CH106910A - Triebwagen für kombinierten Land- und Schienenbetrieb. - Google Patents

Triebwagen für kombinierten Land- und Schienenbetrieb.

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CH106910A
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      Triebwagen    für     kombinierten    Land- und     Schienenbetrieb.       Die Erfindung betrifft Triebwagen für  kombinierten Land- und Schienenbetrieb,  Triebwagen, welche auf den Schienen geführt  sind und deren Triebräder immer auf dem  Land längs den Schienen' laufen, wodurch  die Vorteile der grossen Adhäsion     zwischen     den Triebrädern und dem Land mit den Vor  teilen der geringen rollenden Reibung auf  Schienen vereinigt werden.  



  Zweck der Erfindung ist, den Trieb  wagen in sich möglichst flexibel zu machen,  was bei Fahrzeugen mit auf dem     Land    lau  fenden Triebrädern erforderlich ist, um, trotz  der Bodenunebenheiten, immer ein sicheres  Anliegen der Triebräder auf dem Land und  der Schienenräder auf dem Schienenstrang  zu gewährleisten.  



  Es ist bekannt, bei derartigen Fahrzeugen  den gesamten Fahrzeugkörper unmittelbar  durch     Kugelgelenko    mit Schienendreh  schemeln zu verbinden. Dies hat jedoch bei  Bodenunebenheiten einerseits zu einer Über  beanspruchung .der Gelenke geführt, während  anderseits entweder der eine Drehschemel  von den Schienen abgehoben oder das An-    liegen der Triebräder auf dem Land über-     -,          haupt    verhindert     wurde.     



  Die Erfindung sieht zur Vermeidung  dieser Übelstände einen den Fahrzeugkörper  tragenden und auf den     Triebrädern    ruhenden  Oberrahmen und einen mit diesem     durch    ein  w     agrechtes    Gelenk an einem Ende verbun  denen Unterrahmen vor, .der mit Kugel  gelenken auf Drehschemeln ruht. Die     ver-          tikäle    Achse des Kugelgelenkes des vordern  Drehschemels und die Achse des     wagrechten     Gelenkes zur Verbindung der beiden Rah  men liegen .dabei zweckmässig in derselben  zur Fahrtrichtung senkrechten Ebene.  



  Um ein seitliches Verschieben des Ober  rahmens zum Unterrahmen bei Bewegungen  derselben um das an deren einem Ende be  findliche     wagrechte    Gelenk zu verhindern,  ist     zweckmässigerweise    am andern Ende eine  an einem der Rahmen befestigte und sich  durch den andern Rahmen     erstreckende    oder  diesen umfassende Führung vorgesehen.  



  Durch Bodenunebenheiten hervorgerufene  senkrechte Logenveränderungen des Fahr  zeugkörpers relativ zur Schienenspur können      somit von dem     wagrecliten    Gelenk     aufgenom-          inen        werden,        während    seitliche     Lagenverände-          rungen    durch die     Iiugelgelenhe        ausgeglichen          werden    können.  



  Auf der     beiliegenden    Zeichnung ist ein       Triebwagen    nach der     Erfindung.    der auf  einer     -leinlosen    Fahrbahn und auf Schienen  läuft, und mit einem     vordern    und hintern       Fallrgentell    und einem Paar in der Mitte des       Fahrzeuges    angeordneten     Triebrädern,    wel  che auf der     Fahrbahn    ausserhalb der Schienen  laufen,     beispielsweise        dargestellt,    und zwar  ist:

         Fig.    1 eine Seitenansicht des     Trieb-          wagens;          Fig.    ? ist ein Grundriss der Haupt  bestandteile des     Triebwagens;          Fig.    ist ein vertikaler     Querschnitt    nach       der    Linie     _1-_1    in     Fig.    1;       Fig.        .1    ist ein Schnitt nach der Linie       13---1i    in     Fig.    1;

         Fig.    5 ist eine Seitenansicht des     Trieb-          wagens,    in     welcher    die Lage des Unterrah  mens, der     Fahrgestelle    und     des    Oberrahmens       gezeigt    sind, renn die Triebräder über ein  grosses Hindernis der Fahrbahn     hinweggehen:

            Fig.    6 ist eine ähnliche     Seitenansicht    mit       deal        Teilcri    in der     Lage    zueinander,     wenn          clie        Triebruder    in einer v     erliiLltnismii.lli-    gro  ssen     Vertiefung    der     Fahrbahn    sich befinden,  und       Fig.    7 ist ein Querschnitt des     Trieb-          tv < lgens,

      wobei ein Triebrad über eine     Er-          hö        hung    der     Fahrbahn        fället,        während    das  andere auf der in     gleicher    Hölle wie der       ScliieneT,        tve,1-    befindlichen Fahrbahn fährt.  



  In der Zeichnung     sind    alle \feile, welche       für    das     Verständnis    der     Erfindung    unnötig  sind, der Deutlichkeit halber     we-elassen.     



  Der     Triebwagen        beAitzt    zwei     rahmen-          förmige    Gestelle, ein     Obergestell    n und ein       Untergestell    c übereinander     angeordnet.    Der       Pl.alimen        a,    der im folgenden als     Oberrahmen     bezeichnet     wird,    wird von der Achse     b    ge  tragen, auf welcher die Triebräder e fest  sind,

   die auf der ausserhalb der     Schienen    t  befindlichen gleislosen Fahrbahn     r    sieh     be-          wegen.    Die Anordnung der     Triebrii.der    e    könnte natürlich auch so sein,     dass    dieselben  innerhalb der Schienen laufen.

   Die Trieb  rüder e sind     zwecl:mii.ssigerweise    mit     Vol.l-          gummibereilunb    versehen, aber es     kann    auch  an Stelle dieses     Triebräderpaares    ein Rau  penantrieb,     oder    es können mehrere     Trieb-          räderpaare    mit oder ohne abnehmbaren Be  reifungen aus     irgend    welchem Material vor  gesehen sein.  



  Der Oberrahmen     a    ist durch an seiner  Unterseite     befestigte    Federn sauf     der    Achse       b        abgestützt.    Die Achse     b    ist die Triebachse,       welcher    von     irgend    einem Motor aus, z. B.  Dampf- oder     Petrolinotor,        Drehbewegung    er  teilt wird.

   Der Motor     kann    auch einen elek  trischen Generator treiben, um Hilfsantriebs  kraft zu erzeugen; in dem gezeichneten Bei  spiel ist als     3lotor    eine Dampfmaschine f       angenommen,    von deren     )Ärelle    g die Achse b       mittelst    eines Kettentriebes     lt    angetrieben  wird.

       Zwei        vierrädrige    Fahrgestelle oder  Drehgestelle d laufen auf den Schienen f,  eines vorn und eines hinten am     Fahrzeug,          und    es ist ersichtlich, dass der Unterrahmen c  in der     Nähe    seiner     beiden    Enden sich durch       Federn        i,    auf den     Drehgestellen        d    abstützt.

    Die     Verbindung    zwischen Unterrahmen c und  den     Drehgestellen    geschieht mit am Ende  von vertikalen Zapfen vorgesehenen     kuge-          ligen    Gelenken. Diese     Gelenke        ermöglichen     eine Drehung der Drehgestelle d um ihre  Mitten, wie sie beim Durchfahren von Kur  ven nötig ist:

   ferner     gestatten    sie eine     Nei-          (ung    von     Obe.rralimen    a, mit den Triebrädern  e und Unterrahmen in seitlicher     Richtung          egenüber        den    Drehgestellen bei der Fahrt  über     Erhöhungen    oder     Vertiefungen    des       Scliienentve--c-s        oder    der gleislosen Fahrbahn,  wie in     Fib.    7     dargestellt.     



  Der Oberrahmen     a    ist mit dem Unter  rahmen c am     vordern    Ende des Fahrzeuges  mittelst     Iorizontaler    Drehzapfen     y)    verbun  den. Es sind zwei. solcher Drehzapfen     1i        all-          geordnet,    deren jeder in einem zu beiden       Seiten    auf dem     Unterrahmen    c und     zweck-          i        *issi,

  Terweise    in der     dureh    den     Kugelza.pfen     m     t'    n  j quer zur     Fahrrichtung    gehenden     vertikalen     Ebene     vor@-esebenen        Ixager    l gelagert ist.      An diese horizontalen Drehzapfen p ist der  Oberrahmen     a    mittelst nach unten sich er  streckender und an der Unterseite des Ober  rahmens     a    angeordneter Lagerarme k     ange-          lenkt.     



  Die Drehzapfen p     ermöglichen,    dass der  Oberrahmen um die durch die Drehzapfen p  gehende horizontale Achse schwingt und eine  sich verändernde Lage zum Unterrahmen,  welche durch     Gefällsbrüche    der gleislosen  Fahrbahn relativ zum Schienenweg bedingt  ist,     einnimmt.    Auf diese Weise ist der ganze  Triebwagen geteilt in einen Oberteil, be  stehend     .aus    dem     Oberteilnahm.en    a mit den       Triebrädern    und :der Achse b und einem un  tern Teil, bestehend aus .dem Unterrahmen     c     und den Drehgestellen d.

   Es ist dafür zu sor  gen,     .dass    diese beiden     Hauptbestandteile    a  und c     immer    in der gleichen Vertikalebene  bleiben, d. h. es soll keine Möglichkeit be  stehen,     d.ass    sich der Oberrahmen a mit den  Triebrädern wesentlich gegen den Unterrah  men c und die Schienenräder in seitlicher       Richtung    verschiebt.  



  Zu diesem Zweck müssen Oberrahmen a  und Unterrahmen c gegeneinander geführt  sein, und die Führung     .muss    vertikale Bewe  gargen auszuführen gestatten. Dies wird da  durch erreicht,     .dass    die äussern Teile des  Oberrahmens a     (Fig.    1, 4, 5, 6 und 7) einen       aufrechtstehenden    Führungsteil q, z. B.

    einen Behälter, der am hintern Ende auf dem  Unterrahmen c vorgesehen ist, so umgreifen;  dass eine Verstellung in     vertikaler    Richtung,  aber keine Verstellung in seitlicher und in  der Längsrichtung möglich ist.     Diese    äussern  Teile des Oberrahmens a sind mit Lagern     u     versehen, in welchen Rollen v, ,die in Nuten  x auf den aufrechten Seiten .des Behälters  laufen, drehbar sind.  



  Falls eine vertikale Führung gewünscht  wird, .die breiter ist als der auf dem Unter  rahmen getragene Behälter q, so kann der  Rahmen a kürzer gehalten werden und Rol  len oder andere Führungsteile     arn        vordern     Ende .der Führung vorgesehen sein.  



  Die Kombination .der kugeligen     Gelenkei     mit den Drehzapfen p erlaubt eine grosse    Verschiedenheit von relativen Bewegungen  zwischen Ober- und Untergestell und gibt  dem Ganzen eine grosse Flexibilität. Aus den       Fig.    5 und 6 ist     beispielsweise    zu ersehen,  dass beide Triebräder e über steile lokale Er  höhungen oder Vertiefungen der Fahrbahn       fahren    können, während in     Fig.    7 gezeigt  ist, dass nur ein     Triebrad    über der übrigen  Fahrbahn sich bewegt,     und    trotzdem werden  die Drehgestelle d immer auf den Schienen  bleiben, gleichgültig, wie scharf die Kurve  ist; welche dabei noch durchfahren werden  muss.  



  Der beschriebene Triebwagen gestattet in  einfacher Weise einen Umbau, um als reiner  Strassentraktor verwendet zu werden, indem  in .den Lagern k des Obergestelles eine ab  gefederte Vorderachse     mit    letzteren Rädern  eingebaut wird und der Unterrahmen c mit  den Drehgestellen entfernt wird.  



  Auch unter Beibehaltung von Unterrah  men. und- Drehgestellen könnte eine Vorder  achse mit lenkbaren Rädern vorgesehen sein,  wobei die vordern lenkbaren Räder     angehoben     werden müssten, wenn auf Schienen gefahren  wird und das vordere Drehgestell die Füh  rung längs .den Schienen übernimmt, wäh  rend beim     Fahren,auf    gleislosen Fahrbahnen  die Vorderachse mit den lenkbaren Rädern  auf die Fahrbahn gesenkt, die Führung über  nimmt, wobei dann .die Drehgestelle ange  hoben werden     müssten.     



  Die Antriebsmaschine könnte auch ausser  den Triebrädern einen Generator antreiben,  oder es kann auf dem Triebwagen noch eine  besondere Antriebsmaschine für einen Gene  rator vorgesehen sein, welcher den elektri  schen Strom für .auf angehängten Fahrzeugen  vorgesehene Triebmotoren liefert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUGH: Triebwagen für kombinierten Land- und Schienenbetrieb, - welcher auf Schienen ge- .führt ist uh.d mit seinen Tr,ebrä,dern immer auf dem Land längs<B>den</B> Scliienen läuft, ge kennzeichnet .durch einen den Fahrzeugkör per tragenden und auf ,den Triebrädern ru henden Oberrahmen und einen mit diesem durch ein wacrechtes Gelenk an einem Ende verbundenen Unterrahmen. der mit:
    Kugel- gelenken auf Drehschemeln ruht, zum Zwecke, .den Triebwagen möglichst flexibel zu machen, um, trotz der Bodenunebcnheit.en, immer ein sicheres Anliegen der Triebrüder auf .dem Land und der Schienenruder auf dem Schienenstrang, zu gewährleisten.
    U IGTERANTSPRüCHR 1. Triebwaäen nach Patentanspruch, dadurch gelzennzeichriet, dass die senkrechte Achse des Kugelgelenkes des vordern Drehsche mels und die Achse des wagrechten Ge lenkes zur Verbindung der beiden Rahmen in derselben quer zur Fahrtrichtung ge- henden senlaechten Ebene liegen.
    ?. Triebwagen nach Patentansprueh, gekenn zeichnet cluroh eine an einem der Rahmen befestigte und sich durch den andern Rah men erstreehende Führung. 3.
    Triebwagen nach Patentanspruch. @e@enn- zeichnet dureh eine an einem cler Rah men befestigte und den andern Rahmen umfassende Führung. -l. nach Patentansprueh und Un- tF-ranspruch ?. dadurch gekennzeichnet. class der mit der Führitng@zusammenwir- kende Ralrrnen mit <RTI
    ID="0004.0054"> .an. der Führung an liegenden Rollen versehen ist.
CH106910D 1922-11-24 1923-07-03 Triebwagen für kombinierten Land- und Schienenbetrieb. CH106910A (de)

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