Elektrischer Heizkörper mit Zusatz-Widerständen. Bei den meisten elektrischen Heizwider- ständen für Zweileiteranschlüsse regelt man die Leistungsaufnahme, indem man den für volle Leistung bestimmten Heizkörper in zwei Teile teilt und diese wahlweise parallel oder hintereinander oder einzeln schaltet, wie Fig. 1 zeigt. Man erreicht dadurch eine Leistungs- ltnderung von 1:2:4.
Diese Regelung ist sehr grobstufig, wes halb man auch die beiden .Heizkörperteile verschieden stark bemessen kann und in den Mittelstufen erst den einen einzeln und dann den andern einzeln einschaltet, wie Fig. 2 zeigt. Wählt man die Widerstände passend, so kann man hierbei eine jedesmalige Lei stungssteigerung von etwa 60 0% gegenüber 100 % bei Fig. 1 erreichen.
Eine weitere Unterteilung kann iuan er zielen, wenn man mehr als zwei Widerstände einbaut und diese dann wieder wahlweise parallel oder hintereinander oder einzeln oder gemischt schaltet. So empfehlenswert eine solche Anordnung sein würde, verbietet sie sich wieder dort, wo grösste Leistung zuf kleinstem Raum zusammengedrängt werden muss, weil dünnere Drähte bei gleicher Watt aufnahme grösseren Rahm beanspruchen.
Dies trifft am meisten bei elektrischen Kochplatten zu. Hier fordert man eine mög lichst notglühende Platte., ohne die Lebens dauer und elektrische Durchschlagsfestigkeit allzusehr zu gefährden. Erstere Bedingung verlangt dicke Querschnitte, letztere grossen Abstand der spannungsführenden Teile von einander und vom Metall der Kochplatte. Man kann daher bei diesen Kochplatten nicht gut mehr als zwei Heizkörperteile einbauen. Will man also eine hohe maximale Leistungs aufnahme erzielen, so kann man anderseits bei der der geringsten Leistung entsprechen den Schaltstellung mit der Stromstärke nicht weit genug heruntergehen, so dass dann die Leistungsaufnahme für den praktischen Ge brauch noch viel zu hoch ist. Man iet-daher gezwungen, die Kochplatte von Zeit zu Zeit ganz abzuschalten.
Vorliegende Neuerung vermeidet nun die sen Übelstand in der denkbar einfachsten Weise durch Einbau von Zusatzwiderständen, die so angeordnet und ausgebildet sind, dass sie in den geringeren Leistungen entspre chenden Schaltstufen ebenfalls als Heizwider- stände dienen können. Hierdurch kann er reicht werden, dass diese Zusatzwiderstände nicht für die volle Netzspannung zu bemessen sind, also grossen Querschnitt haben können und trotzdem relativ wenig Raum beanspru chen, anderseits wegen ihrer geringen Watt aufnahme nicht unbedingt in den Bereieh der grössten Hitzezone gelegt zu werden brauchen.
Es ist dabei gleichgültig, ob man nur einen Zusatzwiderstand oder aber meh rere, die zweckmässigerweise stufenweise ein geschaltet werden können,, einbaut.
Eine diesbezügliche Schaltung ist in Fig. 3 wiedergegeben. In den Fig. 1, 2 und 3 --sind a und<I>b</I> bezw. a' und b' die beiden Haupt heizkörper. R. ist der Regelschalter (in der Abwicklung dargestellt), wobei die Schalt stellung 1 für die schwächste Leistungsauf nahme des Heizkörpers schaltet.
Die Watt leistung von a und b ist in Fig. 1 gleich, in Fig. 2 und 3 verschieden, indem in der Zeichnung die verschiedenen Widerstands grössen durch deren proportionale Längen dar gestellt sind.
Betrachten wir Fig. 3, so unterscheidet sich diese von den andern Bildern dadurch, dass ausser den beiden Hauptheizwiderständen <I>a</I> und b bezw. a' und b' noch besondere Zu- satzheizwiderstände c' und d' in den Heiz körper eingebaut sind.
Diese Zusatzheizwider- stände sind in den Schalterstellungen 3, 4, ä, 6 kurz geschlossen bezw. abgeschaltet; in Stellung 2 ist der Widerstand d' allein kurz gesehlossen.
.Wählt man, bezogen auf die Fig. 3, da.N Grössenverhältni" der einzelnen Widerstände etwa in folgender Wesse : a' -._-_ 15, b' = 25, e.' <I>- 20,<B>d</B> = 40,</I> so erhält man für die aufeinanderfolgenden Schaltstufen eine Lei stungssteigerung von etwa 1 : 1, 6 : 2, 5 : 4, 0:6, 6: 10,6, also jedesmal eine um unge fähr 60 ,!o höhere- Leistungsaufnahme, wobei die geringste Leistung nur noch den zehnten Teil der Volleistung ausmacht. Hiermit dürfte auszukommen sein, wenn nicht, so kann man noch mehr Zusatzwiderstände einbauen.
Naturgemäss ist - eine analoge Schaltung auch für den Anschluss von Heizkörpern an Mehrphasennetze, zum Beispiel Drehstrom netze, ohne weiteres verwendbar.
Fig. 4 . zeigt endlich noch beispielsweise den praktischen Zusammenbau eines solchen Heizkörpers in Form einer Heizplatte. p ist der zu beheizende Plattenteil, s die Spann platte, die auf irgend eine Weise gegen den Heizplattenteil-p.::gepresst-wird, . ii..' ..und b" sind die Hauptheizwiderstände, c" und d" die Zusatzheizwiderstände, g, g', g" Isola tionszwischenlagen aus Glimmer, Chamotte oder derglsirhen. Man sieht;
.dass diese Zusatz heizkörper c" und d" den Hauptheizkörpern a" und b." keinen. für *die unbehinderte Beheizung der Platte p erforderlichen Raum wegnehmen.