Maschine zum Einsetzen von Befestigungsmitteln, mit einem Schwingkopf. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Maschine zum aufeinanderfolgenden Einsetzen von Befestigungsmitteln, mit einem eine Vorstech- und Vorsehubahle und einen Treiber tragenden Schwingkopf. Die Erfin dung bezweckt Maschinen dieser Gattung so auszubilden, dass sie mit höherer (3reschwi - dig@eit als bisher betrieben werden können. Man hat versucht, die bekannten Maschinen mit einer Geschwindigkeit zu betreiben, die 350 oder 375 Umdrehungen pro Minute überschrei tet.
Es hat sich jedoch gezeigt, dass in diesem Falle die Schwingbewegungen des Kopfes übermässige Erschütterung der Maschine und vorzeitige Abnutzung derin Betracht kommen den Maschinenteile zur Folge hatten und der richtige Vorschub des Werkstückes Schwierig keiten begegnete. Der Maschinenkopf selbst ist ziemlich schwer und ausserdem schwingt mit dem Kopf in der Regel auch die Leit- rinne und der Befestigungsmittelbehälter. Das Hin- und Herschwingen dieser verhältnis- mässig grossen Metallmasse musste daher langsam stattfinden, wodurch die Leistungs fähigkeit der Maschine erheblich beeinträchtigt wurde.
Gemäss der Erfindung nimmt nun die Schwingbewegung des Kopfes mehr als ein Drittel eines Arbeitsganges der Maschine in Anspruch, so dass die Maschine im Vergleich mit üblichen Maschinen dieser Gattung mit verhältnismässig hoher Geschwindigkeit be trieben werden kann, ohne die Vorschub bewegung zu beschleunigen. In der darge stellten Ausführungsform des Erfindungsge genstandes nimmt die Schwingbewegung des Kopfes ungefähr die Hälfte eines Arbeits ganges der Maschine in Anspruch.
Fig. 1 ist ein Aufriss eines Ausführungs beispielen des Erfindungsgegenstandes; Fig. 2 erläutert diagrammatisch einen Arbeitsumlauf der Maschine; Fig. 3 ist eine von rechts gesehene Seiten ansicht des obern Teils der Maschine, und Fig. 4 ist ein Schnitt nach der Linie x-x in Fig. 3.
Der - schwingende Maschinenkopf 12 ist in bogenförmigen Führungen 14 bewegbar, deren Krümmungsmittelpunkt mit der Achse der Antriebswelle 10 zusammenfällt. In Führungen des Kopfes 12 sind die Alilen- stange 16 und die Treiberstange 20 hin- und herbewegbar. Zwecks Herbeiführung der Schwingbewegung des Kopfes 12 und der Auf- und Abwärtsbewegung der Ahlenstange 16 mit der Ahle 18 ist auf der Hauptantriebs welle 10 eine Kurvenscheibe 100 (Fig. 3 und 4) mit zwei verschiedenen Führungs kurven 101, 102 befestigt, von denen aus mittelst Rollenhebel 103-einerseits durch die Nebenwelle 2,
die Kulisse 3 und den Zapfen 4 der Arm 5- des Kopfes 12 hin- und tierge schwungen und anderseits unter Vermittlung der Nebenwelle 6, des Zahnsegmentarmes 7 und- der Zahnstange 8 die Ahlenstange 16 auf- und abbewegt wird, wie dies zum Bei spiel in der deutschen Patentschrift Nr. 166205 dargelegt ist. Die Aufwärtsbewegung der Treiberstange 20 mit dem Treiber 22 wird durch Einwirkung einer Kurvenscheibe 24 der Welle 10 auf einen an der Treiberstange festgeklemmten Block 26 herbeigeführt.
Eine einerseits mit einem ortsfesten Teil des blaschinenkopfes und anderseits durch ein Lenkstück 30 mit der Treiberstange 20 verbundene Feder 28 schnellt die Treiber stange mit dem Treiber herab, wenn die Kurvenscheibe 24 die untere Seite des Blockes 26 verlässt, wobei eine Befestigungs mittel in das Werkstück eingetrieben wird. Die Feder 28 wird wieder zusammengedrückt, wenn die Kurvenscheibe 24 die Treiberstange 20 anhebt. Der Kopf 12 trägt auch eine Leit- rinne 32, die die Befestigungsmittel zu dem Nagelmundstück 34 leitet. Eine Nagelabteil vorrichtung 36 wird in bekannter Weise durch eine auf der Welle 10 sitzende Kurvenscheibe zur Einwirkung gebracht.
Das der Maschine dargebotene Werkstück wird durch ein Horn 38 gestützt und gegen eine Druckplatte 40 geklemmt. Das Horn 38 wird vor der Vor schubbewegung des Kopfes 12 und der Ahle 18 gesenkt, um den seitens der Platte 40 auf das Werkstück ausgeübten Druck auf zuheben.
Wie nun Fig. 4 zeigt, ist die Kurven nute 101 der Kurvenscheibe 100 so gestaltet, dass sich die Schwingbewegung des Kopfes zeitlich über mehr als einen Drittel eines Arbeitsganges der Maschine erstreckt. Die Maschine kann daher mit einer Geschwindig keit von ungefähr 500 Umdrehungen pro Minute betrieben werden, ohne im Vergleich mit den üblichen langsam arbeitenden Ma schinen, die Geschwindigkeit, mit der das Werkstück vorgeschoben wird; zu erhöhen. Analog ist auch die Kurvennut 102 der Kurvenscheibe 100 so gestaltet, dass auch die Geschwindigkeit des Rückganges der Ahle keine nennenswerte Erhöhung erfährt.
Auf diese Weise wird ruckweises- Bewegen des Werkstückes durch die Maschine ver mieden und der Maschinenkopf und die andern in Betracht kommenden Maschinen teile werden keiner übermässigen Bean spruchung und vorzeitigen Abnutzung aus gesetzt.
In der Fig.-2 bedeuten die Kurven A, B, <I>C, D</I> und h' die auf einen Arbeitsgang ver teilten Wirkungsperioden des Treibers, der Ahle, des Hornes, des Schwingkopfes und eines die Bremswirkung herbeiführenden Hebels, wobei die horizontalen Teile der Kurven die Stillstände der betreffenden Or gane und die geneigten Kurventeile die Wirkungsperioden dieser Organe darstellen.
Aus der die Treiberbewegung darstellen den Kurve A und dem Vergleich mit den übrigen Kurven ist ersichtlich, dass der Treiber zwischen 150 und<B>300'</B> arbeitet, nachdem die Ahle eingetreten ist, sowie vor und annähernd ebenso lang nach ihrem Aus tritt, nachdem das Horn sich abwärts bewegt hat, sowie vor und nach seiner Aufwärts bewegung, und während der Sohwingbewe- gung des Kopfes.
Wie die Kurve B und der Vergleich mit den Kurven 9., <I>C</I> und<I>D</I> zeigt, dringt die Ahle zwischen 20 und 60 , also vor der Abwärtsbewegung des Hornes und vor der Schwingung des Kopfes ein und zwischen 220 und<B>2600,</B> also während der Treiberbewegung, während der Aufwärts bewegung des Hornes und während des Still standes des Schwingkopfes wieder aus. Damit der ca. 180 betragende Teil eines Arbeits ganges der Maschine auf die unten erwähnte Schwingbewegung des Kopfes verwendet wer den kann, ist die Hin- und Herbewegung der Ahle beschleunigt worden, so dass jede Abwärtsbewegung der Ahle weniger als 400 eines Arbeitsganges in Anspruch nimmt.
Die Kurve C zeigt die Abwärtsbewegung des Hornes zwischen 53 und 110 und dessen Aufwärtsbewegung zwischen 188 und 254'. Das Verhältnis dieser Bewegung zu den Be wegungen des Treibers, der Ahle und des Schwingkopfes ist aus dem oben Gesagten ersichtlich. Erwähnt sei nur noch, dass die Abwärtsbewegung des Hornes zwecks Auf hebens des auf das Werkstück ausgeübten Druckes gleichzeitig mit oder etwas vor der Vollendung der Abwärtsbewegung der Ahle und die Vorschubbewegung des Kopfes etwas vor dem Ende der Abwärtsbewegung des Hornes stattfinden, dass das Zurückziehen der Ahle vom Werkstück lange vor der Vollen dung der Aufwärtsbewegung des Hornes beginnt und beide Bewegungen im wesentli chen gleichzeitig endigen.
Wie die Kurve D zeigt, finden die Bewegungen des Schwing kopfes zwischen 100 und 220 , sowie zwischen 255 und 320 mit einem Stillstand zwischen 220 und 255 statt und das Verhältnis dieser Bewegungen zu jenen des Treibers, der Ahle und des Hornes ist ebenfalls aus dem oben Gesagten ersichtlich. Wie die Kurve F zeigt, ist der eine Bremswirkung herbeiführende Hebel während des aufeinanderfolgenden Ein setzens der einzelnen Befestigungsmittel, das heisst zwischen 50 und 300 wirkungslos und führt die Bremswirkung nur im letzten Teil des Arbeitsganges der Maschine zwischen 300 und 3201 herbei, wenn letztere zum Stillstand gebracht wird.