CH140205A - Stehende Mehrzylinder-Viertaktbrennkraftmaschine. - Google Patents

Stehende Mehrzylinder-Viertaktbrennkraftmaschine.

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CH140205A
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Aktiengesellschaft Motor Deutz
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Motorenfabrik Deutz Aktiengese
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Description


  Stehende     Nehrzylinder-Viertaktbrennkraftmaschine.       Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist eine stehende     Mehrzylinder-Viertakt-          Brennkraftmaachine,    die ein Kurbelgehäuse  hat, das bis zu den einzeln ,aufgesetzten Zy  lindern     hinaufragt,    welche oben und auf bei  den Längsseiten der Maschine durch eine  Blechverkleidung abgedeckt sind, die au  jedem Ende der Maschine durch ein Ab  schlussschild über dem Kurbelgehäuse staub  .dicht abgeschlossen wird, wobei das eine der       Abschlussschilder    die Brennstoffpumpe ent  hält.  



  Zwar ist an sich eine völlig geschlossene  Bauart von     Mehrzylindermaschinen    bekannt.  Sie wurde bisher aber nur erzeugt durch Zu  sammengiessen der Zylinder in Blockform,  sei es ,aller Zylinder in einen einzigen Block,  sei es mehrerer Gruppen von Zylindern zu  Teilblöcken, ,die .dann unter sich wieder ver  schraubt wurden.

   Deshalb musste auf den       Vorteil,der    Herstellung von .auswechselbaren  Einzelzylindern verzichtet werden, oder es    wurden teure Eisenrahmen verwandt, in wel  che die Einzelzylinder eingesetzt und dann  durch Blech verkleidet wurden.'  Die vorliegende Erfindung gestattet dem  gegenüber die Zusammensetzung von Zwei-,  Drei-, Vier- und     tSechszylindermaschinen    aus       Einzelzylindern        -ohne    besondere, die Zylinder  umschliessende Eisenrahmen unter Aufrecht  erhaltung ,der Gleichartigkeit aller Zylinder.  



  Als Ausführungsbeispiel des Erfindungs  gegenstandes ist in den beiliegenden Zeich  nungen ein     Einspritzmotor    dargestellt.     Fig.    I  zeigt eine     Längsansicht,        Fig.    2 eine     31eiten-          ansicht    von A aus gesehen, und     Fig.    3 eine  Seitenansicht von B aus gesehen;     Fig.    4 und  5 sind     'Schnitte    durch das Kurbelgehäuse,  der erste senkrecht zur Kurbelachse, der  zweite horizontal in der Höhe der 'Steuer  wellenlager, mit einer Steuerwelle für eine  nicht umsteuerbare Maschine;

       Fig.    6 zeigt  die     Nackenformen    der Steuerwelle einer be  kannten umsteuerbaren Maschine, während           Fig.    7 eine bessere     Nockenform    für umsteuer  bare Maschinen gemäss der Zeichnung wieder  gibt;     Fig.    8 ist ein Blick in den Räderkasten,       Fig.    9 ein Schnitt durch den Räderkasten,  wobei das Rad der     Nockenwelle    als vor der  Schnittebene liegend punktiert eingezeich  net ist.  



  In .der Zeichnung bedeutet a das Kurbel  gehäuse,     in,dem        ,die    Kurbelwelle b mit dem  Schwungrad b, gelagert ist; auf dem Kur  belgehäuse stehen vier Zylinder     e,    die auf  beiden Längsseiten der Maschine durch  Blechtafeln und oben .durch eine Blechhaube  i abgedeckt sind.

   Auf der einen     SStirnseite     der Maschine ist das     Abschlussschild    d mit  der Brennstoffpumpe e     und    dem Regler F  auf das Kurbelgehäuse ,aufgesetzt,     während     auf .der     ,andern    Stirnseite das Schild     h,    mit  dem Luftfilter     m    auf einem Gehäuse<I>g</I> sitzt,  welches sich .an das Kurbelgehäuse a an  schliesst und     @die        Anlasssteuerung    k,     Idas        Öl-          filter    1, usw. enthält.

   Auf dem     Abschluss-          schild        d    sind der     Öldru,ckanzeiger   <I>n,</I> und das  Tachometer o angeordnet.     q    ist die Antriebs  welle der Brennstoffpumpe e.

   Im Kasten k,  ist der     Anlasssteuerhebel    r gelagert, dessen  Kurbel     r,    in eine Eindrehung     il    der Steuer  welle p eingreift, die beim Anlassen ver  schoben wird, um die     Druckluft-Anlasssteue-          rung   <I>k</I> in Gang zu setzen.<I>t</I> ist die Druck  luftzuleitung zur     Anlasssteuerung   <I>k;</I>     zu,        u,     ,die     Druckluftleitungen    zu den     Zylindern:     die Leitungen<I>v, v,</I> führen von der Ölpumpe  s zum Ölfilter     11.     



  In .dem     Kurbelgebäuse        a    sind noch auf  jeder Seite in einer Reihe hintereinander drei  Augen     w    vorgesehen, die auf der einen Seite  zur Lagerung der     Steuerwelle    p, auf der ,an  dern Seite zur Aufnahme des     Ölkühlers    11  dienen. a, und c,     ist,das    von der Kurbelwelle  aus angetriebene     Doppelzwischenrad,    d, das  Lager für     @d.as        Zwischenrad,    e, ,das in .das  Zahnrad     e,    eingreifende Rad der Steuerwelle  und     f,    :das Antriebsrad für die Brennstoff  pumpe e.  



  Das     Abschlussschild    d enthält neben der  Brennstoffpumpe und ihrem Regler das  Tachometer und den     0ldruckanzeiger    und    eventuell noch weitere zu bedienende oder zu  beobachtende Apparate, während das Ge  häuse g auf der .andern     iSeite    sitzt, das die       Anlasssteuerung    und die Nebenteile, wie     Öl-          filter,    Rohranschlüsse für     Steueröl,        iSchmieröl     und Kühlwasser aufnimmt.

   Hierdurch wird  eine leichte     Handhabe    der     Verbrennungs-          kraftmaschine    sowohl beim Anlassen, wie  während des Betriebes ermöglicht.  



  Die beiden     A'bschlussschilder   <I>d</I> und<I>h</I> bil  den mit den mit ihnen verbundenen Blech  tafeln und der die Zylinderköpfe abdecken  den Haube i einen staubdicht abgeschlossenen       Hah@lraum,    der als Sammler für die Ansauge  luft dient.  



  Bei umsteuerbaren     Viertakt-Dieselmaschi-          nen,    die im Zweitakt angelassen werden und  bei denen die     Anlassventile    durch Verschie  bung der Steuerwelle in die     @Steueru,ng    der  Maschine nach vorwärts oder rückwärts ein  geschaltet werden, ist es bekannt,     an    den  Nocken schräge Anlaufflächen vorzusehen,  um ein Abheben und Wiederauflegen der  Rollen zu sparen.

   Bei der bisherigen Anord  nung wurden aber die Auspuffventile auch  während des     Anlassens    ganz geöffnet und  infolgedessen bedingen die schrägen Auflauf  flächen einen sehr grossen Verschiebungsweg,  der     gleich    der     Nockenhöhe        vervielfältigt    um  die Tangente     ides    zulässigen     Anlaufwinkels     ist. Der lange Verschiebungsweg für die  Steuerwelle erhöht die Baulänge -der Ma  schine und vermindert ihre Manövrierfähig  keit.

   Bei der     gezeichneten    Maschine sind, da  beim Anlassen der Maschine kleinere Aus  puffventilquerschnitte nötig sind, weil in  folge der geringen vollen Umdrehungszahlen  der Maschine kleinere Luftmengen hindurch  zuführen sind, die die beiden einander     gegen-          überliegenden        Anlassnoeken        für,das    Auspuff  ventil einem     verminderten,    zum Beispiel dem  halben Ventilhub, entsprechend kleiner aus  geführt, wodurch eine Verringerung der       Steuerwel,lenverschiebung    und eine schnellere       Manövrierfähigkeit    der Maschine erreicht  wird.

   Für umsteuerbare Maschinen werden  die Nocken nach     Fig.    7 gestaltet. Es bedeu  ten in     Fig.    6     a2    die vereinigten     Steuernocken         für das     Auspuffventil    beim normalen Betrieb  und beim Anlassen der     Maschine    beim Vor  wärts     gaug        derselben,        b2    die gleichen Steuer  nocken beim     Rückwärtsgang    der Maschine,       e.        Laufflächen    .der     Auspuffventilr.o.lle    für die  Ruhestellung der Maschine,

       h    die Nacken  höhen,     n    -die Nackenbreiten. Ferner bedeuten  in     Fig.    7:     d.    den Steuernocken für das Aus  puffventil beim normalen Vorwärtsgang der  Maschine,     e2,        e-    die     iSteuernocken    für :

  das  Auspuffventil zum Anlassen der Maschine  beim     Vorwärtsgang,    f     _#    den -Steuernocken für       ,das    Auspuffventil beim normalen Rückwärts  gang .der Maschine,     g2,        g,    die     Steuernocken     für das Auspuffventil zum Anlassen der  Maschine beim     Rückwärtsgang,        c3    die     Lauf-          fläP,he    der     Auspuffventilrolle    in der Ruhe  stellung und     h-    die Nackenhöhe für den Aus  puff beim Anlassen.

   In der Zeichnung sind  in den     Fig.    6 und 7 auf der linken 'Seite bis       zur    Mitte des Nackenbündels die einzelnen       Nockernbreiten    und die Breiten der Anlauf  flächen eingetragen. Auf der rechten     iSeite     ist die Summe dieser einzelnen     Längen    für  die halbe Gesamtlänge der Nocken vorgenom  men.

   Die     Noekenform    nach     Fig.    7 hat etwas  mehr als zwei Drittel der Gesamtlänge .der  Nackenform in     Fig.    6 und etwas grösser ist  das Verhältnis der     Steuerwellenvers.chiebun-          gen,    so     d.ass    infolge der neuen     Nückenform     die     Manövrierfähigkeit    der Maschine     sowohl     für den     Vorwärts-    wie für den     Rückwär!:s-          g        ang    grösser ist.  



  Besonders bemerkenswert     ist,,dass    die     ein-          zeInen    Teile der Maschine so angeordnet       sind"dass    durch einfaches     Vertauschen    dieser  Teile eine Rechtsmaschine in eine Links  maschine verwandelt werden kann, falls im  Kurbelgehäuse a alle Augen w genau aus  gebohrt werden.  



  Es sind zwar     Mehrzylindermaschinen    be  kannt, welche ohne weiteres von einer Rechts  maschine in eine Linksmaschine     umgebaut     werden können. Diese Maschinen sind jedoch  zu einer durch die Mitte der     Maechine    geleg  ten Querebene vollständig symmetrisch ge  baut, so dass die eine Seite das     Spiegelbild     der andern Seite darstellt.

   Diese Lösung ver-    sagt aber,     wenn    der Antrieb     derSteuerwelle     in einen mit     dem.    Kurbelgehäuse aus     einem     Stück gegossenen Teil eingekapselt wird, wie  es sich bei kleineren     Maschinen,    die in sich       ,(;esclilossen    sein und aus Billigkeitsgründen  möglichst wenig angesetzte Teile erhalten  sollen, als     vorteilhaft    erwiesen hat. In die  sem Fall sind die beiden Seiten der Maschine  in     bezug    .auf     eine    durch die     Mitte    der Ma  schine gelegte Querebene untereinander ver  schieden.  



  Die     Umwandlung    der Rechts- in die       Linksmaschine    geschieht auf folgende Weise:  Es wird die     Steuerwelle    P mit den La  gerbüchsen herausgenommen und in die aus  gebohrten Augen auf der andern Seite ein  geschoben. Sie ist um einen bestimmten  Winkel bei der     Einlegung    gegenüber ihrer  früheren Lage     züz    verdrehen. Auf den Rä  dern     e,    und     e1    :sind zweckmässig     Zeichen    vor  gesehen,     welche    die Stellung der     Steuerwelle     bei der Rechtsmaschine und bei der Links  maschine ,angeben.

   Die Brennstoffpumpe und  der Regler arbeiten für beide     Drehrichtungen     gleich; an ihrer Steuerung und ,an ihrem An  trieb ist nichts zu     ändern.     



  Ferner sind der gasten     k,.    mit dem An  lasssteuerhebel v und ein     Verschlussdeckel    auf  der andern     "Seite    ,des     Kurbelgehäuses    mitein  ander zu vertauschen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Stehende Mehrzylinder-Viertakt-Brenn- kraftmaschine, gekennzeichnet durch ein Kurbelgehäuse, das bis zu den einzeln auf gesetzten Zylindern hinaufragt, welche oben und auf .den beiden Längsseiten der Ma schine durch eine Blechverkleidung iabge- deckt sind, die an jedem Ende der Maschine durch ein Abschlussschilld über dem Kurbel gehäuse staubdicht .abgeschlossen wird, wobei ,das eine der Absehlussschilder die Brennstoff pumpe enthält.
    U NTERANSPRüCHE 1. Stehende Mehrzylinder-Viertakt-Brenn- kraftmaschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Abschluss- schild mit der Brennstoffpumpe auch all Kontrollorgane enthält.
    2. Stehende Mehrzylinder-Viertakt-Brenn- kraftmaschine nach Patentanspruch, ge kennzeichnet d urch eine die Zylinder köpfe umfassende Haube, die staubdicht auf die Zylinder :auf beiden Längsseiten der Maschine ab.deckende Blechtafeln aufgesetzt ist.
    3. -Stehende Mehrzylinder-Viertakt-Brenn- kraftmasehine nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, ,dass der Zwischenraum zwischen den Zylindern und den Zylinderköpfen. einer seits und den Blechtafeln und der Blech haube anderseits als Ansaugeraum dient. 4.
    Stehende Mehrzylinder-Viertakt-Brenn- kraftmaschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, @diass indem andern Abschlussschild über einem Gehäuse für eine Anlasssteuerung ein Luftfilter ein gebaut ist. 5. Stehende Mehrzylinder-Viertakt-Brenn- kraftmüschine nasch Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die zur Überwachung der Ma schine nötigen Kontrollorgane über der Brennstoffpumpe eingebaut sind. 6.
    Stehende Mehrzylinder-Viertakt-Brenn- kraftmaschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Kurbel- gehäuse auf jeder Längsseite der Ma- s 'hine symmetrisch zur Längsachse glei- c ZD ehe Lageraugen für eine Steuerwelle aufweist. 7.
    Stehende Mehrzylinder-Viertakt-Brenn- kraftmaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeich net, @dass das Kurbelgehäuse auf der einen Stirnseite die Räder für den 3teuerwel- lenantrieb enthält. B. Stehende Mehrzylinder-Viertakt-Brenn- kraftmaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeich net, dass die Brennstoffpumpenwel.le in der Mittelebene der Zylinder angeordnet ist.
    9. iStehende Mehrzylinder-Viertakt-Brenn- kraftmaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch <B>6,</B> dadurch gekennzeich net, dass die Steuerwelle zum Anlassen verschiebbar ist und für jeden Zylinder mit einem normal hohen Auspuffnocken für den Betrieb und zwei niedrigen Aus puffnoeken für das Anlassen mittelst Druckluft versehen ist, welche Nocken untereinander durch schräge Flächen ver bunden sind.
CH140205D 1928-03-17 1929-03-16 Stehende Mehrzylinder-Viertaktbrennkraftmaschine. CH140205A (de)

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DE230328X 1928-03-23
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