AT90795B - Verfahren zur Herstellung von Bildern für die telegraphische Bildübertragung. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Bildern für die telegraphische Bildübertragung.Info
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Description
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Verfahren zur Herstellung you Bildern für die telegraphische Bildilbertragung.
Für die telegraphische Übertragung von Bildern nach dem System des Kopiertelegraphen werden Bilder gebraucht, die entweder aus leitenden und nichtleitenden Elementen zusammengesetzt sind oder
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stift abgetastet wird.
Dieses alte Verfahren ist sehr umständlich und zeitraubend. Nach vorliegender Erfindung wird das Originalbild auf ein mit Bromsilbergelatine überzogenes Metallblech (dünnes Silberblech u. zw. je nach der Art des übertragenden Bildes (Strich-oder Halbtonoriginal) mit oder ohne Raster photographiseh auf-
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mit einem Pyrogallusentwickler, welcher die Gelatine an den belichteten Stellen gerbt, entwickelt. Man kann auch mit einem nicht gerbenden Entwickler z. B. Eisenoxalatentwickler hervorrufen und dann mit verdünnter Essigsäure klären, nachher in einer Bichromatlösung baden. wodurch die Gelatine an den entwickelten Stellen ebenfalls gegerbt wird.
Hierauf folgt in beiden Fällen eine Behandlung mit warmem Wasser, wobei die Gelatine nur an den nicht belichteten Stellen weggelöst wird.
An diesen Stellen erseheint also das blanke, leitende Metall, während die belichteten Bildstellen von dem isolierenden Gelatinerelief bedeckt sind. Man kann nun das Bild ohneweiters für die telegraphische Bildübertragung verwenden. Dasselbe kann für öfteren Gebrauch in bekannter Art durch Gerben in Chromalaunlösung, Formalin ete. oder durch Einbrennen (Emaillieren) dauerhaft gemacht werden.
Eine andere Ausführungsart des Verfahrens ist die folgende :
Die photographische Aufnahme des Originales oder das Kopieren nach einem Originalnegativ erfolgt mit oder ohne Raster auf ein Bromsilberpapier mit nicht gegerbter Gelatine. Hierauf wird nun. wie vorher beschrieben, mit Pyrogallus-oder mit Eisenentwickler und darauffolgendem Baden in Essig- äure und Bichromatlösung entwickelt, worauf das Papier auf eine reine, gutleitende Metallplatte oder Metallwalze aufgequetscht und mit warmem Wasser behandelt wird.
Dabei löst sich die nicht belichtete Bromsilbergelatine, das Papier lässt sich abziehen und die unbelichtete Gelatine wird mit warmem Wasser sorgfältig weggewaschen. Man erhält somit das Bild als isolierendes Gelatinerelief auf der leitenden Metallplatte. Nach dem Trocknen kann man es sofort zur tele- graphischen Übertragung auf den Senderapparat verwenden. Das Bild kann wieder, wie bei der vorbeschriebenen Ausführungsart, durch Gerben in Chromalaunlösung, Formalin etc. oder durch Einbrennen (Emaillieren) widerstandsfähiger gemacht werden.
Um die Haltbarkeit und leichte reine Entwickelbarkeit des endgültigen Leimbildes zu erhöhen, kann bei beiden Ausführungsarten die Metallplatte vorher mit einer Harzschicht (Sehellack oder dgl.)
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die Papierkopie.
Nachdem das Leimbild auf oben beschriebene Art entwickelt worden ist. wird es getrocknet und nun die Harz-, Zelluloid-u. dgl. Schichte, ähnlich wie bei der Drakopie und anderen solchen Prozessen der Reproduktionstechnik mit dem entsprechenden Lösungsmittel entwickelt. Diese Schicht wird nur dort aufgelöst. wo kein Leimbild vorhanden ist, so dass dadurch der Metallgrnnd blank und rein wird.
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Das Bild besteht somit aus der unteren Harz-oder dgl. Schicht und der darauf sitzenden Gelatineoder Leimschicht, so dass nun zwei isolierende Schichten übereinander liegen, wodurch das Bild bedeutend haltbarer wird. fi vas die zweiten eingangs erwähnten Reliefbilder für die phototelegraphisehe Übertragung anlangt, so hat man diese bisher nach dem bekannten Verfahren des Pigmentdruckes (Kohledruek) hergestellt.
: i Nach vorliegender Erfindung wird nun die Bromsilbergelatine dick auf einen durchsichtigen Film (Zelluloid. Cellon. gehärtete Gelatine etc.) aufgetragen und getrocknet. Die Belichtung ohne Raster er-
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Man erhält daher das Bild als Leimrelief, das nach dem Trocknen sofort auf einem Reliefsender zur telegraphischen Übertragung verwendet werden kann.
Nach einer weiteren Ausführungsart kann auch ein dick präpariertes Bromsilberpapier mit ungegerbte Gelatine belichtet werden, das dann, wie oben beschrieben, entwickelt, mit Bichromatlösung behandelt, auf Papier, Film oder dgl. aufgequetscht und mit warmem Wasser entwickelt wird. Hiedurch erhält man ein Leimrelief, das je nach den Tönen des Originalbildes mehr oder weniger hoch erscheint.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von aus leitenden und nichtleitenden Elementen zusammengesetzten
EMI2.2
Claims (1)
- Originalbildes mir oder ohne Raster auf einer mit Bromsilbergelatine überzogenen, zweckmässig aus Silber bestehenden Metallpl. atte durch Photographieren oder Kopieren ein latentes Silberbild hergestellt wird. das während des Entwickelns oder nach demselben gegerbt und sonach mit warmem Wasser behandelt wird. wobei die Gelatine an den nicht belichteten Stellen weggelöst wird, so dass an diesen Stellen das blanke, leitende Metall "erscheint. - 2. Verfahren nach Anspruch l. dadurch gekennzeichnet, dass als Bildträger Bromsilbergelatinepapier verwendet wird. das nach der Entwicklung und eventueller Gerbung des Bildes mit der Gelatineseite auf eine gut leitende Metallplatte oder Metallwalze aufgequetscht wird. wonach durch Behandlung EMI2.3 3.Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallplatte bzw. die Metallwalze mit einem Überzug aus Harz (Schellack) Zelluloid, Cellon oder dgl. versehen ist, auf welcher Schichte die Bromsilbergelatine aufgebracht ist bzw. die Papierkopie gemäss Anspruch 2 aufgequetscht EMI2.4 des Bildes zu erhöhen.4. Verfahren zur Herstellung von Reliefbildern für die phototelegraphisehe Übertragung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem durchsichtigen Film aus Zelluloid, Cellon. gehärteter Gelatine u. dgl. eine dicke Schicht Bromsilbergelatine aufgetragen und getrocknet wird, welcher Film bei seiner Verwendung durch die Rückseite belichtet wird, worauf nach erfolgter Entwicklung des latenten Silberbildes die Gelatine an den belichteten Stellen gegerbt und sodann mit warmem Wasser behandelt wird, wobei der Leim an den schwach belichteten Stellen entsprechend der Belichtung mehr oder weniger weggelöst wird. so dass hiedurch ein Reliefbild entsteht, das nach erfolgter Trocknung auf einem Reliefsender zur telegraphisehen Übertragung verwendet werden kann.. Verfahren nach den Ansprüchen 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein dick präpariertes Bromsilbergelatinepapier nach erfolgter Belichtung entwickelt und sodann auf einem endgültigen Träger aus Papier. Metall oder dgl. aufgequetscht wird, wonach es mit warmem Wasser behandelt wird, wodurch ein Reliefbild entsteht. das je nach den Tönen des Originalbildes mehr oder weniger hoch erscheint.
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