CH124366A - Verfahren zur Herstellung von photographisch erzeugten Vervielfältigungs-Schablonen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von photographisch erzeugten Vervielfältigungs-Schablonen.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von photographisch erzeugten Vervielfältigungs- Schablonen. Die Erfindung bezieht sich auf die Her stellung von photographisch erzeugten Ver vielfältigungsschablonen und besteht darin, dass von einer Vorlage in der Kolloidschicht eines ersten Schichtträgers ein Bild herge stellt, alsdann diese Schicht mit ihrem Träger gegen einen porösen, endgültigen Schicht träger gebracht und dann mit diesem zusam men in eine druckfertige Schablone umge wandelt wird. Es ist bereits vorgeschlagen worden, einen porösen Stoff wie Japanpapier, unmittelbar mit einer lichtempfindlichen Schicht zu über ziehen oder zu tränken (franz. Zusatzpatent Nr. 5930 zu Nr. 361,103). Das Emulsionieren von Japanpapier ist aber wegen der starken Veränderlichkeit dieses Materials bei Be rührung mit Flüssigkeiten praktisch nicht möglich, so dass seither nur der Umweg blieb, den Rohstoff mit Harzen oder der gleichen zu festigen, die dann nachträglich an den Bildstellen wieder aufgelöst werden mussten (D. R. P. 403,619). Ausserdem sind die so hergestellten Folien ausserordentlich dünn und deshalb beim Belichten schwer zu handhaben. Es ist ferner vorgeschlagen wor den, die lichtempfindliche Schicht unabhängig von dem endgültigen Träger als Schablone fertig zu machen und sie dann unter Ver wendung der im Pigmentdruck bekannten doppelten Übertragung auf den endgültigen Träger zu bringen (D. R. P. 349,233). Dieses Verfahren hat aber den Nachteil, dass den Bildteilen nach dem ersten Abziehen und Auswaschen jeglicher -Zusammenhalt fehlt, so dass mit einer zeitweiligen Unterlage, z. B. Wachspapier oder dergleichen gearbeitet werden muss. Das Fertigmachen der Scha blone auf einem ursprünglichen Träger, z. B. einem photographischen Bromsilberpapier wäre an sich möglich. Um aber die Schablone auf den endgültigen Träger abzuziehen; müsste man dieses Papier mit einer in dem benutzten Auswaschmittel unlöslichen Abziehschicht versehen, z. B. Kollodium, und die Schicht wäre nach erfolgtem Abziehen durch ein besonderes Bad (Spiritus, Äther oder der gleichen) aufzulösen. Dieser Weg ist aber praktisch ebensowenig brauchbar, wie das Auflösen einer Festigungsschicht für das Japanpapier. Ausserdem ist das Abziehen be reits gegerbter Schichten wegen der geringen Klebkraft derselben mit Schwierigkeiten ver bunden. Schliesslich ist schon vorgeschlagen worden, eine Silberemulsionsschicht auf einen gela tinierten endgültigen Träger abzuziehen und in Kontaktgerbung durch chemischen Einfluss des Silbers auf die Gelatine deren Löslich keit zu verändern (brit. Patent Nr. 178,884). Bei diesem Verfahren spielt die Silber-Emul- sion nur eine Vermittlerrolle und die Scha blone entsteht aus dem gelatinierten end gültigen Träger. Es wurde aber bereits eingangs erwähnt, dass jede Vorbehandlung von porösen Stoffen, z. B. Japanpapier mit Lösungen oder Flüssigkeiten praktischen Schwierigkeiten begegnet. Das Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung sucht die geschilderten Schwierig keiten zu vermeiden. Dabei kann wie folgt vorgegangen werden Die lichtempfindliche Schicht wird auf einem relativ festen und leicht zu hand habenden ursprünglichen Schichtträger, vor zugsweise aus Papier, belichtet und das latente Bild darauf hervorgerufen, jedoch noch nicht gegerbt und noch nicht ausgewaschen, so dass ein gewöhnliches Negativ (oder Dia positiv) entsteht. Alsdann wird das Negativ häutchen auf den endgültigen Schichtträger gebracht. Die Handhabung entspricht dabei durchaus der allgemein üblichen Herstellung von Abziehfilmen (z. B. D. R. P. 403,639), nur mit dem Unterschiede, dass die licht empfindliche Schicht auf ein poröses Papier, z. B. unpräpariertes Japanpapier, übertragen und durch Gerben und Auswaschen in eine Schablone umgewandelt wird. Dabei wird das Negativ vorteilhaft vor dem Gerben auf das poröse Papier aufgegautscht und ge trocknet, jedoch noch nicht abgezogen, um dem ganzen mehr Halt zu geben, dann ge gerbt, in warmem Wasser ausgewaschen und dabei von dem ursprünglichen Schichtträger abgelöst. Die so erzeugte Schablone kann in jedem beliebigen Schablonendrucker mit Farbdurch- tritt durch die Schablone verwendet werden. Das im Vorstehenden skizzierte Beispiel der Verfahrens kann im Einzelnen wie folgt durchgeführt, werden 1. Von einer Strichzeichnung oder einer mittelst Schreibsetzmaschine hergestellten Satz vorlage, in welche durch Einkleben eine Strichzeichnung eingefugt worden ist, wird durch Kontaktkopie ein Negativ auf einem silberhaltigen Entwicklungspapier hergestellt, dessen Schicht vorteilhaft einen Unterguss aus weicher Gelatine besitzt. Ein solcher Unterguss hat den Vorteil, dass er sich beim nachherigen Auswaschen in warmem Wasser leicht löst. 2. Das latente Silberkolloidbild wird dann in bekannter Weise entwickelt und fixiert, und 3. In feuchtem Zustande mit einem trockenen Japanpapier zusammengegautscht und getrocknet. 4. Alsdann wird in Bichromatlösung ge gerbt (10 Minuten) und in klarem Wasser abgespült. Hernach wird durch Begiessen mit warmem Wasser das den ersten Schichtträger bildende Papier abgeweicht und das Gelatine häutchen ausgewaschen, wobei die ge schwärzten bildfreien Stellen erhalten bleiben, während die glasklare Schrift und die Bild striche herausfallen. 6. Die so entstandene Schablone wird mittelst Alkohol oder an der Luft auf Fliess papier getrocknet und eignet sich nun zum Drucken in einem Schablonendrucker. Durch das Aufbringen des trockenen Japanpapieres auf die entwickelte, aber noch ungegerbte feuchte Schicht des Silberkolloid bildes wird eine ausserordentlich dauerhafte Verbindung zwischen der Emulsionsschicht und den Fasern des Japanpapieres herge stellt. Bei der nachfolgenden Behandlung mit Bichromatlösung werden dann die Fasern von der angegerbten Kolloidschicht teilweise eingeschlossen, so dass eine unzertrennliche Vereinigung entsteht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von photogra phisch erzeugten Vervielfältigungsschablonen, dadurch gekennzeichnet, dass von einer Vor lage in der Kolloidschicht eines ersten Schichtträgers ein Bild hergestellt, alsdann diese Schicht mit ihrem Träger gegen einen porösen, endgültigen Schichtträger gebracht und dann mit diesem zusammen in eine druckfertige Schablone umgewandelt wird. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch geekennzeichnet, dass ein silberhaltiges Kolloidbild nach erfolgter Belichtung und Uervorrufung des latenten Bildes auf einer als endgültiger Schichtträger dienenden porösen Unterlage durch Grerben und Aus waschen in eine Schablone umgewandelt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung des Kolloidbildes von einer gedruckten Vorlage ein Negativ in einer abziehbaren flalogensilber-.Emulsions- schicbt hergestellt wird. t 3.Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die entwickelte Negativ schicht mit ihrem ursprünglichen Schicht träger auf poröses Papier aufgegautscht, getrocknet, in Bichromatlösung gegerbt; in warmem Wasser ausgewaschen und dabei von dem- ursprünglichen Schicht träger abgelöst wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1-3, dadurch gekenn zeichnet, dass für das Abziehnegativ eine silberhaltige Emulsionsschicht mit weichem Üelatineunterguss verwendet wird.PATENTANSPRUCH IPI Schablone, hergestellt nach dem Ver fahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass eine einzige gegerbte und ausgewaschene Silbergelatineschicht auf porösem Material angeordnet ist.
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