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Elektrische Nahtschweissmaschine.
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der Rollen stattfindet und mehrere undichte Stellen entstehen. In der Praxis hilft man sich bisher gegen diesen Übelstand dadurch, dass man durch vorhergehende Punktschweissung die Böden durch recht viele Punkte heftet. Dieses Punktieren ist jedoch umständlich und zeitraubend. Die vielen Heftpunkte müssen.
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mit dem für die Schweissung günstigsten Druck gearbeitet wird. Bei dickerem Material wird jedoch häufig ein umgekehrtes Arbeitsverfahren erwünscht sein Hier wird man den langen Schritt unter höherem
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Die Erfindung bietet infolge ihrer weitgehenden Anpassungsfähigkeit bedeutende Vorteile.
Man kann, wie schon oben beschrieben. beim Einschweissen von Böden in Gefässe auch dann noch dichte Nähte erzielen. wenn Zarge und Boden nicht genau zueinander passen. Auch kann man bei dickeren oder s teiferen
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ist eine Einzelheit in grösserem Massstabe
Der Elektrodenträger 1, der um 2 schwingbar ist. trägt die Elektrodenrolle 3. Die Gegenrolle 4 sitzt am ändern Arm 5. Auf der Welle 6 der Elektrodenrolle 3 sitzt ein Rad 7 mit Verzahnung. Auf diesem Rad arbeiten zwei Sperrklinken 9, 10. die von einem Schwinghebel n getragen werden, der um die Elektrodenachse schwingend mittels Exzenter oder Kurbel von der Hauptwelle 12 aus mittels Koppel 8
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genähert werden, um verschiedene Fortschritte erzielen zu können.
Um nun die beiden Sehrittlängen voneinander verschieden zu machen und den Pilgerschritt fortschreitend zu erzielen, ist am Sperrtrieh folgende Anordnung vorgesehen.
Neben dem Sperrad sitzt gemäss Fig. 2 ein Kreissegment 13. welches in der Drehrichtung durch die Schraube 14 verstellbar ist. Die Sperrklinken 9, 10 sind breiter gehalten als das Zahnrad ?'. Wird nun
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erfolgt dann also in der Bewegungsriehtung der andern leerganglosen Klinke 10. Ebenso kann natürlich bei Verstellung des Segments nach der andern Seite der kurze Schritt auf die andere Seite verlegt werden.
Damit nun die Schaltung, wie oben beschrieben, immer nur in einer Phase erfolgt, ist der Primärschalter 15, 16 mit seinen Kontaktteilen auf je einem Teil der aus zwei gegeneinander beweglichen Teilen bestehenden Koppel angeordnet, in der Abbildung so, dass die Schaltung beim kurzen Sehritt des Pilgerschrittes erfolgt. Ein auf der Hauptwelle sitzendes Exzenter 77 drückt unter eine Rolle 18, u. zw. wird dieses Exzenter auf der Welle so versetzt angeordnet. dass es den Elektrodendruck in der gewünschten Phase des Pilgerschrittes erhöht. Durch die Spiralfeder 19. welche einstellbar ist. wird diese Druck- erhöhung reguliert.
Die Maschine kann auch in folgender Weise benutzt werden : der Schweissstrom bleibt dauernd eingeschaltet, während die beiden Bewegungsphasen des Pilgerschrittes mit verschiedenen Geschwindigkeiten ausgeführt werden, wobei dann die Stärke des Schweissstromes derart zu bemessen ist. dass eine Schweissung nur in der mit der kleineren Geschwindigkeit vor sich gehenden Phase des Pilgerschrittes
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erreichte Wärme unterhalb der Schweisswärme bleibt.
Bekanntlich ist, um bei bewegten Elektroden in dem sich zwischen den Elektroden bewegenden Material Schweisswärme zu. erhalten, eine je nach Stromstärke bestimmte Geschwindigkeit notwendig. so dass bei einer grösseren Geschwindigkeit und gleicher Stromstärke eine Schweissung nicht erreicht wird.
Um nun diese verschiedenen Geschwindigkeiten der beiden Phasen einfach zu erreichen, wird. beispielsweise unter Verwendung der beschriebenen Sperrwerksvorrichtung. der Antrieb der die Sperrklinke bewegenden Koppel mittels einer Kurbelschwinge oder Kurvenscheibe mit entsprechender Knr-
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ssung erfolgt.
Auf diese Weise kann man Nähte an hartem und sprödem Material derart schweissen, dass beim
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Keiles zeigt in die Fortschrittsrichtung des Rohres. Die rohrnaht schliesst sich hinter dem Träger. Seitenrollen am Rohr bewirken in bekannter Weise das Zusammenbiegen und damit das Schliessen der Naht.
Nun wird das Rohr schrittweise bewegt, d. h. das Rohr erfährt eine kurze Vorbewegung und steht dann
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erreicht hat, wird der Schweissdruck ausgeschaltet. Hierauf wird der Elektrodendruck, unter welchem die Schweissung erfolgt, aufgehoben, das Rohr wird mittels der Stützrolle 2. 3 etwas angehoben, so dass die im Durchmesser etwas kleinere Dornelektrode innerhalb des lichten Raumes des Rohres frei liegt. Jetzt erfolgt eine neue Vorwärtsbewegung des Rohres in der Richtung des Pfeiles Il. Hiebei folgt die äussere Rollenelektrode soweit mit, dass sie auf dem Schlusspunkt des eben geschweissten Nahtstückes bei der hierauf folgenden Schweissung wieder einsetzt.
Wie ersichtlich, wird die ganze Rohrnaht in einzelne kurze Stücke zerlegt, welche über einer ruhenden Dornelektrode mittels wandernder Rolle verschweisst werden. Da hiebei eine Bewegung des Rohres unter Reibung auf dem Dorn nicht stattfindet, kann derselbe auch keine Abnutzung erfahren.
Wird der Dorn um seine Längsachse drehbar angeordnet, so kann derselbe von Hand oder zwangläufig so gedreht werden, dass von Zeit zu Zeit immer wieder eine neue Axialzone seiner Oberfläche als Kontakt-
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führbar.
In Fig. 4 ist nun schematisch ein Ausführungsbeispiel einer Rohrschweissmaschine dargestellt.
Der einfachen Darstellung halber sind alle Einzelteile in die gleiche Ebene verlegt. Eine Hauptwelle trägt ein Exzenter oder eine Kurvenscheibe : M. Diese wirkt mittels Hebelübersetzung 24 und Sperrklinke 25 auf eine Zahnstange 26 und erteilt so dem Rohr eine schrittweise Bewegung. Im gleichen Tempo wird der Rolle.) eine schrittweise hin und her gehende Bewegung mittels eines Sperrtriebes erteilt, dessen Zähne sowohl beim Vor-als auch beim Rückgang wirken ; oder aber die Rolle wird direkt durch Kurbel-oder Kurvenscheibe um die Fortschrittsstrecke hin und her bewegt. Eine andere Kurvenscheibe auf der gleichen Welle hebt, auf die Rolle 27 wirkend, in der Fortschrittsphase des Rohres die Rolle 3 ab, während gleichzeitig die Tragrolle 22 sich dem Dorn so viel nähert, dass das Rohr den Dorn frei umhüllt.
Zwangläufig hiemit ist durch den auf der Hauptwelle sitzenden Stromschalter 28, Fig. 5. die Primärschaltung so verbunden, dass der Schweissstrol1l nur während der Zeit vorhanden ist, in der die Rolle 3 sich in der Richtung des Pfeiles 7 auf der Schweissnaht bewegt. Zu diesem Zwecke trägt der
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dem Gegenkontakt 30 den Strom schliesst. Dieser Schalter wird nun so eingestellt, wie es für die Durchführung der oben beschriebenen Arbeitsweise erforderlich ist. Der Schalter kann auch als Ölschalter ausgebildet sein.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Elektrische Nahtschweissmaschine zum Schweissen fortlaufender Nähte mittels Rollenelektrode, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrode nach Art der Pilgerschrittbewegung absatzweise weitergeschaltet wird und die Primärsehajtung derart mit der Bewegung gekuppelt ist, dass der Sehweissstrom immer im kurzen Schritt des Pilgerschrittes geschlossen, im langen Schritt dagegen offen ist.