CH101992A - Verfahren zum Zetteln oder Scheren von Baumwoll-, Woll-, Leinen- und dergleichen Garnketten. - Google Patents
Verfahren zum Zetteln oder Scheren von Baumwoll-, Woll-, Leinen- und dergleichen Garnketten.Info
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Description
Verfahren zum Zetteln oder Scheren von Baumwoll-, Woll-, Leinen- und dergleichen Garnketten. Beim Zetteln oder Scheren von Baum- woll-, Woll-, Leinen- und dergleichen Garii.- ketten -wird bisher entweder ab drehbaren Garnrollen, zum Beispiel Spulen in Parall,31- windung, mit seit-liehen Flanschen oder Kreuzspulen gezettelt, oder auch ab fest stehenden Spulenkörpern,
wie zun-r Beispiel Spinnhützern oder Kreuzspulen. Hierbei er- u('ben sieh die folgenden,<B>je</B> nach der<B>Spül-</B> art mehr od(#r weniger grossen Nachteile.:
<B>1.</B> Beim Zetteln oder Scheren ab drehend ablaufenden Garnrollen darf die Zettel- gescliwindigheit nur eine verhältnismässig beschränkte sein, da, sieh beim Kleinerwerden der abzuzettelnden Spulen deren Wickel- durehmesser beständig verringert, die Uin- lauf.,#-eschwindigkeit und damit die Faden spannung aber vergrössert.
Aus dem gleichen Grunde kann der Durchmesser dieser rollend abgezettelten Spulen nur ein geringer sein, so dass ein oftmaliges Neubeschicken des Zel.telgatters'erforderlich ist.
2. Beim Zetteln oder Scheren ab fest stehenden Spinnkötzern ergibt sich der grosse Nachteil, dass die Fadenlänge der einzelnen Spulenkörper zu klein ist und infolged-,ssen eine übermässige Bedienung zum Anknüpfen der einzelnen Spulen erforderlich ist.
Es hat sich ausserdem in der Praxis erwiesen, dass die zu zettelnden Garne -unbedingt vorgespult werden müssen, damit die schlechten Spinn stellen und Unreinigkeiten des Fadens auf der Spulmaschine beim Einzelfaden ausge merzt werden, also im Falle des Fadenbruches nur der betreffende Einzelfaden der Spul- maschine ausser Betrieb kommt, während diese unumgängliche Ausmerzung der sehwa chen Fadenstellen und Unreinigkeiten beim unmittelbaren Zetteln von Spinnkötzern erst beim Zetteln erfolgen kann und hier bei jedem einzelnen,
Fadenbruch jedesmal die Ge,samtiadeii7,ihl der Kette ausser Betrieb gesetzt werden muss, um den gerissenen Fa den wieder anzuknüpfen, was eine bedeu tende Verminderung der Zeitelleistung ver ursacht.
<B>3.</B> Beim Zetteln oder Scheren ab fest stehenden konischen Kreuzspulen sind zwar die vorbesehriebeneil Nachteile des Zettelns von iollenden Spulenkörpern. oder von fest stehenden Spiunkötzern zu einein grossen Teil beseitigt;
dagegen hat sich hier in vielen Fällen, besonders bei lose gedrehten Garnen, der Nachteil der übermässigen Staubbild-Ling und Staubablage auf die vordern Stirn flächen a (Fio-. <B>1)</B> der Kreuzspulen ergeben, und zwar hauptsächlich dadurch, dass es praktisch nicht angängig ist, die Konizität der Kreuzspulen derartig stark zu machen, dass der ablaufende Faden sich an den tiefer liegenden Garnschichten nicht, mehr reibt, so dass Staub entsteht, der dem Faden anhaftet,
bei der kreisenden Bewegung des ablaufenden Fadens herunterfällt und sich allmählich auf der Stirnfläehe a anhäuft und damit später beim Kleinerwerden des Spulendurchmessers vom Faden mitgerissen wird und die Kette verunreinigt.
Dieser Übelstand wird uni so gr <B>-</B> össer, je grösser man im Interesse eincs möglichst seltenen Neubeschickens des Zettel gatters den Durchmesser oder die Länge der Kreuzspule nimmt, so dass hierdurch die praktisch anwendbare Garnmenge der ein zelnen Kreuzspulen immer noch beschränkt bleibt.
Um diesen Übelstand zu vermeiden, soll der Erfindung gemäss das Zetteln ab fest stehenden Flaschenspulen erfolgen, wi sie an -und für sich in der Wirkerei, allerdings in verhältnismässig kleinem. Ausmass, bekannt sind. Die Anwendung dieser Spulenart- zum Zwecke des Zeitelns ermöglicht es, den Garn spulen eine beliebige GröU bezw. Garn menge züi geben,
ohne dass dabei der oben beim Zetteln oder Scheren von der fest stehenden Kreuzspule beschriebene grosse tn i%elstand der Staubbildung -und Staub- ablagerung überhaupt möglich ist.
Die Ko- nizität der einzelnen Garnlagen der Flaschen spule ist gegenüber derjenigen der Kreuz spule ein so wesentlich grösserer, dass selbst bei den grössten Abmessungen derartiger Spu len eine schädliche Reibung des Fadens, wie dies aus der schematischen Fig. 2 liervorgeht, selbst beim Abziehen der tieferliegenden Garnschichten ausgeschlossen ist.
Ferner kommt hinzu, dass eine Stirnfläche am Garn körper, auf welcher sieh der Fadenstaub, der durch die Ablaufbe-wegung des Fadens ge n<B>z3</B> bildet -%vürde, ablagern könnte, überhaupt nicht, vorhanden ist. Endlich läuft der Fa den infolge der grösseren Konizität der Garn schichten bei einer 1171aschenspule wesentlich leichter und unbehinderter ab, als dies bei Kreuzsp-tilen überhaupt möglich ist, das heisst, es findet eine fast gänzliehe Ver meidung des durch die Reibung verursachten Fadenbruches statt.
Die Länge und den Durchmesser der Flaschenspüle und damit die Garninenge kann man ohne technische Schwierigkeiten fast unbeschränkt wählen, was bei der Kreuzspule ebenfalls nicht mög- lieh ist, weil bei Vergrösserung ihres Durch messers und ihrer Liiiige die. Reibung des ablaufenden Fadens und damit die Staub bildung und die Fadenbruchgefahr nur noell Prhölit werden würde.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Zetteln und Scheren von Baumwoll-, 'Woll-, Leinen- und dergleichen Gariihetten, dadurch gekennzeichnet, dass das Zetteln oder Selieren ab feststehenden Fla- sehenspulen beliebiger Grösse erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE101992X | 1921-08-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH101992A true CH101992A (de) | 1923-11-01 |
Family
ID=5649141
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH101992D CH101992A (de) | 1921-08-05 | 1922-08-01 | Verfahren zum Zetteln oder Scheren von Baumwoll-, Woll-, Leinen- und dergleichen Garnketten. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH101992A (de) |
-
1922
- 1922-08-01 CH CH101992D patent/CH101992A/de unknown
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