Zerlegbare Rurde. Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine zerlegbare Hurde, vorzugsweise für die Lagerung von Obst und Kartoffeln.
Die bis anhin bekannten zerlegbaren Obst hurden leiden an dem Übelstande, dass das Fassungsvermögen der Hurde dadurch be schränkt ist, dass der Raum zwischen den einzelnen Hurdenböden, weil zu hoch, unaus- genützt bleibt, da das Obst die Lagerung in mehreren Schichten übereinander wegen Fäulnisgefahr nicht verträgt. Zufolge dieser raumverschwenderischen Bauart der Gestelle ist es meist unmöglich, der Hurde einen Kar toffelbehälter vom nötigen Ausmasse anzu bauen, so dass dieser irgendwo im Keller se parat aufgestellt werden muss und den Raum beeinträchtigt.
Diese Nachteile sind bei der den Gegen stand der Erfindung bildenden Hurde be hoben.
Gemäss der Erfindung besitzt die zerleg bare Hurde zwei untereinander lösbar ver bundene Gestenseitenteile, an denen oben eine Mehrzahl von Schubfächern für die Obstlagerung, unten einen für die Lagerung von Kartoffeln bestimmten, geneigten, ab- hebbaren Rost und eine lösbar befestigte Aufhalte- und Entnahmevorrichtung ange ordnet ist.
Die Verwendung von Metallteilen, die bei der feuchten Kellerluft der Zerstörung durch Rost unterworfen und daher nur schwer lös bar sind, ist auf das äusserste beschränkt.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes darge stellt. Es sind: Fig. 1, 2 und 3 ein Querschnitt, eine Vor deransicht bis zur Hurdenmitte mit heraus gebrochenem Teil und ein Horizontalschnitt nach der Linie x-x der Fig. 1; Fig. 4 und 5 beziehen sich auf Einzelheiten.
a bezeichnet einen der beiden Seiten teile der zerlegbaren Hurde, welche Seiten teile durch Streben b und c in leicht lösbarer Weise ohne Verwendung besonderer Mittel miteinander verstrebt sind.- Zu diesem Zweck besitzen die Seitenteile a auf halbe Dicke reichende, schwalbenschwanzförmige Aus sparungen d (Fig. 1, 2 und 5), in welche kongruente Zapfen b', cl der Streben b, c eingreifen. Mit leichtem Schlag von Hand oder mit dem Hammer lassen sich die Teile zusammenfügen oder lösen. Horizontale Laufleisten d und Führungsleisten e ver binden in gleichmässigen Abständen die Ver tikalpfosten jedes Seitenteils.
Auf ersteren laufen die zur Aufbewahrung von Obst be stimmten Schubfächer f, während die Leisten c den Fächern seitliche Führung geben (Fig.
). Die Vertikalabstände der Laufleisten sind so bemessen, dass die Schubfächer unter Be rücksichtigung eines kleinen Spielraumes di rekt Übereinander zu liegen kommen. Durch diese Anordnung ist es möglich, bei der üb lichen Kellerhöhe bis zehn Schubfächer im Gestell unterzubringen. Jedes Schubfach be steht aus einem rechteckigen Rahmen g und einem Lattenboden h. Die beiden unter halb der Schubfächer angeordneten, in der Höbe gegeneinander versetzten Streben c sind bestimmt, den zur Lagerung von Kar toffeln vorgesehenen Rost f aufzunehmen, der gegen die Vorderseite des Gestelles ge neigt gelagert ist. Eine Anschlagleiste 1c sichert den Rost in seiner Lage.
Auf zwei Seiten ist der Rost i von Lattenwänden l be grenzt, welche eine Berührung der Kartof feln mit den Wänden des Kellers verhin- clern, den Luftzutritt dagegen gestatten. Nach hinten ist der Raum über dem Rost i durch eine senkrechte, durchbrochene Wand l' abgeschlossen, die, ähnlich wie die Seiten wände p, bettstellenaxtig durch Haken und Schlitzbleche an die hintern Gestenpfosten gehängt ist. Vor dem Rost, mittelst Haken z bettstellenartig in geschlitzte Beschläge an den vordern Gestellpfosten eingehängt, befindet sich die Aufhalte- und Entnahme vorrichtung.
Diese besteht aus einem von oben nach unten gegen das Gestell zulaufen den Rost 7n, einer vertikalen Vorderwand n mit Auflageleiste o für den Rost i, sowie zwei Seitenwänden p zum seitlichen Auf halten der vom Rost i her -gegen die Auf halte- und Entnahmevorrichtung rutschen den Kartoffeln.
Benötigt man mir eine kleine Quantität, so entnimmt man diese von Hand der Öffnung<I>q</I> über dem Rost 2n; zwecks Entnahme grösserer Quantitäten sind an den Seitenwänden ir dieser Vorrichtung Offnun- gen und diese abschliessende Schieber r vor gesehen, die nur nach oben gezogen zii wer den brauchen, um die Kartoffeln in einen bereit. gestellten Behälter fallen zu lassen.
Selbstredend könnten auch an der Wand ia, eventuell an v ersehiedenen Stellen Schieber zum Hochziehen vorgesehen sein. Unterhalb der Aufhalte- und Entnahmevorrichtung könnte ein geneigter Kännel angebracht sein, der die Kartoffeln an eine bestimmte Auffangsstelle zu befördern hätte.
Die Einzelteile der Hurde sind zumeist aus Dach- und Doppellatten, also aus ganz billi-,em Material, hergestellt.
Zwecks Zusammenfügens der Hurde ver bindet man zuerst die beiden Seitenteile mit- telst der Streben 7b und e, legt den Rost i auf, hängt die Rückwand l' und nach leichtem Rüekwärtsstossen des Rostes i. die Auf lialte- und Entnahmevorrichtung ein. Zu letzt bringt man die Schubfä,eher an ihre Stellen. Beim Auseinandernehmen ist zuerst nach Wegnehmen der Schubfächer der Rost i etwas nach riicl#.wärts von der Auflege leiste o wegzustossen.
Hierauf werden die Aufhalte- und Entnahmevorrichtung und die Rückwand l1 abgehängt, worauf man die Streben L und c löst.
Die einzelnen Teile der Hurde sind leicht von Hand tragbar, wie dies für deren Trans port, zum Beispiel bei Umzug, notwendig ist.
Dank der grossen Lagerfläche am Gestell können die Früchte lose verteilt sein, wo durch die Ansteelzungsgefalir vermindert. und eine gute Sortierung und Luftzirkula tion ermögliebt sind.
Die vorlie,.@;ende Hurde eignet sich haupt sächlich für Lagerung grosser Quantitäten von Früchten und ist vorteilhaft in Hotels, Pensionen, Anstalten etc. verwendbar. In kleinerer Aufübrung eignet. sich die Hurde für Haushaltungen.