<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung zur selbsttätigen Regelung von Gegendruck und Zug in Dampf- lokomotiven.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zur selbsttätigen Regelung von Gegendruck und Zug in Dampflokomotiven, um den Gegendruck des Auspuffdampfes und den Zug möglichst gleichmässig zu gestalten. Es ist bereits vorgeschlagen worden, Expansionskammern zwischen der Auspuffdüse und den Zylindern einzuschalten, um die stossweise Wirkung des Auspuffdampfes und damit ihren Zu -herab- zumindern. Ausser den von Hand aus einstellbaren Klappen zur Änderung der Ausströmöffnung des Auspuffdampfes, sind auch bereits selbsttätig wirkende Ventile bekannt geworden, bei welchen ein unter
EMI1.1
während bei Sinken des Gegendruckes das Gegenteil stattfindet.
Die Erfindung beruht in der Anordnung zweier gewichtsbelasteter Reglerflügel, welche durch den Abdampf mehr oder weniger geöffnet werden, um je nach der Grösse des Gegendruckes, der in der Expansionskammer herrscht, eine mehr oder weniger grosse Öffnung für den Ausströmdampf zu bilden. Ein wesentlicher Vorteil dieser Anordnung besteht darin, dass die Gewichtsbelastung der Reglerliülgel
EMI1.2
ein ununterbrochener Zug und ziemlich gleichmässiger Gegendruck erhalten.
Fig. 1 ist ein Längsschnitt durch das vordere Ende einer Lokomotive. Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie 8-8 der Fig. l, Fig. 3 ist ein der Fig. 1 ähnlicher Schnitt und zeigt eine abgeänderte Ausführungsform der Erfindung. Fig. 4 ist ein Querschnitt nach der Linie 4-4 der Fig. 3. Fig. 5 ist ein im grösseren Massstab gehaltener Schnitt einer Einzelheit, welche eine weitere abgeänderte Ausführungsform der Erfindung darstellt. Fig. 6 ist eine Schnitt durch das vordere Ende der Maschine und zeigt die einen Teil der Erfindung bildende verbesserte Rauchfangausführung. Fig. 7 ist ein Schnitt nach der Linie 7-7 der Fig. 6.
Fig. 8 ist eine Seitenansicht und zeigt eine andere abgeänderte Ausführungsform der Erfindung.
Der Regler D ist mit einem im Querschnitt weiten, quer zur Rauchkammer verlaufenden oberen
EMI1.3
oder teilweise mit Öl angefüllt ist und in welchen der Kolben 20 lose hineinpasst. Der Stossdämpfer dient dazu, die Bewegung der Fiügel 13 abzudämpfen. Zum Offnen der Reglerflügel ist weniger Druck erforderlich als notwendig ist, um die Flügel in der offenen Stellung zu halten, was auf die Lage der Flügel selbst und auf die Wirkung des statischen und dynamischen Druckes zurückzuführen ist.
Bei der Anfangsbewegung der Lokomtive arbeitet dieselbe unter schwerer Belastung, die Füllung der Dampfzylinder ist sehr gross und es wird daher Dampf von hohem Druck in die Expansionskammer einströmen, so dass die Reglerflügel geöffnet werden. Nach Erreichung einer gewissen Geschwindigkeit wird die Belastung kleiner, die Füllung der Dampfzylinder wird vermindert und der Dampf, der jetzt in dem Dampfzylinder stärker expandiert, tritt mit geringerem Druck in die Expansionskammer, so dass der Druck in derselben
EMI1.4
druck in der Expansionskammer.
In der Ausführungsformnassh denFig. 3und 4 enthält der Arm 16 a des Reglerflügels einen Zapfen 22, derin einem Schlitz 23 einer Stange 24 geführt wird. Das eine Ende der Stange 24 ist mit einem Gewicht 25 belastet, während das andere Ende drehbar bei 26 mit einer andern Stange 27 verbunden ist, welch letztere nach dem Führerstand führt und dort an einem mit einem Quadranten verbundenen Steuer-
<Desc/Clms Page number 2>
hebel E befestigt ist. Befinden sich die Reglerflügel in der offenen Stellung, so wird das Gewicht nach oben ausgeschwungen und übt eine geringe Wirkung auf die Flügel aus, während in der geschlossenen Lage der Reglerflügel die Wirkung des Gewichtes 25 auf die Flügel die grösste ist.
Durch Einstellung des Steuerhebels E wird das Gewicht 25 nach rechts oder links verschoben und damit die Belastung der Reglerflügel geändert. Da die Wirkung der Gewichte in der Schlussstellung besonders stark ist, so wird durch die Änderung der Lage des Gewichtes 25 besonders die untere Grenze des Gegendruckes in der Expansionskammer bestimmt, bei welcher die Reglerflügel geöffnet werden, während die obere Grenzlage des Gegendruckes weniger stark beeinflusst wird. Wenn somit besondere Umstände einen hohen oder niederen Zug erfordern, kann der Maschinenführer vom Führerstand aus den Regler für den gewünschten Zug einstellen, ohne dass dabei die selbsttätige Wirkung des Reglers in irgendeiner Weise behindert wird.
Nach Fig. 5 sind die Reglerflügel 13 an ihren oberen Enden 13'als Gewichte ausgebildet, wobei ebenfalls der Gegendruck zum Öffnen der geschlossenen Flügel verhältnismässig hoch sein muss. Die inneren Flächen 132 der Flügel liegen bei der Offenstellung der Flügel nahezu senkrecht und die oberen Flächen 13a divergieren in der geschlossenen und in der teilweisen offenen Stellung, um bei der letzteren den Rauchfang vollkommen anzufüllen und damit die erforderliche Zugmenge zu erhalten. Die Belastung der Flügel 13 mag so gewählt werden, dass der gleiche stete Zug und Gegendruck erzeugt wird, wie nach der in Fig. 3 gezeigten Ausführung, oder die Flügel können überlastet werden, um bei hoher Geschwindigkeit einen grösseren Zug als bei niederer Geschwindigkeit herbeizuführen.
In gewissen Fällen kann der Regler in Verbindung mit Flügeln 25 im Rauchfang Verwendung finden, wobei die Flügel sich öffnen bzw. schliessen, so dass der Rauehfang jederzeit dem Gebrauch entsprechend gefüllt ist. Die Wellen 26, auf denen die Flügel sitzen, sind durch Zahnsegmente 27, 28 miteinander verbunden und die Zahnsegmente stehen in Eingriff mit den Zahnstangen 29, deren obere Enden 30 durch Gewichte 31 belastet sind und mit einem Stossdämpfer 32 zusammenarbeiten. Vermittels dieser Ausführung werden die Flügel selbsttätig durch den im Rauchfang herrschenden Druck betätigt (Fig. 6).
Sie können jedoch, wenn gewünscht, mit den Reglerflügeln in Verbindung stehen, wobei die Zahnstangen 29 in Eingriff mit den Zahnsegmenten 14, 15 stehen. In letzterem Falle wird der obere Stossdämpfer überflüssig und die Flügel 25 werden gemäss der Lage der Reglerflügel eingestellt (Fig. 8).
Bei Absperrung des Dampfes von den Zylindern schliessen sich die Flügel selbsttätig und es können
EMI2.1
der Expansionskammer enthaltene nasse Dampf in den Zylinder zurück und dient zur Kühlung desselben, wodurch Karbonisation des Öles vermieden wird. Die grosse Stetigkeit des Gebläses verhindert das Eintreten kühler Luft in die Feuerbüehse, sorgt für eine gute Verbrennung und beseitigt bei der Verbrennung von Öl die Explosionsgefahr.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur selbsttätigen Regelung von Gegendruck und Zug in Dampflokomotiven, in welcher eine Expansionskammer für den Auspuffdampf vorgesehen ist und die Ausströmöffnung für den Auspuffdampf mittels angelenkter Flügel durch den Dampfdruck in der Expansionskammer geregelt wird, dadurch gekennzeichnet, dass in dem erweiterten Ende eines Reglers (D), der mit der Expansionskammer (A) verbunden ist, zwei gewichtsbelastete Reglerflügel drehbar gelagert sind, welche die Grösse der Ausströmöffnung des Dampfes je nach dem Druck desselben in der Expansionskammer einstellen, wodurch die Ausströmung des Dampfes so geregelt wird, dass ein gleichmässiger Zug entsteht.