AT94960B - Verfahren zur Schaumschwimmaufbereitung von ton- und karbonathaltigen Erzen. - Google Patents

Verfahren zur Schaumschwimmaufbereitung von ton- und karbonathaltigen Erzen.

Info

Publication number
AT94960B
AT94960B AT94960DA AT94960B AT 94960 B AT94960 B AT 94960B AT 94960D A AT94960D A AT 94960DA AT 94960 B AT94960 B AT 94960B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
foam
ores
carbonate
sol
suspension
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Elektro Osmose Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Elektro Osmose Ag filed Critical Elektro Osmose Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT94960B publication Critical patent/AT94960B/de

Links

Landscapes

  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Die bekannten Schaumschwimmverfahren zur Aufbereitung von Erzen versagen nicht selten, z. B. bei ton-und karbonathaltigen Erzen. In der Literatur wird dieses Versagen meist damit erklärt. dass das Öl die Erzteilchen nicht oder unvollkommen benetzt. Wie   dulch   eingehende Versuche festgestellt wurde, hat der Misserfolg der Schaumschwimmverfahren bei   ton- und karbonatha1tigen (dolomi-   tischen) Erzen seinen Grund darin, dass die feinen Erzteilchen mit dem tauben Gestein umhüllt und so 
 EMI1.2 
 



  Infolgedessen können naturgemäss die Erzteilchen von dem als Schwimmittel verwendeten Öl nicht aufgenommen werden, da die Voraussetzung für die Benetzbarkeit und Entstehung verschiedener Obei-   flächenspannung   zwischen Erz und taubem Gestein fehlt. 



   Es wurde nun gefunden, dass auch derartige tonige   bzw. karbonatha1tige,   bisher für das Schaumschwimmverfahren als ungeeignet geltende Erze mit Erfolg nach diesem Verfahren aufbereitet werden können, wenn man dafür sorgt, dass die die Erzteilchen umhüllenden Anteile des Gesteins von diesen lösgelöst und eventuell vor Anwendung des Schwimmverfahrens abgetrennt werden. Dies geschieht gemäss der Erfindung dadurch, dass man zu dem in wässeriger Suspension befindlichen zerkleinerten Material bzw. den in Suspension zu bringenden Erzen vor oder während der Schaumschwimmaufbereitung solche Substanzen zusetzt, welche die Fähigkeit besitzen, einen Anteil oder Anteile des Gesteins in wässeriger Suspension in den Solzustand zu bringen. Geeignete Substanzen in diesem Sinne sind die bekannten Solbildner, wie z. B.

   Elektrolyte, die Hydroxylionen enthalten, wenn es sich darum handelt, elektronegative Substanzen, wie Ton, Kaolin u. dgl., in Sol zu bringen. Für elektropositive Substanzen sind geeignete Substanzen z. B. wasserstoffionenhaltige Elektrolyte. Durch den Zusatz derartiger Substanzen werden die zu gewinnenden Erzteilchen von ihren Umhüllungen losgelöst und sind nun der Benetzung durch das Schwimmittel und damit dem Schwimmverfahren zugänglich. 



   Im einzelnen kann das vorliegende Verfahren in der Weise ausgeführt werden, dass das aufzubereitende Erz nach entsprechender Zerkleinerung zunächst in bekannter Weise suspendiert und mit einer geeigneten solbildenden Substanz versetzt wird. Durch diesen Zusatz gehen in bekannter Weise Anteile des Substanzgemisches in den Solzustand und bleiben in Suspension, während die entgegengesetzt geladenen bzw. elektrisch inaktiven Teile die Tendenz haben, sich abzusetzen. Diese so behandelten Suspensionen sind nunmehr geeignet für die Anwendung des   Sehaumsehwimml erfahr cns,   indem man die in Suspension gegangenen Anteile in bekannter Weise zunächst vom Abgeschiedenen abtrennt und hierauf den verbleibenden Rückstand, eventuell nach Verdünnen und nochmaligem Zusatz von Elektrolyt, nach dem Ölschwimmverfahren behandelt.

   Dabei kann man sich derjenigen bekannten Schaum-und Schwimmittel, z. B. der zu diesem Zwecke bekannten öligen Substanzen, bedienen, durch welche der gemäss dem Verfahren geschaffene teilweise Solzustand nicht gestört wird. Es kommt also nicht nur auf die weitgehende Lockerung der Komponenten und auf das In-Sol-Bringen bestimmter Anteile an, sondern   erfindungsgemäss   des weiteren, dass der durch Elektrolytzusatz zu erzielende Zustand auch bei Gegenwart von Flotationsmitteln aufrecht erhalten bleibt. 



   Das Verfahren nach der Erfindung kann auch in der Weise ausgeführt werden, dass die solbildende Substanz gleichzeitig mit der Schaumsehwimm aufbereitung angewendet wird, indem zu der im Schwimm- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

   aufbereitungsbehälter   befindlichen und verarbeiteten Erztrübe der Solbildner zugegeben wird. Die Wirkung ist hier die gleiche wie beim vorherigen Zusatz der solbildenden Substanz, indem Anteile des Gemisches in Suspension gehen und andere sich abzusetzen suchen. Der Zusatz des Öles kann hiebei gleichzeitig mit dem Elektrolyten oder je nach den Umständen vor-oder nachher erfolgen. Vorteilhaft ist eine geringe, aber nicht zu grosse   Loslichkeit   des zu verwendenden Öles in der Suspension ; not- 
 EMI2.1 
 
Ausführungsbeispiele :
1.

   Ein Molybdänglanz führendes Erz, enthaltend   1-1. 3% J\foSz, dessen   Gangart aus Ton und tonigen Kalken bzw. Dolomiten besteht, wurde nach feiner Mahlung in Wasser suspendiert und mit wenig Wasserglas versetzt. Hiebei geht der Ton in bekannter Weise in Suspension, während sich der   Molybdänglanz mit   dem übrigen tauben Gestein, namentlich von dolomitischem Charakter, absetzt. 



  Hierauf wird der Hauptanteil der Suspension abgetrennt, während der   Rückstand   von neuem mit Wasser   aufgeschlämmt,   eventuell nochmals, mit einem geeigneten Elektrolyten und wenig Anilin versetzt, dem Schaumschwimmverfahren unterworfen wird, wodurch sich an der Oberfläche der Molybdänglanz   ab-   scheidet. Auf diese Weise wird der Molybdänglanz bis zum Gehalt von   86%   angereichert. Wird das zu behandelnde Erz ohne Zusatz eines Solbildners in gleicher Weise mit Anilin dem Schwimmverfahren unterworfen, so tritt praktisch eine Anreicherung des Erzes nicht ein. 



   2. Ein Kupferkies wird trocken aufgemahlen und dann, im Verhältnis von 1 : 4 mit Wasser vermischt, in den Schaumschwimmapparat gegeben. In diesen Apparat werden gleichzeitig wenig Wasserglas, Anilin und etwas Fuselöl gegeben. Gleichzeitig wird das ganze Gemisch unter Lufteinführung innig verrührt. Es fliesst ein bronzefarbiger grüngelber, äusserst beständiger Schaum ab. Die Anreicherung 
 EMI2.2 
 
Dass nach dem vorliegenden Verfahren die Erzeugung bzw. Aufrechterhaltung des Solzustandes von wesentlicher Bedeutung ist, ergibt sich aus der Tatsache, dass das Verfahren vollkommen versagt, wenn man nach erzeugtem Solzustand diesen, z. B. durch Zusatz von Aluminiumsulfat, wieder vernichtet und hierauf das   Schwimmverfahren   wieder anwendet.

   Das Verfahren ist auf alle diejenigen Erze anwendbar, welche Bestandteile enthalten, die durch die bekannten Mittel in Solzustand zu bringen sind, insbesondere bisher nicht aufbereitbare, sehr arme Erze können nach dem Verfahren der technisch'n Verwertung zugänglich gemacht werden. 



   Es sind bereits Verfahren bekannt, bei denen die lockernde und trennende Wirkung von Elektr) lyten auf Suspensionsgemische zum   Aufschlämmen   benutzt wird. Demgegenüber liegt der Erfindung die neue Erkenntnis zugrunde, dass die Anwendung dieser lockernden und trennenden   Ele1.'irolytwirkung   bei der Schaumschwimmaufbereitung von Erzen grosse Vorteile bietet, sei   es.   dass sie zur Vorbehandlung der Erze vor der Schaumschwimmaufbereitung benutzt oder gleichzeitig mit dieser Aufbereitung angewendet wird. Es wird so möglich, Erze nach dem Schaumschwimmverfahren mit Erfolg zu behandeln, bei denen dies bisher nicht möglich war. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Schaumschwimmaufbereitung von   ton- und karbonathaltigen   Erzen, dadurch gekennzeichnet, dass die fein zerldeinerten Erze vor oder während der Behandlung nach dem   Sehaur. i-   schwimmverfahren in wässeriger Suspension mit geeigneten solbildenden Substanzen derart behandelt werden, dass ein Anteil oder Anteile des Gemisches in den Solzustand übergehen und sich von den sie einhüllende oder an ihnen haftenden Anteilen von anderem elektrischen Charakter loslösen.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zu behandelnden Erze zunächst mit geeigneten solbildenden Substanzen behandelt werden, hierauf die in Suspension verbleibenden Teile von den nicht in Suspension gehenden Teilen in bekannter Weise getrennt und die so erhaltenen Anteile für sich, eventuell bei weiterem Zusatz solbildender Substanzen, dem Schaumschwimmverfahren unterworfen werden.
AT94960D 1918-07-29 1919-03-26 Verfahren zur Schaumschwimmaufbereitung von ton- und karbonathaltigen Erzen. AT94960B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE94960X 1918-07-29

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT94960B true AT94960B (de) 1923-11-26

Family

ID=5645289

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT94960D AT94960B (de) 1918-07-29 1919-03-26 Verfahren zur Schaumschwimmaufbereitung von ton- und karbonathaltigen Erzen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT94960B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2604441C3 (de) Verfahren zur magnetischen Reinigung von Kaolinton
DE860032C (de) Verfahren zum Entschlaemmen von Sylvinit
AT94960B (de) Verfahren zur Schaumschwimmaufbereitung von ton- und karbonathaltigen Erzen.
DE1180331B (de) Verfahren zur elektrostatischen Aufbereitung von Mineralgemischen
DE2827929A1 (de) Verfahren zur aufbereitung von kohle
CH615894A5 (de)
DE578819C (de) Verfahren zur Aufbereitung nichtsulfidischer Erze und Mineralien nach dem Schwimmverfahren
DE919703C (de) Verfahren zur Schaumschwimmaufbereitung von Mineralien
DE567844C (de) Verfahren zur Trennung von durch Umsatz von Alkalichlorid mit Ammonnitrat erhaltenenSalzgemischen aus Alkalinitrat und Ammonchlorid
DE647288C (de) Verfahren zur auswaehlenden Schwimmaufbereitung von Blei-Zink-Erzen
DE673376C (de) Verfahren zum Vorbereiten von Mineralgemischen fuer die Schaumschwimmaufbereitung
AT54988B (de) Verfahren zur Aufbereitung von Erzen, welche Kupfersulfid oder metallisches Kupfer enthalten.
DE728726C (de) Verfahren zum mechanischen Trennen von grobkoernigen, organische Stoffe enthaltendenGesteinen
DE897389C (de) Verfahren zur Schwimmaufbereitung sulfidischer und oxydischer Mineralien
DE244445C (de)
DE1021302B (de) Verfahren zum Flotieren von Chromit aus Chromerzen
DE1158912B (de) Flotationsverfahren zur Gewinnung von Natriumchlorid und Kieserit aus den in Klaerapparaten und am Schlammfilter ausgeschiedenen Rueckstandsschlaemmen
AT214412B (de) Verfahren zur kontinuierlichen Spaltung von Emulsionen
DE646705C (de) Verfahren zur Entwaesserung von Feinkohle
DE653061C (de) Verfahren zur Flotationstrennung von Ammoniumsalzen aus einer in einer Fluessigkeit suspendierten Mischung mit anderen Salzen, insbesondere Alkalinitraten
DE375293C (de) Verfahren zur Schwimmaufbereitung von sulfidischen und karbonatischen Erzen
DE635771C (de) Schwimmaufbereitungsverfahren zur Trennung von goldhaltigen Pyriten und/oder Arsenkies von Antimonglanz
DE610743C (de) Schaumschwimmverfahren fuer die Aufbereitung oxydischer Mineralien
AT116143B (de) Verfahren zur Konzentration von Mineralien durch Schwimmen.
DE414486C (de) Verfahren zur Anreicherung aschereicher Brennstoffe nach Trent