CH128482A - Mittel zur Verhinderung der Ablagerung der Härtebildner des Wassers in Form harter Krusten und zur Ablösung von schon gebildetem Steinbelag. - Google Patents

Mittel zur Verhinderung der Ablagerung der Härtebildner des Wassers in Form harter Krusten und zur Ablösung von schon gebildetem Steinbelag.

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CH128482A
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Hermann Koepplinger
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Hermann Koepplinger
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  • Materials Applied To Surfaces To Minimize Adherence Of Mist Or Water (AREA)
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Description


  Mittel zur Verhinderung der Ablagerung der     Rärtebildner    des Wassers in Form  harter Krusten und zur     Ablösung        von    schon gebildetem Steinbelag.    Den Gegenstand des schweizerischen Pa  tentes Nr. 103 891 bildet ein Verfahren zur  Verhütung von     Kesselsteinbildung,    das da  durch     gekennzeichnet    ist, dass dem Kessel  wasser wasserlösliche Harze, wie Gummi  harze (beispielsweise     Olibanum),    zugesetzt  werden.

   Nach dem Zusatzpatent Nr. 112 152  sollen dem Kesselwasser zur Verhütung der       Kesselsteinbildung    Harze, die von Natur aus  nicht wasserlöslich sind, im Gemisch mit ge  ringen Mengen kolloider Zusätze,     wie     Gummiarten, Seifen, Pflanzenschleim, zuge  setzt werden.

   Ob bei der Verwendung von       Olibanum    gemäss dem Patent Nr. 103 891  neben dem Gummi auch die andern Bestand  teile dieses Harzes die Rolle von Schutz  kolloiden spielen, welche bewirken, dass das  an sich ganz unlösliche Harz in Wasser fein       verteilbar        bezw.    kolloidal und molekular lös  lich wird, oder ob einzelne Komponenten da  neben noch einen besonderen Einfluss auf die       Kesselsteinbildner    ausüben, war bisher un  geklärt.  



  Die vorliegende Erfindung beruht nun  auf der durch eingehende wissenschaftliche         Üntersuchungen        gewonnenen    Erkenntnis, dass  den ätherischen Ölen und auch dem     Resen     und der     Boswellinsäure    im     Olibanum    bei  seiner Verwendung zur Bekämpfung des Kes  selsteines eine sehr wichtige Rolle zufällt.  Es hat sich nämlich gezeigt, dass die ätheri  schen Öle eine     Oberflächenwirkung    ausüben,  als deren Folge sich physikalische Vorgänge  abspielen, die eine mechanische Zerstörung  und insbesondere ein Absprengen der Stein  krusten von der Kesselwand herbeiführen.

    Ferner wurde festgestellt, dass das im     Oli-          banum    enthaltene     Resen    und die     Boswellin-          säure    im Kesselwasser eine Zersetzung er  leiden. Durch diese alsbald einsetzende, aber  ausserordentlich langsam     fortschreitende    Zer  setzung entstehen Spuren von flüchtigen  Stoffen, welche die     wegen:    ihrer grossen  Flüchtigkeit verhältnismässig rasch     abdestil-          lierenden    ätherischen Öle fortlaufend wir  kungsgleich ersetzen.  



  Weiter beruht die Erfindung auf der Er  kenntnis, dass die von ätherischen     Ölen,    und  verwandten Stoffen hervorgerufenen Teil  wirkungen einer ganzen Reihe von andern      Stoffen, unabhängig von ihrer chemischen  Beschaffenheit, anhaften, die den     beiden:    Be  dingungen genügen:       a)    möglichst (praktisch) unlöslich im  Wasser zu sein,       b)    mit Wasserdampf flüchtig zu sein.

    Den Gegenstand der vorliegenden Erfin  dung bildet demgemäss ein Mittel zur Ver  hinderung der     Ablagerung    der Härtebildner  des Wassers in Form harter Krusten und  zur Ablösung von schon gebildetem Stein  belag, welches aus einem     künstlichen.    Ge  menge besteht, das Stoffe, die in Wasser  praktisch unlöslich und mit Wasserdämpfen  flüchtig sind, und in Wasser fein     verteilbare     Harze enthält. Derartige künstliche Gemenge  können beispielsweise als wasserunlöslichen,  mit Wasserdampf flüchtigen. Stoff, ein ätheri  sches 01 enthalten.

   Statt im Sinne des Zu  satzpatentes Nr. 112152 lediglich ein durch  wasserlösliche Schutzkolloide     emulgierbar     oder kolloidal löslich gemachtes Harz zur       Kesselsteinbekämpfung    zu verwenden, wer  den also gemäss der Erfindung künstliche  Gemenge solcher Harze mit .ätherischen Ölen  dem Wasser zugesetzt.  



  Von Harzen sind gemäss der neuen Er  kenntnis insbesondere     Resenharze        vorteilhaft     anwendbar, die unter dem Einfluss der im  Kessel herrschenden Verhältnisse ständig  flüchtige ölige .Stoffe nachliefern.  



       Statt    der ätherischen Öle kann man auch  in den ätherischen     Ölen    enthaltene Verbin  dungen (wie     Terpene,        Pinen,        Phellandren,          Dipenten,        Cadinen    usw.) verwenden. Auch  lassen sich die ätherischen Öle in das künst  liche Gemisch ganz oder zum Teil in Form  von natürlichen Balsamen einbringen, die  mehr oder minder grosse Mengen ätherischer  Öle von Natur aus     enthalten.     



  Die     erfindungsgemäss    zusammengestellten  künstlichen Gemische können ferner ausser  einem ätherischen     01    auch noch andere Stof<B>f</B>e  enthalten, die in Wasser praktisch unlöslich       und    mit Wasserdämpfen flüchtig sind. Hier  bei kommen hauptsächlich solche Stoffe die  ser Art in Betracht, die flüssig oder mehr  oder weniger schmelzbar sind.

   Solche Stoffe    sind beispielsweise     Destillationsprodukte    von  Harzen und Balsamen, wie Harzöle     (Destil-          lationsprodukte    des Kolophoniums), ferner  hydrierte     Naphtaline        (Tetralin,        Dekalin        etc.),     ferner     Kienöl    oder andere Holzöle, ferner Ben  zol oder andere     Kohlenwasserstoffe    der aroma  tischen Reihe, sowie deren Derivate, ferner       Terpene,    Kampfer usw. Die Eignung dieser  Zusätze für den gedachten Zweck ist bis zu  einem gewissen Grade umso grösser, je ge  ringer ihre     Tension    ist.  



  Von besonderer wirtschaftlicher Bedeu  tung ist, dass die Wirkung der erwähnten  künstlichen Gemenge von der chemischen  Natur der im Betriebswasser enthaltenen ge  lösten Substanzen und Verunreinigungen  weitgehend unabhängig ist. Die erforderli  chen Mengen sind lediglich eine Funktion des       Verdampfungsrückstandes    vom verwendeten  Betriebswasser, während die zur Ablösung  des schon vorhandenen     Kesselsteinbelages          notwendigen    Mengen einem Faktor propor  tional sind, der der Hauptsache nach von der  Heizfläche des Kessels und der Stärke des  Belages abhängig ist.  



  Die beschriebenen Mittel sind in erster  Linie zur Bekämpfung des     Kesselsteines    ge  eignet, können aber mit gleichem Vorteil  überall zur     Verwendung    kommen, wo es sich  darum handelt, die Ablagerung von     Härte-          bildhern    in Form harter Krusten an Wänden  zu verhindern oder bereits gebildeten Stein  belag abzulösen.  



  Beispiele geeigneter künstlicher Mi  schungen sind:  1. 100 Gewichtsteile Kolophonium mit 4  Gewichtsteilen Harzseife und 10 Gewichts  teilen von ätherischen Ölen.  



  2. 100 Gewichtsteile Rohterpentin mit  100 Gewichtsteilen von Fichtenharz und ver  seiftem     Fichtenharz.     



  3. 100 Gewichtsteile Rohterpentin, 4 Ge  wichtsteile Seife, 40 Gewichtsteile eines  flüchtigen Stoffes (zum Beispiel ätherische  Öle,     Dekalin        etc.,    oder Gemische solcher  flüchtiger Stoffe) und 70 Gewichtsteile pul  verisierten Harzes.      Von diesen Gemischen sind für Wasser  von normaler Zusammensetzung 0,3 bis<B>1,5</B>       gr    pro mg verdampften Wassers erforderlich.       Dies    entspricht einem Verhältnis von einem  Teil des Präparates zu :3     333-    333 bis 666 666  Teilen Wassers.

   Es wird bemerkt, dass bei  günstigen Verhältnissen die wirksamen Men  gen die oben angegebene untere Grenze noch  unterschreiten können; hingegen wird eine  Überschreitung der obern Grenze nur     in    ganz  besonderen Fällen erforderlich.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Mittel zur Verhinderung der Ablagerung der Härtebildner des Wassers in Form harter Krusten und zur Ablösung von schon ge bildetem Steinbelag, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem künstlichen Gemenge be steht, das Stoffe, die in Wasser praktisch unlöslich und mit Wasserdampf flüchtig sind, und in Wasser fein verteilbare Harze enthält. UNTERANSPRtrCHE 1. Mittel gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es als wasserunlös- liehen, mit Wasserdampf flüchtigen Stoff ein ätherisches 01 enthält. 2. Mittel gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es als Harz ein Besen harz enthält. 3.
    Mittel gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es als wasserunlös lichen, mit Wasserdampf flüchtigen Stoff eine in ätherischen Ölen vorkommende Verbindung enthält. 4. Mittel gemäss - Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es einen Balsam ent hält. 5. Mittel gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es ausser einem ätheri schen 01 noch andere Stoffe enthält, die in Wasser praktisch unlöslich und mit Wasserdämpfen flüchtig sind. 6. Mittel gemäss Patentanspruch und Unter anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass es ausser einem ätherischen 01 einen Balsam enthält.
CH128482D 1925-12-14 1926-12-10 Mittel zur Verhinderung der Ablagerung der Härtebildner des Wassers in Form harter Krusten und zur Ablösung von schon gebildetem Steinbelag. CH128482A (de)

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