nicht vorhanden. An ihre Stelle  tritt eine Vorrichtung, welche eine innige  Verbindung zwischen Gehäuse und     Leucht-          körper    gestattet. Es wird später die Rede  davon sein.  



  Das Gehäuse hat die Gestalt eines Top  fes, an dessen Verschlussdeckel 4 der ganze  Mechanismus der Tempierung sowohl als  auch das Laufwerk 5 befestigt ist.  



  Das Laufwerk ist zu unterst angebracht.  Es weist wie gewöhnlich ein Federhaus 6 und  einige Räder auf, welche die Bewegung einer  seits einem Flügelregulator 7, anderseits der  Tempierkrone 8 übermitteln. Die Feder des  Laufwerkes kann vermittelst des herauszieh  baren Steckschlüssels 9 und des Triebes 10  aufgezogen werden. Zwei Druckstangen 11  und 12 (Fig. 7) dienen zur Inbetriebsetzung  und zum Anhalten des Uhrwerkes. Die  kleinere Stange 11 trägt unten eine Rei-    bungsfeder 110, welche auf einer Scheibe 111  des Regulators 7 zu streifen kommt, wenn  diese Stange, wie dargestellt, herunter ge  drückt worden ist. In dieser Stellung ist sie  durch. die unter Federwirkung stehende Wippe  112 dadurch festgelegt, dass der von der  Stange 11 getragene Stift 113 unter den einen  Schenkel der Wippe zu stehen kommt.

   Der  andere Schenkel der Wippe 112 wird durch  einen Stift 114 bestrichen, welcher auf der  Stange 12 befestigt ist. Unten trägt diese  Stange 12 auch eine Reibungsfeder 115, wel  che auf die Scheibe des Regulators eine  Bremswirkung ausüben kann. Durch das  Niederdrücken der Stange 11 wird also das  Uhrwerk dauernd arretiert. Das     Niederdrük-          ken    der Stange 12 schiebt die Wippe 112  beiseite und gibt die Stange 11 frei, .aber  hält noch das Laufwerk vermittelst der Rei  bungsfeder 115 an.  



  Wenn diese Stange 12 frei wird, so dass  sie nach oben schnellt, wird das Uhrwerk  in Bewegung gesetzt. Das Uhrwerk ist im  übrigen mit einer Selbstarretierung versehen,  von der später noch geredet wird.  



  Die Tempierkrone 8 dreht sich mit der  sie tragenden Achse. Sie kann mit einer  Freigabescheibe 13 gekuppelt werden, und  zwar vermittelst eines verzahnten Segmentes  14, das seinerseits achsial in der Richtung  der die Tempierkrone tragenden Achse ver  schoben werden kann. Die Drehung der  Tempierkrone wird dann dem verzahnten  Segment und der Freigabescheibe durch eine  Stange 27 mitgeteilt, die vom Mitnehmer 16  nach unten ragt und in einem Loch der  durch einen Ring 28 auf dem Deckel ge  haltenen Freigabescheibe steckt. Tempier  krone und verzahntes Segment bilden zusam  men eine Kupplung, deren Teile also durch  achsiale Bewegungen gekuppelt und ausge  kuppelt werden können.  



  Die     achsiale        Verschiebung    des verzahnten  Segmentes geschieht durch einen Druck im  Sinne des     Pfeils    15     (Fig.    7) auf -den     Mit-          nehmer    16 und im andern Sinne, das heisst  wenn es mit der     Tempierkrone    gekuppelt  werden soll, unter der Wirkung einer Feder      17, welche besonders aus der Fig. 10 ersicht  lich ist. Dreht sich nun die Tempierkrone  8 unter dem Einfluss des in Gang gesetzten  Uhrwerkes, so wird der Mitnehmer mitge  dreht und gleichzeitig dreht sich auch die  Freigabescheibe.

   Letztere ist unmittelbar  über der Oberfläche des Deckels 4 gelagert  und deckt teilweise blinde Löcher 18, welche  in den Deckel hinein gebohrt und zur Auf  nahme von Befestigungsriegeln 19 vorgese  hen sind. Diese Befestigungsriegel sind arm  Ende der Lederteile 20 von Zugbändern  festgemacht, die ihrerseits unter dem Ein  fluss starker Federn 21 sich befinden. Der  Zug dieser Federn auf den Lederteil und die  Lage derselben, wenn sie unter dem Zug die  ser Federn sich befinden ist derart, dass der  Rand der Freigabescheibe die Befestigungs  riegel fest in den blinden Löchern hält.  



  Die Freigabescheibe besitzt aber Aus  sparungen 22, welche an den Enden eines  gleichen Durchmessers vorgesehen sind und  gleichzeitig über die entsprechenden blinden  Löcher zu liegen kommen. In dieser Stellung  werden die Befestigungsriegel losgelassen  und der in dem Korb 2 untergebrachte kleine  Hilfsfallschirm 23 kann hinausfliegen und  beim Entfalten den ebenfalls im Korb be  findlichen Hauptfallschirm 24 nach sich  reissen.  



  Das verzahnte Segment 14 ist auch mit  einer graduierten Scheibe 25 in Verbindung,  welche durch eine Öffnung 26 sichtbar ist  und auf welcher die Fallhöhezeiten in Hek  tometern angegeben sind, die der jeweiligen  Stellung der Einkerbungen der Freigabe  scheibe in bezug auf die blinden Löcher 18  entsprechen.  



  Will man nun den Apparat von Hand be  dienen, so genügt es, nach Stillegung des  Uhrwerkes durch Druckstange 11 einen  Druck im Sinne des Pfeils 15 auf den Bit  nehmer 16 auszuüben und durch die Vermitt  lung dieses Mitnehmers die Freigabescheibe  in diejenige Stellung zu bringen, welche der  in der Öffnung 26 ablesbaren Fallhöhenzahl  entspricht. Lässt man den Mitnehmerbolzen  los, so greift das verzahnte Segment 14 in    die Tempierkrone hinein und nachdem man  durch einen Druck auf die Stange 12 das  Laufwerk in Gang gesetzt hat, kann man den  Apparat mitsamt der Last aus dem Flug  zeug werfen.

   Je nach der vorgesehenen     Tem-          pierung,    das heisst je nach der Zeit, welche  die Einkerbungen der Freigabescheibe brau  chen, bis sie zu den Befestigungsriegeln 19  kommen, wird der Apparat eine mehr oder  weniger grosse Fallstrecke bis zur Freigabe  des Fallschirmes hinunterstürzen. Im Mo  ment der Fallschirmentfaltung wird die Fall  bewegung abgebremst und das Ganze sinkt  ruhig zur Erde. Zwei Sekunden nach Frei  gabe des Fallschirmes steht das Uhrwerk  selbsttätig still.  



  Zu diesem Zweck ist im Bereich des Zahn  segmentes 14, wenn letzteres die Stellung  eingenommen hat, welche dem Auslösepunkt  des Fallschirmes entspricht, ein Arm 120  vorgesehen, welcher auf der Zwischenplatte  121 schwingen kann und eine Feder trägt,  die den Flübelregulator 7 ebenfalls bremsen  kann. Das Ausrücken des Zahnsegmentes  aus seiner Nullage, das heisst die eingestellte  Tempierung des Apparates, löst diese zusätz  liche Bremse aus.  



  Die Einteilung der Teilscheibe 25 ist in  Hinsicht auf das Gesetz freifallender Körper  so berechnet, dass bei Apparaten für Lasten  die effektive freie Fallhöhe des Apparates  100 Meter weniger beträgt, als die Angaben  der Teilscheibe besagen, das heisst, dass der  Fallschirm sich also beim Nullpunkt der  Teilscheibe 100 Meter über der Erde öffnet.  Bei Apparaten für Abwurf von     Leuchtkör-          pern    ist die Einteilung der Teilscheibe den  effektiven Fallhöhen entsprechend.  



  Handelt es sich um einen Apparat, der  dazu bestimmt ist, einen Landungsplatz zu  beleuchten, so     wird    unten am Gehäuse ein  Leuchtkörper 30 (siehe     F'ig.    3) angehängt.       Dieser    trägt     oben    eine Platte 31, welche in  eine unterhalb des     Gehäuses    vorgesehene Füh  rungsrinne 32 passt. Die Platte wird durch  die     Führungsrinne        zentrisch    zum Gehäuse       festgeha'ten,    so     dass    die in ihrer Mitte befind  liche Zündpatrone des Leuchtkörpers un-      mittelbar unter dem Zentrum des Gehäuses  herausschlagenden Schlagstift 33 zu liegen  kommt.

   Oberhalb dieses Schlagstiftes auf  einem unterhalb des Laufwerkes befindlichen  Träger ist ein Hammer 34 angeordnet, wel  cher unterhalb eines unter der Wirkung einer  Feder 35 stehenden Schlagkörpers 36 zu  liegen kommt. Dieser Schlagkörper hat eine  Klinke 37, welche in die Bahn einer Hülse  38 greift, die sich längs einer Führungs  stange 3<B>1</B>9 bewegen kann, und zwar dann,  wenn auf das bis auf die Aussenseite des  Deckels 4 herausragende Ende 40 dieser  Hülse ein Zug ausgeübt wird. Dies geschieht  nun jedesmal durch das Mittelseil des Fall  schirmes,. wenn letzterer sich in freier Luft  voll entwickelt hat.

   Dann fährt durch den  Zug des Schirmes der Schlitten 38 in die  Höhe, nimmt den Schlagkörper 36 mit, bis  die Klinke 37 unterhalb der Schraube 41 zu  liegen kommt. und durch diese Schraube die  Klinke verschoben wird, so dass sie vom     Mit-          neh.mer    42 wegschnappt und der Schlagkörper  unter der Wirkung der Feder 35 auf den  Hammer 34 schlägt. Der Schlag wird dem  Zündstift 33 übermittelt und durch diesen  auf die Zündpatrone des Leuchtkörpers über  tragen.  



  Nun kommt es öfters vor, dass von. einem  Flugzeuge verschiedene Lasten oder ver  schiedene Leuchtkörper oder beiderlei Appa  rate abgeworfen werden müssen. Es ist dann  dem Flieger nicht mehr möglich, jeden Appa  rat einzeln zu tempieren. Die Tempierung  und der Abwurf muss in solchen Fällen in  direkt erfolgen können. Zu diesem Zweck  ist die in den Fig. 4, 5 und 6 dargestellte  Einrichtung vorgesehen. Sie wird hier nur  für einen einzigen Apparat beschrieben, kann  aber ohne weiteres für eine ganze Apparaten  reihe eingerichtet werden. Die Apparate  (Fit. 3, 4 und 9) samt Lasten und     Leucht-          körpern    sind in diesem Falle unterhalb eines  Rahmens 50 angebracht.

   Der Korb wird  durch Klauen 51 gehalten, welche oberhalb  des Rahmens 50 gelagert sind und mitein  ander durch ein Gestänge 52, 53 und 54 der  art verbunden sind, dass sie alle gleichzeitig    eine Bewegung zur Freigabe des Korbes und  somit des ganzen Apparates machen können.  Diese Bewegung wird dadurch veranlasst, dass  ein auf der rechten Stange 52 festsitzender  Hebel 55 durch einen auf ein Kabel 56 aus  geübten Zug aus der Lage gebracht wird,  in welcher er durch eine Feder 57, welche  zwei Haken 51 miteinander verbindet, ge  halten wird. Dieses Kabel 56 ist auf einer  Rolle 58 (siehe Fig. 6) festgemacht, die     mit-          telst    eines Handgriffes 59 gedreht werden  kann. Dieser Handgriff sitzt am Ende einer  Gleitstange 60, welche am andern Ende ver  schiedene Rillen 61 besitzt.

   Sie trägt einen  Zugkeil 62, der je nach Lage der Stange 60  mit dem einen oder andern der Rollen 58, von  denen die Abwurfkabel zu den verschiedenen  Apparaten führen, in Verbindung gebracht  werden kann. Die Aussparungen 61 arbeiten  mit einer Arretierung 63, welche die richtige  Lage des Keils jeweilen bestimmt. Durch  mehr oder weniger Herausziehen des Hand  griffes hat es also der Pilot in der Hand, die  eine oder andere der Rollen 58 zu betätigen  und so einen Apparat nach dem andern los  zulassen. Die Reihenfolge kann beliebig ge  wählt werden. Damit der Zugkeil 62 sich  rieht gleichzeitig mit den Rollen zweier  Apparate kuppeln kann, sind zwischen den  Rollen 58 Festscheiben 71 angebracht, die  dem Keil wohl Durchgang, aber keine durch  den Kabelzug verursachte Drehbewegung ge  statten.

   Die Abwurfapparate werden durch  einen Druck von unten, wobei der Rand des  Korbes die Klauen 51 auseinanderdrückt und  wieder zusammenbewegen lässt, im Rahmen  50 eingehängt.  



  Gleichzeitig mit dem Einschnappen der  Klauen kuppelt sich auch der     Mitnehmer    16  mit der Kabelscheibe 65 (Fit. 10). Die  Druckstange 12 wird auch so niedergedrückt,  dass sie die     .Stange    11 freigibt. Aber die       ,Stange    12. ist durch den über ihr befindlichen  Rahmen am völligen Hochschnellen verhin  dert und verunmöglicht nun ihrerseits die       Ingangsetzung    des Uhrwerkes. So     hängt    der  Apparat im Flugzeug     beim    Abflug und     bis     zum Momente des     Abwurfes.         Die Kabelscheibe 65 befindet sich unter  dem Einflusse einer das Kabel 64 Strecken  den Spiralfeder 66.

   Alle Kabelscheiben der  einzelnen Apparate sind über eine Ausgleich  rolle mit einer Trommel 6 7 verbunden, an  welcher das gemeinsame Zugkabel befestigt  ist. Diese Trommel lässt sich durch einen  Handgriff 68 um einen gewissen Winkel  drehen und in verschiedenen, durch Einker  bungen 69 bestimmten Lagen arretieren. Je  der einzelnen Lage entspricht eine Zahl, wel  che in einer Öffnung 70 des Trommeldeckels  zum Vorschein kommt. Diese Zahl entspricht  jener Fallhöhenzahl, welche in der Öffnung  26 des Apparatendeckels sichtbar wird, denn  bei Bewegungen des Handgriffes 68 wird  durch den Kabelzug 64 der eingestellte  Winkel zwangsläufig auf den Mitnehmer 16  übertragen. Es ist für alle angehängten Ap  parate ein einziger Kabelzug vorgesehen.

    Alle Apparate werden somit miteinander  tempiert, aber losgelassen werden kann, und  zwar in beliebiger Reihenfolge, nur je ein  einzelner durch die Bewegung des Hand  griffes 59. An die Stelle des Kabelzuges  kann ein Gestängezug mit einer, die Durch  biegung des Flugzeuges infolge der wech  selnden Belastung ausgleichenden Hülse und  Kegelrädertrieb treten.  



  Will nun der Pilot die an irgendeinem  durch die Konstruktion des Flugzeuges ge  gebenen Ort (Rumpf, Flügel etc.) unter  gebrachten Apparate nacheinander loslassen,  so bewirkt er vorerst durch Bewegung des  Handgriffes 68 die Tempierung aller Appa  rate gleichzeitig. Die Tempierungshöhe in  Hektometern ist an der Zahl in der Öffnung  70 erkennbar. Durch eine achsiale Bewe  gung des Griffes 59 kann er den Keil 62 mit  dem einen oder andern der Arme 58 kuppeln  und so nach Wahl den einen oder andern der  Apparate loslassen. Während eine neben dem  Handgriff 68 angebrachte, den verschiedenen  Einkerbungen 69 entsprechende Skala dem  Piloten angibt, auf welche Tempierung die  Apparate eingestellt sind, gibt der Betrag,  um welchen die Gleitstange ausgezogen ist,  dem Piloten an, welchen Apparat er nun ge-    rade durch Drehung des Handgriffes abzu  werfen im Begriffe ist. .  



  Die Last des Apparates und der Druck  der Feder 17, sowie .der der aufwärts drücken  den Stange 12 bewirken sofort nach Öffnen  der Halteklauen einen Impuls zum Abwärts  stürzen des Apparates. Im Moment des     Frei-          werdens    vom Rahmen 50 kuppeln sich Seg  ment 14 und Tempierkrone 8 augenblicklich,  so dass das Uhrwerk nun den durch die  Hebeleinstellung gewollten Weg bis zur  Freigabe des Fallschirmes zu machen hat.  Gleichzeitig erfolgt auch die Inbetrieb  setzung des Uhrwerkes durch Freigabe in  folge Hochschnellens der Stange 12.  



  Will der Pilot einen Leuchtkörper ab  werfen, so stellt er die Tempierung auf die  an diesen Apparaten zum Unterschied von  den Lastenapparaten effektive Zahl von  Hektometern, die dem gewünschten, geschlos  senen Fall des Apparates bis zur     Aufleucht-          höhe    entspricht. Ein Militärflugzeug in 2000  Meter Flughöhe kann zum Beispiel zu Be  obachtungszwecken durch Einstellung der  Tempierung auf 1500 Fallmeter bewirken,  dass der Apparat den Leuchtkörper in 500  Meter Höhe über der Erde entzündet.

   Han  delt es sich aber zum Beispiel um eine nächt  liche Notlandung, bei der ein sofortiges Auf  feuchten des Lichtes notwendig ist, so drückt  der Pilot den Tempierhebel 68 bis zum     vor-          dern    Anschlag und presst im Rückweg den  auf diesen Apparat gestellten Abwurfhebel  59. Die Tempierung ist dann so, dass der  Apparat etwa 25 Meter unter dem Flugzeug  den Fallschirm ausbreitet und sofort darauf  den Leuchtkörper entzündet. So kann mit  zwei Handgriffen einer einzigen Hand inner  halb weniger Sekunden ein Landungsplatz  taghell beleuchtet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Regulierung der Fall bewegung von aus Luftfahrzeugen abzu werfenden Körpern, bei welcher nach einer vorbestimmbaren Fallhöhe ein Fallschirm zwecks Verminderung der Fallgeschwindig- keit zur Entfaltung frei gegeben wird, da durch gekennzeichnet, dass die zur Freigabe des Fallschirmes dienenden Organe im Mo ment des Abwurfes mit einem Laufwerk ver mittelst einer Kupplung verbunden werden, deren ineinandergreifende Teile verschiedene, den jeweiligen Fallhöhen entsprechende, gegenseitige Lagen einnehmen können. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die ineinander greifenden Teile der Kupplung koachsial angeordnet sind und durch achsiale Be wegungen gekuppelt und ausgekuppelt werden. 2.
    Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Teile der Kupplung einerseits durch eine stetig durch das Uhrwerk gedrehte Tempier krone, anderseits durch ein verzahntes Segment, das an verschiedenen Orten des Umfanges der Tempierkrone eingerückt werden kann, .gebildet sind'. 3. Einrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass das verzahnte Segment eine Freigabescheibe antreibt,. deren Stellung in bezug auf die Ver riegelung einer den Fallschirm haltenden Vorrichtung die Zeit bestimmt, die zwi schen Abwurf- und Entfaltungsmoment des Fallschirmes verstreicht. 4.
    Einrichtung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Kupplung der Freigabescheibe mit dem verzahnten Segment durch Organe geschieht, welche unter Federdruck stehen und deren Ent- kupplung durch eine achsiale, die Stel lung der Freigabescheibe nicht beein flussende Bewegung geschieht. 5. Einrichtung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die Freigabe scheibe sich in einer Ausnehmung des Gehäuseteils dreht und mit ihrem Um fang in blinde Löcher hineinragt, worin Befestigungsriegel stecken. 6.
    Einrichtung nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass die Befesti gungsriegel aus Halbkugeln gebildet sind, welche jederzeit unabhängig von der Stellung der Freigabescheibe in den blin den Löchern eingeführt und heraus genommen werden können, wobei der elastische Zug der zum Halten des Fall schirmes vorgesehenen Zugbänder ein Kippen dieser Halbkugel um die äussere Kante der blinden Löcher zu bewirken bestrebt ist und so die Freigabescheibe entlastet. 7. Einrichtung nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass die Freigabe scheibe mit einer Fernsteuerung gekup pelt ist, die eine unter Federwirkung stehende Kabelrolle aufweist, welche an einer den verschiedenen Fallhöhen ent sprechend graduierten, vermittelst Arre tierhebel zu bewegenden Seiltrommel an gehängt ist. B.
    Einrichtung nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass die Kupp lung der Freigabescheibe mit der Fern steuerung unter Heranziehen von Haken geschieht, die den ganzen Apparat gegen die Kupplung halten und vermittelst Ka bel ausser Wirkung gesetzt werden können. 9. Einrichtung nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass die die Kupp lung mit der Fernsteuerung vermitteln den Teile die Arretierung des Lauf werkes in Tätigkeit halten, das Ganze derart, dass das Loslassen des Apparates mit dem Zeitpunkt der Ingangsetzung zusammenfällt. 10.
    Einrichtung nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass die Arretier- rung des Laufwerkes, durch eine unter Federwirkung stehende Druckstange er folgt, welche das Laufwerk in dem Mo ment freigibt, wo der abgeworfene Teil von der Fernsteuerung getrennt wird. 11. Einrichtung nach Unteranspruch 10, ins besondere zum Abwerfen von Leucht- raketen, dadurch gekennzeichnet, dass im Moment der Entfaltung des Schirmes ein diesen Schirm mit einem Schlagwerk verbindendes Seil auf dem Schlagwerk den zum Anzünden der Rakete notwen digen Zug ausübt.
CH140291D 1929-04-08 1929-04-08 Einrichtung zur Regulierung der Fallbewegung von aus Luftfahrzeugen abzuwerfenden Körpern. CH140291A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1200141B (de) * 1961-05-04 1965-09-02 Gq Parachute Comp Ltd Haltevorrichtung fuer einen in einem Sack verpackten Fallschirm

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1200141B (de) * 1961-05-04 1965-09-02 Gq Parachute Comp Ltd Haltevorrichtung fuer einen in einem Sack verpackten Fallschirm

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