CH112701A - Verfahren zur Herstellung schwer schmelzbarer Körper, sowie durch Ausübung dieses Verfahrens erhaltener Körper. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung schwer schmelzbarer Körper, sowie durch Ausübung dieses Verfahrens erhaltener Körper.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung schwer schmelzbarer Körper, sowie durch Ausübung dieses Verfahrens erhalteuer Körper. Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver- fahren zur Herstellung schwer schmelzbarer Körper, sowie durch Ausübung dieses Ver- fahrens erhaltene Körper von hohem SehmeL- punkt. Sie ist von besonderer @trichtigkeit.,
u-min man Metalle van hohem Schmelzpunkt, wic# Wolfram, i1Tol.ybdän, Tantal usw., für rlie .Anfertigung dieser Körper, und insbeson- dt re für die Anfertigung von Glühfiideti für (-lektrische Lampen. thermionische Apparate und dergleichen; benutzt.
Es ist bekannt, dass. fortwährende Bear- bcitung, wie Hämmern, Ziehen usw., in Me- tallliiden, z. B. Wolfr.amfä den, eine faserige Kristallstruktur zur Folge hat.
Wird. ein sol cher Faden auf hohe Temperatur erhitzt, so lverden die deformierten Kristalle wiederum eine Form anzunehmen suchen, bei der die gegenseitigen Abmessungen einander ähn licher sind, als es bei Faserstruktur der Fall ist: man spricht in diesem Falle von Rekri- sIallisation. Nach der Rekristal.lisation hängt die Struktur unter anderem von der Tempera- iur ab, bei der der Faden rekristallisiert, von dem Masse der Bearbeitung, der der Metall faden unterworfen wurde, von der ursprüng lichen Grösse der Kristalle,
von .der Natur des Metalles, aus dem der Faden besteht. und überhaupt von den vorherigen Operationen, denen der Faden unterworfen wurde.
Die Struktur eines gezogenen Fadens ist nach der R.ekristallisation sehr unregelmässig; einige Kristalle sind gross und kommensurabel mit dem Durchschnitt des Fadens, während wiederum andere im Verhältnis zum Quer schnitt des Fadens sehr klein sind.
Da. nun von der Struktur des bearbeiteten und rekri- stallisierten Fadens die physikalischen Eigen schaften des Fadens abhängen, sowie auch die Eigenschaften, die die Brauchbarkeit des Fadens als Glühfaden bedingen und da.
eine ungleichmässige Struktur den Faden spröde und wenig erschütterungsfest macht und eine Erscheinung hervorruft, die mit .dem Namen "Offsettin.g" bezeichnet wird und darin be steht, dass ein spiralisierter Faden während des Glühens durchzuhängen beginnt, wird es in vielen Fällen zweckmässig sein, die Rekri- stallisations"geschwindiglieit des bearbeiteten Fadens herabsetzen.
Gemäss der Erfindung wird nun zur Her- sIellung schwer schmelzbarer Körper von einer Substanz in Pulverform, welche ein schwer schmelzbares Metall enthält, ausge- gangen und zu .dieser Substanz eine solche Ha.fniumverbindung zugesetzt, dass die Kör per nach der Herstellung Hafniumoxy d ent halten.
Der Zusatz kann somit bestehen aus Ha.fniumoxyd oder aus einer Hafniumverbin- ciung, aus der während der Herstellung der schwer schmelzbaren Körper Hafniumoxyd gebildet wird.
Hat man auf diese Weise, etwa nach wei terer chemischer Behandlung, ein Met.allpul- vr r erbalten, das als Beimisehuirg Hafnium- oxyd enthält, so kann dieses Erzeugnis iia{@li den in der Glühlampentechnik üblichen lle- thoden zu bezogenem. Draht verarbeitet. wer den.
Man kann zu diesem Zwecke zuri;ichst das Gemisch in Pulverform derart pressen, dass es die Form eines zusammenh äugenden Stabes annimmt. Dann bringt man den Stab in einen Ofen, w o er in einer reduzieren den Atmosphäre so lange erhitzt wird, ei.wa. hei 1200 Grad, dass er kompakt wird und leicht gehandhabt werden kann.
Darauf wird der Stab in eine mit Wasserstoff oder einem andern reduzierenden Gas gefüllte Glocke gebraelit und. wird ein elektrischer Strom voll solcher Stärke hindurchgeführt, dass der Siah auf Weissglut erhitzt- wird. Schliesslich wird der Stab durch mechanische Bearbeitung, wie Hämmern und Ziehen, auf die gewünschte Dicke heruntergebracht.
Durch die Anwesenheit des Hafniumoxycls wird die Rekristallisation, z. B. eines bear beiteten @@'olframdrahtes, in hohem Masse hintangehalten, so dass die Grösse der Kri stallfite untereinander viel weniger verschie den ist, als dies in einem rekristallisierten Drahte aus reinem Wolfram der Fall ist.
Durch die verringerte Rekristallisation ist die Kristallstruktur Hafniumoxyd enthaltender Wolframdrähte nach dem Ausglühen fein ge blieben, und es hat sich in der Praxis ge zeigt, dass ein Draht, mit einer gleichmässigen
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feinen <SEP> Kristallstruktur <SEP> sehr <SEP> erschütterungs fest <SEP> und <SEP> duktil <SEP> ist <SEP> und <SEP> keine <SEP> "Offsettin""
<tb> aufweist.
<tb>
Zur <SEP> Herstellung <SEP> <B>voll</B> <SEP> Körpern <SEP> mit <SEP> 1iohelll
<tb> Sclimelzpunlit <SEP> gemiil- <SEP> der <SEP> Erfindung <SEP> tann
<tb> man <SEP> zum <SEP> Beispiel <SEP> voll <SEP> reinem <SEP> v <SEP> er <SEP> ausgehen <SEP> und <SEP> gleich <SEP> hiermit <SEP> eine <SEP> Jleri;@c
<tb> Ha.fniumoxyd <SEP> versehen. <SEP> Die <SEP> hlerige <SEP> Hai' niumo@xyd, <SEP> die <SEP> zur <SEP> Erzielung <SEP> .des <SEP> gewünsUli ten <SEP> Effektes <SEP> in <SEP> dem <SEP> Draht <SEP> vorhanden <SEP> sein
<tb> muss, <SEP> braucht <SEP> nicht <SEP> über <SEP> drei <SEP> C-ewirlita1iro zente <SEP> zu <SEP> betragen, <SEP> es <SEP> geben <SEP> je.rlocli <SEP> a.ueli <SEP> sehr
<tb> viel <SEP> kleinere <SEP> Mengen, <SEP> z. <SEP> B. <SEP> 1l,1 <SEP> Pro;zeni, <SEP> gute
<tb> Ergebnisse.
<tb>
141.a11 <SEP> 1.a1111 <SEP> die <SEP> Mell-<B>1111</B>- <SEP> auch <SEP> in <SEP> eineng
<tb> früheren <SEP> Stadium <SEP> der <SEP> 'olfrani.bereitun-.; vornehmen. <SEP> So <SEP> tann <SEP> man <SEP> Wolfranioxvd <SEP> in
<tb> Pulverform <SEP> mit <SEP> einer <SEP> kleinen <SEP> llcn < @e <SEP> c,ill(1r
<tb> TlafniumvUrlündu <SEP> 11g <SEP> versc#i.zen, <SEP> die <SEP> 11e1 <SEP> @lf.r
<tb> Temperatur <SEP> der <SEP> T@erinktion <SEP> rle@ <SEP> U-olfranl oxyds <SEP> 19afniunioiycl <SEP> bildet. <SEP> Gate <SEP> Erg,-b nisse <SEP> sind. <SEP> dadurell <SEP> erhü11lich. <SEP> dass <SEP> zu <SEP> \Volf r1alnoxyd <SEP> in <SEP> Pulverform <SEP> eilte <SEP> kleine. <SEP> Mell<B>')</B>e
<tb> Hafniumiritrat <SEP> gesetzt-. <SEP> und <SEP> Glas <SEP> @emi,ai
<tb> darauf <SEP> mittelst <SEP> M'asserstc41:
s <SEP> r(-duziert <SEP> wird.
<tb> Das <SEP> Z\rollranrpulvc-r, <SEP> finit <SEP> dem <SEP> wie <SEP> vorsic,hend
<tb> nach <SEP> einer <SEP> der <SEP> oben <SEP> 1o <SEP> schriebenen <SEP> @letlioil:cIii
<tb> etwas <SEP> Hafniuinolj'd <SEP> @@rmis@lü. <SEP> i.a, <SEP> hzrnl1 <SEP> <B>111111</B>
<tb> in <SEP> der <SEP> bekannten <SEP> Meise <SEP> zu <SEP> Stäben <SEP> geprellt
<tb> und <SEP> gesintert, <SEP> das <SEP> heilt <SEP> aul' <SEP> selig <SEP> liolie <SEP> T(Ilf peratur <SEP> in <SEP> einem <SEP> Vzikuum <SEP> oller <SEP> in <SEP> einer <SEP> Was serstoffatma@phüre <SEP> erhitzt <SEP> werden. <SEP> Hierauf
<tb> wird <SEP> der <SEP> Stab <SEP> duieh <SEP> nic,cli#,inisclif@ <SEP> Bearbeitung
<tb> auf <SEP> .die <SEP> gewünschte- <SEP> Tucke <SEP> tierabgesetzt.
<tb>
Gezogener <SEP> Draht, <SEP> der <SEP> höcli"#t±,ns <SEP> drei <SEP> Gc wichtsprozelrte <SEP> Uafniumoxyf1 <SEP> entliült, <SEP> eignet
<tb> sich <SEP> besorrclera <SEP> für <SEP> Glühfaden <SEP> @lchtri#Uhcr
<tb> Lampen, <SEP> tliermionisclrer <SEP> Apparatf# <SEP> ocli-r <SEP> der gleichen.
Claims (1)
- PATENTAL SPRüCHE T. Verfalrrerr zur Iller.@tellurrg schwer schmelzbarer Körper, Uladureli gekenn- zeichnet, dass einer Substanz in ,Pulver form, welche ein schwer schmelzbare. Mcta.ll enthält, eine solche Hafniunrver- bindun- in solcher Men-e zugesetzt wird,dass die Körper nach der Herstellung mindestens 0,1 (lewichtsprozent Haf- niumoxyd enthalten. Ih. Nach dem Verfahren gemäss Patentan spruch I hergestellter Körper, dadurch bekennzeiehnet, dass er mindestens 0,1 und höchstens 0' Gewichtsprozente Haf- niumoxyd enthält.UNTERANSPRüCHE I. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass einem schwer schmelzbaren Metall in Pulverform Haf- iiiumox5 d zugesetzt wird. '?. Verfahren nach Patentanspruch I un.d Unteranspruch 1., dadurch gekennzeich- net, dass von Wolframpulver ausgegan gen wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch .I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass von einer Wolframverbindung ausgegangen wird. .t. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass einem schwer schmelzbaren Metall in Pulverform eine Ha.fniumverbindung. zugesetzt: wird, aus der während der Herstellung der schwer schmelzbaren Körper Hafniumoxyd ge bildet wird.
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