AT94880B - Mehrzylindrige Verbrennungskraftmaschinenanlage, insbesondere für Luftfahrzeuge. - Google Patents
Mehrzylindrige Verbrennungskraftmaschinenanlage, insbesondere für Luftfahrzeuge.Info
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Description
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Mehrzylindnge VerbrennungslL'aftmaschinenanlage, insbesondere für Luftfahrzeuge.
Die Erfindung bezieht sich auf mehrzylindrige Verbrennungskraftmaschinen, bei denen das die Erhöhung des Einströmdrucks bewirkende, die Ladung liefernde Schleudergebläse mittels einer Turbine getrieben wird, die ihrerseits durch die Auspuffgase der Kraftmaschine gespeist wird. Im besonderen betrifft die Erfindung Masehinenanlagen für Luftfahrzeuge.
Wenn die Leistung der Maschine sehr gross ist und insbesondere, wenn diese aus zwei oder mehreren Zylindergruppen besteht, so wird gemäss der Erfindung, um zu vermeiden, dass die Abmessungen des Gebläses zu gross werden, dieses in zwei oder mehrere selbständige Gruppen unterteilt, die je eine besondere Zy1indergruppe der Maftmaschine speisen.
Die Zeichnung stellt schematisch als Beispiel eine Ausführungsform gemäss der Erfindung dar.
In diesem Ausführungsbeispiel besteht die Maschine aus zwei Zylindergruppen, die mit a und a1 bezeichnet sind. Die Auspuffgase aller Zylinder der ersten Gruppe a strömen durch eine Leitung b und treiben eine Turbine e, die ihrerseits ein Kreiselgebläse e antreibt. Dieses drückt die verdichtete Luft dmch ein Rohr I zum Vergaser g derselben Zylindergruppe. Die Auspuffgase aller Zylinder der zweiten Gruppe a1 strömen in gleicher Weise durch eine Leitung b1 und gelangen zu einer andern Turbine e, die ein Kreiselgebläse er antreibt ; dieses drückt sdie Luft durch das Rohr 11 zum Vergaser gl der zweiten
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Abkühlung der Luft, deren Temperatur während ihrer Verdichtung in den Gebläsen e und e1 sich erhöht hatte.
Auf diese Weise wird es für eine Maschine mit verhältnismässig grosser Leistung möglich, zwei. besondere vorhandene Kreiselgebläsegruppen zu verwenden, welche für Maschinen von etwa halber Leistung berechnet sind. Ausserdem ist die gesamte Maschinenanlage in zwei Gruppen unterteilt, deren eine den Betrieb fortsetzen kann, wenn bei der ändern eine Betriebsstörung auftritt. Die gesamte Anlage könnte auch in eine beliebig grosse Anzahl von Gruppen unterteilt werden.
Um den Druck der Gase, die jeder Zylindergruppe zugeführt werden, und demnach auch die durch sie erzeugte Leistung auszugleichen und in gleicher Grösse zu halten, sind die Druckleitungen I und 11 der beiden Gebläse durch ein Rohr i miteinander verbunden. Dieses Rohr muss einen verhältnismässig kleinen Querschnitt besitzen, da sich andernfalls bekanntlich Schwingungserscheinungen in der Luftströmung einstellen würden, die den guten Betrieb der parallel zueinander arbeitenden beiden Gebläsen stören würden. In dem Ausgleichsrohr i, das die beiden Druckleitungen I und 11 miteinander verbindet, ist ein Doppelsitzventil i eingeschaltet, das durch die vereinigte Wirkung der beiden gegeneinander arbeitenden Federn k, k1 in einer Mittelstellung zwischen beiden Sitzen gehalten wird.
Die Wirkung dieses Ventils, das eine Sicherheitsvorrichtung darstellt, ist folgende : Wenn die beiden Zylindergtuppen im normalen Betrieb sind, werden sich in dem Rohr i schwache Luftströmungen einstellen, die das Ventil j nicht zu beeinflussen vermögen. Wenn jedoch eine Betriebsstörung bei einer der beiden Gruppen oder den sie speisenden Gebläsen auftritt, so entsteht in dem Rohr i eine verhältnismässig starke Strömung der Druckluft von der Speiseleitung der in normalem Betrieb befindlichen Gruppe nach jener, die die Betriebsstörung hat. Unter der Wirkung dieser starken Luftströmung legt sich das Ventil i selbsttätig auf den betreffenden Ventilsitz und unterbricht die Verbindung zwischen den beiden Zylindergruppen und den dazu gehörenden Gebläsen.
Dieses Ventil verhindert also Druckluftverluste, die sonst durch das Rohr i auftreten würden, wenn der Druck in einer der Speiseleitungen sich zu stark
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absenkt. Zugleich entsteht hiedurch eine vollkommene Unabhängigkeit im Betrieb der verschiedenen Zylindergruppen und der sie speisenden Gebläse.
Ein Rohr I verbindet die Auspuffleitungen der Maschine miteinander und besitzt einen Schieber m od. dgl. mit einstellbarer Öffnung, so dass der Auspuff der Abgase nach Belieben frei in die Aussenluft oder in die Turbinen möglich ist. Dieses Verbindungsrohr ermöglicht demnach die Anwendung nur eines
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verringern. Schliesslich hat diese Anordnung auch den Vorteil, die Handgriffe beim Ingangsetzen der Turbinen zu vereinfachen und sie vermeidet die Druckunterschiede und infolgedessen auch die Leistungsunterschiede der Gebläse, die sonst bei zwei in jeder Auspuffleitung unabhängig angeordneten Schiebern stets auftreten würden.
Neben der Verbindungsstelle des Rohres i ! mit dem nach dem Schieber m führenden Auspuffrohr liegt ein zweckmässig als Klappe ausgebildetes Ventil n. Dieses Ventil n kann sich gegen einen der beiden Sitze legen, die an der Mündungsstelle der Auspuffleitung b bzw. an der entsprechenden Stelle der Leitung b1. angebracht sind. So lange der Betrieb der beiden Zylindergruppen und ihrer dazugehörigen Gebläse ordnungsmässig verläuft, bleibt die Ventilklappe n in ihrer Mittelstellung ; wenn jedoch eine Betriebsstörung in einer der Zylindergruppen eintritt, so legt sich dieses Ventil gegen den einen Sitz und ermöglicht hiedurch den selbständigen Betrieb der übrigen Zylindergruppen und ihrer Gebläse.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Mehrzylindrige Verbrennungskraftmaschinenanlage, insbesondere für Luftfahrzeuge, mit zur Steigerung des Ladungsdruckes dienendem Schleudergebläse, das von einer durch die Abgase der Maschine beaufschlagten Turbine angetrieben wird, dadurch gekennzeichnet, dass bei Anlagen mit zwei oder mehreren selbständigen Verbrennungszylindergruppen für jede Gruppe ein durch eine Turbine angetriebenes Gebläse vorgesehen ist, wobei jedes Gebläse durch seine Antriebsturbine unabhängig von den andern Gebläsen betrieben wird, jede Turbine'von den Abgasen der zugehörigen Zylindergruppe beauf, chlagt wird und jedes Gebläse nur die zugehörige Verbrennungszylindergruppe speist.
Claims (1)
- 2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckleitungen (I, 11) der Gebläse (e, e,) durch ein oder mehrere Rohre (i) mit verhältnismässig schwachem Querschnitt untereinander verbunden sind, die einen Druckausgleich der den Zylindergruppen (a, aj zugeführten Gase unter Vermeidung von Gasschwingungserseheinungen herbeiführen.3. Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in dem die beiden Druckleitungen (1,/1) verbindenden Ausgleichsrohr (i) ein selbsttätig wirkendes Abschlussorgan (i) angeordnet ist, da derart durch Einrichtungen (k, k1) in seiner Öffnungslage gehalten wird, dass es da'Agleiehsrohr nur bei einem im voraus bestimmten Unterschied der Drücke in den beiden Druckleitungen abschliesst.4. Anlage nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch ein die Auspuffleitungen (b, b1) der Zylindergruppen (a, al) verbindendes Rohr (l), das nur einen regelbaren Schieber (m) zur Herstellung eines Betriebes mit freiem Auspuff besitzt.5. Anlage nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der Auspuffleitung ein selbsttätig arbeitendes Abschlussorgan (n) in der Weise angeordnet ist, dass dieses Organ nur bei einem bestimmten Unterschied der Drücke in den Auspuffleitungen (b, b1) der einzelnen Zylindergruppen in eine Abschlussstellung ge'angt, hingegen in einer mittleren Gleichgewichtslage verharrt, wenn die Zylindergruppen und ihre Gebläse ohne Betriebsstörung arbeiten.
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