DE640788C - In den Webschuetzen einsetzbarer Schusstraeger zum unmittelbaren Bewickeln mit Garn - Google Patents

In den Webschuetzen einsetzbarer Schusstraeger zum unmittelbaren Bewickeln mit Garn

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DE640788C
DE640788C DEM119879D DEM0119879D DE640788C DE 640788 C DE640788 C DE 640788C DE M119879 D DEM119879 D DE M119879D DE M0119879 D DEM0119879 D DE M0119879D DE 640788 C DE640788 C DE 640788C
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DEM119879D
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03JAUXILIARY WEAVING APPARATUS; WEAVERS' TOOLS; SHUTTLES
    • D03J5/00Shuttles
    • D03J5/08Supports for pirns, bobbins, or cops

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Braiding, Manufacturing Of Bobbin-Net Or Lace, And Manufacturing Of Nets By Knotting (AREA)

Description

  • In den Webschützen einsetzbarer Schußträger zum unmittelbaren Bewickeln mit Garn In der Weberei hat man zum Erzielen eines großen Fassungsvermögens des Webschützens bzw. zum Erzielen einer möglichst geringen Fachhöhe sowie zwecks Ausnutzens der verschiedenen. damit verbundenen Vorteile bereits mehrfach vorgeschlagen, der Schußspuleieinen flachen Querschnitt zu geben. Zu diesem Zweck hat man in der Garnweberei Aufsteckspulen mit einem flachen, etwa keilförmigen Querschnitt ausgebildet, oder aber man ist von rundgespulten bzw. rundgesponnenen Kötzern ausgegangen und hat sie nachträglich flach gepreßt.
  • Obgleich. diese` Vorschläge schon alt sind, haben - sich jedenfalls in der Garnweberei FlachspuIenwebschützen trotz ihrer Vorteile nicht einführen können. Dies ist wahrscheinlich in erster Linie` darauf zurückzuführen, daß das Bespulen der als Schußträger dienenden flachen Aufsteckspindeln von keilfönnigezn Querschmitt biesondero Schwierigkeiten bereitet und schon wegen der exzentrischen Schwerpunktlage das Arbeiten mit einer nur niedrigen Drehzahlerfordert, während die allgemein üblichen runden Spindeln mit außerordentlich hoher Drehzahl bespult werden können. Die mit der Verwendung von Flachspulen beim Webstuhl erzielbaren wirtschaftlichen Vorteile wurden also durch die erhöhten Unkosten beim Herstellen bzw. Bewickeln der Flachspulen wieder zunichte gemacht. Überdies wurde durch die bei jenen bekannten Flachspulen vorhandene ' Spindelbohrung zum Aufstecken auf Spulmaschinen oder Webschützen der Spulenquerschnitt so stark vergrößert, daß das durch die flache Gestaltung erstrebte vergrößerte Fassungsvermögen nur in beschränktem Maße erreicht war.
  • Bei .der Verwendung von rundgespulten oder rundgesponnenen Kötzern, die erst nachträglich flach gepreß,t wurden, waren zwar jene Schwierigkeiten beim Spulen vermieden. Dafür zeigte sich aber unter anderem der Übelstand, daß beim Fla.chpress,en eine hohe Beanspruchung des Fadenmaterials eintrat, welche insbesondere bei Verwendung feinerer Garne unter Umständen ein teilweises Zerreißen derselben und - damit unliebsame Störungen beim Verweben sowie fehlerhafte Ware zur Folge hat. Auch können durch das Pressen _leicht Verschiebungen und Verklemmungen der einzelnen Fadenlagen eintreten, was Schwierigkeiten beim Abzug sowie Fadenbruch: und damit ebenfalls fehlerhafte Ware im Gefolge hat. Gerade beim Herstellen feiner Webwaren aus Seide oder Kunstseide spielt aber die Vermeidung von Fadenbrüchen eine große Rolle, weil dadurch leicht solche Fehler in der Ware entstehen, die zwar an sich geringfügig sind, aber bei der Qualitätsbeurteilung und Preisfestsetzung eine große Rolle spielen, so daß derartige kleine Fehler schon. eine erhebliche Herab- Setzung des Preises und damit einen beträchtlichen Schaden für den Weber mit sich bringen. Aus all diesen Gründen haben sich--, Flachspulenwebschiitzen in der Garnweb bisher nicht einführen können, obgleich dun die damit erzielbare Verminderung der Fa höhe und die dadurch bedingte wesentliche Schonung der Fäden die Verwendung von Flachspulenwebschützen wenigstens beim Verarbeiten feiner Fäden im Interesse einer größtmöglichen Schonung des Fadenmaterials geradezu geboten erschien,.
  • Gemäß der Erfindung ist nun die nutzbringende Verwendung der Flachspulenwebschützen für die Garnweberei ermöglicht, indem ein in den Webschützen einsetzbarer Schußträger zum unmittelbaren Bewickeln mit Garn verwendet wird, der in seinem bespinn-oder bespulbaren Teil und an seinem Befestigungsende einen im wesentlichen gleichen flachen Querschnitt aufweist, dessen Längsachse im Webschützen in der K Kettenebene liegt.
  • In der Drahtweberei sind zwar bereits unmittelbar bespulbare flache Schußträger bekanntgeworden. Dabei liegt aber das flach gestaltete, dachartig ausgebildete Fuß- oder Befestigungsende im Webschützen nicht in der Kettenebene, sondern senkrecht dazu und demgemäß auch senkrecht zum bespulbaren Teil, was sowohl für die Befestigung und leichte -Auswechselbarkeit des Schußträgers als auch für dessen Ausbildung mit- geringstem Gewicht- und Materialaufwand ungünstig ist, ganz abgesehen davon, daß in der Garnw eherei ganz andere Betriebsverhältnisse als in der Drahtweberei vorliegen, die einerseits in der wesentlich höheren Webschützengeschwindigkeit und andererseits in der höheren Empfindlichkeit der Fäden bei der Garnweberei begründet sind.
  • Unter diesen Umständen kann auch nicht etwa von einer nahehegenden Übertragung gesprochen werden, und zwar um so weniger, als eine wirtschaftliche Bespulung der flachen Schußträger mit Garn unter Anwendung der sonst bei Garn üblichen hohen Drehzahlen dem Fachmann überhaupt nicht möglich erschien. Die entgegen .dem Vorurteil der Fachwelt vorgenommenen praktischen Versuche zeigten jedoch das überraschende Ergebnis, daß der spindellose Flachschußträger sich mit der gleichen hohen Geschwindigkeit wie die bisher üblichen Rundspulen bewickeln läßt und daß dabei die infolge der urrunden Form des Schußträgers auftretenden dauernden Geschwindigkeitsunterschiede von der Elastizität des Fadens bzw. des Fadenballons aufgenommen werden.
  • Außerdem stellte es sich heraus, daß der neue Schußträg@er gegenüber den Rundspulen auch noch weitere überraschende Vorteile besitzt, die gerade in der Verarbeitung von Gargen, und zwar insbesondere von feinen und @flijnsten Garnen, von wesentlicher Bedeutung ;säd. Bei der Rundschußspule ist nämlich 'fier Umfang der inneren und- äußeren Umtvicklung sehr stark voneinander verschieden, und die innere Wicklung besitzt insbesondere bei kleinem Spulendurchmesser starke Krümmungen, welche sich im Bereich mehrerer Umdrehungen unmittelbar aneinander anschließen und dabei in Verbindung mit dem Drall des Fadens eine Neigung desselben zu Klankenbildung und damit zu Fadenbrüchen hervorrufen. Bei der Flachspule erstrecken sich diese Krümmungsstellen des Fadens jedoch jeweils nur über einen kleinen Halbkreis, nämlich über eine Kante des Schuß: trägers, und sind dann jeweils durch ein längeres gerades Stück voneinander getrennt, das der Breite des Schußträgers entspricht. Dadurch wird die Neigung des Fadens zur Klankenbildung wesentlich vermindert bzw. ganz beseitigt; außerdem ist der Unterschied der Fadenlänge bei einer inneren und äußeren Windung weitaus geringer als bei der Rundspule, was nicht nur für das Bespulen, sondern auch für den Abzug beim Weben von günstigem Einfuß ist.
  • Besonders vorteilhaft ist der neue Flachschußträger noch bei mit mehreren Schützen arbeitenden Webstühlen, z. B. für die Krawattenstoffweberei, wo etwa fünf Schützen übereinander angebracht sind und in der kurzen. Zeit während des Fachwechsels dem Muster entsprechend durch den Wechselkasten auf verschiedene Höhe eingestellt werden müssen. Die durch den Flachschuß.träger ermöglichte Fachverkleinerung hat dabei eine entsprechend vielfache (fünffache) Ersparnis an der Bau- und Hubhöhe des verstellbaren. Schützenkastens zur Folge.
  • Damit sind aber die großen Verteile des neuen Flachschußträgers für die Garnweberei noch nicht erschöpft, sondern die damit verbundene Verminderung der Fachhöhe wirkt auch noch auf zahlreiche andere Webstuhleinrichtungen und deren Arbeitsweise günstig ein, wie z. B. auf das Geschirr, auf das Ausheben der Zentralschußwächtergabel sowie auf die Trittvorrichtung und den Hub der Schaft- bzw. Jacquardmaschinen. Die kleine Kettenfadenhubhöhe vermindert die Kettenfä,denspannung im kritischen Augenblick der Fachbildung auch bei allergrößter Umlaufzahl. Für alle mechanischen Vorrichtungen, gewährleistet der kleinere Hub der Kettenfäden eine durchaus sichere, erleichterte Arbeitsweise mit kleinstem Verschleiß und erlaubt deshalb eine entsprechende Steigerung der Umlaufzahl bei gleichzeitig größter Schonung des Fadenmaterials sowie eine Steigerung der Webwamengüte." Der flache Schußträger ermöglicht schließlich auch die Ven wendung eines niedrigeren und daher leichteren. Webschützens, der sich dem .Fach im Augenblick des Eintritts leichter anpäßt.
  • Für die eben erläuterten Vorteile ist die neue Ausbildung des Schußträgers derart, daß sein Befestigungsende im wesentlichen den gleichen flachen Querschnitt aufweist wie der bespinn- oder bespulbane Teil und daß beide flachen Teile in der Kettenebene liegen, von. wesentlicher Bedeutung. Denn dadurch ist die bei dem bekannten flachen Schußträger für Drahtwebstühle mit quer zum bespulbaren Teil stehendem Befestigungsende vorhandene sperrige Form vermieden, und es ist erreicht, daß, der Schußträger auf seiner vollen Länge die geringstmögliche Höhe hat, so daß er sich in einem niedrigen Webschützen unterbringen läßt. Daneben hat die im wesentlichen überieinstimmende flache Form beider Teile des Schoßträgers den Vorteil, daß der Schoßträger auch bei der Lagerung und beim Versand zur Spinnerei oder Spulerei wenig Raum einnimmt und daß, er ein selbsttätiges Einordnen sowie Zubringen bei automatischen Spulmascbinen ermöglicht. Ferner, ergibt sich eine besonders einfache Form auch in der praktischen. Herstellung und damit eine große Wohlfeilheit des Schoßträgers sowie ;endlich auch noch eine sehr einfache und trotzdem sichere Befestigung im Webschützen, in dem der Schoßträger mit einem an seinem flachen Befestigungsende vorgesehenen Querloch auf einen im Webschützen vorgesehenen, dazu passenden Zapfen gesteckt wird, so daß, er in einfacher Weise gegen jegliche Verschiebung in der Längsrichtung gesichert ist. Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in seinem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar- in Fig. i in Seitenansicht und in Fig. z- im Grundruß.
  • In dem darge's,tellten Beispiel ist a der als Flachstab ausgebildete Schußträger, der aus Holz oder einer Kunstmasse, z. B. Kunstharz, bestehen kann. Dieser Sclhußträger besitzt an seinem flachen Befestigungsende ein Quer- , loch b zur Verbindung mit einem entsprechenden Zapfen des Webschützens. Außerdem kann. das Befestigungsende noch mit einer Metallkappe e versehen sein, wie in Fig. -- strichpunktiert angedeutet ist. c ist die ebenfalls strichpunktiert dargestellte Bewicklung des Schußträgers, welche unmittelbar auf dem Schuß,träger angebracht ist und eine entsprechend flache Querschnittsform besitzt. Die einzelnen Wickltmgslagen haben dabei in bekannter Weise eine. kegelige Gestalt, so daß sich der Faden leicht über das freie Ende des Schoßträgers. abziehen läßt. Der flache bespulbare Teila des Schußträgiers ist mit einem Schlitz d für .den Eingriff des Sehuß,-fühlers versehen. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, weist der Schoßträger sowohl in dem bespinn- bzw. bespulbaren Teil als auch an seinem Befestigungsende seinen im wesentlichen gleichen flachen Querschnitt auf, der im Webschützen in der Kettenebene liegt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCFI In den Webschützen einsjetzbarer Schoßträger zum unmittelbaren Bewickeln mit Garn, dadurch gekennzeichnet, daß der Sehußträger im bespien- bzw. bespulbaren Teil und an dem Befestigungsende einen im wesentlichen gleichen flachen Querschnitt aufweist, dessen Längsachse im Webschützen in der Kettenebene liegt.
DEM119879D 1932-01-12 1932-05-25 In den Webschuetzen einsetzbarer Schusstraeger zum unmittelbaren Bewickeln mit Garn Expired DE640788C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH640788X 1932-01-12

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DE640788C true DE640788C (de) 1937-01-13

Family

ID=4525411

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEM119879D Expired DE640788C (de) 1932-01-12 1932-05-25 In den Webschuetzen einsetzbarer Schusstraeger zum unmittelbaren Bewickeln mit Garn

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Country Link
DE (1) DE640788C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1135809B (de) * 1957-09-30 1962-08-30 Edoardo Redaelli Ablaufspule, insbesondere fuer Webschuetzen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1135809B (de) * 1957-09-30 1962-08-30 Edoardo Redaelli Ablaufspule, insbesondere fuer Webschuetzen

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