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Unter Verwendung von bügelförmigen Drahtklammern hergestellte Stossverbindung bei Holzstabgeweben.
Aus Holzstäben quadratischen Querschnittes hergestellte Holzstabgewebe, welche insbesondere für Wände und Decken, dienen, stellt man gewöhnlich in Breiten von 1-2 m her. Beim Sortieren der Holzstäbe fallen aber auch solche ab, die kürzer als 1 m sind. Ein Verweben dieser kurzen Holzstäbe zu Holzmatten, die also schmäler als 1 m wären, lohnt sich entweder gar nicht oder nur in geringem ! Masse. Man hat daher versucht, solche kurze Holzstabteile mittels Verblattung oder Verzapfung zu verbinden, um dadurch auch diese kurzen Stäbe zu Geweben brauchbarer Breite verarbeiten zu können.
Da ergibt sich aber der Nachteil, dass einerseits durch die angefrästen Lappen oder Zapfen die Länge der gehefteten Stäbe um die Länge der Lappen oder Zapfen verkürzt wird, anderseits verteuert die Verarbeitung der Enden der Holzstabteile zu Lappen oder Zapfen den Betrieb. Ausserdem wird durch das Anfräsen der Lappen oder Zapfen der Querschnitt der Holzstabteile und damit der Holzstäbe geschwächt.
Ferner muss bei der Herstellung eines Gewebes mit derartig zusammengesetzten Holzstäben darauf geachtet werden, dass die Stäbe stets richtig in den Webstuhl eingelegt werden, damit die eingesetzten Verbindungsdrahtklammern mit ihrem Steg und mit den abgebogenen Schenkeln im Gewebe nach aussen zu liegen kommen, da im anderen Falle, wenn die Strosslinie der Verblattung oder Verzapfung nach aussen liegt, der Widerstand der Verbindung gegen Zug und Druckbeanspruchung nur gering ist.
Alle diese Nachteile werden durch die Erfindung vermieden. Diese besteht darin, dass bei einem aus zwei oder mehreren Teilen bestehenden Holzstab quadratischen Querschnittes die Teile stumpf zusammenstossen und an jedem Stoss durch vier bügelförmige Drahtklammern verbunden sind, von denen je eine auf jeder Seitenfläche in solcher Lage eingetrieben und rückseitig umgebogen ist, dass die Klammern der gegenüberliegenden Seiten zueinander quer und die der anstossenden Seiten zueinander längsversetzt sind, so dass eine gegen Druck, Zug und Verdrehung wirksame Verbindung entsteht.
Eine Ausführungsform des neuen Holzstabes ist in der Zeichnung in Fig. 1 in Ansicht, in Fig. 2 im Querschnitt dargestellt. Fig. 3 stellt in Ansicht einen Teil eines Grundrisses eines fertigen Holzstabgewebes mit diagonal gestellten Holzstäben dar, woraus die Verwendung der Stossverbindung ersichtlich ist.
Bei der dargestellten Ausführungsform sind a und b die beiden miteiander zu verbindenden Teile des Holzstabes, die bei c stumpf aneinander stossen. Sie sind durch vier Drahtkdammern d, e, I und g miteinander verbunden, derart, dass an jeder Seitenfläche des Vierkantstabes eine Drahtklammer angesetzt ist. Diese ist ein wenig aus der Mitte der Seitenfläche des Stabes gerückt, damit die beiden auf der anderen Seite umzubiegenden Schenkel der Klammer (z. B. d oder/) nicht behindert werden von der Klammer (e bzw. g), die an der Gegenfläche eingepresst wird. Damit auch die Klammern der anstossenden Stabseite (z B. d, g oder e, I) sich nicht gegenseitig behindern, müssen sie gegeneinandeer um so viel längsversetzt sein, dass die Schenkel der einen an dem Steg der anderen innen oder aussen frei vorbeigehen können.
Die Verklammerung der Holzstabteile wird zweckmässig mit der Kartonageheftmasehine hergestellt. Derartig zusammengesetzte Holzstäbe können für Holzstabgewebe jeder Bauart verwendet werden. Sie eignen sich aber besonders für solche Holzstabgewebe, bei welchen die Stäbe mit Kanten auf Unterlagsdrähten aufliegen.
Es sei noch bemerkt, dass die so zusammengesetzten Holzstäbe statt quadratischen auch anders gestalteten, z. B. rechteckige n, trapezförmigen oder runden Querschnitt besitzen können