CH113162A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Yoghurt. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Yoghurt.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von. Yoghurt. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Yoghurt, insbesondere in kleinen Mengen. Es sind bis jetzt keine einfachen Mittel be kannt, um Yoghurt von einwandfreier Be schaffenheit herstellen zu können. Die Be dienung der bis jetzt bekannten Apparate zur Herstellunä von Yoghurt macht zu grosse Ansprüche an die Kenntnisse und Aufmerksamkeit des Personals. Die mit der Herstellung verbundenen Messungen (Wär memessungen etc.) können mit Erfolg nur von geschultem Personal vorgenommen wer den.
Zweck vorliegender Erfindung ist nun, ein Verfahren zu finden, das ohne Anwen dung von besonderer- Aufmerksamkeit und ohne grosse Geschicklichkeit, Yoghurt sicher in einwandfreier Weise zu erzeugen ermög licht. Das neue Verfahren beruht nun dar auf, dass man der Milch, die zum Beispiel gekühlt oder warm in ein Gefäss abgefüllt ist, Yoghurt-Ferment in bestimmter Menge das zum Beispiel in Form von Tabletten etc. käuflich ist, zuführt und dann die mit die- sein Ferment versehene Milch in einen Be hälter bringt, der eine bestimmte Menge sie dendes Wasser enthält.
Die von dieser Was sermenge abgegebene Wärme genügt nun, damit die Fermentation .der Milch vollkom men durchgeführt wird. Durch die ständige -)ÄTärmeabgabe der im Behälter befindlichen Wassermenge an die Flasche, wird die Milch in ea. 30 Minuten auf die erforderliche Tem peratur von 40 bis 48' C erwärmt.
Zwecks Reifung des Yoghurts wird diese Tempera tur 4 bis 5 Stunden beibehalten, worauf eine langsame Abkühlung bis auf<B>30'</B> C erfolgt: Ein Beobachten der Temperatur etc., oder überhaupt ein Beobachten des Vorganges ist nicht nötig. Eine zu starke Reifung des Yoghurts wird bei diesem Verfahren ver hindert.
In der beiliegenden Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen einer Vor richtung zum Durchführen des Verfahrens, insbesondere für .den Hausbedarf dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel in einem Vertikalschnitt, Fig. 2 einen Horizontalsehnitt des ersten Ausführungsbeispiels, Fig. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel in einem. Vertikalschnitt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1. ist in einem Blechbehälter 1 ein doppelwandiger, zur Aufnahme von Wasser dienender Hohl zylinder 2 aus Blech angeordnet, Letzterer ist mit. einer Einfüllöffnung 4 und einem Luftloch 5 versehen. Der Zylinder 2 ruht auf einer Platte 6 und ist auf der Aussen seite mit Wärme isolierendem Material 7 be kleidet. Der Behälter 1 ist durch einen Deckel 8 abgeschlossen, der doppelwandig ist und der mit geben Wärme isolierendem Material gefüllt ist. 9 bezeichnet eine zur Aufnahme der Milch dienende Glasflasche. Letztere ist mit kalter oder angewärmter Milch gefüllt. Der Milch wird eine bestimmte Menge Ferment beigefügt und die Flasche dann in den Hohlzylinder 2 gestellt (Fig. 1).
Die Flasche 9 kommt in eine Vertiefung 3 der Platte 6 zu stehen, so dass die Flasche mit. keinen Metallteilen des Apparates in Be rührung und ins Zentrum des letzteren zu .sehen kommt. Der Hohlzylinder 2 wird mit ko2hendem Wasser gefüllt, das durch die Öffnung 4 eingeschüttet wird. Die von die sem Wasser abgegebene Wärme genügt nun, damit die Fermentation der Milch. in der Flasche 9 durchgeführt und der Yoghurt er zeugt wird.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist der Wasserbehälter 2 in eine mit Handgriff 10 versehene Glocke 11 eingebaut. Die Glücke 11 kann dabei auf eine Unterlage 12 gestellt oder auf irgend einem Tisch über die Glasflasche 9 gestülpt werden. Auch bei die ser Ausführungsform sind die Abmessungen des Hohlzylinders 2 so. dass letzterer genü gend kochendes Wasser aufnehmen kann, damit die, in die Flasche 9 eingefüllte Milch genügenrl hoch erwärmt und für eine genii- zend lange Zeit warm gehalten werden kann.
Die Herstellung von Yoghurt gemäss dem neuen Verfahren erfordert also nur wenig Aufmerksamkeit, so dass Yoghurt auch von ungelernten Personen in einwandfreier Be schaffenheit erzeugt werden kann. Das Was ser kann auch kalt in den Hohlzylinder ein gegossen werden und alsdann durch elektri_- sche Heizung im Hohlzylinder selbst zum Kochen gebracht werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zur Erzeugung von Yoghurt, insbesondere in kleinen Mengen, dadurch gekennzeichnet, dass man der Milch, die in ein Gefäss abgefüllt ist, Yog@urt-Fer- ment in vorbestimmter Menge beimengt und die Milch dann in einen, mit einer bestimmten Menge kochendem Wasser gefüllten Behälter bringt, welcher die zur vollkommenen Fermentation nötige Wär memenge an die Milch abgibt, welch letz tere dadurch in 30 Minuten auf 40 bis 48' C erwärmt wird.welche Temperatur zur Reifun- des Yoghurts 4 bis 5 Stun den erhalten bleibt und alsdann lan-sam auf<B>30'</B> C sinkt. TI. Vorrichtung zum Durchführen des Ver fahrens nach Patentanspruch I, insbeson dere für den Hausbedarf, gel@ennzeiclinet dureli einen gegen Wärme isolierten Be hälter zur Aufnahme von kochendem Wasser mit einem Raum zur Aufnahme des Milchgefässes. UNTERANSPRüCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Wasser kalt in den Behälter eingegossen wird und alsdann durch eine elektriseh.e Hei- zunb im Behälter selbst zum Kochen ge bracht #ird. ?. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da.- durch gekennzeichnet, da.ss der Wasser behälter als doppelwandiger Hohlzylinder ausgebildet ist, der, gegen Wärme isoliert. in einem Mantel angeordnet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE113162X | 1924-02-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH113162A true CH113162A (de) | 1926-01-02 |
Family
ID=5653229
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH113162D CH113162A (de) | 1924-02-20 | 1925-02-20 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Yoghurt. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH113162A (de) |
-
1925
- 1925-02-20 CH CH113162D patent/CH113162A/de unknown
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