CH112558A - Verfahren zur Erzeugung nachtloser Röhren, Maschine zur Ausführung des Verfahrens, und nach dem Verfahren hergestellte Röhre. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung nachtloser Röhren, Maschine zur Ausführung des Verfahrens, und nach dem Verfahren hergestellte Röhre.

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CH112558A
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Artificiale Eternit Pietra
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  Verfahren zur Erzeugung nahtloser Röhren, Maschine zur Ausführung des     Verfahrens,     und nach dem Verfahren hergestellte Röhre.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur  Erzeugung nahtloser Röhren     mit    Hilfe von  Faserstoff, beispielsweise aus einer Asbest  fasern und hydraulischen Zement enthalten  den breiigen Masse. Es ist eine bekannte Tat  sache, dass eine aus Zement und Asbest be  stehende Röhre den gleichen Widerstand in  jedem Punkt ihrer Länge aufweist,     -wenn     die Mischung bei der Herstellung der Röhre  gleichmässig verteilt und gepresst wird. Der  Widerstand eines Rohres aus Zement und  Asbest ist auch abhängig von dem Grade der  Zementbildung.

   Diese Faktoren hängen von  der Menge des in der Mischung vorhandenen  Wassers ab, und man erzielt die besten Re  sultate, wenn die vorhandene Wassermenge  in dem richtigen Verhältnis steht, um diese  Bedingungen zu erfüllen. Infolgedessen ist. es  nicht nur notwendig, dass der Druck, welcher  auf das Rohr während -seiner Erzeugung  ausgeübt wird,     gleichmässig    und genügend  hoch ist, um der Mischung die höchstmög  liche Dichtigkeit zu verleihen, sondern der    Druck muss auch genügen, um. das über  flüssige Wasser zu entfernen, welches einer       wirksamen    Bindung des Zementes hinder  lich ist.  



  Gemäss vorliegendem Verfahren wird     nun     zur Herstellung einer Röhre bestimmte,  Faserstoff enthaltende, breiige Masse     mit-          telst    einer Bahn zu einer als Formkern die  nenden rotierenden Walze     gebracht    und wird  aus der von der Walze aufgenommenen Masse  auf der ganzen Länge- der in Bildung be  griffenen Röhre     Flüssigkeit    durch hydrau  lischen Druck     ausgepnesst,    welche Druck mit  Zunahme der Wandstärke der sich bildenden  Röhre vermindert wird.    Würde !der Druck auf     mechanischem     Wege erfolgen, zum Beispiel durch Druck  walzen mit einem bestimmten Gewicht, so.

    wäre nicht dieselbe Wirkung erreichbar, weil  es bei solchem Verfahren unmöglich ist, den  Druck nach Belieben zu verändern und auf  einen hohen Grad zu     bringen,         Zwecks     Auspressung    der in der     breiigen     Masse enthaltenen Flüssigkeit können, ausser  der Ausübung hydraulischen Druckes auf  die     rotierende    Kernwalze während der Bil  dung des Rohres, auch noch Einrichtungen  vorgesehen werden, welche eine Pressung der  breiigen Masse und des     Förderbandes    vor Er  reichung der Formwalze bewirken.  



  Die Zeichnung     zeigt    als Beispiele mehrere  Konstruktionsarten der ebenfalls     Erfindungs-          gegenstan:d    bildenden, zur Ausführung des  Verfahrens dienenden Maschine.  



       Fig.    1 zeigt in Vorderansicht eine erste  Ausführungsart;       Fig.    2 ist eine Seitenansicht zu     Fig.        1.;          Fig.    3 zeigt eine Variante in Vorder  ansicht;         Fig.    4 ist eine Seitenansicht zu     Fig.    3;         Fig.    5     zeigt    in     Seitenansicht.        eine    andere  Ausführungsart;

         Fig.    6 und 7,     sowie        Fig.    8 und 9 zeigen  in     Vorder-    und     Seitenansicht    je eine weitere  Ausführungsart;       Fig.    10 und 11. veranschaulichen Einzel  heiten einer weiteren Ausführungsart;       Fig.    12 und 13 zeigen in     Vorder-    und  Seitenansicht eine andere     Ausführungsart-,          Fig.    14 zeigt. eine Hilfsvorrichtung.  



  Bei der Maschine gemäss     Fig.    1 und 2  sind     .1,     < I zwei hydraulische Druckzylinder,       mittelst    welchen die zwei     Druelkwalzen    D, D  und einen Balken B aufweisende Druckvor  richtung gehoben werden kann. Auf den  Balken B sind fünf kleine hydraulische  Druckzylinder C montiert. welche auf die  Länge der als Formkern dienenden Walze F  verteilt angeordnet     sind.    Mit den Kolben     de      Zylinder C sind je zwei kleine Rollen E ver  bunden, welche auf die     Druckwalzen    D ein  wirken.  



  Nachdem     derBalkenB    durch in     tlieZylinder          _3        hineingetriebenes'Wasser    in die erforderliche  Stellung gebracht worden     ist,        lässt    man von  den kleinen Druckzylindern C aus durch die  kleinen Rollen     E    einen gewissen Druck     auf       das     Druckwalzenpaar    D ausüben.

   Dadurch  wird die Walze F auf der ganzen     Länge    einer       gleichmä        ssigen        Druckwirkung    ausgesetzt; die  Walze F drückt     ihrerseits    auf eine unter ihr  angeordnete Walze     G.    Über die      Walze    C  läuft eine     Filzbahn        Il,    welche der rotieren  den     Kernwalze   <I>F</I> die zum Beispiel     Zeni:

  ,nt     und Asbestfasern enthaltende breiige     Nassf@     zuführt,     welch.(-    zur Herstellung der Röhren  bestimmt ist. Über das     Druchwalzenpaar    1)  läuft eine Filzhahn     1i,    welche auf die in  folge Aufnahme breiiger Masse auf der Kern  walze F sich bildende Röhre gedrückt wird.  



  Die Walzen D      -erden    durch einen     Zahu-          räd.ersatz    O angetrieben, von dem ein Zwi  schenrad auf einem um die Achse der einen       Drueliwalze    D schwenkbar gelagerten     Trag-          organ    angeordnet ist, um während des     Bt-          triebes    der Maschine     ständig    den Antrieb des       Druckwalzenpaa.res    D     ztt    vermitteln, also  auch,     wenn    letzteres     infolge    der Bildung des  Rohres auf der     Kernwalze    F gehoben wird.

    Die Räder der     Druckwalzen    D stehen durch  ein Zahnrad Q miteinander in Verbindung.  



  Der auf die Druckwalzen D     ausgeübte     Druck wird im Verhältnis zu der wachsen  den Stärke der Wandung der in Bildung be  griffenen Röhre vermindert. Diese     Druclz-          verminderung    wird     automatisch    durch hy  draulische Mittel v     eranlasst.    die sieh     naeli     einem     Mechanismus    richten, der die jeweilige       Stärke    des Rohres anzeigt.  



  Dieser Vorgang wird vorzugsweise     mif          folgenderHilfsvorrichtung    durchgeführt: Ein  kleiner Zylinder 1     (Fig.    14) enthält einen  kleinen doppelten Kolben 2, der den Druck  in einer Kammer 3 reguliert. Letztere steht  durch ein Rohr 4 mit     einer        Pumpe    in Ver  bindung, welche durch die kleinen Zylinder  den     Druck        weitergibt.    Infolgedessen ist. der  Druck, der in     der    Kammer 3 vorhanden ist.  gleich dein Druck in den     Zylindern    C.

   Da  die Stirnflächen der     Kolben;    die die Kam  mer 3 bilden, gleich sind und sich die Kol  ben infolgedessen im     Gleiehgewieht    befinden,  kann der Druck keine Verschiebung der  Kolben 2 bewirken, weder in der einen, noch in    der andern Richtung.      Am einen     Ende    des Doppelkolbens 2 ist  über ein Gelenk eine Triebstange 5 befestigt,  deren zweites Ende an einem     Exzenterzapfen     einer Scheibe 6     befestigt    ist. Letztere kann  auf ihrer oszillierenden Achse 7 eingestellt       werden    in     >=Übereinstimmung    mit einem Zei  ger 8,     welcher    zwecks Anzeige der Wand  stärke der Röhre längs einer Skala spielen  kann.

   Die Achse 7 steht :durch einen Ketten  trieb mit der Achse 11 der rotierenden Kern  walze F in Bewegungsverbindung, so dass  die Achse 7 sich in .dem Masse dreht, als in  folge Zunahme der Wandstärke des auf der  Kernwalze F entstehenden Rohres eine senk  rechte Verschiebung :der Achse 11 stattfindet.       Die    Achse 11 berührt eine Rolle 10, welche  an einem Rahmen 12     gelagert    ist, der auf  einem an der Maschine befestigten Support  13 senkrecht verschiebbar ist. Am Support  13 ist eine Rolle 14 gelagert, über welche  eine Kette 15 läuft, die     einerends    am Teil 16  des Rahmens 12 befestigt ist.  



  Die Kette 15 ist über     Leitrollen    17 und  über ein Kettenrad 18 gelegt, welches an der  Achse 7 schlüsselartig befestigt ist. - Am  freien Ende der Kette ist ein Gegengewicht  19 aufgehängt, zum Zwecke, die Rolle 10  ständig an die Achse 11 anzudrücken, indem  der Rahmen 12 der senkrechten Bewegung  der Achse 11 folgt. Diese senkrechte Bewe  gung des Rahmens 12 veranlasst die Drehung  des Kettenrades 18 und dadurch der Achse 7  und der Scheibe 6, von welcher aus die Trieb  stange 5 und dadurch der Kolben 2     bewegt     wird. Während der Verschiebung des Kol  bens 2 in seinem Zylinder 1 öffnet. dieser  Kolben derart stufenweise eine Austritts  öffnung 9, dass mit Zunahme der Wand  stärke der entstehenden Röhre die Öffnung 9  mehr und mehr freigegeben -wird.

   Dadurch  verringert sich der Druck in der Kammer 3  und infolgedessen auch der Druck, welcher  auf die Kolben in den Zylindern C aus  geübt wird. Der Druck vermindert     sieb     gleichmässig entsprechend der fortschreiten  den Freigabe der     Austrittsöffnung    9, in Ab  hängigkeit von der Zunahme der Wand  stärke     tler    auf der     Kernwalze    F entstehenden    Röhre, so dass das Walzenpaar D auf letz  tere einen entsprechenden, mehr und mehr       abnehmenden    Druck ausübt.

   Selbstverständ  lich entspricht dieser Druckverringerung,  trotzdem der Druck, welcher in Wirklichkeit  auf das Walzenpaar D ausgeübt wird, ver  ringert wird, eine Zunahme der Wandstärke  der Röhre, welche sich auf der Kernwalze F       bildet,    so dass während der Bildung der  Röhre auf derselben ein gleichmässiger, ab  nehmender Druck erzeugt wird.  



  Bei der Variante gemäss     Fig.        \3'    und 4  fehlen die beim erläuterten Beispiel vorhan  denen kleinen Druckzylinder C. Es wird  hier der Druck, welcher auf die Kolben in  den Zylindern A     wirkt,    nach und nach in  der vorher erläuterten     Weiss    e selbsttätig ver  ringert. Der Balken B ist mit zwei Suppor  ten R versehen, die im wesentlichen 0,21 L  von den Enden der Druckwalzen D angebracht,  sind (L bedeutet die Länge der     Druckwalzen     D). Die Supports R     übermitteln    :durch zwei  kleine Rollen E den Druck an die beiden       Diruckwalken    D.  



  Bei der Ausführungsart gemäss     Fig.    5  wird der Druck auf die rotierende Kernwalze  F durch zwei Druckwalzen D ausgeübt, wel  che sich radial zur Achse der Kernwalze F  bewegen können. Es sind hier zwei Balken B  vorhanden, von denen jeder eine Anzahl  kleiner, hydraulischer Druckzylinder C trägt.  Im übrigen ist diese Ausführungsart der  jenigen gemäss     Fig.    1 und 2 ähnlich.  



  Gemäss     Fig.    6 und 7 besitzt die Maschine  an Stelle einer mit der Kernwalze F zu  sammenwirkenden grossen Gegenwalze. zwei  kleine Walzen     G,    und     G,    die von einer  bestimmten Anzahl von Paaren kleiner Rol  len     E,    und     E,    gestützt werden. Letztere sind  auf Supports     S        montiert,    die von einem  Balken T getragen werden. Ferner ist hier  an Stelle von zwei Druckwalzen nur eine       e_nzige,    dafür aber "grössere Druckwalze D  vorgesehen, welche gegen die Kernwalze F  drückt. Auf der Druckwalze D laufen die  kleinen Rollen E, die von den Kolben zweier  kleiner Druckzylinder C gesteuert werden.

    Die kleinen Zylinder C befinden sich in bezug      auf die Länge der     Presswalze    D in derselben  Lage     -wie    die ein     Fig.        \3'    gezeigten Sup  ports R.  



  Die     Ausführungsart    gemäss     Fig.        ä    und 9       zeigt        gegenüber    dem soeben erläuterten     Bei-          -,piel    den Unterschied, dass auf dem Balken D  fünf gleichmässig auf die Länge. der     Druck-          -valze    verteilte hydraulische Druckzylinder G  angeordnet sind.  



  Bei der Maschine im Sinne der     Fig.    10  und 11 wird der Druck von den hydrau  lischen Zylindern     !f.    durch eine im     Innern     der     Drrickwalze    D angeordnete Welle     U     und auf diese aufgesetzte Scheiben     V,    die  vorzugsweise aus Bronze bestehen, auf den  Mantel der Walze D übertragen. Die vor  handenen zwei Scheiben     p    sind hinsichtlich  der Länge der Walze D im     Sinne    der mit       Bezuauf        Fig.    3 vorgesehenen Supports F       angeordnet.     



  Bei der Ausführungsart gemäss     Fig.    1?       und    13     ist.        -wiederum    nur eine mit der Kern  -walze     h'    zusammenwirkende Gegenwalze G  und eine Druckwalze D vorhanden,     -welche          vom        Zahnrädersatz    0 angetrieben wird. Der  Druck auf die     Dru.clzwalze    D erfolgt<B>voll</B>  zwei hydraulischen Druckzylindern C aus,       -welche    in einer Entfernung von     0,221    L  von den Enden der     Drucli:walze    D angebracht  sind.  



  Man     kann    ebenfalls eine     gleichmässige     Druckwirkung auf der rotierenden Kern  walze F erreichen, -wie in den     Fig.    10     lind    11  gezeigt, indem man einen stufenweise abneh  menden Druck     (wie    in den Zylindern C)  auf den     obern    Enden der Kolben in den  Zylindern 3 ausübt, welche auf diese Weise  einen Druck von oben     nach    unten auf das  Ende der Achse der Druckwalze D ausüben.  Da, dieser Druck 0,21 L von dem Ende und  im Innern der Druckwalze D ausgeübt wird,       -wird    er gleichmässig auf die     Kernwalze    F  verteilt.  



  Infolge     zwangsläufigen    Antriebes der  Druckwalze<I>D</I>     bezw.    der Druckwalzen<I>D</I>  wird ein     Kalandern    der entstehenden Röhre       Eilich    bei grosser Wandstarke     desselben    ver-    mieden, indem hierdurch jeder     Widerstand     gegenüber der     teigartigen    Mischung während  ihrer Drehung so weit als möglich vermindert  ist.

   Es wäre nicht. möglich, dieses Resultat  zu erreichen, wenn die Druckwalzen durch  eine Filzbahn bewegt. würden, da, abgesehen  von der     )Virkungslosigkeit    derselben gegen  über den     Drucl#.walzen,    sich auf der Filzbahn  Falten bilden würden, wodurch der Betrieb  der Maschine gestört     und    der Filz selbst sehr  schnell unbrauchbar würde.  



  Infolge Ausübung eures hohen lind gleich  mässigen     Druckes    auf die zur Herstellung des  Rohres dienende breiige Masse und hierbei  erfolgende     Auspressung    derselben     entsteht     eine kompakte Masse.  



  Es ist klar, dass im Rahmen der Er  findung, ausser den erläuterten, noch weitere       Ausführungsarten    der Maschine möglich  sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zur Erzeugung nahtloser Röhren, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung einer Röhre bestimmte. Faserstoff enthaltende, breiige Mass mittelst einer Bahn zu einer als Form kern dienenden rotierenden Walze ge bracht wird und aus der von dieser Walze aufgenommenen Masse auf der ganzen Länge der in Bildung begriffe nen Röhre Flüssigkeit durch hydrau lischen Druck ausgepresst wird, welcher Druck mit Zunahme der Wandstärke der sich bildenden Röhre vermindert wird.
    II. Maschine zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass dieselbk# mindestens eine .durch ein Zahnräder getriebe zwangsläufig angetriebene. mit der Kernwalze zusammenwirkende Druck walze besitzt.,
    -wobei. ein versehwenkbar # anaeordnefes Zwisehenrad. vorhanden ist eD zur Sicherung des ständigen EinbTiffes der Zahnräder beim Betriebe .cler <B>31a-.</B> schine. ITT. Nach dem Verfahren gemäss Patent anspruch I hergestellte Röhre, dadurch gekennzeichnet, .da,B dieselbe aus einer Mischung besteht, welche Asbestfasern und hydraulischen Zement enthält.
    UNTERANSPRÜCII: Maschine nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch Mittel zur selbsttätigen Änderung des auf die Kernwalze auszu übenden Druckes entsprechend der Zunahme der Wandstärke des in Bildung begriffenen Rohres.
CH112558D 1923-11-26 1924-11-01 Verfahren zur Erzeugung nachtloser Röhren, Maschine zur Ausführung des Verfahrens, und nach dem Verfahren hergestellte Röhre. CH112558A (de)

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