Schalteinrichtung für elektrische Anlagen, insbesondere für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb. Die Erfindung betrifft eine Schalteinrich tung für elektrische Anlagen, insbesondere für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb.
Gemäss der Erfindung ist die Schaltein richtung gekennzeichnet durch eine Bank kontaktreihe, die von einer Bürste bestrichen wird, welche dadurch auf einen bestimmten Kontakt eingestellt wird, dass zwei aufein ander gleitende, leitende Körper, von denen einer sich mit dem Bürstenträger bewegt und mindestens einer ein Halbleiter ist, durch einen elektrischen Strom, der durch die Bürste und den Kontakt, auf den die Bürste einge stellt werden soll, sobald die Bürste den Kontakt erreicht, hindurchfliesst, auf verschie dene elektrische Potentiale gebracht werden, wodurch zwischen den genannten Körpern eine Klebkraft entsteht, die den Bürstenträger festhält.
Die Schalteinrichtung kann als Anruf sucher ausgebildet sein, der mehr als eine je von einer Bürste bestrichene Kontaktreihe aufweist, wobei die Kontakte einer dieser Kontaktreihen durch den Teilnehmerleitungen zugeordnete Organe mit einem Bezeichnungs potential versehen werden und dabei die die Bürsten bewegende Kraft ausgelöst wird.
Die Schalteinrichtung kann ferner als Gruppenwähler ausgebildet sein, der mehrere je von einer Bürste bestrichene Bankkontakt reihen aufweist, und bei dem die Bürsten unter Zuhilfenahme von durch eine anrufende Station beeinflussten Gruppenbezeichnungs- kontakten vermittelst Klebkraft zuerst auf eine gewünschte Kontaktbankgruppe und dann bis zum Kontaktsatz einer freien Verbindungs leitung der gewählten Kontaktgruppe weiter bewegt werden.
Die Schalteinrichtung kann ferner als Zeitungswähler ausgebildet sein, der mehrere je von einer Bürste bestrichene Bankkontaktreihen aufweist, und wobei die Bürsten ebenfalls unter Zuhilfenahme von durch eine anrufende Station beeinflussten Gruppenbezeichnungsbankkontakten vermit telst der Klbbkraft zuerst auf eine gewünschte Bankkontaktgruppe und dann bis zum Kon- taktsatz einer anzurufenden Leitung weiter bewegt werden.
Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen standes sind in der Zeichnung dargestellt, in welcher Fig. 1 eine erste Ausführungsform des Schaltwerkes darstellt; Fig. 2 zeigt eine Elektromagnetanordnung zum Loslassen des Bürstenträgers und zum Aufziehen einer die Bürsten bewegenden Feder;
Fig. 3 ist eine als Anrufsucher ausgebil dete Schalteinrichtung, Fig. 4 eine als Gruppenwähler ausgebil dete Schalteinrichtung, Fig. 5 eine als Leitungswähler ausgebil dete Schalteinrichtung, Fig. 6 eine Ausführungsform des Antrie bes beziehungsweise Stillsetzkörpers des Bür stenträgers in zylindrischer Form.
In der Fig. 1 ist 1 eine Welle, die in dein Lager 2 gelagert ist und mit welcher ein Zahnrad 3, ein Bund 4, eine Scheibe 5 aus Metall und eine Scheibe 6, bestehend aus einem Halbleiter, fest verbunden sind. Eine Feder 7 hat die Neigung, die Welle 1 mit den Teilen 3, 4, 5 und 6 in der Richtung des Pfeils 8 herumzudrehen. Diese Drehung wird jedoch verhindert durch die Sperrklinke 9, die an dem Anker 10 eines Elektromag netes 11 angelenkt ist. Der Anker 10 wird durch eine Feder 12 in einer solchen Lage gehalten, dass die Klinke 9 für gewöhnlich in einen Zahn des Zahnrades 3 eingreift.
16 ist eine viereckige Stange, die durch das Loch eines Rahmenteils 16' hindurchgeht und an deren unterem Ende eine Scheibe 14 aus Metall und eine Scheibe 15, aus einem Halbleiter bestehend, befestigt ist.
Zwischen den Halbleiterscheiben 6 und 15 ist ein Drehkörper gelagert, der aus zwei mittelst Isolation 18 miteinander verbundenen Wellenteilen 17 und 19 und zwei Scheiben 19' und 17' besteht. Die Welle 17, 18, 19 ist in einem Lager 20 geführt, und. an ihr sind Kontaktarme 21, 22, befestigt, die über die Prüfkontakte 23, 24 von Kontaktreihen hinwegstreichen können. Durch eine Feder 25 wird die durch die Stange 16 festgehaltene Scheibe 15 gegen die drehbare Scheibe 19' und hierdurch auch die mit der Scheibe 19' starr verbundene dreh bare Scheibe 17' gegen die Scheibe 6 gedrückt.
100 und 101 stellen beispielsweise die Leitungsrelais von Teilnehmern einer Selbst anschluss-Fernsprechanlage dar.
Die allgemeine Wirkungsweise des Schalt werkes sei nun erklärt.
Ruft zum Beispiel der Teilnehmer, dem das Leitungsrelais 100 zugeordnet ist, an, so wird sein Relais 100 erregt und dadurch der Kontakt 30 geöffnet und die Kontakte 31 und 32 geschlossen. Durch die Öffnung des Kontaktes 30 wird der Pol pl einer Stromquelle von dein Kontakt 33 im Kontakt felde abgetrennt und durch den Kontakt 31 an den Kontakt 34 in dem Kontaktfelde angelegt. Die Kontakte 33 und 34 entspre chen der Leitung des anrufenden Teilnehmers. Durch den Kontakt 32 wird der Pol p1 der Stromquelle an die Leitung 35 geschaltet, und es fliesst ein Strom über die Anlassleitung 35, den Kontakt 36, den Elektromagneten 11 zum andern Pol p2 der Batterie.
Der Elektro magnet 11 zieht seinen Anker 10 an, und hierbei schleift die Innenseite der Klinke 9 gegen einen feststehenden Stift 40 (Fig. 2). Die Innenseite der Klinke 9 ist so geformt, dass sie bei der Anzugsbewegung des Ankers 10 durch den Stift 40 aus dem Zahnrad 3 herausgehoben wird. Gleichzeitig beziehungs weise mit geringer Verzögerung wird die Halteklinke 51 durch eine Feder 52 und eine mit ihr verbundene Stange 53 von dem Zahn- rade 3 abgehoben. Die Stange 53 ist rnrt dein Kolben 54 einer Verzögerungseinrichtung verbunden.
Diese besteht im wesentlichen aus dem in dem Zylinder 55 beweglichen Kolben 54, der durch die Feder 52 in der Richtung des Pfeils 57 bewegt wird, sobald der Arm 58 beim Anzug des Ankers 10 vom Stift 59 zurückbewegt wird. Wenn der Anker 10 von seinem Magneten 11 wieder losgelassen wird, zieht die Feder 12 den Anker 10 in seine Ruhelage zurück und treibt dabei die Kolben stange 53 unter Zusammendrücken der Feder 52 in der Richtung des Rades 3, Hierbei öffnet sich eine Luftklappe 56 im Kolben 54, so dass die Luft aus dem Raum 60 in den Raum 61 frei überströmen kann.
Wenn die Feder 52 beim Zurückziehen des Ankers 10 durch die Feder 12 vermittelst des Armes 58 und des Stiftes 59 zusammengedrückt ist und darauf der Anker 10 vom Magneten 11 wie der angezogen und dabei die Kolbenstange 53 wieder freigegeben wird, wird die durch die Feder 52 veranlasste Bewegung des Kol bens 54 durch das Schliessen der Klappe 56 gehemmt. Infolgedessen bleibt die Klinke 51 bei raschen Schwingungen des Ankers 10 mit dem Zahnrad 3 in Eingriff und hält dasselbe in der Stellung, in welche es durch die Klinke 9 entgegen der Pfeilrichtung 8 gedreht wird, fest.
Hieraus geht hervor, dass, wenn der Anker 10 durch den Magneten 11 angezogen wird und dann in seiner angezogenen Lage bleibt, das Rad 3 durch die Klinke 9 und 51 freigegeben wird und sich in der Richtung des Pfeils 8 drehen kann. Wird aber der Anker 10 durch rasch aufeinanderfolgende Stromstösse durch den Magneten 11 veranlasst, rasche Schwingungen auszuführen, so dreht die Klinke 9 das Rad 3 in der dem Pfeil 8 entgegengesetzten Richtung, und hierbei hält die Klinke 51 das Rad 3 in der Stellung, in welche es durch die Klinke 9 gedreht wird.
Wenn der Elektromagnet 11 durch Her ausziehen der Klinken 9 und 51 aus dem Rade 3 letzteres freigibt, legt er gleichzeitig den Pol p2 (Fig. 1) über den Ankerkontakt 37 an die Bürste 38 und an die bfetallscheibe 14 an.
Es fliesst dann ein Strom von p2, 37 über die Bürste 38, Metallscheibe 5, Halbleiter 6, Metallscheibe 17', Kontaktarme 21, Kontakt 39 des Teilnehmerrelais, dem der Kontakt 40 des Kontaktfeldes entspricht, zum Polpl. Dieser Strom bewirkt ein festes Anhaften der Scheibe 6 an Scheibe 1<B>7</B>, so dass die Feder 7, die durch das Herausheben der Klinke 9 aus dem Rade 3 die Welle 1 mit der Scheibe 6 in der Richtung des Pfeiles 8 mit grosser Ge schwindigkeit herumdreht, die Scheibe 17' und die an ihr befestigten Teile 17, 19, 19' mitnimmt.
Diese Drehung setzt sich fort, bis der Kontaktarm 21 den Kontakt 33 erreicht, von welchem der Pol p1 abgetrennt ist: In diesem Augenblick verschwindet die Kleb kraft zwischen 17' und der Scheibe 6; da aber der Kontakt 34 mit dem Pol p' über 31 verbunden ist, entsteht durch den Strom, der von pl über 31, 34, 22, 19' 15, 14, 37 zum Pol p2 fliesst, im gleichen Augenblick eine Klebkraft zwischen den Scheiben 15 und 1.9', so dass die Welle 17 mit den Scheiben 17' und 19' sofort in der erreichten Lage festgehalten wird. Der Wähler ist damit eingestellt.
Nachdem nun die allgemeine Wirkungs weise des eigentlichen Schaltwerkes beschrie ben worden ist, soll im Nachfolgenden dessen Ausbildung und Arbeitsweise als Anrufsucher (Fig. 3), Gruppenwähler (Fig. 4) und Leitungs wähler (Fig. 5) im einzelnen erläutert werden. Es sei angenommen, dass ein an die Teilneh merleitung 60, 61 (Fig. 3) angeschlossener Teilnehmer anruft und nach Einstellung des Anrufsuchers (Fig. 3) auf seine Leitung zu erst den Gruppenwähler (Fig. 4) und dann den Leitungswähler (Fig. 5) einstellt und da durch eine Verbindung mit einer gewünschten Teilnehmerleitung herstellt.
Wenn der Teil nehmer anruft, fliesst ein Strom von dem Pluspol der Batterie über das Leitungsrelais 100, Ankerkontakt 63l, Leitung 61, . anrufen den Teilnehmer, Leitung 60; Ankerkontakt 64 zum Minuspol. Das Anrufrelais 100 schliesst seine Kontakte 31, 32 und 63, letzteren mit Verzögerung, und öffnet die Kontakte 30 und 62. Durch den Kontakt 31 wird der Pluspol an den Bankkontakt 66 des Anrufsuchers ge legt, während durch Öffnung des Kontaktes 30 der Pluspol von dem Bankkontakt 40 des Anrufsuchers abgetrennt wird. Hierdurch wird die anrufende Leitung in dem Kontaktfelde des Anrufsuchers als anrufend bezeichnet.
Durch den Kontakt 32 des Anrufrelais 100 wird ein über den Anlass- und Rückstell-. magrieten 11 verlaufender Stromkreis (Plus pol, 32, 70, Relaiskontakt 71, 11, Minuspol) geschlossen, so dass der Magnet 11 den An ker 10 anzieht\ und das Zahnrad 3 freigibt. Gleichzeitig wird durch den Magneten 11 vermittelst des Kontaktes 37 der Minuspol an die Bürste 38 und damit an die Metall scheibe 5 gelegt.
Da sämtliche Bankkontakte 40 der nicht anrufenden Leitungen über einen Kontakt wie 30 mit dem Pluspol der Batterie verbunden sind, fliesst über die Scheibe 5, Halbleiter 6, Scheibe 17', Welle 17 und Bürste 21 ein Strom, der eine Klebkraft zwi- sehen der Halbleiterscheibe 6 und der Scheibe 17' verursacht. Die Welle 17 wird daher mit ihren Kontaktbürsten mitgenommen, bis die Bürste 21 den Bankkontakt 40 der anrufen den Leitung erreicht, der nicht über einen Kontakt 30 mit dem Pluspol verbunden ist.
In diesem Augenblick hört die Klebkraft zwi schen 6 und 17' auf, und gleichzeitig entsteht eine Klebkraft zwischen der Halbleiterscheibe 15 und der Scheibe 19' durch einen Strom, der vom Pluspol über den Kontakt 31, Bankkontakt <B>66</B> der anrufenden Leitung, Wellenteil 173, der von dem Wellenteil 17 isoliert ist, Schei be 19', Halbleiter 15, Scheibe 14, Leitung 73, Kontakt 741, Kontakt 37 nach dem Minus pol fliesst. Die Kontaktarme des Anrufsuchers werden also zum Stillstand gebracht, und es wird dann ein Relais 74 erregt durch einen Strom, der folgendermassen verläuft: Vom Pluspol über 32, 70, 71, 74, Kontaktarm 75, Relaiskontakt 63, Trennrelais 65 nach dem Minuspol. Das Relais 74 schliesst die Kon takte 76, 77, 78, 79, 801 und öffnet gleich zeitig die Kontakte 81 und 71.
Durch den Kontakt 79 wird ein Relais 80 erregt (3linus- pol, 79, rechte Wicklung von 80, Pluspol), und dieses öffnet den Kontakt 741 und schliesst die Kontakte 84 und 82. Durch den Kontakt 82 wird für das Relais 80 ein Haltestrom kreis über den Wellenkontakt 83 des Wäh lers geschlossen.
Durch die Öffnung des Kontaktes 71 und die Schliessung des Kontaktes<B>801</B> wird die Anlassleitung 70 über 86 nach dem nächsten Anrufsucher weitergeschaltet.
Gleichzeitig mit dem Relais 74 wird das Relais 65 erregt, welches das Anrufrelais 100 abschaltet und sich über den Kontakt 87 in einen von dem Kontakt 63 unabhängigen, das Relais 74 enthaltenden Stromkreis einschaltet, der von dem Pluspol (h'ig. 4) über Kontakt 120, Kontakt 78, 75, 87, 65 nach dein Minus- pol verläuft. Die Schliessung des Kontaktes 120 erfolgt in dein Augenblick der Erregung des Relais 74 dadurch, dass das Stromstoss relais 122 über die Schleife des anrufenden Teilnehmers erregt wird und über seinen Kontakt 1213 das Relais 121 einschaltet.
Es sei hier bemerkt; dass die Kontaktarme 90, 91 und 75 von der Welle des Anrufsuchers und voneinander isoliert sind, der Kontakt arm 21 mit dem Wellenteil 17 und Kontakt arm 22 mit dem Wellenteil 17' verbunden sind.
Der anrufende Teilnehmer zieht nun seinen Nummernschalter auf und verursacht eine der gewünschten Wählergruppe entsprechende An zahl Unterbrechungen der Teilnehmerschleife. Bei jeder Unterbrechung wird der Kontakt 124 geschlossen und hierbei das Relais 125 erregt, während das Verzögerungsrelais 121 seinen Anker angezogen hält. Gleichzeitig erhält der Magnet 126 des Gruppenbezeich- nungsschalters eine entsprechende Anzahl Stromstösse, und die Sektoren 127, 128, wel che beide mit dem Pluspol der Stromquelle verbunden sind, sowie der Kontaktarm 129 dieses Schalters werden schrittweise gedreht.
Soll der Gruppenwähler in der zweiten Kon taktgruppe suchen, so wird der Sektor 1.27 mit seinen ersten beiden Bankkontakten in Verbindung gebracht, während der Sektor 128 ausser Berührung mit seinen ersten beiden Bankkontakten gebracht wird. Hierdurch ist die Bankkontaktgruppe bezeichnet, auf welche die Kontaktarme 190, 191, 192, 193 einge stellt werden sollen. Über den Sektor 127 ist nämlich der Pluspol an die beiden langen Bankkontakte 194, 195 gelegt, während durch den Sektor 128 der Kontaktarm <B>198</B> von den langen Bankkontakten 196, 197 getrennt ist.
Die Anlegung des Pluspoles an die langen Bankkontakte 194, 195 hat zur Folge, dass eine Klebkraft zwischen der Halbleiterscheibe 106 und der Scheibe 117' der Welle auf jeden Fall so lange ausgeübt wird, bis die Bürste 199 die Kontakte 194, 195 verlässt, während die Trennung der Kontakte 196,<B>197</B> von der Bürste 19$ zur Polge hat, dass eine-Klebkraft zwischen der Halbleiterscheibe 115 und der .Scheibe <B>119'</B> des Wählers erst dann entstehen kann, wenn die Bürste 150' die langen Bank kontakte 196, 197 verlassen hat und sämt liche Kontaktarme des Wählers bis zur näch sten Kontaktbankgruppe weiter gedreht wor den sind.
Der Strom, der die Äusserung der Kleb kraft zwischen 117' und 106 unter Vermitt lung des Sektors 127 verursacht, fliesst vom. Pluspol über 127; 194 bezw. 195, Arm 199, Wählerwelle, Scheiben 117' 106, 105, Bürste 138, Kontakt 137 zum Minuspol. Die Drehung der Wählerwelle wird nach Einsendung der Einstellimpulse für den Gruppenwähler durch die Erregung des Magnetes 111 veranlasst, und diese findet statt, wenn das langsam arbeitende Relais 125 am Ende der Wahl stromstossreihe seinen Anker abfallen lässt und den Kontakt 1511 schliesst, wodurch das Re lais 152' eingeschaltet wird (Pluspol, 151', Wellenkontakt 153', Relais 152', Minuspol).
Es ist zu bemerken; dass der Wellenkontakt 153' in dem Augenblicke geschlossen wird, wo der Sektor 127 aus seiner Anfangsstellung gedreht wird. Das Relais 152' erregt den Mag neten 111 durch einen über 154' fliessenden Strom (Pluspol, 154',111, Minuspol). Die Wäh lerwelle wird also nun infolge der Klebkraft zwischen 106 und 117' herumgedreht. Wenn der Kontaktarm 199 die Bezeichnungskon takte 194, 195 verlassen hat, bleibt die Scheibe 117' über einen Widerstand 156' mit dem Pluspol verbunden, so dass die Klebkraft zwischen 106 und 117' zunächst bestehen bleibt infolge eines Stromes, der vom Plus pol über Kontakt<B>171,</B> 156', 15fi', Bürste 158', Scheiben 117', 106, 105, Bürste 138, Kontakt 137 nach dem Minuspol fliesst.
Sobald aber die Bürste 193, die von der Welle isoliert ist, einen Bankkontakt erreicht, der mit einer Leitung 159' verbunden ist, die über einen Kontakt 160' mit dem Minuspol .verbunden ist, wird der über 106,<B>105,137</B> nach dem Minuspol fliessende Strom durch einen über 193, 159' 160' führenden Stromweg kurzge schlossen, so dass die Klebkraft zwischen 117' und<B>106</B> aufhört.
In demselben Augenblick entsteht eine Klebkraft zwischen der Halb leiterscheibe<B>115</B> und der Scheibe 119', und zwar durch einen Strom, der voni Pluspol über Kontakt 162', Leitung 163', Scheiben 114, 115, 119', Bürste 150', den langen Bank kontakt 198', Sektor 128, Bürste 198, Relais kontakt<B>161'</B> nach dem Minuspol fliesst. So lange die Bürste 150' über isolierte Bezeich nungskontakte 196; 197 hinwegstrich, konnte ein Stillsetzstrom über die Scheiben 115, 119' nicht fliessen.
Ein solcher konnte erst dann fliessen, wenn der Kontaktarm 150' die be zeichnete Bankkontaktgruppe, also den ersten langen Bankkontakt 198' erreichte, der über den Sektor 128 noch mit der Bürste 198, die von der Wählerwelle isoliert ist, verbun den ist. Sobald die Wählerwelle auf diese Weise zum Stillstand gebracht ist, wird ein Relais 1701 erregt durch einen Strom, der vom Pluspol über Kontakt 120, Relais 1701, Bürste 192, Relais 171', Kontakt 2$5, nach dem Minuspol fliesst. Die Justierung der Re lais 170', 171' ist derart, dass Kontakt 171 vor dem Kontakt 160' geöffnet und hierdurch zun:ichst verhindert wird, dass ein Wieder auftreten der Klebekraft zwischen den Schei ben 117' und 106 stattfindet.
Die Klebekraft zwischen 114 und 115 wird beim Öffnen des Kontaktes 1611 wieder verschwinden, was aber nach dem Anhalten der Bürsten des Wählers ohne Nachteil ist. Das Relais 1.70' öffnet den Kontakt 171 und trennt dadurch den Pluspol von dem Widerstand 156' ab. Gleichzeitig schliesst es seine Kontakte 174', 175' und schaltet dadurch die anrufende Lei tung nach dem Leitungswähler durch. Durch Schliessung des Kontaktes<B>173'</B> des Relais 170' wird das Relais 122 und infolgedessen auch das Auslöserelais 121 erregt gehalten. Der Teilnehmer sendet nun die nächste Strom stossreihe nach dem Leitungswähler, die das Stromstossrelais 222 des Leitungswählers be einflusst.
Es sei angenommen, dass der anru fende Teilnehmer den Leitungswähler auf den zweiten Bankkontaktsatz in der zweiten Bank kontaktgruppe einstellen will. Der Teilnehmer sendet in diesem Falle zwei Zehnerstromstösse ein, so dass das Stromstossrelais 222 seinen Anker zweimal abfallen lässt, um zwei Strom stösse durch den Magneten ZJI des Zehner bezeichnungsschalters zu schicken.
Diese Sti-omstöI,e verlaufen vom Minuspol über Kon takt 223, Kontakt 224 des Auslöserelais 225, (welches über den Kontakt 226 erregt wird und seinen Anker nur langsam abfallen lässt, so dass der Kontakt 224 während der Strom- stossgabe geschlossen bleibt) Kontakt 227, .Magnet Z.M zum Pluspol.
Der Zehrierbezeich- nungsschalter besteht ans einem Kontaktarm Z' und zwei Kontaktsegmenten Z= und Z3. Der Kontaktarm .Z' mit seinem zugehörigen Bankkontaktstreifen 229 dient zur Rückstel lung des Zehnerschalters in die Ruhelage, wie im nachfolgenden noch, näher dargelegt ist. Durch die Segmente Z= und Z3 wird die Kon- taktbankgruppe, auf welche die Kontaktarme des Leitungswählers eingestellt werden sollen, im Kontaktfelde bezeichnet.
Wird das Seg- inent Z= durch den Zehnermagneten Zll um zwei Schritte -gedreht, so wird die Verbindung zwischen dem von der Welle 238 isolierten Kontaktarm 220 und dem ersten Kontakt- hankstreifen 230 aufgehoben, während eine elektrische Verbindung zwischen 220 und dein andern Kontaktbankstreifen 231 usw. bestehen bleibt.
Hierdurch wird, wie irn folgenden noch näher beschrieben ist, bewirkt, dass ein Strom von der Bezeichnungskontaktreihe 230, 281 usw. erst beim Schleifen der Bürste 233 über den zweiten Ban kkontaktstreifen 231 und durch die Scheibe 219,<B>215,</B> 214 fliessen kann. Eine Klebkraft kann also erst zwischen 219 und 215 entstehen, wenn die Kontakt- arme bis zur zweiten Kontaktbankgruppe her umgedreht sind.
Das Segment Z2 bestimmt also die Gruppe; bis zu .welcher der Kontakt arm 233 und die übrigen Kontaktarme des Wählers herumgedreht. werden müssen, ehe eine Klebkraft zwischen den Scheiben 219 und 215 entstehen kann.
Das Segment Z3 des Zehnerschalters be stimmt die Gruppe, bis zu welcher die Kon taktarme des Wählers herumgedreht werden müssen, ehe die Klebkraft -zwischen den Scheiben 217 und 206 aufhören kann. Wenn der Zehnermagnet zwei Stromstösse erhält, dann wird das Segment Z auf den mit dem Bankkontaktstreifen ?34 verbundenen Kontakt 236 eingestellt.
Hierdurch wird, wenn die Wählerwelle in nachfolgend beschriebener Weise veranlasst wird, sich herumzudrehen, über den Iontaktbankstreifen 234 und den Kontaktarm 299 ein Potential mit dem Wel lenteil 238 und der Scheibe 217 verbunden, so dass die Klebkraft zwischen 217 und 206 so lange bestehen bleibt, bis der Kontaktarm 299 über den Bankkontaktstreifen 234 hin weg gedreht ist. Je nach der Einstellung des Segmentes Z3 wird also über den Kontakt arm 299 ein Potential auf den Wellenteil 238 gelegt, während derKontaktarm über einen oder. mehrere Kontaktbankstreifen schleift.
Inn vorhergehenden wurde bereits gesagt, dass der anrufende Teilnehmer zwei Zehner stromstösse eingesandt hatte und dadurch der Zehnerbezeichnungsschalter Z , Z3 eingestellt wurde. Nach Einsendung der Zehnerstrom- stossreilie bleibt das Relais 222 während eines verhältnismässig längeren Zeitraumes erregt, so dass das Verzögerungsrelais 240, das durch die Kontakte 223, 224 Stromstösse erhielt, nun seinen Anker abfallen lässt und hierbei das LTmschalterrelais 228 erregt durch einen Strom, der vom Minuspol über 242, Kontakt arm Z4 des Zehnerschalters, Kontaktstreifen 243,
Relais<B>228</B> nach dem Pluspol fliesst. Das Relais 228 schliesst durch seinen Kontakt 244 und den Kontakt 245 des Relais 225 einen eigenen Haltestromkreis und schaltet gleich zeitig die Stromstossleitung 246 von dem Zehnermagneten nach dem Einermagneten EJI (im. Wenn- min der Teilnehmer seine Einerstromstösse einsendet, fliesst eine ent sprechende Anzahl Erregerstromstösse vom Minuspol über 223, 224, 247, Einermagneten Eilt zum Pluspol.
Der Einermagnet stellt den Einerbezeich- nungssehalter, der aus den Kontaktarmen Ei, E2, Ei, E, und aus dem Segment L'3 besteht, entsprechend ein. Hat der anrufende Teil riehmer zwei Einerstromstösse eingesandt, so wird der Kontaktarm Ei bis zu seinem zwei- ten tankkontakt 247 herumgedreht, während das Segment E3 auf seinen ersten Bankkon takt 248 eingestellt wird.
Hierdurch wird einerseits veranlasst, dass durch den später herumgedrehten Kontaktarm 220 im richtigen Augenblick, also in dem Augenblick, wo der Kontaktarm 220 den Bankkontakt 250 er reicht, ein Potential über E', 247, 250, 220, Z2, 231, Arm 233 mit dem Wellenteil 232 und infolgedessen auch mit der Scheibe<B>219</B> verbunden wird und eine Klebkraft zwischen <B>19</B> und der Scheibe 215 entsteht, die das <B>2</B> Stillsetzen der Wählerwelle bewirkt.
Ander seits wird nach Einstellung von E3 auf 248 bewirkt, dass in dein Moment, wo der Kon- talitarm- 251 den Bankkontakt 253 erreicht, der gemäss seiner Stellung in der Kontakt bank dem Bankkontakt 250 entspricht und der mit 248 nicht verbunden ist, der Strom kreis, der vom Pluspol über 256, E', E3, 248, Bankkontakt 252, 251, 217, 206, 238, 237 nach dem Minuspol verläuft, und der vorher vom Pluspol aus über 256, .E5, Z3, Kontakt 234, Bürste 299, Wellenteil 238, 217, 206, 237 nach dem Minuspol verlief, geöffnet wird, so dass die Klebkraft zwischen 217 und 206 aufhört.
Die Schaltvorgänge, die nach der Einstellung des Einerbezeichnungsschalters durch den Magneten E@U erfolgen, seien nun im einzelnen erörtert. Nach Einsendung der Einerstromstösse bleibt das Stromstossrelais 222 dauernd erregt, so dass die Stromstösse durch das Verzögerungsrelais 240 aufhören und dieses seinen Anker wieder abfallen lässt. Es fliesst dann ein Strom vom Minuspol über 242, E@, Anlassmagnet 211 zum Pluspol. Dieser Magnet zieht seinen Anker an und entriegelt dadurch die Zahnscheibe 203, so dass der Wellenteil 201 durch Federkraft herumgedreht wird.
Bei der Erregung des Entriegelungsmagneten 211 wurde gleichzeitig ein Potential über das Segment Z3 mit dem Wellenteil 238 und infolgedessen auch mit der Scheibe 217 verbunden, und zwar über folgenden Stromweg: Pluspol, 256, E5, Z3, 236, 234, 299, 238. Gleichzeitig wurde ein entgegengesetztes Potential über 237, 238 mit den Scheiben 205, 206 verbunden. Es entsteht dadurch eine Klebkraft zwischen 206 und 217, so dass die Wählerwelle herumge dreht wird.
Wenn die Bürste 299 den Kon- taktbankstreifen 234 verlässt, bleibt zunächst über 256, E5, E3, 248, 252, 251 das Poten tial mit dem Wellenteil 238 verbunden. So bald aber die Kontaktarme die gewünschte Stellung erreicht haben, also sobald der Kon taktarm 251 den Bankkontakt 253, der keine Verbindung über den Sektor E3 mit . dem Pluspol hat, erreicht, hört die Klebkraft zwi schen 217, 206 auf. In dieser Stellung der Bürste wird ein Potential an den Wellenteil 232 gelegt vom Pluspol über 256, E5, EI, 247, 250, 220, Z2, 231, 233, so dass eine Klebkraft zwischen der Scheibe 219 und der Halbleiterscheibe 215 entsteht.
Die Wähler welle wird also zum Stillstand gebracht, und damit sind die Kontaktarme 260, 261, 262 auf die gewünschte Teilnehmerleitung einge stellt. Ist diese Leitung frei, so wird in üb licher Weise ein Prüfrelais 263 zum Anspre chen gebracht, und der gewünschte Teilneh mer wird durch nicht dargestellte, im Amt befindliche Einrichtungen angeläutet. Nach dem Gespräch hängt der anrufende Teil nehmer seinen Hörer an. Hierbei wird das Relais 222 aberregt, wodurch auch die Ab erregung des Auslöserelais 225 erfolgt.
Es fliessen dann Stromstösse vom Minuspol über Unterbrecher 280, Kontakt 281 und einerseits über Kontaktarm E2, Kontaktbogen, auf wel chen E2 eingestellt ist, Magnet Elll und an derseits über Kontaktarm Z', Kontaktbogen 229, Magnet ZNI zum Pluspol.
Die 3lagnete .E31 und Z.31 bewegen nun die zu dem Zehner- und Einerschalter gehörigen Kon taktarme herum, bis einerseits der Kon taktarm Z1 von dem Kontaktbogen 229 her untergetrieben ist, und anderseits der Kon taktarm E2 von seinem Kontaktbogen herun ter gedreht ist., Der Zehner- und der. Einer schalter sind dann in ihre Ruhestellungen zurückgedreht.
Die Stromstösse vom Unterbrecher 280 fliessen auch über den Wellenkontakt 282 und durch den Magneten 211, der die Wähler welle mit den Kontaktarmen -in -die Ruhelage zurückbringt. Sobald diese Ruhelage erreicht ist, wird der Kontakt 282 geöffnet, so dass der Stromkreis des Magnetes 211 unterbro chen wird. Damit ist der Leitungswähler mit seinen Bezeichnungsschaltern Z-31 und .EJI in die Ruhelage zurückgebracht.
Bei der Aberregung des Rückstellrelais 225 wird am Kontakt 283 auch der Strom- kreis des Relais 171', sowie des Relais 170' eine kurze Zeit, nämlich bis das langsam arbeitende Hilfsrelais 284 seinen Ankerkon takt 285 schliesst, unterbrochen. Das Relais 170' öffnet am Kontakt 173' den Stromkreis des Relais 122, wodurch am Kontakt 129) der Stromkreis des Rückstellrelais 121 unterbro chen wird.
Dadurch wird am Kontakt 181' ein Enterbrecherstromkreis geschlossen, der folgendermassen verläuft: Vom Pluspol über den Unterbrecher 185', Kontakt 184', Kon taktstreifen 186', Kontaktarm 129, Magnet 126 nach dem Minuspol. Der Magnet<B>126</B> erhält Stromstösse, bis der Kontaktarm 129 und damit der Gruppenbezeichnungsschalter 126 seine Ruhelage erreicht hat. Auch der Rückstellmagnet 111 erhält Stromstösse, die vom Pluspol über 185', 184', Wellenkontakt l87, 111 nach dem Minuspol verlaufen. Der Magnet 111 dreht die Wählerwelle in die Ruhelage zurück.
Sobald diese erreicht ist, öffnet sich der Wellenkontakt 187', wodurch der Magnet 111 aberregt wird. Die Rück stellung des Anrufsuchers in die Ruhelage wird durch die durch Öffnung des Kontaktes 120 erfolgende Aberregung des Relais 74 eingeleitet. Wenn das Relais 74 aberregt wird, fliessen Stromstösse vom Pluspol über den Unterbrecher 90', Kontakte 81 und 84 und über den Magneten 11 zum Minuspol. Der Magnet 11 dreht die Welle in die Ruhe lage zurück. Sobald diese erreicht wird, wird der Kontakt 83 und damit der Haltestrom kreis des Relais 80 geöffnet.
Das Relais 80 wird aberregt und öffnet am Kontakt 84 den Unterbrecherstromkreis beziehungsweiseRück- stellstromkreis des Magnetes 11. An Stelle von Antriebs- und Stillsetzscheiben können auch Zylinder benutzt werden, wie sie in der Fig. 6 der Zeichnung dargestellt sind.