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Telephonograph od. dgl. mit zwei selbsttätig nacheinander in Wirksamkeit tretenden Anfnahmewalzen.
Um die Aufnahmefähigkeit von Telephonographen und ähnlichen Vorrichtungen zu erhöhen, ohne die Walzen auswechseln zu brauchen, hat man sie schon mit zwei Walzen ausgerüstet, die nacheinander besprochen werden und bei denen der Übergang des Gespräches von einer Walze auf die andere selbsttätig erfolgt. Gemäss der Erfindung wirkt jeder Dosenschlitten am Ende seines Arbeitsweges nacheinander auf zwei Kontakte. Der erste dient zum Schliessen des Stromkreises des Motors für die andere Schreibwalze und zum Einschalten von deren Schreibdose, der zweite hingegen zum Unterbrechen des Stromkreises des eigenen Motors und zum Abschalten der eigenen Schreibdose.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des neuen TelephonogTaphen in Fig. 1 schematisch im Grundriss veranschaulicht. Fig. 2 ist das Schaltungsschema.
Der neue Telephonograph besteht aus zwei vollkommen gleichen Hälften. Jede derselben enthält
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werden von je einem Schlitten G, 01 getragen, der durch einen nicht gezeichneten Antriebsmotor auf Stangen D, D'parallel zur Walzenachse verschoben wird. Jeder Walze A, A'können ferner zwei Druckknöpfe E, E'und P, P'sowie ein von Hand zu bewegender Schalter G, G'zugeordnet sein. Die Druckknöpfe E, F bzw. E'und P'sind miteinander gekuppelt und wirken beispielsweise in der Weise, dass durch Drücken des Knopfes E bzw. E'der Arbeitszustand der zugehörigen Apparathälfte hergestellt, dagegen durchDrücken des Knopfes F bzw. F' wieder aufgehoben wird. Der Schalter G bzw.
G' liegt im Stromkreise des zu der betreffenden Apparathälfte gehörigen Elektromotors und nimmt nach dem Umlegen in die Arbeitsstellung selbsttätig wieder die Ruhestellung ein, in der er also nicht geschlossen ist.
Jeder Schlitten enthält auf derjenigen Stirnseite, die bei seiner Arbeitsverschiebung vorn liegt, zwei Stifte H, J bzw. H', J', die nacheinander auf zwei Kontakte in dem Lagerbock K, KI einwirken.
Die Wirkungsweise soll an Hand des Schaltungsschemas gemäss Fig. 2 erläutert werden. In ihr bedeutet 1 bzw. l'den Kontakt, der durch Drücken des Knopfes E bzw. Ei geschlossen und durch Drücken des Knopfes F bzw. P'geöffnet wird, 2 bzw. 2' den Kontakt des Schalters G bzw. G', L, L, sind die Antriebsmotoren für die Walzen A, A', M, M' sind Relais, die jeder Apparathälfte zugeordnet sind. Die Relais M, M'enthalten je zwei Kontakte 5, 6 bzw. 5'und 6', die im Ruhezustand offen sind. Die durch die Dosenschlitten C, Cl betätigten Kontakte sind mit 3 und 4 bzw. 3'und 4'bezeichnet. Im allgemeinen ist 3 bzw. 3'geschlossen, während 4 bzw. 4'geöffnet ist.
Soll der Telephonograph in Benutzung genommen werden, so drückt man zunächst beide Knöpfe E, EI und schliesst dadurch die Kontakte 1, 1'. Ferner legt man den einen der beiden Schalter G, G'um und schliesst dadurch z. B. den Kontakt 2. Infolgedessen fliesst Strom auf folgendem Wege : Pluspol 7 des Netzanschlusses, M, 2, L, 1, 3, Minuspol 8 des Netzanschlusses. Der Motor L fängt daher zu laufen an und das Relais M schliesst die beiden Kontakte 5, 6. Der zu dem Kontakt 2 parallel liegende Kontakt 5 hält den Stromkreis des Motors L auch nach Rückkehr des Schalters G in die Ruhestellung, d. h. nach Öffnung des Kontaktes 2 geschlossen. Über den Kontakt 6 wird der punktiert gezeichnete Stromkreis der Schreibdose B geschlossen, der mittels der Klemmen 9, 10 z.
B. an eine Verstärkerlampe angeschlossen ist. Die Schreibdose B schreibt also das Gespräch in die Walze A ein. Nähert sich der Dosenschlitten C dem Ende
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seines Arbeitsweges, so schliesst er zunächst mittels seines Stiftes H den Kontakt 4, so dass folgender Stromkreis zustande kommt : 7, MI, 4, LI, 11, 31, 8. Infolgedessen fängt nunmehr auch der Motor L zu laufen an und das Relais MI schliesst seine beiden Kontakte 51, 61. Über letzteren enthält nunmehr auch die Schreibdose B. Strom.
Eine gewisse Zeit lang arbeiten also die beiden Apparathälften zusammen und das. Gespräch wird in beide Walzen A, A'eingeschrieben.
Schliesslich öffnet jedoch der Stift J des Dosenschlittens C den Kontakt 3, wodurch der Motor L und das Relais M stromlos werden. Letzteres öffnet seine Kontakte 5, 6, so dass der Stromkreis der Srhreibdose B unterbrochen wird. Von nun an arbeitet allein die zweite Apparathälfte.
Die beschriebene Walze A kann nun ausgewechselt und der Schlitten C in die Anfangsstellung zurück bewegt werden. Dabei schliesst sich der Kontakt 3, während der Kontakt 4 sich öffnet, über den das Relais MI und der Motor LI anfangs Strom erhalten hatten. Beim Ansprechen des Relais 11P war aber dessen Kontakt 5 geschlossen worden, so dass nunmehr über ihn-statt über den Kontakt 4 - der Strom fliesst.
Wie aus dem Gesagten und aus dem Schaltungssehema ersichtlich ist, macht es nichts aus, welche der beiden Apparathälften zunächst in Betrieb genommen wird.
Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen und dargestellten Einzelheiten beschränkt, vielmehr lassen sich diese auch anders ausführen, ohne dass dadurch das Wesen der Erfindung berührt würde.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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