CH108406A - Schaltungsanordnung bei Motoren, welche Strom in das Netz zurückliefern. - Google Patents
Schaltungsanordnung bei Motoren, welche Strom in das Netz zurückliefern.Info
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Description
Schaltungsanordnung bei Motoren, welche Strom in das Netz zurückliefern. Elektrische Bahnmotoren, welche bei Tal fahrt oder beim Bremsen Strom in das Netz zurückliefern sollen, müssen mit Neben schlusserregung versehen sein oder mit Ne benschlusscharakteristik arbeiten. Solche Mo toren haben bekanntlich den Nachteil, .dass infolge der Stabilität ihres Feldes bereits geringe Änderungen der Drehzahl bei gleich bleibender Erregerspannung einen starken Stromstoss hervorrufen.
Um die Stromstösse unschädlich zu machen, legt man Beruhi gungswiderstände in den Flauptstromkreis. Diese Widerstände werden sehr gross, und da sie einen beträchtlichen Teil der zurück zugewinnenden Energie nutzlos in Wärme verwandeln, ist ihre Verwendung unwirt schaftlich.
Günstiger in der Wirkung ist die Anord nung einer gemischten Wicklung, bei der ausser der Nebenschlusswickhing noch eine Hauptstromerregeiwicklung angeordnet ist. Bei der Rücklieferung von Strom ins Netz wird dann durch den die Hauptstromwick- lung durchfliessenden Strom das Feld ge- schwächt, und zwar in dem Masse, in dem der Rückstrom wächst, so dass mit zunehmen der Drehzahl der Strom nur allmählich zu nimmt.
Eine solche Kompoundwicklung hat jedoch den Nachteil, dass sie in der Her stellung teuer wird und viel Raum in An spruch nimmt, was bei der gedrängten Bau art der Bahnmotoren unerwünscht ist.
1blan kann nun unter Beibehaltung des Grundgedankens der Felclschwächun#, diese Nachteile vermeiden, wenn man der Erfin dung gemäss einen Widerstand anordnet, welcher bei Stromriiekgewinnung die Er regerspannung in Abhängigkeit vom Anker strom herabsetzt.
Schaltbilder der Anordnung nach der Er- findung-sind beispielsweise in der Zeichnung wiedergegeben. In Fig. 1 sind li und<B>1,</B> die Leiter des Netzes, an welchem die bei Stromrückgewinnung in Reihe geschalteten Nebenschlussmotoren in, und mn.2 liegen. Zwischen beide ist der Widerstand 2v ge schaltet.
Zwischen den Enden des 'Wider standes und den Netzleitern h und 11, liegen die Nebenschlusserregerwicklungen -rar und rat. Liefern nun die Maschinen in" und M2 Strom in das Netz, so wird ein Teil der erzeugten 1:
lt I% in dem Widerstand v erbrauebt. so dass die Erregerspannung mit zunehmendem Ankerstrom geschwächt wird. Fig. 2 zeigt die gleiche Anordnung für Hauptstrommoto- ren, deren Erregerwicklungen lai und h2 bei Stromrückgea-innungsschaltung in den Ne- bensehluss gelegt werden, unter Vorschaltung von Widerständen 2 1 und r2.
Man kann die durch die Vorschaltwider- stände verursachten Ener:;,ieverluste vermin dern und die Wirtschaftlichkeit der Anord nung wesentlich heben, wenn man die Magnetwicklungen bei normalem Motoren betriebe zwei- oder mehrfach parallelschaltet, während sie bei Stromrückgewinnung in Reihe geschaltet. werden. So kann man zum Beispiel die zwei parallelgeschalteten Zweige der Ilauptstromwicklung e der Fig. 3 hinter einander schalten und in den Nebenschluss legen, wie Fig. 4 zeigt.
Bei vier Motoren kann man zum Beispiel die Erregerwicklung je zweier dauernd in Reihe geschalteter 1Zo- toren bei Motorfahrt parallel. bei Brems fahrt in Reihe sehalten.
Durch die Anordnung nach der Erfin- rlun,- erhält das sonst starre Feld von Neben sclilussmotoren eine gewisse Nachgiebigkeit., indem es bei anwachsendem Rückstrom ge- tvissPrmassen zurücl:weieht, so dass der bei honstant@m Feld ausschliessliche Eirifluss der zunehmenden Drehzahl gescliwlii2ht wird;
da- r'urcli wächst der Rückstrom nur allmählich auf seinen Höchstwert an, Maschinen und .Netz wer.rlen gegen schädliche Stromstösse geschützt. Durch den Fortfall grosser Be- riiiiigun@g's -iderstände werden Anschaffungs- wie Betriebskoten beträchtlich vermindert und die Wirtschaftlichkeit der gesamten An lage gesteigert.
Die Erfinclling beschränkt sich nicht auf die Zugmaschinen elektrischer Fahrzeuge, sondern kann auch bei Fördermaschinen An wendung finden, wie überhaupt bei Anlagen, in denen überschüssige mechanische Energie in elektrische Energie zurückverwandelt wird.
Claims (1)
- PATENTARS PRUCI3 Schaltungsanordnulig bei Motoren, wel che Strom in das Netz zuriiekliefern, ge kennzeichnet durch einen Widerstand, wel cher die Erregerspannung in Abhängigkeit vom Ankerstrom verändert. UNTERANSPRtrCHE 1. Anordining nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Wider stand bei Stromrückgewinnung zwischen in Reihe ge-schalteten Motoren oder Motor gruppen geschaltet ist. 2.Anordnung nach Patentanspruch und Unterinsprucli 1, dadurch gekeinnzeicli- net, dass bei Stromrückgewinnung vor in den Nebenschluss gelegten Hauptstrom- erregerwicklungen der Motoren Wider stände geschaltet sind. 3. Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1. dadurch gekennzeich net, dass die bei normalem Motorbetriebe parallel geschalteten Polwicklungen bei Stromrückgewinnung in Reihe geschaltet sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE108406X | 1923-03-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH108406A true CH108406A (de) | 1925-03-02 |
Family
ID=5651339
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH108406D CH108406A (de) | 1923-03-28 | 1924-01-28 | Schaltungsanordnung bei Motoren, welche Strom in das Netz zurückliefern. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH108406A (de) |
-
1924
- 1924-01-28 CH CH108406D patent/CH108406A/de unknown
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