CH120339A - Vorrichtung zum Entfernen schlammartiger Ablagerungen aus Behältern, inbesondere des Kesselsteinschlammes aus Dampf- und Siedegefässen. - Google Patents
Vorrichtung zum Entfernen schlammartiger Ablagerungen aus Behältern, inbesondere des Kesselsteinschlammes aus Dampf- und Siedegefässen.Info
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Description
Vorrichtung ziun Entfernen schlammartiger Ablagerungen aus Behältern, inbesondere des Itesselsteinsehlammes ans Dampf- und Siedegefässen. Den Gegenstand der vorliegenden Erfin dung bildet eine Vorrichtung zum Entfernen schlammartiger Ablagerungen aus Behäl tern, insbesondere für die Beseitigung des Kesselsteinschlammes aus Dampf- und Siede gefässen. Bei dieser Vorrichtung ist eine Spülrohrleitung mit Spritzrohren versehen, welche einen selbsttätigen Spritzrohrver- schluss bewirkende Ventile aufweisen.
Diese sind in einer den Abständen der Spritzrohre von einem Behälterauslauf entsprechenden Stufenfolge belastet. Die Ventile können daher von einem durch die Spülrohrleitung strömenden Fluidum zeitlich nacheinander geöffnet werden, wodurch mittelst des aus den Spritzrohren austretenden Fluidums. ein vom Behälterauslauf aus fortschreitendes Wegschwemmen der Ablagerungen erreicht und dadurch einer Anhäufung derselben vor dem Behälterauslauf vorgebeugt wird.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfin dungsgegenstandes in Anwendung an einem Lokomotivkessel dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Seitenansicht des Kessels mit der Vorrichtung, teilweise im Schnitt dar gestellt, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 1, Fig. <B>3</B> einen horizontalen Längsschnitt durch den Kessel, Fig. :
1 ein Schaubild der Spülrohrleitung, Fig. 5 einen Längsschnitt eines Spritz rohres, Fig. 6 und 7 eine Seiten- und eine End- ansicht einer Einzelheit, und Fig. 8 eine Draufsicht einer Einzelheit. Der gezeichnete Kessel hat eine Feuer kiste 12 und von dieser durch den Lang kessel 9 nach der Rauchkammer 15 füh rende Heizröhren 10. An den Dom 16 ist mittelst eines Flansches 17 eine Rohrleitung 18, 19, 20 angeschlossen. Diese steht durch einen Hahn 21 und einen mittelst des Nip pels 21' an den Hahn anschliessenden Rohr winkel 22' mit einer Rohrleitung 22 in Ver bindung.
Ein an dieselbe angeschlossenes Rückschlagventil 23 ist durch zwei Nippel 24, 27 und einen zwischen denselben befind lichen Rohrwinkel 25 mit einem Rückschlag- ventil 26 und dieses durch einen Nippel 5b mit einem weiteren Rückschlagventil 57 ver bunden. Von dem letzteren führt ein Lei- tungsrolir 58 nach einem Hahn 59, der durch ein Rohrstück 60 mit einer über den Hahn -62 nach dem Speisewasserventil 63 führenden Injektorleitung verbunden ist.
Ein an das Rückschlagventil 26 anschliessendes Lei tungsrohr 28 ragt durch eine Bohrung der Kesselwand und durch diejenige eines an der Kesselwand festsitzenden Flansches 29 hin durch in die Rauchkammer 15, wo es mit einem Rohrwinkel 30 an den durch eine Boh rung des Kesselbodens 13 ragenden Endteil eines Spülrohres 31 angeschlossen ist. An den Spülrohrendteil sind zwei die gute Ab dichtung der Kesselbodendurchführung ge währleistende Muttern 32 geschraubt.
Das Spülrohr 31 ist anderends durch einen Rohr winkel 33 mit einem in den die Feuerkiste 12 umgebenden Wasserraum 11 tauchenden Leitungsrohr 34 verbunden, an welches un- ternends ein T-Rohrstück 35 geschraubt ist. Von diesem zweigen zwei Spülrohrleitungen ab, welche zusammen eine im Grunde des Wasserraumes 11 um die Feuerkiste 12 her umführende Rohrschleife bilden. Die eine dieser beiden Spülrohrleitungen besteht aus den durch die Rohrwinkel 38, 41, 43 verbun denen Spülröhren 40, 42, 44 und die andere aus den beiden durch den Rohrwinkel 39 zu sammenhängenden Spülröhren 37, 46.
Die Spülrohre 44, 46 besitzen umgebogene, dem Kesselauslauf 48 zugekehrte Endteile 45, 47 mit verengten Rohrmündungen. An den Spülröhren 44, 46 ist je ein Spritzrohr 49 angebracht und ebenso sind die Spülrohre 36, 37, 40, 42 mit Spritzröhren 51 ausgestattet. Die Spritzrohre 49, 51 sind schräg auswärts und nach unten gerichtet. Ein aus denselben austretendes Fluidum, zum Beispiel Dampf oder Wasser, wird infolge dieser Stellung der Spritzrohre in der ihm in der Rohrschleife erteilten Strömungsrichtung den Wänden des Wasserraumes 11 entlang bewegt.
Die in die Spülrohrschleife eingebauten Rohrwinkel sind mit je einem in eine Ecke des Wasser raumes 11 ragenden Spritzrohr 50 ausgestat- tet. Das Spülrohr 31 hat abweclislungsweisf- einander gegenüber angeordnete Spritzrohre 52. Dieselben sind schräg abwärts gerichtet, so dass ein aus den Spritzröhren austretendes Fluidum in der im Spülrohr 31 angenom menen Strömungsrichtung auf der Spülfläche des Kessels fortbewegt wird. Über dein Spülrohr :;
l ist ein Schutzrost 53 angeord- net. Derselbe ist mit seitlichen Befestigungs lappen 55 an der Kesselwand festgemacht. Der Rost 53 hat geneigte Ableitplatten 54, welche das mittelst des aus den Spritzröhren austretenden Fluidums in Bewegung ge brachte Kesselwasser in der Pfeilrichtung zwischen sich hindurehleiten und dabei ver hindern, dass aufgewirbelter Kesselstein- schlamm in den obern Teil des Kesselwasser raumes gelangen kann. In die Austrittsmün dung eines jeden Spritzrohres 49 bis 52 ist eine Ventilbüchse 64 eingesetzt.
In der Bohrung eines Quersteges 65 der Ventil büchse ist ein Ventilbolzen 66 geführt. Ein an demselben atzender Ventilkopf 67 wird durch die Kraft einer an den Bolzen 66 ge- steckten Schraubenfeder 69 in die Spritzrohr- mündung hineingedriiclzt, die er dann ab schliesst. Die Spannkraft der Feder 69 kann durch Verstellen einer an den Bolzen 66 ge schraubten Mutter 68 reguliert werden.
Es ist vorgesehen, den Ventilen der dem Kessel auslauf 48 zunächst befindlichen Spritzrohre die kleinste Belastung zu geben und die Ven= eile der andern Spritzrohre in einer den Spritzrohrabständen vom Kesselauslauf ent sprechenden Stufenfolge zunehmend zu be lasten, so dass also das Ventil der dem Kessel boden 13 zunächst befindlichen Spritzrohres die grösste Belastung aufweist.
Damit wirst bezwecld, dass ein durch die Spülrohrleitung strömendes Fluidum bei langsamer Steige rung seines Druckes die Öffnung der Spritz rohrventile in einer ihrer Belastungszunahme entsprechenden Reihenfolge zeitlich nachein ander bewirkt. Auf diese Weise wird ein vom Kesselauslauf aus fortschreitendes Weg schwemmen des im Grunde des@@@asserrau- mes 11 und des Langl@essels 9 lagernden Kes- selsteinschlammes erzielt. Der an den Kessel- wänden festhaftende Kesselstein kann durch Lösen mittelst eines. Kesselsteinlösemittels in Schlamm übergeführt und sodann gleichfalls aus dem Kessel fortgeschwemmt werden.
Infolge des allmählichen Wegschwemmens des Kesselsteinschlammes wird einer sonst zu Verstopfungen des Kesselauslaufes 48 füh renden übermässigen Anhäufung des Schlam mes vor dem Kesselauslauf vorgebeugt.
Der angeschwemmte Kesselsteinschlamm wird mittelst des aus jedem Rohrendteil 45, 47 austretenden Strahls .durch den Kesselauslauf 48 hindurch getrieben. Die verengte Mün dung dieser beiden Rohrendteile gewähr leistet eine Verminderung der Durchfluss- geschwindigkeit und somit auch eine Ver minderung des Druckabfalles in der Spül rohrleitung.
Für den Betrieb der Spülvorrichtung kann Dampf oder Wasser verwendet werden. Im ersteren Falle wird nach vorherigem Üff- neu des Kesselauslaufes 48 der Hahn 21 ge öffnet. Der Dampf strömt nun aus dem 1)(-)m 11; durch das Leitungsrohr 22 über die 1_widen Rückschlagventile 23, 26 und sodann durch (las Leitungsrohr 28 nach dem Spül rohr 31.
In dem durch die Rauchkammer 15 führenden Leitungsrohre 28 wird der Dampf überhitzt, worauf er, da ihn das Rückschlag ventil 26 am Zurückströmen in den Dom 16 hindert, mit erhöhtem Druck in die Spülrohr leitung eintritt, aus welcher er durch die Rohrendteile 45, 47, sowie durch die Spritz- rohre 49 bis 52 entweicht und dabei den im Ctrunde des Kessels liegenden Schlamm fort spült.
Zum Betrieb der Vorrichtung mit "Tasser wird bei geschlossenen Hähnen 21, (12 der Hahn 59 geöffnet, worauf mittelst des Injektors Wasser durch das Leitungsrohr 58 und die Rückschlagventile 57, 26, sowie durch das Leitungsrohr 28 in die anschlie- 13endc Spülrohrleitung<B>31</B> gedrückt wird.
Das zeitlich nacheinanderfolgende Öffnen der
EMI0003.0034
Spritzrohrventile <SEP> wird <SEP> durch <SEP> langsames <SEP> Off nen <SEP> cles <SEP> Hahnes <SEP> 21 <SEP> bezw. <SEP> 59 <SEP> erreicht.
<tb> Tiir <SEP> den <SEP> Betrieb <SEP> der <SEP> Spülvorrichtung Druckluft, in Betracht kommen. Auch kann die Vorrichtung für noch andere Zwecke als für die Entfernung von Kesselsteinschlamm verwendet werden, so zum Beispiel für die Beseitigung der Ablagerungen aus Schlamm- vorrichtungen, Rührwerkbehältern usw.
Eine besonders zweckmässige Anwendung findet dieselbe aber bei Lokomotiv- und Lokomobil- kesseln deshalb, weil bei solchen Kesseln durch den Wegfall der bei stationären Kes selanlagen gewöhnlich vorgesehenen Speise wasserreiniger eine reichliche Kesselstein ablagerung erfolgt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum Entfernen schlamm artiger Ablagerungen aus: Behältern, ins besondere des Kesselsteinschlammes aus Dampf- und Siedegefässen, dadurch gekenn zeichnet, dass eine Spülrohrleitung mit Spritz- rohren versehen ist, die einen selbsttätigen Spritzrohrverschluss bewirkende Ventile auf weisen, welche in einer den Abständen der Spritzrohre von einem Behälterauslauf ent sprechenden Stufenfolge zunehmend belastet sind und von einem durch die Spülrohrleitung strömenden Fluidum entsprechend dieser Be lastung zeitlich nacheinander geöffnet wer den können,wodurch mittelst des aus den Spritzrohren austretenden Fluidums ein vom Behälterauslauf aus fortschreitendes Weg schwemmen der Ablagerungen erreicht und dadurch eine Anhäufung derselben vor dem Behälterauslauf vorgebeugt wird. UNTERANSPRüCHE: 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Spritzrohre an der Spülrohrleitung derart angeordnet sind, dass das aus denselben austretende Fluidum die Ablagerungen dem Behälter auslauf zutreibt. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, EMI0003.0054 dass <SEP> die <SEP> Spülrohrleitung <SEP> eine <SEP> verengte <tb> Austrittsmündung <SEP> aufweist, <SEP> wodurch <SEP> der <tb> <B>n.</B> <SEP> y <SEP> <B>Y <SEP> Y <SEP> @ <SEP> I</B> <SEP> ..3. @"orrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und ?, dadurch gekennzeichnet, dass die Spülrohrleitung ein Spülrohr mit einander abwechslungs weise gegenüber angeordneten Spritz- rohren und eine an dasselbe anschliessende Spülrohrschleife aufweist, welche um die Feuerkiste eines Dampfkessels herum geführt ist und die.Beseitigung der in dem die Feuerkiste umgebenden Wasserraum befindlichen Ablagerungen ermöglicht.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die Spülrohrschleife im 'N\TasseiTaum angeordnet ist und in Ecken desselben ragende Spritzrohre aufweist. 5.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1. bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass über dem Spülrohr ein Schutzrost angeordnet ist, welcher ge neigte Ableitplatten aufweist, zwischen denen das Kesselwasser hindurehfliessen kann, während der Schutzrost verhindert, dass aufgewirbelter Schlamm im Iiessel- wasserraum Hochsteigt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH120339T | 1926-05-07 |
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| CH120339D CH120339A (de) | 1926-05-07 | 1926-05-07 | Vorrichtung zum Entfernen schlammartiger Ablagerungen aus Behältern, inbesondere des Kesselsteinschlammes aus Dampf- und Siedegefässen. |
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| CH (1) | CH120339A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2487043A1 (fr) * | 1980-07-18 | 1982-01-22 | Framatome Sa | Dispositif de decolmatage et de recuperation de boues deposees sur la plaque tubulaire d'un generateur de vapeur |
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1926
- 1926-05-07 CH CH120339D patent/CH120339A/de unknown
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