AT21229B - Einrichtung zur Regelung von Elektromotoren in Betriebsanlagen mit stark wechselnder Belastung durch elektrisch angetriebene Schwungmassen. - Google Patents

Einrichtung zur Regelung von Elektromotoren in Betriebsanlagen mit stark wechselnder Belastung durch elektrisch angetriebene Schwungmassen.

Info

Publication number
AT21229B
AT21229B AT21229DA AT21229B AT 21229 B AT21229 B AT 21229B AT 21229D A AT21229D A AT 21229DA AT 21229 B AT21229 B AT 21229B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
motor
electric motors
operating systems
electrically driven
controlling electric
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Carl Ilgner
Original Assignee
Carl Ilgner
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DE1902148103D external-priority patent/DE148103C/de
Application filed by Carl Ilgner filed Critical Carl Ilgner
Application granted granted Critical
Publication of AT21229B publication Critical patent/AT21229B/de

Links

Landscapes

  • Control Of Multiple Motors (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Einrichtung zur Regelung von Elektromotoren in Betriebsanlagen mit stark wechselnder
Belastung durch elektrisch angetriebene Schwungmassen. 



   Die in dem Patent Nr. 14145 beschriebene Einrichtung zur Regelung von Elektromotoren in elektrischen Betriebsanlagen ergibt eine Beanspruchung der Stromerzeugerstelle derart, dass bei der Einschaltung des Antriebsmotors die von dem Zwischenmotor beanspruchte Energiemenge langsam ansteigt, bis der Zwischenmotor entsprechend der im   gleichen Zeitpunkt stattfindenden Kraftentnahme   der Ililfsdynamo belastet ist.

   Von diesem Augenblick an gibt der Zwischonmotor den Überschuss über die von der Dynamo erforderte   Kraft an   die   Schwungmassen   ab und je mehr diese beschleunigt werden, desto mehr 
 EMI1.1 
 Stromerzeugerstelle folgt also eine ebenso langsame Abnahme, so dass bei   Arbitsgängen,   die mit den üblichen Pansen aufeinander folgen, die   Kurve der Energieentnahme eine     wellenförnnge   Gestalt annimmt. 



   Infolge des Umstandes, dass der Zwischenmotor sich selbst   entlastet, kann a) so   die Zeit des Stillstandes der Arbeitsmaschine, welche nach jedem Arbeitszuge eintritt. nicht 
 EMI1.2 
 seitigen, ist hauptsächlich der   Zweck   vorliegender Erfindung. 



   In beiliegendem Schaltungsschema nach Fig. 1 stellt F den Antriebsmotor (Förder- 
 EMI1.3 
 mit seiner Erregungswicklung W2, sowie den   zugehörigen Regulierwiderstand ss zur     Regelung seiner Erregung,   die Schwungmasse und M den stromaufnehmenden Teil der   Motordynamo, der hier   als asynchroner Drehstrommotor gedacht ist, dar.   F ist ein Um-   schalter zur Wechselung der Drehrichtung des Motors F. Im Diagramme (Fig. 2) stellen 
 EMI1.4 
   intermittierend arbeitende Maschine,   z. B. eine Fördermaschine dar, wobei in der Horizontalen die Zeit, in der Vertikalen die Kraftboanspruchung, z. B. in Pferdestärken aufgetragen sind. e,   al   ist die   Fördcrpause.   



   Die Wirkung der Schwungmassen geht nun dahin, dass der Zwischenmotor seine Belastung allmählich, etwa entsprechend der Kurve a,   il   oder al, dl   übernimmt.   In der Zeit e - a1 hört der Kraftbedarf der Arbeitsmaschine auf und der Hilfsmotor ladet die 
 EMI1.5 
 aufgeladen sind, wobei sich der Hilfsmotor selbst entlastet hat.

   Durch die nachstehend beschriebene Regelung des Motors M wird bewirkt, dass auch nach Erreichung der zulässigen   Höchstbelastung   des   Zwischenmotots   die Schwungmassen noch Arbeit leisten, während der Motor normal bnlastet bleibt, ferner dass alsdann die   Schwungmassen   mit der der Xormalbelastung des Zwischenmotors entsprechenden Energie wieder aufgeladen werden, wenigstens bis zu einem durch die Regulierung   bestimmten   Zeitpunkt und endlich, dass unter der   Voraussetzung amähernd regelmässig aufeinander   folgender Arbeitsgänge der 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 neue Arbeitsgang beginnt, solange der Zwischenmotor noch bei der Aufladung der Schwungmassen voll belastet ist, so dass also die der Stromerzeugerstelle entnommene Energie ununterbrochen gleichmässig bleibt. 



   Die Einrichtung arbeitet dann wie folgt : Wenn der Antriebsmotor F die Zwischendynamo   D   belastet, so   belastet sieh   der Zwischenmotor   M allmählich :   hat die Belastung eine bestimmte Höhe erreicht, welche   bei1äufig   der mittleren Belastung des Zwischenmotors unter Berücksichtigung der annähernd bekannten Arbeitspause entsprechen mag, so wird von diesem Augenblick an bei asynchronen Wechselstrommotoren Widerstand in den induzierten.

   Teil geschaltet, und zwar von solcher   Grösse,   dass der Stromverbrauch des Motors und damit seine Leistung trotz der sich ändernden Umdrehungszahl auf gleicher Höhe erhalten wird ; das   Nachschalten   von Widerstand erfolgt im Verhältnis mit der Abnahme der Umdrehungszahl der Schwungmassen und des Motors M, also so lange, als die Schwungmassen noch Arbeit zu leisten haben. Sinkt alsdann der Kraftverbrauch der Dynamo D unter die Leistung des Motors M, so werden dadurch, dass die Widerstände entsprechend der Zunahme der Umdrehungszahl wieder ausgeschaltet werden, die Schwungmassen mit der gleichen Leistung des Motors wieder beschleunigt.

   In dem Diagramm (Fig. 2) beginnt man   bei f   mit der Regelung, d. h. mit der Einschaltung der Wider-   stände   ; von   9   anfangend   bis/ <    werden die Widerstände wieder ausgeschaltet. 



   In dem Augenblick nun, wo die Widerstände ausgeschaltet sind, würde der Motor bei der weitergehenden Beschleunigung der Schwungmassen der Abnahme der Schlüpfung entsprechend sich selbst entlasten. 



   Es kann aber mit Leichtigkeit durch entsprechende Bemessung des Motors die Anordnung so getroffen worden, dass die Erreichung dieses Zeitpunktes mit dem Beginn des nächsten Maschinenganges zusammentrifft, so dass dann die Stromerzeugerstelle andauern gleich belastet bleibt, d. h. der Motor wird so bemessen, dass der Zeitpunkt h mit   f1   zusammenfällt. 



   Durch die Einschaltung der Widerstände wird die Leistung des Motors selbst- verständlich bei gleichem Energieverbrauch vermindert. Da aber die Widerstände nicht mehr wie 5 bis   l () I1/o   der Motorleistung in Anspruch nehmen werden, so dass der Motor noch wirtschaftlich arbeitet, so erscheint es statthaft, von der gleichen normalen Leistung des Motors zu sprechen. 



   Es ist dabei auch zu berücksichtigen, dass der vorzuschaltende Widerstand allmählich vergrössert wird, so dass der grösste Widerstand am Ende der Arbeitsleistung der
Schwungmassen vorgeschaltet ist ; der mittlere Energieverlust durch die Widerstände ent-   3pl'idlt demnaeh   nur der Hälfte des dem grössten vorgeschalteten Widerstand entsprechenden. 



   Bei Gleichstrommotoren kann die Regelung der Stromentnahme sowohl durch die Änderung der Erregung wie durch die Anwendung eines Vorschaltwiderstandes vor dem
Anker erfolgen. 



   Um die Widerstände oder die Vorrichtungen zur Regulierung der Erregung zur
Wirkung zu bringen, ist jedes Verfahren, sei es von Hand oder selbsttätig, zulässig, wenn 
 EMI2.1 
 zahl auf gleicher Höhe zu belassen. 



   Ein solches selbsttätiges Verfahren erhält man z. B. durch Anwendung eines Kontakt-   Amperemeters,   bei welchem sowohl bei Überschreitung als auch bei Unterschreitung passende Stromentnahmekontakte geschlossen werden, welche je einen Hilfsstromkreis betätigen. Die Über-und Unterschreitung der Stromentnahme des Hilfsmotors, wie auch die   Änderungen   der Stromstärke überhaupt stehen im engsten Abhängigkeitsverhältnisse zur Änderung der Umdrehungszahl des Umformeraggregates. Während der Entladung der Schwungmassen nimmt die   Umdrehungszahl   des Umformeraggregates ständig ab und die Stromstärke würde, wenn nicht geregelt wird, ständig bis zu einem gewissen Maximum   anwachsen.

   Das Kontaktamperemetor   wird also ständig nach einer Seite, der oberen, ausschlagen, wenn eine Regelung nicht erfolgt. Bei der Wiederaufladung der Schwungmassen   nimmt   die   Umdrehungszahl   des Aggregates ständig zu, die Stromstärke hat die Neigung sich zu verringern und das Amperemeter wird auf der unteren Seite solange Kontakt geben, bis die richtige Stromstärke jeweils eingestellt ist. Erst dann wird eine Kontaktgebung des Kontaktamperemeters nicht mehr erfolgen können, wenn eindeutig jeder bestimmten   Umdrehungszahl   der Motordynamo eine bestimmte Regulierstufe oder Widerstandsstufe des Regulierapparates entspricht. 



   Es besteht also zwischen der Arbeitsweise des Kontaktamperemeters und zwischen   den Schwankungen   der Umdrehungszahl ein enges   Abhängigkeitsvorhältnis.   Diese Hilfsstromkreise bewirken, wie bei den   selbsttätigen   Spannungsregulatoren oder den selbst-   tiitigen Zellenschaltern   mit Hilfe von magnetelektrischen Kupplungen die Ein-oder Ausschaltung der Widerstände. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Ein weiteres Verfahren ergibt sich durch Anwendung eines Zentrifugalregulators, welcher von der Achse der Motordynamo angetrieben wird und dessen Grenzstellungen der höchsten und niedrigsten Umdrehungszahl der Schwungmassen 8 entsprechen. Dieser   Zentrifngatregutator, welcher   in der beifolgenden Zeichnung mit C bezeichnet ist, wirkt auf den Widerstand   1   so ein, dass jeder bestimmten Umdrehungszahl der Motordynamo eine bestimmte Stufe des Widerstandes entspricht. 



   Das vorstehend beschriebene Verfahren ist nicht nur für die Fördermaschinen, sondern auch für andere intermittierende Betriebe wie Walzwerke anwendbar. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Einrichtung zur Regelung der Stromentnahme aus dem Netz in Anlagen mit stark wechselnder Belastung nach Patent Nr. 14145, dadurch gekennzeichnet, dass zum Zweck einer weiteren Verringerung und   Vergleichmässigung der Stromentnahme   nicht nur eine Regelung der Erregung des stromabgebenden Teiles (D) der Zwischenmaschine, sondern auch eine solche des stromaufnehmenden Teiles (M) in einer bestimmten Abhängigkeit von der Änderung der jeweiligen Tourenzahl der mit der Schwungmasse   (S)   gekuppelten Motordynamo erfolgt.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform der Einrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass bei regelmässigem Pausieren der Arbeitsmaseliine (F) der Motor (M) in seiner Grösse derart bemessen wird, dass der Zeitpunkt der Beendigung der Regelung des einen Arheitsganges annähernd mit demjenigen des Beginns derselben für den folgenden zusammenfällt.
AT21229D 1902-04-01 1903-03-26 Einrichtung zur Regelung von Elektromotoren in Betriebsanlagen mit stark wechselnder Belastung durch elektrisch angetriebene Schwungmassen. AT21229B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1902148103D DE148103C (de) 1902-04-01

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT21229B true AT21229B (de) 1905-09-11

Family

ID=5672431

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT21229D AT21229B (de) 1902-04-01 1903-03-26 Einrichtung zur Regelung von Elektromotoren in Betriebsanlagen mit stark wechselnder Belastung durch elektrisch angetriebene Schwungmassen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT21229B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT21229B (de) Einrichtung zur Regelung von Elektromotoren in Betriebsanlagen mit stark wechselnder Belastung durch elektrisch angetriebene Schwungmassen.
AT115997B (de) Einrichtung zur selbsttätigen Regelung großer elektrischer Maschinen mittels Kleinregler.
DE148103C (de)
DE1513532A1 (de) Verfahren zum Betrieb einer Anordnung zur Steuerung der Drehzahl und Drehrichtung einer Drehfeldmaschine
DE200071C (de)
DE265189C (de)
DE1752946C3 (de) Pressenstraße
DE179803C (de)
DE218400C (de)
DE447306C (de) Antriebseinrichtung fuer elektrische Eisenbahnen
DE963001C (de) Anordnung zur Konstanthaltung der Spannung eines von einem kondensatorerregten Asynchrongenerator Gespeisten Verbrauchers
DE922892C (de) Bremsverfahren fuer einen Arbeitsmotor, der durch einen Leonard-umformer in Reihe mit einem Gleichstromnetz gespeist wird
AT105963B (de) Antriebseinrichtung für aus einer Einphasenfahrleitung mit Mehrphasenmotoren angetriebene elektrische Eisenbahnfahrzeuge.
DE224294C (de) Pufferanordnung bei ein-order mehrphasigen Wechselstromanlagen
DE177270C (de)
DE138387C (de)
DE559265C (de) Einzelantrieb fuer die Trockenzylinder von Papiermaschinen
DE587961C (de) Einrichtung zur Regelung von zwei oder mehr durch einen gemeinsamen Motor angetriebenen Stetigholzschleifern
DE964888C (de) Anfahr- und Bremssteuerung fuer in Leonardschaltung betriebene Gleichstrommotoren
DE448804C (de) Umformer mit vier von regelbaren Feldern beaufschlagten Ankern oder Ankerteilen zum Antrieb elektrischer Walzwerksmotoren
DE463324C (de) Selbsttaetige Regelungsvorrichtung fuer die Erregung von umlaufenden Synchron-Phasenumformern, die zur Speisung von mit selbsttaetigen Anlassvorrichtungen versehenen Induktionsmotoren dienen
AT117317B (de) Selbsttätiger elektrischer Regler von Wasserkraftanlagen.
DE908390C (de) Wechselstromgenerator
AT84701B (de) Einrichtung zum zeitweisen Antrieb von Arbeitsmaschinen mittels eines ständig laufenden Elektromotors.
DE521009C (de) Einrichtung zur Anlauf- und Drehzahlregelung eines in Leonard-Steuerung betriebenen Gleichstrommotors