CH137900A - Einrichtung für Luftreklame oder ähnliche Ankündigung. - Google Patents
Einrichtung für Luftreklame oder ähnliche Ankündigung.Info
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Description
Einrichtung für Luftreklame oder ähnliche Ankündigung. Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Einrichtung für Luftreklame oder ähnliche Ankündigung, bei der eine oder mehrere Stoffflächen mit gegen sie und die Luft sich abhebenden Zeichen zur Anwendung gelan gen.
Die Erfindung kennzeichnet sich da durch, dass eine oder mehrere unversteifte weiche, raffba.re, die sich abhebenden Zei chen aufweisenden Flächen an einem durch ein Gewicht belasteten, biegsamen, an einem motorisch bewegten Luftfahrzeug ein- und ausfahrbar angeordneten Zugorgan befe stigt sind, so da.ss sie beim Herablassen aus dem Luftfahrzeug durch -den Fü.hrwind auf gefaltet werden und dann bei annähernd senkrecht herabhängendem Zugorgan frei durch die Luft geschleppt. werden, wobei sie dauernd eine das Lesen ihrer 'Beschriftung ermöglichende .Stra.ffung erfahren.
Die Einrichtung gemäss der Erfindung weist eine Reihe von Vorzügen auf gegen über den bislang bekannt gewordenen Mit teln, in der Luft Ankündigungen erscheinen zu lassen. Ihre Anwendung ist sozusagen unabhängig von Wetter, und bei geeigneter Wahl der Beschriftung auch von.
Tageslicht oder Dunkelheit und kann infolge der unbe schränkten Beweglichkeit des iUotorli etfahr- zeuges über Gebieten beliebiger Ausdehnung erfolgen. Die Grösse der die Ankündigung enthaltenden Flächen, welche in der Luft in folge ,Straffung voll aufgefaltet sind, ist bis zu .einem gewissen Grade unabhängig von der Grösse des: Flugzeuges und lässt sich ent- sprechernd den praktischen Bedürfnissen wählen.
Durch geeignete Wahl der Länge des Zug- organes (Schleppseils) hat man die Möglich keit, die Reklame oder dergleiehen in der Nähe der Erde zu zeigen, während das Flug zeug sich in den gegebenenfalls von den Lan desbehörden vorgeschriebenen grösseren Hö hen aufhält. Die Zeichen sind gross und da her auf weite Entfernung gut erkennbar aus führbar.
Sie können in das normale Blickfeld der Fussgänger gebracht werden, in deren Augen sie zwangsläufig auftauchen, wobei eine räumlich besonders stark ausstrahlende Wirkung erzielt wird, wenn das Luftfahr zeug ein Gebiet in einer Spiralfeder über fliegt, also einen sogenanten Panoramaflug ausführt.
Sonnenschein und Kurvenlagen. eines die Reklame schleppenden Flugzeuges beeinflus sen die Lesbarkeit ,der Schrift bei geeigneter Wahl der letzteren nicht, die dadurch beson ders eigenartig wirkt, da.ss sie optisch von dem kleinen, das Interesse an der Vorfüh rung nicht ablenkenden Luftfahrzeug ge trennt ist.
Als weiterer Vorzug d.er Erfindung muss gelten, dass der Inhalt der Ankündigungen sowohl auf der Erde wie in. der Luft sehr leicht geändert werden kann, da es dazu nur der Answechslung der Stofflächen bedarf. Die Einrichtung gemäss der Erfindung eig net sich daher auch gut zum Geben von Sig- üalen, zum Beispiel beim Geschwaderflug. Die Flugzeugführer brauchen nicht beson ders geschult zu sein, wie auch zur AUS übung der Erfindung nicht Spezialflugzeuge benötigt werden.
Als Maschinerie kommt höehs;tenseine Windevorrichtung in Frage, die sich leicht in jedes. Luftfahrzeug ein bauen lä.sst und von jedermann bedient wer den kann.
Betriebsstoffe werden für :die eigentliche Reklame nicht verbraucht; sie stellt sich da her ungemein billig, da. man nur mit dem normalen Verschleiss der Stoffflärhen und ihrer Beschriftung zu rechnen hat. Prakti- sche Versuche haben ferner ergeben, dass für das Schleppen derselben wenig Kraft benö tigt wird.
Vorgeschlagen hat. man bereits, mit Pies- seltdra;chen oder -ballonen durch Stäbe, Rah men oder dergleichen versteifte bezw. einge- fasste Reklametafeln oder -flächen hochstei gen zu lassen, welche aus durchsichtigem Ge webe oder Netzwerk bestehen und undurch- sichtige Zeichen tragen.
Diese Reklameart hat den Nachteil, dass die Ankündigungen in folge ortsfester Anordnung der Anlage nur in einem kleinen Bezirk gesehen werden und wegen dauernden Pendelns. der Tafeln im Winde kein festes lesbares Bild ergeben. Man findet daher auch diese Reklamevorführung nirgends.
Eine heutzutage noch hin und wieder be obachtete Luftreklame besteht darin, ein auf der Unterseite von Rumpf und Flügel mit aufgemalten Ankündigungen versehenes Flugzeug fliegen zu lassen. Die Wirkung dieser Reklame ist sehr beschränkt, weil die Zeichen klein und bei einzelnen Flugzeugla gen schlecht oder gar nicht lesbar sind. Ein weiterer Nachteil besteht darin, da.ss die An kündigung nur bei Tage erkennbar ist und nicht einfach gewechselt werden kann.
Flugzeuge mit Lichtschrift, die sich nur bci_Nacht verwenden lassen, haben ebenfall zu kleine und zu unleserliche Buchstaben. wobei noch weiter als nachteilig ins Gewicht fällt, dass sie eine teure und schwere Licht- ge benötigen, wodurch sie zu Spezial anlag flugzeugen werden.
Die als Himmelsschrift bekannt gewordene Luftreklame ist in ihrer Anwendung insbe sondere dadurch beschränkt, dass sie wind- stille, klare Luft benötigt und nur bei Tage geschrieben werden kann. Dazu kommt der erhebliche und teure Verbrauch an RauclZ- stoffen.
Man ersieht aus, der Gegenüberstellung. dass der Erfindungsgegenstand die Vorteile der bekannten Luftrekla.mearten in sich ver einigt, deren Nachteile hingegen vermeidQt.
Es ist noch vorgeschlagen worden, an einem besonderen Gerüst dauernd über oder hinter dem Höhenleitwerk eines Flugzeuges ein im Strahl der Luftschraube wageecht gendes kleines Banner anzuordnen.
Von die ser Anordnung, die vor allem mit Rück sicht auf die nachteilige Beeinflussung der Steuerfähigkeit des Flugzeuges zu Bedenken Anla.ss gibt, unterscheidet sich die Erfindung einmal ;durch die Möglichkeit, bedeutend grö ssere Flächen verwenden und für Propoganda- zwecke ausnutzen zu können, und sodann da durch, da,ss sich die weichen,
keine Verstei- fungen aufweisenden Stoffflächen an einem nahezu senkrecht herabhängenden Seil frei durch die Luft schleppen lassen und dabei vom Fahrwinde gestrafft gehalten werden. so dass die auf ihnen angebrachten grossen Zeichen auf weite Entfernung lesbar sind, dass ferner auch ein Flugzeug in der Lage ist, solche Flächen zu schleppen, ohne in sei ner Start-, Flug- und Landefähigkeit beein. träehtigt zu werden.
Auf der Zeichnung, welche die veranschaulicht, zeigt Fig. 1 ein die Zeichen "AU" schleppendes Flugzeug, beide in grösserem Massstab dargestellt. Fig. 2 veranschaulicht ein eine andere Ankündi- gung schleppendes Flugzeug in grösserer Ent fernung gesehen.
Es bezeichnet 1 ein FJugzcug. Vom Rumpf desselben hängt ein in der Gegend des Schwerpunktes angreifendes dünnes, auf grössere Entfernung nicht mehr sichtbares Seil oder Kabel 2 frei herab, an dessen un terem Ende zweck mässig ein vorzugsweise stromlinienförmig ausgebildetes Beschwe- rungsgewicht 8 angeordnet ist. An dem Seil sind untereinander einzelne Stofffläehen wie Ga.zeschleier, Netze oder dergleichen 4,
5 fahnenartig mit einer hohen . Kaute bef estig t. Diese Stoffbahnen sind infolge Fehlens von versteifenden Stäben oder Rahmgen in ihrer Gesamtheit raffbar, ferner durchsichtig und mit einer undurchsichtigen Beschriftung 6 versehen, die aus einzelnen Buchstaben, Zei chen oder Worten bestehen kann.
Die Be schriftung kann aufgemalt oder besonders aufgesetzt sein:. Sie kann auch mit Leucht- masse abgedeckt oder durch sie hergestellt sein, so dass sie selbst nachts ohne äussere, zum Beispiel durch Scheinwerfer erfolgende Beleuchtung sichtbar ist. 7 bezeichnet eine am Flugzeug vorgesehene Windevorrichtung zum Hochziehen und Herablassen von Seil und St ffbahnen.
Beim Start des Flugzeuges 1 sind Seil und die weichen unversteiften Fläehen 4, 5 auf die Trommel 7 aufgewiekelt. Nach dem das Flugzeug eine gewisse Höhe erreicht hat, wird das vom Gewicht 3 noch besonders gezogene Seil 2 herabgelassen, wobei sich die Stoffflächen 5, 4 entsprechend ihrer Freigabe entfalten und dann sofort vom Fahrwinde gestrafft gehalten werden. Infolge ihrer durchsichtigen Ausbildung werden die Gaze- schleier oder Netze vom Beschauer nicht ge sehen.
Dieser bemerkt nur die undurchsich tige Schrift 6, welche den Eindruck als für sich in der Luft. stehend bezw. frei hinter dem Flugzeuge herfliegend erweckt, zumal sich das Flugzeug von ihr in erheblicher Entfernung befindet, siehe das Wort "Lux" in Fig. 2. Statt eines Flugzeuges kann man sich auch eines Luftschiffes zum Schleppen der die Reklame oder sonstige Ankündigung enthaltenden Flächen bedienen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung für Luftreklame oder ähn liche Ankündigung, bei welcher eine oder mehrere .Stoffflächen mit gegen letztere und die Luft sich abhebenden Zeichen zur Anwen dung gelangen, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere unversteifte weiche, raff bare, die sich abhebenden Zeichen:aufweisen den Flächen an einem durch ein Gewicht be lasteten, biegsamen an einem motorisch be wegten Luftfahrzeug ein- un.d ausfahrbar <B>-</B> ordneten Zugorgan befestig sind, so <B>z</B> an,e t dass sie beim Herablassen aus denn Luftfahr zeug durch den Fahrwind aufgefaltet wer den und dann bei annähernd senkrecht her abhängendem Zugorgan frei durch die Luft seschleppt werden,wobei sie dauernd eine das Lesen ihrer Beschriftung ermöglichende Straf fung erfahren. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Enrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die einzelnen, Teile der Ankündigung enthaltenden, un tereinanderangeordneten Flächen je für sich fahnenartig mit einer hohen Kante am Sohleppseil befestigt sind.2. Einrichtung nach Patentanspruch, da,- durch gekennzeichnet, dass die Beschrif tung durch Verwendung von Leuchtfarbe als auch bei Nacht erkennbare Ankündi gung ausgebildet ist. .
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