AT94703B - Verfahren zur Messung des Nebensprechens. - Google Patents

Verfahren zur Messung des Nebensprechens.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Messung des Nebensprechens. 



   Das Nebensprechen zwischen den einzelnen Leitungen eines Fernsprech-Mehrleitersystems wird bisher in der Weise gemessen, dass es mit der Dämpfung von Eichleitungen verglichen wird. Es wird dabei so vorgegangen, dass der Strom einer passenden Wechselstromquelle mittels einer Umschaltevorrichtung abwechselnd über die Eichleitung und über die zu prüfenden Leitungen einem Telephon zugeführt wird, wobei im letzteren Falle die Stromquelle an der induzierenden und das Telephon am gleichen Ende des Mehrleitersystems an der induzierten Leitung liegt. Diejenige Dämpfung der Eichleitung, bei der in dem Telephon in beiden Fällen gleiche Lautstärke gehört wird, wird als Stärke des Nebensprcchens bezeichnet. 



   Bei der eingestellten   Dämpfung ss   ist nach Pupin das Verhältnis der Anfangs-zur Endstrom- stärke in der Eichleitung 
 EMI1.1 
 Da auf gleiche Endstromstärke im Telephon eingestellt wird, gibt demnach der Wert von ss die Stärke des   Nebenspreehens   nur dann richtig wieder, wenn auch die Anfangsstromstärken in Eichleitung und induzierender Leitung gleich sind und ausserdem das Telephon auf die Eichleitung die gleiche Rück- 
 EMI1.2 
 stark verschieden sind, und sich ausserdem, namentlich bei langen und pupinisierten Leitungen, nur   anähemdnachbildenlassen,   folgt hieraus   entwedereinegrosse KompliziertheitimAufbauundderAnwendung   der Eichleitungen oder die Notwendigkeit, sich je nach den Umständen mit einer nur sehr rohen Annäherung der Messung zu begnügen. 



   Zur Vermeidung dieser Nachteile wird nach der Erfindung ein neuer Weg eingeschlagen, der darin besteht, dass die Stärke des Nebensprechens zwar der Definition gemäss noch auf das Dämpfungsmass einer Eichleitung bezogen wird, seine Messung aber nicht mehr durch den Vergleich mit einer Eichleitung, sondern durch die Messung des Verhältnisses der Spannung an der induzierenden zu derjenigen an der 
 EMI1.3 
 



   Nach der Erfindung geschieht dies dadurch, dass Ve durch eine einstellbare Teilspannung von Va kompensiert wird, wobei zur Erzeugung der einstellbaren Kompensationsspannung als solcher eine an sich bekannte Schaltung benutzt wird. 



   Das Prinzip der neuen   Messschaltung   ist in Fig. 1 schematisch dargestellt. Die Wechselstromquelle S erzeugt an den Klemmen 1, 2 der induzierenden Leitung die Spannung Va. Parallel dazu liegt ein hoher Widerstand (in der Grössenordnung von etwa   50.   000 Ohm), der einer symmetrischen Potential- 
 EMI1.4 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 daher die Spannung Ir, und an denen der beweglichen Spule   n   die Spannung   00   MI, wenn M den Koeffizienten der gegenseitigen Induktion und   to   die Kreisfrequenz bedeuten. Sind r und n so eingestellt, dass das Telephon T schweigt, so kompensiert die geometrische Summe   derSpannungen von r und n   
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 
 EMI2.4 
 verschiebung y der Spannungen Va und Ve.

   Hieraus können bei der Untersuchung sich induzierender Stromkreise wichtige Schlüsse über die Ursachen der Störung gezogen werden, die das bisherige Messverfahren nicht ergab. 



   Die in Fig. 1 im Prinzip wiedergegebene neue Messsehaltung weist noch einige Mängel auf, die in der nach Fig. 2 ausgebildeten Schaltung erfindungsgemäss beseitigt sind. 



   Sowohl die Stromquelle S als auch der das Telephon T bedienende Beobachter besitzen eine merkliche Kapazität gegen Erde. In der Schaltung nach   B ig. l würden   daher durch das Telephon Ladeströme fliessen, die eine unrichtige Kompensationseinstellung zur Folge hätten. 



   Erfindungsgemäss wird daher nach Fig. 2 sowohl die Stromquelle S als auch das Telephon   T   durch Transformatoren   U11 U2   und Us von der Schaltung abgetrennt, die zwischen   Primär-und Sekundär-   wicklung geerdete Abschirmungen s enthalten. Ist die   Kompensationseinstellung   von r und n von Fehlern der genannten Art frei, so darf sie sich nicht ändern, wenn das Telephon T von einem Zweig der Kompensationsleitung in den anderen verlegt wird. Um dies prüfen zu können, sind nach der Erfindung in der Schaltung nach Fig. 2 die   Umschalter X   und Y vorgesehen. 



   Der Umschalter z dient nach der Erfindung dazu, die Leitung   3,     4   stets so an die Kompensationsleitung anschliessen zu können, dass die Phase der Spannung Ve derjenigen der in   !' und ?   erzeugten Kompensationsspannung entgegengesetzt ist. 



   Die neue   Messschaltung kann   ausser zur Messung des Nebensprechens in Fernsprechleitungen mit gleichen Vorteilen auch zur Untersuchung beliebiger anderer sich gegenseitig beeinflussender Stromkreise verwendet werden ; so z. B. besonders zur Untersuchung der Induktionsfreiheit von   S2lbstinduktions-   spulenpaaren, wie sie in D. R. P. Nr. 329481 beschrieben sind und zur   Ausführung   des in D. R. P. Nr. 334365 für diese Spulen beschriebenen Abgeleichverfahrens,
PATENT-ANSPRÜCHE :
1.

   Verfahren zur Messung des Nebensprechens zwischen den Leitungen eines   Fernsprech-Mehr-   leiersystems, dadurch gekennzeichnet, dass die die Stärke des Nebensprcchens charakterisierende Dämpfungszahl gemessen wird durch die Bestimmung des Verhältnisses, in dem die Spannung (Va) der induzierenden zu der Spannung (Ve) der induzierten Leitung am Anfang des   Mehrleitersystemes   steht.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannung der induzierten Leitung (Ve) durch eine einstellbare Teilspannung der an die induzierende Leitung angelegten Spannung (Va) kompensiert wird.
    3. Kompensationsschaltung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Wechselstromquelle und das zur Einstellung dienende Telephon durch Transformatoren von der Messschaltung abgetrennt sind, die zwischen Primär- und Sekundärwicklung geerdete Abschirmungen besitzen.
    4. Kompensationsschaltung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das zur Einstellung dienende Telephon durch einen Umschalter wahlweise in den einen oder anderen Zweig der Kompensationsleitung gelegt werden kann.
    5. Kompensationsschaltung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die induzierte Leitung (3, 4) über einen polvertauschenden Umschalter an die Kompensationsleitung angeschlossen ist.
    Druck der Österreichischen statsdruckerei in Wien. 4979/29.
AT94703D 1921-05-26 1921-11-26 Verfahren zur Messung des Nebensprechens. AT94703B (de)

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AT94703B true AT94703B (de) 1923-11-10

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