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Antrieb für den bewegten Teil von Lichtreklame einrichtungen.
Es sind Lichtreklameeinrichtungen bekannt, bei denen regenbogenartige Lichtreflexe dadurch erreicht werden, dass mit verschiedenfarbigen Glaslaeken in ringförmigen oder schraubenförmigen Bändern bemalte oder betupfte Röhrenglühlampen in spiegelnden Reflektoren angeordnet sind und entweder innerhalb der Reflektoren hin und her bewegt werden oder stillstehen, während die Reflektoren die hin-und hergehende Bewegung längs der Lampen ausführen.
Das Patent Nr. 91891 betrifft eine Lichtreklameeinrichtung dieser Art, bei der der bewegte Teil (der Tragkörper für die Glühlampen'oder der der Reflektoren) auf einem Wagen ruht, der durch ein Bewegungsumkehrgetriebe die hin-und hergehende Bewegung erhält, wobei der Wagenweg stets der gleiche bleibt,
Nach der Erfindung soll nun der Wagenweg nach beiden Seiten veränderlich und durch die Einstellbarkeit der Umkehrpunkte beliebig einstellbar gemacht werden, wodurch die hervorzurufenden Farbenspiele nach Wunsch beeinflusst werden können.
Die Zeichnung veranschaulicht den Antrieb nach der Erfindung in beispielsweiser Ausführung in Fig. 1 teilweise im vertikalen Schnitt und teilweise in Ansicht, in Fig. 2 in Draufsicht. Fig. 3 zeigt in grösserem Massstab eine beispielsweise Ausführung der Einrichtung, die die Einstellbarkeit der Bewegungumkehrpunkte ermöglicht.
Die Lichtreklameeinrichtung ist in einem Gehäuse 1, das ein Fenster 2 besitzt, eingeschlossen.
Die Buntreflexlampen 3 sind an der unbeweglichen Wand 4 befestigt, vor der die Tragwand 5 der Reflektoren 6 angeordnet ist. Die Röhrenlampen reichen durch zentrische Öffnungen der Reflektoren. Die Tragwand 5 der Reflektoren ruht auf einem auf Schienen 7 verschiebbaren Wagen 8, der mittels eines auf dem Wagen angeordneten Elektromotors 9 in hin-und hergehende Bewegung versetzt wird. Unter Zwischenschaltung eines geeigneten Vorgeleges, z. B. Schnecke 36 und Schneckenrad 37, wird die Welle 10 angetrieben, mit der das Kegelrad 11 des Bewegungsumkehrgetriebes starr verbunden ist. Das Kegelrad 11 ist an diametral gegenüberliegenden Stellen in Eingriff mit den beiden mittels Hülsen lose auf der Wagenachse 12 sitzenden Kegelrädern 13, 14.
Die Naben dieser Kegelräder 13, 14 tragen Kupplungsteile 15, 16, die abwechselnd mit dem auf der Wagenachse verschiebbaren Kupplungsteil 17 in Eingriff gebracht werden können. Der Eingriff des mittleren Kupplungsteiles 17 mit den Teilen 15 oder 16 wird durch den um einen Zapfen 18 schwingbaren Schalthebel 19 bewirkt, der mit einer Gabel 20 in die Ringnut 21 des Kupplungsteiles 17 eingreift und mit einer Rolle 22 und einem Gewicht 23 ausgestattet ist.
Je nachdem der Kupplungsteil 17 und die von ihm bei der Drehung mitgenommene Radwelle 12 an der
Bewegung des Kupplungsteiles 15 (Kegelrad 13) oder des Kupplungsteiles 16 (Kegelrad 14) teilnimmt, fährt der Wagen bei gleichbleibender Umlaufrichtung des Motors nach rechts oder links. Die Umlegung des Schalthebels 19 an den Umkehrpunkten des Wagenweges erfolgt durch Führungen, Anschläge od. dgl.
Bei der Einrichtung nach Patent Nr. 91891 bewegt sich der Schalthebel in einem Führungsrahmen, der nur einen bestimmten Wagenweg und daher nur stets dieselben Farbenspiele gestattet, während der Antrieb nach der Erfindung die Verstellbarkeit und Einstellbarkeit des Hubes der bewegten Teile sowohl in seiner
Grösse als auch in seiner Lage gestattet, wodurch die Mannigfaltigkeit der erzielbaren Wirkungen sehr
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gesteigert wird. Diese Einstellbarkeit des Hubes der bewegten Teile wird dadurch erreicht, dass die Anschläge, Führungen od. dgl. an jedem der beiden Umkehrpunkte unabhängig voneinander verstellbar und einstellbar sind.
Nach dem Ausführungsbeispiel der Fig. 3 ist der Steuerrahmen 24 mittels eines Zwischenstückes 25 an der Kastenwand 26 befestigt. Als einstellbare Führungen oder Anschläge sind Blattfedern 27 vorgesehen, die an einem Ende 28 mit dem Steuerrahmen 24 verbunden sind, während ihre freien andern Enden 29 mittels mit Gegenmutter 31 versehener Stellschrauben 30 einstellbar sind. Diese Stellschrauben können durch andere geeignete Mittel, z. B. einen zwischen Steuerrahmen und Blattfeder verschiebbaren Keil, durch Führung an einer Kulisse od. dgl., ersetzt werden. An Stelle der Blattfedern sind als Lineale ausgebildete verschiebbare Führungen oder verstellbare Knaggen u. dgl., die sich am Steuerrahmen befinden, denkbar.
Bei der Verschiebung des Wagens 8 bewegt sich der Schalthebel 19 innerhalb des unbeweglichen Rahmens 24 (Fig. 3), dessen Federn 27 Anschläge bilden, den Hebel seitwärts drehen und somit aus einer Lage in die andere umlegen. Das Umlegen des. Hebels wird durch die Wirkung des Schwunggewichtes 23 erleichtert. Der Mittelpunkt der auf dem Steuerhebel 19 sitzenden Rolle 22 durchläuft den mit unterbrochenen Linien gezeichneten Weg. Je nachdem der Schalthebel in der einen oder andern Lage (die Rolle rechts oder links vom Mittel des Steuerrahmens) sich befindet, ist das eine oder andere Kegelrad mit der Antriebswelle gekuppelt, der Wagen fährt nach rechts oder nach links.
Mittels der Stellschrauben 30 können die freien Enden 29 der Federn so eingestellt werden, dass das Umlegen des Hebels früher oder später erfolgt, so dass der Hub nach Belieben, u. zw. in den beiden Bewegungsrichtungen unabhängig, geändert werden kann. Es wäre auch eine Anordnung denkbar, bei der zur Verminderung der bewegten Massen Motor und Vorgelege sowie Umkehrgetriebe unbeweglich im Kasten angeordnet sind, während die Bewegung des Wagens beispielsweise durch einen Schlepperantrieb erfolgt. Bei dieser Anordnung käme die Steuerung dadurch zustande, dass der Steuerrahmen mit den erwähnten Führungen.
Anschlägen od. dgl., auf dem Wagen befestigt, von diesem hin und her bewegt wird, während der Drehzapfen des Schalthebels im Gehäuse in Ruhe bleibt. Die relative Bewegung von Steuerrahmen und Schalthebelrolle und damit die Umsteuerung sowie die Einstellbarkeit von Grösse und Lage des Wagenweges kann wie im erstbeschriebenen Falle erfolgen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Antrieb für den bewegten Teil von Lichtreklameeinrichtungen nach Patent Nr. 91891, bei dem ein die Bewegungsumkehrung einleitender Schalthebel durch Anschläge, Führungen od. dgl. am Ende der Bewegungen umgelegt wird, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Anschlag od. dgl. verstellbar ist, um die Grösse der Bewegungen einstellen zu können.