CH113451A - Verfahren zum Einschmelzen des Tellerfüsschens in den Glaskolben elektrischer Glühlampen und ähnlicher Glasgefässe. - Google Patents

Verfahren zum Einschmelzen des Tellerfüsschens in den Glaskolben elektrischer Glühlampen und ähnlicher Glasgefässe.

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CH113451A
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F Patent-Treuhand-Gesellschaft
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Patent Treuhand Ges Fuer Elektrische Gluehlampen Mbh
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  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description


  Verfahren zum Einschmelzen des     Tellerfüsschens    in den Glaskolben elektrischer     Gliih-          lampen    und ähnlicher Glasgefässe.    Das Einschmelzen des Tellerfüsschens in  den Glaskolben elektrischer Glühlampen oder  ähnlicher Glasgefässe wurde unter Anwendung  von Flammenwirkung und steter Drehung der  zu verschmelzenden Teile bisher entweder so  vorgenommen, dass das Füsschen am Rande  des Kolbenhalses oder aber auf etwa der hal  ben Höhe eingeschmolzen wurde. Bei der  letzteren Art des Einschmelzens hat man bis  her immer Kolben mit verhältnismässig langen  Hälsen verwendet.

   Obwohl der überschüssige  Halsteil einen beträchtlichen Glasverlust be  dingt, hat man dennoch diese Art des Ein  schmelzens in Praxis deswegen vorgezogen,  weil sich hierbei die Einschmelzung sicherer  gestaltet und auch die Verbrennungsgase der       Brennerflammen    nicht in die Lampe gelangen  und die empfindlicheren     hIetallteile    derselben  beschädigen können.  



  Beim Verfahren nach der Erfindung wird  der Vorteil, der darin liegt, anstatt am Rande  im Innern des     Kolbenhalses    einschmelzen zu  können, gewahrt und trotzdem ein Kolben mit    kurzem Halsteil verwendet. Zu diesem Zweck  wird erfindungsgemäss, bevor die eigentliche  Einschmelzung     stattfindet,    der kurze Kolben  hals vorerst durch eine am untersten Rand  angreifende, unter Zugwirkung stehende Zange  nach genügender Erweichung durch     tangen-          tial    gestellte     Brennerflammen    in die Länge ge  zogen und zwar nur um ein die Einschmelzung  des Füsschens ermöglichendes Mass, und dann  erst unter Festlegung die Zange mit dem Füss  chen verschmolzen,

   worauf die Abtrennung  des überschüssigen     Kolbenhalsteils    erfolgt,  was beispielsweise durch mechanischen Ein  griff, Luftdruck oder Stichflamme geschehen  kann. Die trotz der Wirkung des Zugorganes  durch Oberflächenspannung und Flammendruck  eintretende minimale     Einschnürung    des Hal  ses ist nicht störend, so dass letzterer nach  Stillsetzung des Zugorganes sicher mit dem  Füsschen verschmolzen werden kann.  



  Um das Verlängern des kurzen Kolben  halses zu erleichtern und sicherer eine gleich  mässige Wandstärke zu erzielen, wird der      Kolbenhals zweckmässig in nacheinander zu  durchlaufenden Arbeitsstellungen stufenweise  verlängert.  



  Die durch die Erfindung gegebene     Mög-          lichkeit,    auch in Kolben mit besonders kurzem  Halsteil die Tellerfüsschen im Innern des  Halses einschmelzen zu können, bietet grosse  wirtschaftliche Vorteile, da nicht nur die Her  stellung des Kolbens vereinfacht und verbil  ligt wird, sondern vornehmlich auch grosse  Ersparnisse an Glas, sowie beim Transport  der Kolben von der Hütte zur Verarbeitungs  stätte erzielt werden können.

   Ein weiterer we  sentlicher Vorteil des neuen     Einschmelzver-          fahrens    liegt darin, dass einesteils ein schiefes  Einschmelzen des Füsschens vermieden wird,  da der Halsrand beim Verschmelzen des Hal  ses mit dem Tellerrand unverrückbar in Stel  lung bleibt und andernteils auch erreicht wird,  dass die Wandstärke an der     Einschmelzstelle     infolge des zwangsläufigen und begrenzten  Ausziehens bei allen hintereinander verarbei  teten Kolben stets die gleiche ist.  



  Auf der Zeichnung ist beispielsweise ein  gemäss der     Erfindung    ausgebildeter Halte  kopf einer umlaufenden     Einschmelzmaschine     in den     Fig.    1 bis 4 schematisch in mehreren  Stellungen dargestellt.     Abb.    5 zeigt einen wa  gerechten Schnitt der     Abb.    1.  



  Die     Einschmelzmaschine    ist in üblicher       Weise    mit einem absatzweise in Umdrehung  versetzten Drehtisch versehen, auf welchem  im Kreise mehrere Halteköpfe für die zu  verschmelzenden Glasteile (Kolben und Trag  gestell) angeordnet sind.

   Auf dem     urrrlauferr-          den    Tragschaft a jedes Haltekopfes wird in  der     Einsetzstelle    von der Bedienungsperson das  einzuschmelzende Füsschen b befestigt, das in  üblicher Weise vorher mit dem Traggestell c  vereinigt wurde.     Ueber    das Traggestell c und  das Füsschen<I>b</I> ist der mit dem Halsteil<I>d</I> nach  unten gerichtete Kolben e geschoben, der     mit-          telst    der drehbaren Halter     f'    gleichfalls in Um  drehung versetzt wird.

   Der     zweckmässig    et  was     aufgebördelte    Halsteil d des Kolbens ist  so kurz bemessen, dass der Halsrand in der  ersten Arbeitsstellung der     Maschine        (Fig.    1)  nur um ein geringes, für die     Einschmelzung       des Füsschens jedoch noch nicht     genügende:

       ,Mass über den Teller g nach     unten        hinausragt.     Der Halsrand des Kolbens ist von einer ring  artigen,     zweckmässig    etwas     federnden    Zange       1e    umspannt, die von einem senkrecht geführten,  an der Drehung des     I3alters    f teilnehmenden  Gabelrahmen     i.    getragen wird, welcher     wiilr-          rend    des Kreislaufes des Haltekopfes nach  unten gezogen wird.

   Der Gabelrahmen besitzt  zu diesem Zweck beispielsweise eine Rolle     k,     die sich in der irrt l eines konzentrisch zum  Drehtisch der     -Maschine    und rund um alle  Halteköpfe angeordneten festen Ringes<I>na</I>  führt. Durch diesen geführten Rahmen     i    und  die Zange h wird der Kolben e in seiner senk  rechten Stellung gesichert und mit dein fest  stehenden     Nutenring        in    verspannt.

   Ist in der  ersten Arbeitsstellung     (Fig.    1) ein Teil des  Kolbenhalses durch die zweckmässig     tan-          gential    zum     Kolbenhals    gestellten     Brennerflam-          men        )t    genügend bis zur     Erweichung    erhitzt,  so findet eine     Fortschaltung    des Haltekopfes  in die nächste, zweite Arbeitsstellung statt.

    Bei dem     Uebergang    in diese zweite Arbeits  stellung wird auf den erweichten Halsteil durch  die Zange     h    ein kräftiger mechanischer Zug  ausgeübt, da der Gabelrahmen i mit der Rolle       k    durch die     Krümmung        1r    der Nut<I>l</I> gezwungen  wird, sich etwas abwärts zu bewegen. Der  Halsteil des Kolbens wird dadurch, wie aus       Fig.    2 ersichtlich,     etwas    verlängert, so     dal.;    der  untere Halsrand nunmehr etwas weiter über  den Tellerrand     g    des Füsschens     b    hervortritt.

    In dieser Arbeitsstellung wird der Kolbentals  durch     tangential    gestellte     Brennerflammerr        ii'     weiter erhitzt und es wird auch beim Verlas  sen dieser Arbeitsstellung der Halsteil zwang  läufig durch Zug an der Zange     h.    verlängert,  sobald die Rolle     k    des Gabelrahmens<I>i</I> in die  Krümmung     G-'    der Nut     L    übertritt. Der Hals  teil ist nach Verlasen dieser Arbeitsstellung  soweit verändert, dass in der nächsten, dritten  Arbeitsstellung nunmehr für eine sichere Ein  schmelzung des Füsschens in den Kolben ge  nügend Raum     geschaffen    ist.

   Zu diesem Zweck  wird in dieser     Arbeitsstellung        (Fig.    3) der nach  wie vor in der Lauge     h    festgehaltene Hals  teil d des Kolbens, wie üblich, unter den Ein-           fluss    von radial zum Kolbenhals und dem Teller  angeordneten     Brennerflammen    n 2 gebracht, die  die Vereinigung von Hals und Tellerrand be  wirken. Der unter     dein    Tellerrand befindliche  erweichte Halsteil kann sich dabei gegebenen  falls, wie dargestellt, an den Umfang einer  kegelförmigen Büchse o des Tragschaftes     a     fest und abdichtend anschmiegen.

   Da sich  zwischen dem Tellerrand und der kegelförmi  gen Büchse o alsdann ein geschlossener Raum  bildet, so kann in der nächsten Arbeitsstellung       (Fig.    4) die     Abtrennung    des durch die Flam  men n 2 erweichten überschüssigen Halsteils  in bekannter Weise mittelst eines durch eine  senkrechte Bohrung     p    des Tragschaftes     a   <I>zu-</I>  geführten Luftstromes bewirkt werden, der  durch dicht unterhalb der     Einschmelzstelle    an  geordnete radiale Löcher     q    nach aussen ge  richtet wird und das erweichte Glas dicht  unterhalb der     Einschmelzstelle    aufbläst.  



  Nach Durchlaufen der Entnahmestellung,  Herausnehmen der eingeschmolzenen Lampe  und Beseitigung des überschüssigen Halsteils  wird der Gabelrahmen<I>i</I> nebst der Zange<I>h</I>  durch den Verlauf der Kurvennut l wieder in  die in     Fig.1    gezeigte Stellung geschoben, so dass  ein neuer Kolben nebst Traggestell und Füss  chen eingesetzt werden kann.  



  Die Abtrennung des überschüssigen hoch  erhitzten Kolbenhalses kann statt durch Auf  blasen des erweichten Glases mittelst Luft  druckes auch in bekannter Weise mittelst ei  nes dicht unterhalb der     Einschmelzstelle    in  das weiche Halsmaterial eingestossenen     Werk-          zeuges,    durch     Abreissen    oder aber auch allein  durch auf den Halsteil gerichtete Stichflam  men bewirkt werden.  



  Das im ersten Teil des Arbeitsvorganges  eintretende Ausziehen des Kolbenhalses könnte,  wenn dieser nach unten gerichtet ist, auch  durch genügende Gewichtsbelastung der Zange  erreicht werden, wobei     e:i    aber ebenfalls er  forderlich ist, dass nach der gewünschten Ver  längerung des     Kolbenhalses    die Zange fest  gelegt wird, damit die Einschmelzung selbst  unter allen Umständen bei stillgesetzter Zange  erfolgen kann.    Das bei der Ausführungsform nach     Abb.     1-5 mittelst besonderen Zugorganes bewirkte  Verlängern des Kolbenhalses, kann gegebenen  falls statt stufenweise auch in einem einzigen  Arbeitsvorgang also etwa beim     Ueberlaufen     von einer Arbeitsleistung zur anderen, bewirkt  werden.

   Es kann aber auch, insbesondere,  wenn es sich um das Einschmelzen grösserer  Kolben handelt, das durch das gesteuerte Zug  organ bewirkte Verlängern des Kolbenhalses in  mehr als zwei Arbeitsstufen erfolgen. Die ke  gelförmige Büchse o kann auf dem Tragschaft       a    in ihrer Höhenlage verstellbar sein; sie kann  aber auch gegebenenfalls fortfallen,     wenn    der  überschüssige Halsteil mechanisch oder durch  Stichflammen     abgetrennt    wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Einschmelzen des Teller füsschens in den Glaskolben elektrischer Glüh lampen oder ähnlicher Glasgefässe, bei wel chem der Kolbenhals mit dem Tellerrand des Füsschens unter steter Drehung durch Flam menwirkung zur Verschmelzung gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein kurzer Kol benhals nach genügender Erweichung mittelst tangential gestellter Brennerflammen vorerst durch eine am untern Rand angreifende; unter Zugwirkung stehende Zange um ein die Ein schmelzung des Füsschens ermöglichendes Mass in die Länge gezogen und dann erst unter Festlegung der Zange mit dem Füsschen ver schmolzen wird, worauf die Abtrennung des überschüssigen KolPenhalsteils erfolgt.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der kurze Kolbenhals in nacheinander zu durchlaufenden Arbeits stellungen stufenweise verlängert wird. PATENTANSPRUCH 1'I Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch Iund Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die den kurzen Kol benhals umgreifende federnde Zange h an einem Gabelrahmen i befestigt ist, der sich mit- telst einer Rolle k in einer den Drehtisch der ltascliine konzentrisch umgreifenden Stufennut <I>1,</I> 11,
    1= führt und durch letztere beire Umlauf zwangläufig auf- und abbewegt wird.
CH113451D 1924-05-07 1925-04-07 Verfahren zum Einschmelzen des Tellerfüsschens in den Glaskolben elektrischer Glühlampen und ähnlicher Glasgefässe. CH113451A (de)

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