AT92385B - Verfahren zur Hydrierung ungesättigter Substanzen. - Google Patents

Verfahren zur Hydrierung ungesättigter Substanzen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Hydrierung ungesättigter Substanzen. 



   Es ist bekannt, dass man   ungesättigte Substanzen unter Verwendung   von   Nickeloxyden   als Katalysator bei hohen Temperaturen von etwa 300  und hohen Drucken von etwa 100 Atm. hydrieren kann. Versuche diese Hydrierung bei   gewöhnlichem   oder bei niederem Druck   auszuführen,   misslangen 
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 war die Reduktion bei gewöhnlichem Druck ausführbar. Als besonders zweckmässig für die Hydrierung von Fettsäuren und Fetten ist u. a. auch ein   Niekelsuboxydkatalysator   in Vorschlag gebracht worden.

   Zur Ausführung der Wasserstoffanlagerung bei Fetten und Fettsäuren sind jedoch, sowohl bei Verwendung von Niekeloxyd wie von   Niekelsuboxyd,   Temperaturen von   260Q erforderlich,  
Auf Grund dieser bekannten Tatsachen war nicht vorauszusehen, dass den Suboxyden der Nickelgruppe eine so hohe katalytische Wirksamkeit eigen ist, dass sie auch bei niederen Temperaturen Verwendung finden können.

   Es musste hienach in hohem Grade überraschen, dass die Anlagerung von Wasserstoff an ungesättigte Verbindungen unter Verwendung von   Suboxyden   der Niekelgruppe als Katalysatoren äusserst glatt erfolgt, wenn man die zu hydrierenden Substanzen bei gewöhnlicher oder schwach erhöhter Temperatur (etwa bis   60 )   in gelöster Form, u. zw. in wässeriger   Lösung, der Einwirkung   des Wasserstoffs aussetzt. Die Hydrierung gelingt dann schon bei gewöhnlichem oder schwach erhöhtem Druck. 



  Es kann jedoch bei   Ausführung   des Verfahrens auch stark erhöhter   Druck zur Anwendung kommen.   



  Als Katalysator ist besonders geeignet fein verteiltes   Nickelsuboxyct   (s. Gmelin und Kraut, 7. Aufl., Bd.   V,     Abt. I, S. 40).   Die zu hydrierenden Substanzen können gegebenenfalls auch in wässeriger Suspension angewandt werden. 



   Ein Hauptvorzug des neuen Verfahrens liegt darin, dass es möglich ist, auch solche ungesättigte Verbindungen zu hydrieren, die nach den bisher   üblichen   Methoden nur schwierig oder gar nicht hydrierbar waren. weil sie leicht eine Zersetzung erfuhren. Es gelingt nach dem neuen Verfahren beispielsweise die Hydrierung von ungesättigten Säuren, Estern, Nitrilen und vor allem auch von Alkaloiden. 



   Beispiel 1 : Zu einer Lösung von   12. 2 g Chininchlorhydrat   in 200 em3 Wasser werden etwa 1 g Niekelsuboxydkatalysator, möglichst unter Luftabschluss, zugefügt und das Ganze dann bei   300 mit   Wasserstoff von 2-5 Atm. Druck geschüttelt. Nach 30 Minuten ist die   Hydrierung   beendet. Die absorbierte Gasmenge beträgt 870   cm,   bei Normaldruck gemessen, entsprechend der für die Bildung des Hydrochinins nötigen Menge. 



   Beispiel 2 : 10 g Morphin werden in 200   cm3   Wasser und   3#25 cm3 konzentrierter Salzsäure   gelöst. 
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 von Wasserstoff ist nach etwa 40 Minuten beendigt. Es wird die zur Bildung von   Dihydromorphin nötige   Gasmenge von 450 cm3 absorbiert. 



   Beispiel 3 : Man löst 5   9   Cinnamylcocain in 1-13 em3 konzentrierter Salzsäure und 180   cs Wasser   und fügt   etwa 1 g Nickelsuboxydkatalysator   zu. Dann   verfährt. mal1   wie in Beispiel 1. Die   Hydrierung   verläuft glatt und ist in 20 Minuten beendigt. Das entstehende Hydroeinnamyleocain ist eine ölige, permanganatbeständige Substanz. 



   Beispiel 4 : 5 g Zimmtsäure werden in 67   e)   normaler Natronlauge und 60   em3   Wasser gelöst und, wie oben angegeben, mit Wasserstoff behandelt. Die Hydrierung verläuft zwar langsamer als in den 

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 ändern Fällen, ist aber in zwei Stunden beendet. Beim Ansäuern fällt die gebildete   Hydrozimmtsäure   zunächst ölig aus. 



   Beispiel 5 : 10 g schwefelsaures Aminoacetonitril werden in 100 em3 Wasser gelöst und mit Nickelsuboxydkatalysator versetzt. Die   Ausführung   der Hydrierung erfolgt wie in den andern Beispielen angegeben. Nach zweieinhalb Stunden ist die Hydrierung beendigt. Verbraucht werden 200   cm3   Wasserstoffgas von Atmosphärendruek, eine Menge, die der zur Bildung des Äthylendiamins nötigen entspricht. 



   Es wurde ferner gefunden, dass die Anlagerung von Wasserstoff auch erfolgt, wenn man die zu hydrierenden Körper statt in Wasser oder wässerigen Flüssigkeiten in Alkoholen gelöst oder suspendiert 
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   2     Atm.)   behandelt. Die zur Bildung von Dihydrochinin erforderlichen Menge Wasserstoff wird nach und nach. absorbiert. Die Hydrierung ist in 1% Stunden beendet. 



   Beispiel 7 : 12-2 g chininmonochlorhydrat werden in 200 cm3 reinem Methylalkohol gelöst und unter Zusatz von wenig Katalysator wie in Beispiel l mit Wasserstoff behandelt. Die Hydrierung dauert etwa 2 Stunden. 



   Beispiel 8: 5 g Cinnamylcocain und   l'l   konzentrierte Salzsäure werden in 200 cm3 Äthylalkohol 
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 von fein verteilten Suboxyden der Nickelgruppe als Katalysatoren, darin bestehend, dass man die Anlagerung von Wasserstoff in wässeriger Lösung oder Suspension bei Temperaturen bis zu etwa 60  vornimmt.

Claims (1)

  1. 2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man an Stelle des wässerigen Mediums Alkohol verwendet.
AT92385D 1913-11-10 1914-10-31 Verfahren zur Hydrierung ungesättigter Substanzen. AT92385B (de)

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