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bei welchen parallel zu dem schwingungserzeugenden Elektronenrohr S (Fig. 1) ein Modulationsrohr ill geschaltet ist, das aus der gleichen Anodenstromquelle B über eine Drosselspule D von hoher Selbstinduktion gespeist wird. Die Anordnung hat in der bisher üblichen Schaltung den Nachteil, dass die zur Beeinflussung verwendete Röhre mindestens ebenso gross wie die Schwingungsröhre sein muss, mithin mindestens zu gleicher Leistung an Ruhegleiehstrom verbraucht, wie diese, aber nur während jeder zweite : 1 Hochfrequenzhalbschwingung ausgenutzt wird.
Für die negative Halbwelle ist nämlich, da sie bei vollbelastetem Rohr in der Abszissenachse der Charakteristik verläuft, das angelegte Anodenpotential und daher auch die Spannung am Steuerrohr gleichgiltig. Die während dieser Zeit vom Steuerrohr verbrauchte Gleichstromleistung ist somit verschwendete Energie. Anderseits sind Röhrengeneratoren bekannt, bei denen die Energielieferung an den Schwung1'adkreis (bzw. Antennenkreis) nicht nur einmal, sondern zwei oder mehrmals in jeder Periode erfolgt.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Kombination der beiden genannten Einrichtungen wobei sich zwei bedeutende Vorteile ergeben, die keiner dieser Einrichtungen für sich anhaften, sondern erst durch deren Vereinigung entstehen.
In der Fig. 2 ist eine beispielsweise Anordnung gemäss der Erfindung dargestellt. Es bedeuten 1
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qatoren 3 und 4 den Schwingungskreis 5 und 6 angelegt sind, der wieder in der dargestellten Weise mit den Gittern der Röhre verbunden ist ; dadurch führen die beiden Röhren dem Schwingungskreis in einer Periode abwechselnd Energie zu, erregen also in ihm ungedämpfte Schwingungen. Diese GeneratorSchaltung ist an sich bekannt. Die erzeugten Schwingungen sollen nun moduliert werden. Zu diesem Zwecke wird eine Modulatorröhren 10 an die Geeratorschaltung angelegt.
Die Drosseln 7 und 8 sind so bemessen, dass sie zwar der Hochfrequenz den Durchtritt sperren, der Tonfrequenz jedoch folgen können. während die Drossel 9 auch für diese ein Hindernis bildet und somit den Gesamtstrom der über die Anoden
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Weiqe durch das Mikrophon 11 besp : ocheu. Dasselbe lnun aber eine doppelt so grosse Gesamtleistung beeinflussen, als bei den bisher üblichen Schaltungen, weil nur die jeweils arbeitende Elektronenstrecke der Schaltung gesteuert wird. Dies ist ein Vorteil, da ein Drittel der gesamten Primärleistung erspart werden kann.
Natürlich kann die Beeinflussung, statt dmch die in dem Beispiel angeführten Elemente 10 und 11 auch durch ein gitterloses Glühkathodenrohr erfolgen, dessen Heizstrom von Tonfcequenz überlagert ist.
Auch können an Stelle von zwei um 180 in der Phase verschobenen Senderöhren, vier benützt werden, von denen je zwei parallel geschaltet sind. Feiner ist es nicht wesentlich, dass die ben@tzten Elektronen- st'-ecken in verschiedenen Vakuumgefässen untergebracht sind, sondern es können au : h Rohre benutzt weiden, die mehrere Elektronemtlecken enthalten, die entweder elektrisch getrennt sind, oder eine Elektrode gemeinsam haben. Wesentlich ist vielmehr, dt. ss die Energiezufuhr an den Sehwingungskt'ei- ! kon-
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Der zweite Vorteil ist die grössere Reinheit der Sprachwiedergabe. Denn die Sprache ist um so reiner, je weniger die einhüllende der Hochfrequenzschwingungen a (Fig. 3) von der Tonkurve abweicht. Die
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Anpassung an diese ist aber keine ganz trägheitslose, da eine Vermehrung der zugeführten Energie nicht sofort eine Einstellung auf den endgültigen Amplitudenwert, sondern eine Aufschaukelung zur Folge hat, und analog eine Drosselung der Energiezufuhr ein Abklingen bewirkt.
Da nun die Energiezufuhr an den Schwingungskreis bei den bekannten Rückkoppelungssehaltungen (Fig. 1) nur in jeder zweiten Halbschwingung erfolgt, bei der Generatorschaltung nach Fig. 2 dagegen bei jeder Schwingung, so erhellt hieraus, dass die Anpassung sich doppelt so rasch einstellt bzw. dass nicht nur die obere einhüllende E sondern auch die untere E' (Fig. 3) die Sprache getreu wiedergibt. Dieser so erzielte Vorteil ist besonders wichtig, wenn relativ langsame Schwingungen zur Sprachübertragung benutzt werden, was bei der Leitungsmehrfachtelephonie, ja sehr erstrebenswert ist.