AT99668B - Verfahren zur Herstellung von Schuhcremes, Bohnermassen, Metallputzmitteln, Holz- und Lederpolituren u. dgl. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Schuhcremes, Bohnermassen, Metallputzmitteln, Holz- und Lederpolituren u. dgl.Info
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Description
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Verfahren zur Herstellung von Schuhcremes, Bohnermassen, Metallputzmittelu, Holz' und Lederpolituren u. dgl.
Bei der Herstellung und Verwendung von Schuhcremes, Bohnermassen, Metallputzmitteln, Holz-und Lederpolituren u. dgl. unter Verwendung von Tetrahydronaphtalin als Losungs-bzw.
Emulgierungsmittel haben sich einige Nachteile ergeben. Diese Nachteile bestehen einmal in der verhältnismässig geringen Verdunstungsgeschwindigkeit, ferner in der öligen Beschaffenheit und schliesslich im unangenehmen Geruch dieses Lösungsmittels.
Wegen der langsamen Verdunstungsgeschwindigkeit dieser hydrierten Naphtaline sowie auch wegen der öligen Beschaffenheit derselben ist ein verhältnismässig grosser Zeit-und Arbeitsaufwand erforderlich, um mit den damit hergestellten Erzeugnissen einen Hochglanz zu erzielen. Der unangenehme Geruch kann verhältnismässig kostspielig durch Beigabe von Parfümierungsmitteln verdeckt werden.
Die Herabsetzung der verhältnismässig langen Verdunstungslinie der hier in Betracht kommenden Lösungsmittel durch Vermengung derselben mit rasch verdunstenden Lösungsmitteln, wie Benzin oder Benzol, ergibt wegen der hohen Feuergefährlichkeit dieser Stoffe Fabrikationsnachteile.
Der Erfindung gemäss ist durch Versuche erwiesen worden, dass Gemische von hydriertem Naphtalin mit doppelt ungesättigten Menthanderivaten, wie Terpinolen, d-und l-Limonen und deren Razemverbindung Dipenten, einwandfreie und angenehm riechende Lösungs- bzw. Emulgierungsmittel für Erzeugnisse der hier vorliegenden Art sowie auch für Farbanstrich darstellen. Die doppelt ungesättigten Menthanderivate vergrössern die Verdunstungsgeschwindigkeit des Lösungsmittels, ohne die Feuersgefahr bei der Herstellung und bei der Verwendung der damit erzeugten Fabrikate praktisch zu vergrössern und ohne auch ein vorzeitiges Austrocknen der Erzeugnisse zu bedingen.
Die so hergestellten Lösungsgemische ergeben vielmehr sehr günstige physikalische Konstanten, Entf1ammungs- und Siedegrenzen und ein besonders inniges Aufgehen der beiden Komponenten ineinander. Die ölige Beschaffenheit des Tetrahydronaphtalins wird durch die Zugabe des doppelt ungesättigten Menthanderivates aufgehoben, so dass die mit diesem Gemisch hergestellten Präparate in verhältnismässig kurzer Zeit einen schönen Hochglanz erzielen lassen. Durch den angenehmen Geruch des Gemisches wird die Verwendung besonderer kostspieliger Parfümierungsmittel überflüssig gemacht und damit die Herstellung der Präparate wesentlich verbilligt.
Als besonderer technischer Effekt der Anwendung doppelt ungesättigter Menthanderivate für die vorliegenden Zwecke ist hervorzuheben, dass diese Stoffe in stets gleicher chemischer und physikalischer Beschaffenheit hergestellt und im Handel bezogen werden können, so dass die damit hergestellten Erzeugnisse bei sonst gleichen Vorschriften auch stets praktisch vollständig gleichartig gewonnen werden können.
Gemische von 70 Teilen Tetrahydronaphtalin mit 30 Teilen Dipenten können z. B. als Lösungs- oder Emtùgierungsmittel der hier in Betracht kommenden festen Stoffe, wie Wachs, Ceresin, Paraffin usw., benutzt werden.
Auf Grund weiterer Versuche wurde gefunden, dass für die genannten Verwendungszwecke, besonders auch für Farbanstrich ganz besonders gute Ergebnisse erzielt wurden, wenn neben den doppelt ungesättigten Menthanderivaten, deren hauptsächlicher Vertreter das bei der Entkampferung des Terpentinöls abfallende Dipenten ist, auch polyzyklische Terpene, besonders das Pinen oder qtark pinenhaltige Kohlenwasserstoffe gleichzeitig zugesetzt wurden.
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Beispiel 1 : 70 Teile Tetrahydronaphtalin werden mit 15 Teilen Dipenten und weiteren 13 Teilen Pinen in Verbindung gebracht. Das Gemisch setzt die Verdunstungsdauer des Tetrahydronaphtalins nicht unwesentlich herab und beseitigt dessen vielfach als lästig empfundenen Eigengeruch. An dessen Stelle tritt ein angenehmer, an Terpentinöl erinnernder Geruch.
Beispiel 2 : 75 Teile Dekahydronaphtalin werden mit 25 Teilen eines pinen-und dipentenhaltigen Kienöls zusammengebracht. Es resultiert ein Gemisch, das sich praktisch kaum noch von einem natürlichen Terpentinöl unterscheidet. Der Trockmmgsverlauf ist wesentlich besser und der Geruch weit weniger scharf als der des reinen Kienöls. Von dem eines gut rektifizierten Terpentin- öls ist er kaum noch zu unterscheiden.
Ein auf diesem Wege gewonnenes Lösungsmittel verbessert nicht nur das an sich schon hohe Lösungsvermögen der hydrierten Naphtaline ; es kürzt vor allen Dingen deren Verdunstungdauer ab und beseitigt den ihnen anhaftenden, von vielen als unangenehm empfundenen Geruch.
Das gleiche ist der Fall bei dem mitverwendeten pinen-und dipenteiihaltigen Kienbl. Auch hier werden die dem Kienöl anhaftenden schlechten Eigenschaften, die sein Verwendungsgebiet stark einschränken, nicht unwesentlich gemildert oder vollständig beseitigt. Dass auch diese Gemische gegenüber anderen organischen Lösungsmitteln, wie Benzin und Benzol, grosse Vorzüge besitzen, ergibt sich aus den in der Einleitung gemachten Darlegungen.
Claims (1)
- EMI2.1 Verfahren zur Herstellung von Schuhcremes, Bohnermassen, Metallputzmitteln, Holz-und Lederpolituren, Farbanstrichen u. dgl. unter Verwendung von hydrierten Naphtalinen als Lösungsbzw. Emulsionsmittel, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Lösungs-oder EmuMonsmittel doppelt ungesättigte Menthanderivate, Gemische von polycyklischen Terpenen mit doppelt ungesättigten Menthanderivaten bzw. Körper, welche diese beiden Gruppen enthalten, beimischt.
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