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Orientierungs einrichtung.
Die Vorrichtung besteht aus einer steifen Unterlage (Tafel aus Holz), einer auf dieser Unterlage festgemachten (aufgeklebten) Landkarte des in Betracht kommenden Gebietes, zwei in passende, kleine kreisrunde Ausschnitte der Unterlage bzw. Karte einsteckbaren Visierstäbehen und einem dritten, ohne Ausschnitt feststellbaren Hilfsvisierstäbchen, und einer geeigneten Befestigungsvorrichtung auf der Unterseite der Unterlage.
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dick, in einem dem jeweiligen Bedürfnis angepassten Grössenausmass, z. B. für Touristen zum Unterbringen im Rucksack 25 X 30 cm.
Zum Schutze gegen Bruch ist eine Metalleinfassung vorgesehen Die eigens zu diesem Zwecke hergestellten Karten zeigen in erster Linie Gebirge (insbesonders hervorragender Bergspitzen) und Täler (Flussläufe), und erst in zweiter Linie Ansiedelungen, Eisenbahnen und Strassen. Besonders hervorragende, weithin sichtbare Berge oder sonstige Objekte sind durch einen etwa 2 mm im Durchmesser fassenden Kreis bezeichnet, in dessen Mittelpunkt das betreffende Objekt liegt. Nach Befestigung der Karte auf der Unterlage werden durch Karte und Unterlage an den durch obgedachti Kreise bezeichneten Stellen gleichgrosse kreisrunde Löcher senkrecht zur Oberfläche gebohrt.
Von den der Stärke nach in diese Löcher genau passenden, am besten aus Metall herzustellenden Visierstäbchen ist das eine gleichförmig in seiner Stärke (bis auf den weiterhin beschriebenen Fuss), endigt unten abgerundet, oben in eine kegelförmige Spitze auslaufend und ist etwa 3 cm lang ; das zweite, etwa 4 cm lang, ist in der unteren Hälfte dem ersten gleich, in der oberen Hälfte wird es zu einer dünnen, oben abgestumpften Nadel ; etwa 7 mm oberhalb des unteren Endes ist jedes Stäbchen mit einem kreisrunden, unten ebenen Wulst (Fuss) versehen, um ein zu tiefes Einstecken in die Löcher der Tafel zu verhüten und ein senkrechtes
Stecken in derselben zu unterstützen ;
das dritte, Hilfsvisierstäbchen, ist dazu bestimmt, die Tafel auch von solchen Orten aus benützen zu können, die nicht durch Löcher bezeichnet sind und hat, vom Fusse angefangen aufwärts, die gleiche Form wie das erstbeschriebene, der zum Einstecken bestimmte untere
Teil ist jedoch durch eine kleine, harte Nadelspitze ersetzt. In der Mitte der Unterseite der Unterlage ist eine Schraubenmutter in der Grösse und Ausführung angebracht, wie sie bei photographischen Handapparaten üblich sind, um die Tafel an den Stativen für solche Apparate festschrauben zu können ; wo solche
Stative fehlen, werden Anschraubklammern zur Befestigung an in den Boden gesteckte oder durch Steine festgehaltene Stöcke od. dgl. verwendet.
Zum Gebrauche wird die Tafel an der vorhandenen Befestigungsvorriehtung wagrecht derart angebracht, dass die auf der Karte bezeichnete Nord-Südlinie mit der wirklichen Nord-Südrichtung genau übereinstimmt, eventuell unter Zuhilfenahme eines Kompasses und einer Wasserwage ; sodann steckt man den kurzen, dicken Visierstab in jenes Loch, das den Aussichtspunkt bezeichnet, auf dem man sich befindet ; ist dieser Punkt, weil weniger wichtig, nicht unter denen, für die ein Loch vorgesehen ist. so benützt man den dritten Visierstab mit der Spitze, indem man diese in die entsprechende Stelle der Tafel eindrückt. Will man nun die Richtung finden, in der man einen benachbarten Berg oder sonstigen Punkt zu suchen hat, steckt man den zweiten dünnen Visierstab in das das gesuchte Objekt bezeichnende Loch.
Blickt man nun in der Richtung über den dicken zum dünnen Visierstab hinweg, so hat man zugleich die Richtung, in der das gesuchte Objekt liegt.
Durch derartiges Visieren zu einem etwa bereits bekannten Objekt kann man auch eine eventuell fehlerhafte Einstellung der Tafel bezüglich der Nord-Südrichtung kontrollieren bzw. berichtigen. Will man hingegen den Namen eines nicht bekannten Objektes (Bergspitze) feststellen, wird dies durch Vergleich der genau eingestellten Tafel mit dem Gelände unschwer geschehen können.
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