CH124366A - Verfahren zur Herstellung von photographisch erzeugten Vervielfältigungs-Schablonen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von photographisch erzeugten Vervielfältigungs-Schablonen.

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CH124366A
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F7/00Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
    • G03F7/12Production of screen printing forms or similar printing forms, e.g. stencils

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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Description


  Verfahren zur Herstellung von photographisch erzeugten     Vervielfältigungs-          Schablonen.       Die Erfindung bezieht sich auf die Her  stellung von photographisch erzeugten Ver  vielfältigungsschablonen und besteht darin,  dass von einer Vorlage in der     Kolloidschicht     eines ersten Schichtträgers ein Bild herge  stellt, alsdann diese Schicht mit ihrem Träger  gegen einen porösen, endgültigen Schicht  träger gebracht und dann mit diesem zusam  men in eine druckfertige Schablone umge  wandelt wird.  



  Es ist bereits vorgeschlagen worden, einen  porösen Stoff wie Japanpapier, unmittelbar  mit einer lichtempfindlichen Schicht zu über  ziehen oder zu tränken (franz. Zusatzpatent  Nr. 5930 zu Nr. 361,103). Das     Emulsionieren     von Japanpapier ist aber wegen der starken  Veränderlichkeit dieses Materials bei Be  rührung mit Flüssigkeiten praktisch nicht  möglich, so dass seither nur der Umweg  blieb, den Rohstoff mit Harzen oder der  gleichen zu festigen, die dann nachträglich  an den Bildstellen wieder aufgelöst werden  mussten (D.     R.    P. 403,619). Ausserdem sind  die so hergestellten Folien ausserordentlich  dünn und deshalb beim Belichten schwer zu    handhaben.

   Es ist ferner vorgeschlagen wor  den, die lichtempfindliche Schicht unabhängig  von dem endgültigen Träger als Schablone  fertig zu machen und sie dann unter Ver  wendung der im Pigmentdruck bekannten  doppelten Übertragung auf den endgültigen  Träger zu bringen (D. R. P. 349,233). Dieses  Verfahren hat aber den Nachteil, dass den  Bildteilen nach dem ersten Abziehen und  Auswaschen jeglicher -Zusammenhalt fehlt,  so dass mit einer zeitweiligen Unterlage,  z. B. Wachspapier oder dergleichen gearbeitet  werden muss. Das Fertigmachen der Scha  blone auf einem ursprünglichen Träger, z. B.  einem photographischen Bromsilberpapier  wäre an sich möglich. Um aber die Schablone  auf den endgültigen Träger abzuziehen; müsste  man dieses Papier mit einer in dem benutzten       Auswaschmittel    unlöslichen Abziehschicht  versehen, z.

   B.     Kollodium,    und die Schicht  wäre nach erfolgtem Abziehen durch ein  besonderes Bad (Spiritus, Äther oder der  gleichen) aufzulösen. Dieser Weg ist aber  praktisch ebensowenig brauchbar, wie das  Auflösen einer Festigungsschicht für das      Japanpapier. Ausserdem ist das Abziehen be  reits gegerbter Schichten wegen der geringen  Klebkraft derselben mit Schwierigkeiten ver  bunden.  



  Schliesslich ist schon vorgeschlagen worden,  eine     Silberemulsionsschicht    auf einen gela  tinierten endgültigen Träger abzuziehen und  in     Kontaktgerbung    durch chemischen     Einfluss     des Silbers auf die Gelatine deren Löslich  keit zu verändern     (brit.    Patent Nr. 178,884).  Bei diesem Verfahren spielt die     Silber-Emul-          sion    nur eine     Vermittlerrolle    und die Scha  blone entsteht aus dem gelatinierten end  gültigen Träger. Es wurde aber bereits  eingangs erwähnt, dass jede     Vorbehandlung     von porösen     Stoffen,    z. B.

   Japanpapier mit  Lösungen oder Flüssigkeiten praktischen  Schwierigkeiten begegnet.  



  Das Verfahren gemäss der vorliegenden  Erfindung sucht die geschilderten Schwierig  keiten zu vermeiden. Dabei kann wie folgt  vorgegangen werden    Die lichtempfindliche Schicht wird auf  einem relativ festen und leicht zu hand  habenden ursprünglichen Schichtträger, vor  zugsweise aus Papier, belichtet und das  latente Bild darauf hervorgerufen, jedoch noch  nicht gegerbt und noch nicht ausgewaschen,  so dass ein gewöhnliches Negativ (oder Dia  positiv) entsteht. Alsdann wird das Negativ  häutchen auf den endgültigen Schichtträger  gebracht. Die Handhabung entspricht dabei  durchaus der allgemein üblichen Herstellung  von     Abziehfilmen    (z. B. D. R. P. 403,639),  nur mit dem Unterschiede, dass die licht  empfindliche Schicht auf ein poröses Papier,  z.

   B. unpräpariertes Japanpapier, übertragen  und durch Gerben und Auswaschen in eine  Schablone umgewandelt wird. Dabei wird  das Negativ vorteilhaft vor dem Gerben  auf das poröse Papier     aufgegautscht    und ge  trocknet, jedoch noch nicht abgezogen, um  dem ganzen mehr Halt zu geben, dann ge  gerbt, in warmem Wasser ausgewaschen und  dabei von dem ursprünglichen Schichtträger  abgelöst.    Die so erzeugte Schablone kann in jedem  beliebigen     Schablonendrucker    mit     Farbdurch-          tritt    durch die Schablone verwendet werden.  



  Das im Vorstehenden skizzierte Beispiel  der Verfahrens kann im Einzelnen wie folgt       durchgeführt,        werden     1. Von einer Strichzeichnung oder einer       mittelst    Schreibsetzmaschine hergestellten Satz  vorlage, in welche durch Einkleben eine  Strichzeichnung eingefugt worden ist, wird  durch Kontaktkopie ein Negativ auf einem  silberhaltigen Entwicklungspapier hergestellt,  dessen Schicht vorteilhaft einen     Unterguss     aus weicher Gelatine besitzt. Ein solcher       Unterguss    hat den Vorteil, dass er sich beim       nachherigen    Auswaschen in warmem Wasser  leicht löst.  



  2. Das latente     Silberkolloidbild    wird dann  in bekannter Weise entwickelt und fixiert,  und  3. In feuchtem Zustande mit einem  trockenen Japanpapier     zusammengegautscht     und getrocknet.  



  4. Alsdann wird in     Bichromatlösung    ge  gerbt (10 Minuten) und in klarem Wasser  abgespült.  



  Hernach wird durch Begiessen mit  warmem Wasser das den ersten Schichtträger  bildende Papier abgeweicht und das Gelatine  häutchen ausgewaschen, wobei die ge  schwärzten bildfreien Stellen erhalten bleiben,  während die glasklare Schrift und die Bild  striche herausfallen.  



  6. Die so entstandene Schablone wird  mittelst Alkohol oder an der Luft auf Fliess  papier getrocknet und eignet sich nun zum  Drucken in einem     Schablonendrucker.     



  Durch das Aufbringen des trockenen       Japanpapieres    auf die entwickelte, aber noch       ungegerbte    feuchte Schicht des Silberkolloid  bildes wird eine ausserordentlich dauerhafte  Verbindung zwischen der     Emulsionsschicht     und den Fasern des     Japanpapieres    herge  stellt. Bei der nachfolgenden Behandlung  mit     Bichromatlösung    werden dann die Fasern  von der     angegerbten        Kolloidschicht    teilweise  eingeschlossen, so dass eine unzertrennliche  Vereinigung entsteht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von photogra phisch erzeugten Vervielfältigungsschablonen, dadurch gekennzeichnet, dass von einer Vor lage in der Kolloidschicht eines ersten Schichtträgers ein Bild hergestellt, alsdann diese Schicht mit ihrem Träger gegen einen porösen, endgültigen Schichtträger gebracht und dann mit diesem zusammen in eine druckfertige Schablone umgewandelt wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch geekennzeichnet, dass ein silberhaltiges Kolloidbild nach erfolgter Belichtung und Uervorrufung des latenten Bildes auf einer als endgültiger Schichtträger dienenden porösen Unterlage durch Grerben und Aus waschen in eine Schablone umgewandelt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung des Kolloidbildes von einer gedruckten Vorlage ein Negativ in einer abziehbaren flalogensilber-.Emulsions- schicbt hergestellt wird. t 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die entwickelte Negativ schicht mit ihrem ursprünglichen Schicht träger auf poröses Papier aufgegautscht, getrocknet, in Bichromatlösung gegerbt; in warmem Wasser ausgewaschen und dabei von dem- ursprünglichen Schicht träger abgelöst wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1-3, dadurch gekenn zeichnet, dass für das Abziehnegativ eine silberhaltige Emulsionsschicht mit weichem Üelatineunterguss verwendet wird.
    PATENTANSPRUCH IPI Schablone, hergestellt nach dem Ver fahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass eine einzige gegerbte und ausgewaschene Silbergelatineschicht auf porösem Material angeordnet ist.
CH124366D 1926-10-08 1926-10-08 Verfahren zur Herstellung von photographisch erzeugten Vervielfältigungs-Schablonen. CH124366A (de)

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