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Oesterreichische PATENTSCHRIFT Nrn 9163.
CLASSE 21 : ELEKTRISCHE APPARATE.
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Bei elektrisch betriebenen Fördermaschinen, welche die zu hebenden Lasten mit ver.
IJti1tnismässig grosser Geschwindigkeit fördern, werden die bei dem jedesmaligen Anlassen in den Anlasswiderständen auftretenden Verluste so gross, dass die Wirtschaftlichkeit der Anlage dadurch stark vermindert wird. Es geht deshalb das Bestreben dahin, bei elektrisch betriebenen Fördermaschinen die Anlassverluste nach Möglichkeit zu reducieren.
Bei Verwendung von Gleichstrom zum Betriebe solcher Maschinen kann man diesen Zweck dadurch erreichen, dass man dem Gleichstromanker, bezw. mehreren Gleichstromankern, die zum Antrieb der Fördermaschine dienen, während der Anlassperiode Strom unter allmälig oder in kleinen Abstufungen steigender Spannung zuführt. Es sind
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Regulieren des Magnetfeldes der zu dem Motor gehörenden Primärmaschine erreicht worden ist. Diese Anordnung bietet aber den Nachtheil, dass die Belastung der Primärmaschine entsprechend den schwankenden Belastungen während eines Hubes, zwischen Null und einem verhältnismässig hohen Maximalwert wechselt.
Es ist deshalb erwünscht, zwischen Motor und Primärmaschine eine Accumulatorenbatterie einzuschalten, so dass die Schwankungen von der Batterie aufgenommen werden, und die Primärmaschine mit annähernd gleichbleibender Belastung arbeitet.
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periode allmälig immer mehr Zellen, bezw. Zollengruppen einschaltet. Diese Anordnung ist jedoch ohne Weiteres durchführbar, da natürlich die zunächst eingeschalteten Zellen bezw.
Zellengruppen, während der Anlassperiode am längsten eingeschaltet bleiben, also am stärksten entladen werden. Es ergibt sich also eine ungleichmässige Entladung der Batterie, die in irgend einer Weise verhütet, bezw. auf ein zulässiges Mass herabgesetzt werden muss.
Dieser Zweck soll nach verschiedenen, schon gemachten Vorschlägen in der Weise erreicht werden, d-ass die Zelle, bezw. Zellengruppc, die am stärksten entladen ist, also an einem der beiden Pole der Batterie liegt, von diesem Pol fortgenommen und an das andere Batterieende, also an den anderen Pol geschaltet wird. Nach dem einen Vorschlage soll dies durch einen besonderen Wärter geschehen, der das Umschalten vornimmt, sobald ein gewisser Entladezustand sich ergeben hat ; nach dem anderen Vorschlage soll das Umschalten automatisch erfolgen, sobald der Anlassapparat in die. Haltstellung zurückbewegt
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Diese Anordnung besitzt aber den grossen Nachtheil, dass das Umschalten der Zelle, ; bozw. der Zollengruppen unter Strom vor sich gehen muss, da ja die Primärmaschino continuierlich auf die Batterie arbeitet.
Bei elektrischem Fördermaschinenbetrieb, bei welchem zur Förderung zwei Trums benutzt werden, in welchen die zur Erzielung einer Ausgleichung der todten Massen verwandten beiden Förderkörbe abwechselnd auf- und abgehen, kann man nun den Umstand, dass auf einen Zug in dem einen Trum unbedingt ein Zug in dem anderen Trum folgen muss, dazu benützen, eine gleichmässige Entladung der Batterie zu erreichen, ohne die Batterie in irgend einer Weise umzuschalten.
Die Lösung dieses Zweckes ist dadurch gekennzeichnet, dass bei Hochfahrt in dem einen Trum die Batterie in der Weise zum Anlassen benützt wird, dass von einem Po ! derselben anfangend, die Zellen der Batterie allmälig eingeschaltet werden und bei der darauffolgenden Hochfahrt in dem anderen
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Da während der Anfabrperiode im allgemeinen mit constantem Strom und mit. entsprechend constantes Beschleunigung gefahren wird, so ergibt sich als graphische Darstellung der Beanspruchung der einzelnen Zellen bezw. Zcllengruppen bei jedem Zuge das in Fig. 1 dargestellte troppenförmige Diagramm a, b, e, d, e. Bei unendlich grosser Zeilenzahl, dem Grenzfalle, würde die Fläche, welche die Entladung darstellt, ein Dreieck bilden t 9, h, Fig. 1.
Man ersieht nun sofort, da bei dem nächsten Zuge die treppenförmigo Fläche bezw. die Dreiecksnäche die entgegengesetzte Lage hat, dass sich nach je zwei Zügen eine gleichmässige Entladung der Batterie ergeben hat, da ja die Summe je
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Die Schaltung der Anlassapparate zur Erzielung des obigen Zweckes kann in X er- schiedcner Weise vorgenommen werden. Ein Beispiel zeigt die Fig. 2 ; j, k, 1, m, n stellen die Accumuiatorenbatterio dar, welche in diesem Falle in vier Gruppen getheilt ist ; q und r sind zwei Contactreihen, über welche die beiden Contacte o und p, die mit den beiden
Polen des Gleichstromankers, bezw. der Gleichstromankergruppe verbunden sind, schleifen.
Die Stellung s entspricht der Haltestellang. Verfolgt man die Verbindungen der Contact- schienen mit den Einzelnen Elementgruppen, so ersieht man, dass bei Bewegung der Contacte 0 1) von s nach t ein Einschalten der einzelnen Zellengruppen in der einen
Richtung erfolgt und zu gleicher Zeit die Umdrehung des Ankers ebenfalls in einer bestimmten Richtung, und bei Bewegung von s nach u die Einschaltung der Zellengruppe
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gesetzter Richtung.
Die Zahl der zur Verwendung gelangenden Zellengruppen kann natürlich beliebig gewählt werden. Auch ist es nicht nothwendig, dass die Zahl der Zellen pro Gruppe gleich ist. Bei Verwendung von z. B. nur vier Gruppen werden die Anlassverluste schon ganz bedeutend reduciert ; die Controle des Ladezustandes der einzelnen Zellengruppen ist aber bei einer Zahl von vier bedeutend leichter durchzuführen, wie bei einer grösseren Zahl : es liegt also nahe, diese Zahl nicht allzusehr zu überschreiten, vor allem, da auch alsdann die Schaltapparate einfacher werden.
Besonders an den beiden Polen der Batterie wird man bestrebt sein, die Zahl der Zellen pro Zellengruppe klein zu halten, da man alsdann die Möglichkeit hat, entsprechend den Eigenheiten des Fördermaschinenbetriebes, auch einige Zeit mit ganz kleiner Geschwindigkeit zu fahren. Sobald man dieses thut, werden natürlich diese beiden an den Enden liegenden Zellengruppen v und w, wie sie durch Fig. 3 dargestellt sind, stärker entladen werden, wie die übrigen Elemente. Dies bietet jedoch kein Bedenken, da man durch Aufstellung eines kleinen Umformers, wie in Fig. 3 durch die drei Anker ir-y-e gekennzeichnet ist, dafür sorgen kann, dass ein Nachladen, entsprechend dem stärkeren Entladen herbeigeführt wird.
Ferner sei noch darauf hingewiesen, dass es natürlich, um nicht zu grosse Spannungssprünge beim Einschalten einzelner Zellengruppen besonders solcher mit grösserer Zellen. zahl zu erhalten, angebracht ist, Widerstandsstufen zwischen den einzelnen Stellungen, die dem Einschalten neuer Zellengruppen entsprechen, einzubauen. Diese Widerstände nehmen natürlich nur verhältnismässig kleine Dimensionen an entsprechend den geringen, in denselben auftretenden Verlusten.
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