CH136759A - Verfahren zum Anlassen von Asynchronmaschinen mit phasenkompensierender Kollektorhintermaschine. - Google Patents
Verfahren zum Anlassen von Asynchronmaschinen mit phasenkompensierender Kollektorhintermaschine.Info
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Description
Verfahren zum Anlassen von Asynchronmaschinen mit phasenkompensierender Kollektorhintermaschine. Zur Phasenkompensierung von Asynchron maschinen mittelst Kollektorhintermaschine sind Anordnungen bekannt, bei denen die in den Sekundärstromkreis eingeschaltete Kom mutatorhintermaschine im Ständer eine vom Anker elektrisch unabhängige Wicklung be sitzt. Diese Wicklung kann eine Käfigwick lung sein, oder auch eine Phasenwicklung, wobei im letzteren Falle in den Stromkreis der Wicklung noch regelbare Widerstände eingeschaltet sein können. Die Ständerwick lung dient, namentlich wenn sie als Käfig wicklung ausgeführt ist, erstens zur Ver besserung der Kommutierung.
Ausserdem kann sie aber auch bezüglich des Ohm'schen und induktiven Widerstandes derart bemessen sein, dass die Kommutatorhintermaschine auch bei Leerlauf der asynchronen Vordermaschine sich selbst erregt, so dass eine Phasenkom- pensierung der Asynchronmaschine auch bei Leerlauf gesichert ist, trotzdem die Kommuta- torhintermaschine keine Fremderregung besitzt Bei einer andern Art von Phasenschiebern ist im Ständer eine Erregerwicklung angeordnet. die an die Kommutatorbürsten des Phasen schiebers in Parallelschaltung oder in Reihen schaltung mit der Sekundärwicklung der asynchronen Vordermaschine angeschlossen ist.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren, durch welches Asynchronmaschinen mit Kom mutatorhintermaschinen, die im Ständer eine Wicklung besitzen, besonders zweckmässig angelassen werden können, namentlich wenn die Kommutatorhintermaschine mit der Vor- dermascbine mechanisch gekuppelt ist. Er findungsgemäss wird während des Anlassens bei kurzgeschlossener Ständerwicklung der Kommutatorhintermaschine, letztere mit der Vordermaschine so geschaltet, dass das vom Sekundärstromkreis der Asynchronmaschine über die Bürsten dein Anker der Kommuta- tormaschine zugeführte Drehfeld im Raume im entgegengesetzten Sinne wie der Anker der Kommutatormaschine umläuft.
Bei dieser Wahl der Umlaufrichtung des Drehfeldes würde beim normalen motorischen Betrieb der Asynchronmaschine die Kommutator hintermaschine den Leistungsfaktor der Vor dermaschine nicht verbessern, sondern ver schlechtern. Während des Anlassens ergibt sich jedoch der Vorteil, dass die Kommutator hintermaschine infolge der Wicklung im Stän der als Motor läuft beziehungsweise für die Vordermaschine mit einem in den Sekundär kreis eingeschalteten Ohm'schen Widerstand äquivalent ist. Man kann daher in vielen Fällen, insbesondere bei kleinen Maschinen, bei der neuen Anlassanordnung besondere Ohm'sche Widerstände für das Anlassen der Asynchronmaschine entbehren und diese un mittelbar über die Kommutatorhintermaschine anlassen.
Dies ist namentlich dann vorteil haft, wenn die Kommutatorhintermaschine mit der Vordermaschine mechanisch gekuppelt ist, da sie dann ihre Energie an die letztere abgibt und so zur Vermehrung des Anlass momentes beiträgt. Bei grösseren Maschinen kann man zur Vergrösserung des Anlassmo mentes die Schaltung gemäss der Erfindung mit der bisherigen Einschaltung von Ohm schen Widerständen kombinieren. Aber auch wenn die Kommutatorhintermaschine mit der Vordermaschine elektrisch gekuppelt ist, geht die vom Sekundärteil der Asynchronmaschine abgegebene Energie nicht wie bei der Ver wendung von Ohm'schen Widerständen ganz verloren, sondern wird zum grossen Teil in den Primärstromkreis zurückgeliefert.
Die neue Anlassschaltung ist insbesondere dann zweckmässig, wenn der Motor betriebsmässig öfters angelassen wird, was zum Beispiel bei Motoren für Förderanlagen der Fall ist.
Da bei der neuen Anordnung im ersten Moment des Anlassens der Kommutator der Hintermaschine die volle Sekundärspannung der Vordermaschine auf sich nehmen muss, so ist es namentlich bei grösseren Asynchron maschinen zweckmässig, das Feld der Vorder maschine während des Anlassens zu schwä chen, so dass auch die Sekundärspannung sinkt. Diese Schwächung des Feldes kann in an sich bekannter Weise, beispielsweise durch Sterndreieckumschaltung oder durch Einschaltung von Drosselspulen oder Wider ständen in den Primärstromkreis der Asyn chronmaschine erreicht werden.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbei spiel einer Anordnung zur Ausführung des Verfahrens. Mit der Asynchronmaschine 1 ist ein eigenerregter Phasenschieber 2 mecha nisch gekuppelt, der im Ständer zur Verbes serung der Kommutierung beziehungsweise auch zur Einleitung einer Selbsterregung eine Käfigwicklung 3 besitzt. In die Verbin dung zwischen dem Sekundärstromkreis der Maschine 1 und den Bürsten der Kommuta torhintermaschine ist noch ein Umschalter 4 eingebaut, mit dem die Umlaufrichtung des den Bürsten zugeführten Drehfeldes ver tauscht werden kann. Während des Anlassens ist nun die Drehrichtung dieses Feldes ent gegengesetzt gewählt als beim normalen mo torischen Betrieb der Maschine 1, wenn die Maschine 2 als Phasenschieber wirkt. Ausser dem wird während des Anlassers mittelst des Sterndreieckumschalters 5 das Feld der Maschine 1 geschwächt.
Bei der neuen Anordnung läuft die Kom mutatorhintermaschine während des Anlassens ebenfalls als Motor. Um nun das von der Kommutatormaschine dabei entwickelte Dreh moment noch zu verstärken, kann man ihre Ständerwicklung, namentlich wenn sie als Käfigwicklung ausgeführt ist, in an sich be kannter Weise als Wicklung mit Wirbel stromverdrängung ausbilden, so dass ihr Ohm- scher Widerstand bei höheren Frequenzen erheblich grösser ist als bei geringen. Bekannt lich genügt es dafür, die Käfigwicklung mit hohen Stäben, zum Beispiel etwa 2 cm hohen, zu versehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Anlassen einer Asynchron maschine mit eine Ständerwicklung besitzender Kommutatorhintermaschine für die Phasen kompensation der Vordermaschine im nor malen Betriebe, dadurch gekennzeichnet, dass bei kurzgeschlossener Ständerwicklung der Kommutatorhintermaschine letztere mit der Vordermaschine während des Anlassens so geschaltet wird, dass die räumliche Dreh richtung des von der Asynchronmaschine über die Bürsten der Hintermaschine zuge führten Drehfeldes die entgegengesetzte ist wie die Umlaufrichtung der Kommutator hintermaschine. UNTERANSPRUCH: Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stärke des Feldes in der Asynchronmaschine während des An- lassens geringer als im normalen Betriebe eingestellt wird.PATENTANSPRUCH II: Anordnung zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, wobei die Kommu tatorhintermaschine im Ständer eine Käfig wicklung besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass diese Käfigwicklung als Wicklung mit bei höheren Frequenzen durch Stromverdrängung erhöhtem Widerstand ausgeführt ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE136759X | 1927-09-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH136759A true CH136759A (de) | 1929-11-30 |
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ID=5666532
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH136759D CH136759A (de) | 1927-09-21 | 1928-08-06 | Verfahren zum Anlassen von Asynchronmaschinen mit phasenkompensierender Kollektorhintermaschine. |
Country Status (1)
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|---|---|
| CH (1) | CH136759A (de) |
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1928
- 1928-08-06 CH CH136759D patent/CH136759A/de unknown
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