AT99968B - Maschine zur Herstellung von Gummireifen. - Google Patents

Maschine zur Herstellung von Gummireifen.

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Walter Harlowe Hermann
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Walter Harlowe Hermann
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Description


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  Maschine zur Herstellung von Gummireifen. 



    Die Erfindung betrifft eine Maschine, mittels welcher sich das Reifenmaterial schnell und sehr genau auf eine Carcasse, Form oder den Kern zwecks Herstellung eines Gummireifens oder einer Laufdecke aufbringen lässt. Die Maschine wird in Verbindung mit einem anzutreibenden Kern in Benutzung genommen. Nach der einen Bauart steht die Maschine dem Kern oder der Form gegenüber still, wogegen sie nach der anderen Bauart dem Kern gegenüber auch beweglich sein kann. Jede Maschinenart weist mehrere Materialhalter, Spannrollen sowie Führungs- und Spannvorrichtungen für das Gewebe auf, welches von den Materialhaltern abgenommen, während des Herstellungsganges über Spannrollen dem Kern oder Reifenkörper zugeführt wird. 



  Unter anderem bezweckt die Erfindung eine aus zwei oder mehreren Einheiten sich zusammensetzende Maschine, sowie Vorrichtungen zu schaffen, mittels welcher jede Maschine gegenüber dem Kern und dem die Maschine betätigenden Arbeiter in Arbeitsstellung gebracht werden kann. In Verbindung mit diesen der Verschiebung dienenden Mitteln sind selbsttätig wirkende Ansehlagvorrichtungen vorgesehen, damit der Verschiebungsmechanismus selbsttätig ausser Wirkung gesetzt wird, sobald die eine oder die andere Einheit der Maschine in die erforderliche Stellung bewegt worden ist. 



  Ein weiterer Zweck der Erfindung ist, neue Zentriervorrichtungen für die vom Materialbehälter kommenden und zum Kern oder Reifenkörper laufenden Gewebestreifen vorzusehen ; die in Frage kommenden Vorrichtungen gestatten, dass mehrere Streifen verschiedener Breite auf getrennten Rollen ganz genau auf den Reifenkörper aufgebracht werden können. Die Zentriervorrichtung besteht aus einer Spreizrolle, welche das Gewebe beim Auflaufen auf den Kern oder Reifenkörper glättet. 



  Ein weiterer Zweck der Erfindung ist, die Reifenmaschine mit Vorrichtungen zur Verstellung einer Führungsrolle zu versehen, welch letztere der seitlichen Verschiebung des Gewebes während des Überganges vom Materialbehälter zum Kern entgegenwirkt. 



  Weitere Einzelheiten werden sich aus der Beschreibung ergeben, in der gleichzeitig Bezug auf die Zeichnungen genommen ist. 



  Fig. 1 zeigt eine aus zwei Einheiten sich zusammensetzende Reifenmaschine in Seitenansicht ; die Maschine ist hier dem Kern gegenüber verschiebbar. Fig. 2 zeigt die Maschinengrundplatte in Vorderansicht. Fig. 3 zeigt die Maschine in Aufsicht. Fig. 4 ist ein nach Linie IV-IV der Fig. 1 geführter Horizontalschnitt. Die Linie 11-11 gibt an, wie der Schnitt zur Darstellung des Gegenstandes der Fig. 2 gelegt wurde. Fig. 5 zeigt in Seitenansicht eine Maschine, welche dem Kern gegenüber feststeht und mit einer Zentriervorrichtung für das Gewebe versehen ist. Fig. 6 zeigt einen Teil der Maschine in Oberansicht. Fig. 7 zeigt einen Teil der Maschine teilweise im Querschnitt. Fig. 8 zeigt im vergrösserten Massstabe sowie im Längsschnitt eine Zentriervorrichtung für das Gewebe. Fig. 9 zeigt die in Fig. 8 dargestellte Vorrichtung im Querschnitt.

   Fig. 10 zeigt in Seitenansicht eine Reifenmaschine mit verbesserter Rollenführung. Fig. 11 stellt die Ansicht der in Fig. 10 dargestellten Maschine dar. Fig. 12 zeigt teilweise im Schnitt und im vergrössertem Massstabe die Rollenführung selbst, während Fig. 13 einen besonderen Teil u. zw. die Einstellvorrichtung für die Führungsrolle darstellt. 



  Es wird zunächst auf die Fig. 1-4 Bezug genommen, welche eine sich aus zwei Einzelheiten zusammensetzende Maschine darstellen. Die Maschinenbettung 1 ist mit Führungsleisten 2 und 3 für die an einer Grundplatte 6 befindlichen Führungsflanschen 4 und 5 versehen. Die Grundplatte 6 ist auf den Führungen 2 und 3 verschiebbar ; sie trägt zwei hier allgemein mit 7 und 8 bezeichnete Reifenmaschinen. Diese Maschinen sind bezüglich der Konstruktion einander gleich und können beide von der   

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 Grundplatte 6 abgenommen werden, um auf einen Bettungsrahmen 100, wie in Fig. 5 dargestellt, aufgebracht, als stationäre Maschine verwendet zu werden. In Fig. 1-4 sind die Maschinen 7 und 8 ohne 
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 sind und im Nachstehenden unter Bezugnahme auf jede Maschine beschrieben werden sollen. 



   Die Maschinen 7 und 8 sind in ihrer Gesamtheit auf dem Bettungsrahmen verschiebbar ; die eine oder die andere Maschine kann sonach in Stellung gegenüber einem umlaufenden Kern oder einer Form gebracht werden, welche zweckmässig zusammenlegbar ist und auf einem Futter oder einem Halter 10 sitzt. Der Halter oder das Futter sitzt auf. einer angetriebenen Welle 11. Die Welle 11 sitzt in dem oberen Teil des Gehäuses 12 gelagert. Das Gehäuse 12 befindet sich auf einem Fortsatz   13   der Maschinenbettung 1. Innerhalb des Gehäuses oder in deren Nähe befindet sich ein Motor   14, welcher   den Antrieb 
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 zweistufiges, mittels der Hebel 17 einzustellendes   Geschwindigkeitsvorgelege.   



   In der Maschinenbettung 1 lagert eine Längswelle 18, die mit Schraubengewinde 19 versehen. mit einer von der Grundplatte 6 nach unten ragenden Mutter 20 in Eingriff steht. Das eine Ende der 
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 kann mit der einen oder der anderen Nabe   23   der   Winkelräder M   und 22 in Eingriff gebracht werden, um so der Welle 18 eine bestimmte Drehrichtung zwecks Verschiebung der Grundplatte 6 zu erteilen, d. h. die Grundplatte kann mit den von ihr getragenen Maschinen in beiden Richtungen verschoben werden. 



   Die Winkelräder 21 und 22 werden durch ein auf einer Welle 26 sitzendes Winkelrad angetrieben. 



  Die Welle 26 ruht in Lagern 27, welche auf der Maschinenbettung 1 und ebenso auch auf deren Fortsetzung 13 vorgesehen sind. Die Welle 26 erstreckt sich bis in die Nähe des Gehäuses 12 und trägt ein Winkelrad   28,   welches mit einem Winkelrad 29 einer im Winkel zur erstgenannten Welle stehenden und in Lagern 31 gehaltenen Welle 30 in Eingriff steht. Die Lager. 31 sitzen am Gehäuse   1 : 2.   Das innere Ende der Welle 30 trägt ein Winkelrad   32,   welches mit einem Winkelrad   3. 3 der Welle 16 kämmt.   Der Motor 14 kann also zum Antrieb der Welle 16 sowohl als auch zur Verschiebung der Maschinen 7 und 8 relativ zur Maschinenbettung 1 verwendet werden. 



   Der Kupplungskörper 34 bestimmt die der Welle 18 zu erteilende Drehrichtung und wird vermittels einer auf einer Schwingwelle 40 sitzenden Gabel 34 verschoben. Die Welle 40 lagert in den Seitenwandungen der Maschinenbettung 1. Eine Kurbel 41 der Schwingwelle 40 wird durch eine Stange mit der Kurbel 43 einer zweiten Schwingwelle 36 verbunden ; letztere ruht in Lagern, welche auf der 
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 liegende Ende der Schwingwelle 35 trägt ein Winkelrad   36,   welches mit einem Winkelrad 37 zu kämmen hat, das am unteren Ende einer lotrecht stehenden Schwingwelle 38 vorgesehen ist. Die Welle 38 wird in Lagern gehalten, die einerseits auf dem Teil   1. 3   der Maschinenbettung 1 und anderseits am Gehäuse   1 ; 2   vorgesehen sind.

   Die lotrecht stehende Welle   38   ist mit einem Stellhebel 39 versehen, der dem Stellhebel 17 benachbart liegt, so dass der die Maschine bedienende Arbeiter also die ganze Maschine überwachen und deren Betrieb regeln kann. 



   In den Führungsflanschen 5 der Maschinengrundplatte 6 ist eine schwalbenschwanzförmig ausgeschnittene Längsnut 44 vorgesehen, in der Anschläge 46 und 47 verschiebbar sind, und mittels Klemmschrauben 345 festgelegt werden können. Die   Anschläge   46 und 47 sollen mit einem Arm   38   der Schwingwelle 35 in Eingriff kommen. Arm 48 geht durch einen eigens für diesen Zweck vorgesehenen, im Teil   13   der   Maschinenbettung   befindlichen Schlitz hindurch. 



   Jede der Maschinen 7 und 8 vermag das notwendige Material zur Herstellung des Reifens an den Kern 9 abzugeben. Durch Betätigung eines der Hebel 17 lässt sich der Kern 9 zur Aufnahme des Reifenmaterials mit beliebiger Geschwindigkeit antreiben. Nachdem der Reifen teilweise fertiggestellt oder aus dem von der Maschine 7 gelieferten Material nur so weit fertiggestellt sein sollte, dass sich zu seiner endgültigen   Ferstigstellumg   noch die Heranziehung des Materiales der Maschine 8 notwendig macht. wird Maschine 7 vom Kern weggeschoben und Maschine 8 letzterem gegenüber gebracht ; gegebenen- 
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 gleichzeitig in die zuvor von Maschine 7 eingenommene Stellung bewegt wird.

   Die sich auf Welle 18 fortbewegende Schraubenmutter 20 trägt die Grundplatte 6 auf der Maschinenbettung so weit fort, bis der Anschlag 46 mit dem Arm 48 in Eingriff kommt und diesen zwecks Bewegung der Welle.   35   zum Ausschwingen bringt. Die Art, in welcher die Welle 35 mit dem Stellhebel 39 und dem   Kupplung-   körper 24 verbunden ist, bringt es mit sich, dass Hebel 39 und jener Kupplungskörper 34 wieder in eine   neutrale Stellung zurückgeführt werden, d. h. die Maschine 8 wird keine weitere Verschiebung mehr erfahren, so dass das von dieser gelieferte Material dem gegenüber stehenden Kern zugeführt werden kann.   

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   Es sollen nunmehr die hauptsächlichsten Teile der Maschine einer näheren Betrachtung unterworfen werden. Es sind Säulen 49 vorgesehen, welche übereinander liegende einstellbare Führungstische 50 zu tragen haben. An den Tischen 50 sind je eine Stempelvorrichtung 51 (marking deviees) und geeignete   Führungsrollen   52 vorgesehen, welche das Gewebe während der Bewegung über die Tische zu führen haben. 



   Auf der Rückseite der Maschine befinden sich Lagerarme 53, welche die Materialrolle 54 sowie die Wickelrollen 55 zu tragen haben. Die Rollen 55 wickeln die bekannten, zwischen den Windungen des adhäsiven Reifenmateriales liegenden Isolierstreifen auf, während sich zur gleichen Zeit das Reifenmaterial von den Rollen 54 abwickelt. 



   Auf der Vorderseite der Maschine befinden sich Führungsrollen 56 und Spannrollen 57, welche mit den Führungsrollen 56 aus in richtiger Weise dem Kern 9 zuzuführen haben. Die Säulen 49 tragen Arme   58,   welche die im Durchmesser geschwächten Enden 59 eines mit Schlitzen 61 versehenen Rohres 60 zu tragen haben. An dem einen Ende des Rohres 60 ist ein Lager 62 vorgesehen, welches zusammen mit dem am gegenüberliegenden Ende des Rohres 60 befindlichen Lager eine Spindel 63 zu unterstützen hat. Die Spindel   63   ist mit   rechts-und linksgängigem   Gewinde 64 ausgestattet (vgl. Fig. 8). Auf der Schraubenspindel 64 sitzen Schraubenmuttern 65, welche mit durch die Schlitze 61 hindurchragenden Armen 66 versehen sind. Auf den vorderen Enden 66 befinden sich verstellbare, Führungsrollen 68 tragende Klammern 67.

   Die Klammern 67 können längs der Arme 66 verstellt und ebenso auch um deren Achse geschwungen werden. Die Rollen 68 können also in jedem verlangten Winkel zueinander gestellt werden. 



  Eine der Spindeln 63 trägt ein 69, um die Schraube 64 zur Bewegungen der Arme 66 in Dichtung aufeinander und von einander in Drehung versetzen zu können. Einer des Lagerarme 58 weist eine Klemmschraube 70 auf, welche mit den im Durchmesser   abgeschwächten   Enden des Rohres 16 in Berührung tritt und letzteres mit dem Schlitz 61 in jeder verlangten Stellung festhält. Die Einstellung des Armes 66, die vermittels der Schraube 64 bewirkt wird, ermöglicht es, die Arme so weit voneinander zu entfernen, dass deren Führungsrollen 68 gerade auf den Kanten der Materialrolle 54 aufliegen. Die Rollen 68 können auch in Armen 66 verschoben und mit bezug zueinander in einen solchen Winkel eingestellt werden, dass die Kante der Materialrolle gerade berührt und jene somit auf ihrer Tragspindel genau zentriert wird. 



  Während des Betriebes lagern die Enden des Rohres 60 lose in den Lagerarme   58,   um einer ungehinderten Drehung Raum zu geben, d. h. den vorderen Enden der Arme 66 die Möglichkeiten zu geben, auf Grund ihrer eigenen Schwere nieder zu fallen und die Rollen 68 in stetigem Eingriff mit den Stirnseiten oder
Kanten der Rolle 54 zu halten, deren Durchmesser sich infolge der Abwicklung des Gewebes stetig verringert. Die Klemmschraube 70 wird allein nur deshalb verwendet, um das Rohr 60 mit den Armen 66 in einer   hochgeschwungenenLage zuhalten,   so dass ungehindert eine neue Materialrolle eingesetztwerden kann. 



   Auf der Vorderseite der Maschine befinden sich Lagerarme 71. Diese werden durch eine   Stange 72   untereinander versteift. Auf den Stangen ? sitzt lose drehbar eine   Hülse 73, welche   ihrerseits Zahnsegmente 74 trägt. Die Zahnsegmente werden untereinander wieder durch eine Stange 75 versteift. Letztere trägt eine drehbare Spreizrolle 76, die mit einem Gewinde versehen ist. An Stelle der Stange 75 kann die Rolle 76 auch mit Zapfen versehen sein, welche dann in geeigneten, in den Zahnsegmenten 74 untergebrachten Lagern gehalten werden. Die Zahnsegmente stehen mit dem auf einer Welle 78 sitzenden   Zahnrädchen 77   in Eingriff. Die Welle 78 ist in Lagerarmen 71 gelagert. Das eine Ende der Welle 78 trägt ein Handrad 79.

   Schliesslich ist einer der Lagerarme 71 mit einer Fallklinke 80 versehen, die mit einem der   Zahnrädchen   77 in Eingriff steht, so dass also nach Einstellung der Zahnsegmente 74, d. h. nach Einstellung der Spreizrollen 76, die Zahnsegmente in der ihnen einmal erteilten Stellung durch die Fallklinke 80 verriegelt werden können. 



   Nach Fig. 5 ist die Spreizrolle 76 zwischen den Führungsrollen 57 und dem Kern 9 gelagert, so dass das Gewebe, welches von der Maschine geliefert wird, unter der Führung hindurch auf den Kern 9 auflaufen muss. Der Umspannungsbogen zwischen den Führungsrollen 57 und dem Reifenkörper, das ist der Bogen, über welchem das Gewebe auf den Rollen 57 sowohl als auf dem Kerne aufliegt, lässt sich durch Heben oder Senken der Spreizrollen vergrössern oder verkleinern, wobei das Gewebe geglättet und Kernen verschiedener Grösse zugeführt wird ; die verschieden grossen Kerne müssen natürlich immer ein und dieselbe Stellung relativ zur Maschine einnehmen. 



   Die mit Gewinde versehenen Teile der Spreizrolle 76 veranlassen, dass das Gewebe ausgeglättet und etwas gestreckt wird ; das Gewebe kommt also gleichmässig auf den Kern. Ist die Maschine mit der   einstellbaren Spreizrolle 76 oder den Schwergewichtsrollen 68 ausgestattet,   so ist es nicht mehr notwendig, noch weitere   Führungs-oder Spannvorriehtungen   zu verwenden. 



   Anstatt die Spreizrolle 76 so wie in Fig. 5 dargestellt zu montieren, lässt sie sich auch zwischen den Lagerarme 71 so wie in Fig. 1 und 3 dargestellt, montieren. In solchem Falle können ebenfalls wieder Zahnsegmente 64 sowie die Einstellmechanismen für letztere, welche in Fig. 10 und 11 dargestellt sind, verwendet werden, wobei auch auf eine Rolle   zurückzugreifen   ist, welche einstellbar der seitlichen Ver- schiebung des Gewebestreifens, falls dieser von jener Rolle geführt werden sollte, entgegenwirkt. 



   Die unteren Teile der Zahnsegmente 74 sind mit Lagern 81, 82 versehen. In einem Lager 81 wird mittels einer Klemmschraube 83 ein Zapfen-oder Spurlager 84 für-den Zapfen 85 der Führungsrolle 86 

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 Schlitze   91,   welche den Stellschrauben 90 genügenden Raum zur Einstellung des Zahnsegmentes 74 geben. Insbesondere dann, wenn das Lager 89 relativ zum Lager 62 durch die Klemmschraube 82 festgelegt sein sollte. 



   Am Lager 82 sitzt ein zweites Lager 93 für die eine Kurvenscheibe 95 tragende Welle 94. Die innere Fläche der   Kurvenfläche   95 weist eine spiralartig verlaufende Nut 96 auf, in welche der Kopf 97 des Zapfens 87 eingreift. Zur Drehung der Kurvenscheibe ist an ihr ein Handgriff 98 angebracht. 



   Die Länge des Schlitzes 98 bestimmt die Bewegung des Zapfens 87, jedoch kann deren Bewegung auch durch die Stellschrauben 90 begrenzt werden. Wie in Fig. 13 dargestellt, ist die tatsächliche Länge der Spiralnut 96 grösser als sie unbedingt zu sein brauchte. Der Zapfen 87 liegt zwischen der einen Wandung der Nut 96 und dem inneren Ende der einen Stellschraube 90. Durch Drehung der Kurvenscheibe 95 in Richtung entgegengesetzt dem Uhrzeigersinne (Fig. 13) verschiebt die Kurvenscheibe den Zapfen 87 und bringt ihn ausser Eingriff mit der Stellschraube 90 ; der Stift wird also nach dem entgegengesetzten Ende des Schlitzes 88 zu bewegt. Zufolge des kurzen Zapfens 85, welcher der Rolle 86 als Gelenkpunkt dient, lässt sich die Drehachse der Rolle 86 relativ zum Gewebestreifen verändern. Für gewöhnlich liegt die Achse der Rolle parallel zur Welle 78 (vgl. Fig. 11).

   Wenn jedoch Cordgewebe oder irgend ein anderes grobes Gewebe in den Reifen mit eingetragen werden soll, setzt man die Achse der Rolle 86 zur Welle M so wie in Fig. 11 dargestellt, etwas winklig, wodurch die Drehung der Rolle 86, veranlasst durch den Kontakt mit dem Gewebestreifen, der seitlichen Verschiebung des letzteren widerstehen und den Gewebestreifen stets zum Kern 9 ausgerichtet halten wird. Der Gewebestreifen wird dadurch immer gleichmässig auf den Kern aufgetragen.

   Die Wirkung der Rolle auf das Gewebe wird dessen seitlicher Verschiebung entgegenwirken, so dass eine auf dem Gewebestreifen vorgesehene   Zentrier-oder Mittellinie,   sowie eine auf dem Cordgewebe vorgesehene   Zentrier-oder Mittellinie genau   übereinander fallen müssen, d. h. dass das Gewebe stets in der richtigen Lage für eine gleichmässige Zuführung zum Kern gehalten wird. Irgendwelche Abweichungen lassen sich berichtigen, indem die Rolle 86 in dem einen oder dem anderen Sinne verstellt wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :   1.   Maschine zur Herstellung von Gummistreifen, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei oder mehrere, das Reifenmaterial liefernde Maschineneinheiten besitzt, welche auf Geradführungen in horizontaler Ebene rechtwinklig zur Vertikalebene des Kernes mittels besonderer Antriebsvorrichtungen, die gleichzeitig dem Antrieb des Kernes dienen, verschoben werden können, wobei an den Maschineneinheiten sitzende   Anschläge   auf eine Kupplung derart einwirken, dass am Ende der Verschiebung, je nachdem die eine oder die andere Maschineneinheit genau gegenüber dem Kern stehen soll, die Kupplung   ausgerückt   und die Weiterverschiebung unterbrochen wird.

Claims (1)

  1. 2. Maschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zur Verschiebung der Maschineneinheiten dienende Vorrichtungen, welche sich zusammensetzen aus einer Kupplung sowie geeigneten, zur Bewegung der Kupplung dienenden Gestängeteilen, die so angeordnet sind, dass die Kupplung selbsttätig zur Verschiebung der Masehineneinheiten eingerückt werden kann.
    3. Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsmaschine über EMI4.2 auf das Gewinde (19) der Welle (18) aufpassende Schraubenmutter vorgesehen ist, welche die Verschiebung der verschiedenen Einheiten quer zum Kern ermöglicht.
    4. Maschine nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch Anschläge (47, 46), die auf einen Arm (48) einer Schwingwelle (35) einwirken, wobei letztere über eine Stange (42) mit einer Ausrückgabel für die Kupplung verbunden ist, derart, dass, wenn einer der Anschläge (47 oder 46) den Arm (48) verschiebt, die Kupplung sofort ausgerückt und die Verschiebung der Maschineneinheiten (7 und 8) unterbrochen wird.
    5. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Schraubenwelle (18) lose zwei Winkelräder (21, 22) sitzen, deren Naben (23) als Teil einer Kupplung ausgebildet sind, wobei zwischen den Winkelrädern (21, 22) ein entsprechend der Ausbildung der Naben (23) ausgebildeter Kupplungskörper (24) verschiebbar auf der Welle (18) aufgekeilt ist.
    6. Maschine nach Anspruch 1, mit mehreren Materialrollen für jede Maschineneinheit, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialrolle durch zur Drehachse winklig stehende und sich auf dem Rollenrand abwälzende Leitrollen (68) zentriert werden.
    7. Maschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitrollen auf Armen (66) mittels Klemmen verstellbar (67) gehalten werden. <Desc/Clms Page number 5>
    8. Maschine nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Arme (66) mittels Schraubenmuttern (65) auf einer mit zwei Gewindegängen (64) versehenen Welle (63) sitzen und, da die Gewinde rechts und linksgängig sind, mehr oder weniger weit voneinander entfernt eingestellt werden können.
    9. Maschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitrollen (68) zueinander im Winkel angeordnet sind und mit Bezug zur Materialrolle nach unten sowohl als auch nach oben schwingen können.
    10. Maschine nach Anspruch 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die mit zwei Gewindegängen versehene Welle (63) in einem Rohr (60) gelagert ist und die Haltearme (66) der Leitrollen (68) durch Schlitze (61) des Rohres (60) hindurchgehen, wobei letzteres an den Enden im Durchmesser verjüngt ist und drehbar in Lagern (58) gehalten wird, während eine Klemmschraube (70) das Festlegen des Rohres (60) bzw. der Leitrollen (68) in jeder beliebigen Höhenlage bewirkt, um unterhalb der Leitrollen (68) genügend freien Raum zum Einsetzen einer neuen Materialrolle (54) zu haben.
    11. Maschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet dass das Rohr (60) während des Betriebes lose in den Lagern (59) ruht, derart, dass die Leitrollen (68) durch ihre eigene Schwere stets auf den Kanten der Materialrolle (54) aufliegen.
    12. Maschine nach Anspruch 1 bis 11, bei welcher zur Herstellung des Reifens Cordgewebe oder anderes, schräg geschnittenes Gewebe verwendet wird, welches das Bestreben zeigt, während des Auflaufens auf den Kern sich seitlich zu verschieben, gekennzeichnet, durch eine die seitliche Verschiebung des Gewebestreifens verhindernde Rolle (76 oder 86), welche sich mittels besonderer Vorrichtungen allseitig verstellen und insbesondere auch zum Gewebestreifen schräg stellen lässt.
    13. Maschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Rolle (86) mit Zapfen (85, 87) in verstellbaren Lagern (89) angeordnet ist und die Lager (89) wieder in Zahnsegmenten (74) ruhen, welche zur Änderung der Höhen-und Tiefenlagen der Rolle (86) dienen, wobei der eine Zapfen (87) etwas länger als der andere Zapfen (85) ausgeführt ist und durch einen Schlitz (68) hindurchragt, um mit einer eine spiralartig verlaufende Nut (96) besitzende Kurvenscheibe zwecks Änderung der Winkellage relativ zum Gewebestreifen in Eingriff zu kommen 14.
    Maschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die die Rollen (86 und 76) tragenden Zahnsegmente mit Zahnrädern (77) in Eingriff stehen, durch deren Drehung die Rollen mit Bezug zum Gewebestreifen mehr oder weniger tief gestellt werden können.
    15. Maschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Stiftes (87) im Schlitz (88) des Lagers (89) bei Änderung der Schräglage der Rolle (86) zum Gewebestreifen, mittels Stellschrauben (90) begrenzt wird.
AT99968D 1923-08-06 1923-08-06 Maschine zur Herstellung von Gummireifen. AT99968B (de)

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