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Verfahren zum Erzeugen von kinematographischen Kombinationsbildern.
Es ist bekannt, mittels zweier Objektive die Bilder zweier verschiedener Gegenstände auf ein und denselben Film zu projizieren und sie hierauf gleichzeitig zur Wiedergabe zu bringen.
Das vorliegende Verfahren unterscheidet sich von den bekannten Verfahren dadurch, dass Bilder der beiden Gegenstände, die auf dem Film vermittels zweier verschiedener Objektive erzeugt wurden und die die Abmessungen eines gewöhnlichen Films haben, in de] Längsrichtung des Films miteinander abwechseln und bei der Projektion aufeinander folgen, aber infolge der Fortdauer der Netzhauteindrüeke übereinander gestellt erscheinen. Eine besonders interessante Anwendung der Anordnung ist das kinematographische Maschinengewehr.
Bekanntlich hat man in der Luftfahrt bereits in Erwägung gezogen, für die Ausbildung oder das Training der Flugzeugschützen das Maschinengewehr durch einen kinematographischen Apparat zu ersetzen, dessen noch unbelichtetes Bildband an jeder dem Bilde entsprechenden Stelle eine Serie von konzentrischen Kreisen trägt, ähnlich dem Kreisnetz einer Schiessscheibe. Der Schütze verfolgt seinen Gegner, indem er seinen kinematographischen Apparat genau in derselben Weise handhabt, wie er es in Wirklichkeit mit seinem Maschinengewehr tun würde und es lassen sich seine Fähigkeiten alsdann aus der Stellung beurteilen, welche das feindliche Flugzeug in bezug auf die Kreise der Schiessscheibe einnimmt.
Es ist begreiflich, dass, um aus einer derartigen Übung tatsächlich brauchbare Angaben zu gewinnen, es notwendig ist, dass man beim Studium des Films genau den Augenblick erfährt, in welchem das gegnerische Flugzeug auf die Scheibe gekommen ist. Auf diese Weise kann man nachweisen, dass der Schütze seinen Gegner nicht hat abschiessen können, nachdem er selbst durch seinen Gegner ausser Gefecht gesetzt worden wäre. Daneben kann man sofoet die Zeit ermessen, während welcher der Schütze den verfolgten Gegner in seiner Schiessscheibe festgehalten hat ; das ist eine besonders wichtige Angabe zur Beurteilung seiner Piloteneigensehaften.
Die zur Verwendung gelangenden Filme umfassen also zwei Serien von Bildern, die gleichzeitig und alternierend aufgenommen sind ; auf der einen zeichnen sich nacheinander auf einer Schiessscheibe die Stellungen des verfolgten Flugzeuges ab, ausgehend von dem Moment, wo es in das Feld des einen Objektivs eingetreten ist, während die andere Serie aus der Nähe durch ein zweites Objektiv aufgenommen ist und eine Uhr darstellt.
Auf der Zeichnung stellt : Fig. 1 in einem Ausführungsbeispiele ein Bildband gemäss der vorliegenden Erfindung dar, das bei einem kinematographischen Maschinengewehr Verwendung finden soll, Fig. 2 gibt in ganz schematischer Weise die Art wieder, in welcher die beiden Bilderserien aufgenommen werden und Fig. 3 ist eine zweite Ausführungsform des in Fig. 1 veranschaulichten Films.
Das Bildband gemäss Fig. 1 stellt zwei Serien von Wechselbildern dar ; die eine Serie enthält eine Zielscheibe 2, auf welcher sich das gegnerische Flugzeug zeigt, sobald es in das Feld des zugehörigen Objektivs eingetreten ist. Die andere Bilderserie stellt eine im Gang befindliche Uhr dar. Jedes der Bilder der einen wie der andern Serie hat die bei den kinematographischen Bildern übliche Abmessung.
Wenngleich nun die beiden Bilder nacheinander projiziert werden, so ergibt sich infolge der Abwicklunggeschwindigkeit des Films dennoch der Eindruck einer genauen Deckung der Bilder.
Für die Aufnahme dieser Filme ordnet man gemäss Fig. 2 an, dem kinematographischen Maschinengewehr 5 zwei Objektive an, von denen das eine Objektiv 6 die entferntere Aufnahme vermittelt, während das andere 7 die in der Nähe befindliche Uhr 8 photographiert. Diese beiden Apparate ergeben gleichzeitig jeder ein Bild 9 und 10 auf dem Bildband 11, welches vor ihnen abrollt. Das für die Aufnahme der
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läheren Gegenstände dienende Objektiv kann gleichzeitig mit der Uhr, deren Angaben in jeden Augenblick sich ändern, eine Tafel photographieren, welche bestimmte Angaben enthält, wie Datum, Nummer les Apparates, Name des Flugzeugführers u. dgl., um so jeden Betrug des Ausbildungspersonals auszuschliessen. Es ergibt sich dann ein Film gemäss Fig. 3.
Es sei noch darauf hingewiesen, dass bei der Herstellung des Films nach Fig. 3 ein Projektor notwendig ist, dessen Schaltwerk zweckmässig Schaltschritte von abwechselnd verschiedener Höhe besitzt.
Es ist auch möglich, und sogar praktischer, den a tfeinanderfolgenden Bildern des Films genau dieselbe Höhe zu geben.