AT90380B - Verfahren zur Aufschließung von Kohlen unter Lösung der bituminösen Anteile derselben. - Google Patents

Verfahren zur Aufschließung von Kohlen unter Lösung der bituminösen Anteile derselben.

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  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
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Description


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 Ausführung des Verfahrens geschieht derart, dass man die Kohle mit Steinkohlenteerölen erhitzt. Man verwendet im allgemeinen Temperaturen von 300  bis etwa 350 . Bei dieser Behandlung erhält   man   aus der Kohle   sowohl leichtflüchtige Öle. als auch   die hochsiedenden. bituminösen Anteile in wesentlich 
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 Teerkonsistenz. Um die entstehende Lösung von den   ungelösten Anteilen zu trennen, kann   man eine Verdünnung mit weiteren Mengen von Teerölen vornehmen, worauf dann durch Filtration, Schleudern. Absetzen oder dgl. eine Trennung der Lösung von den ungelösten Teilen stattfindet. Als Verdünnungmittel kann man auch andere organische Lösungsmittel verwenden, x B. karbolsäurehaltige Öle, Teeröle. welche zwischen 250-360  sieden.

   Hiebei handelt es sich um eine   Verdiinnung der   bereits erhaltenen Lösungen, nicht aber um eine Extraktion der in der Kohle vorhandenen,   bituminösen Stoffe. Als Rück-   stand verbleiben die mineralischen Bestandteile der Kohle, sowie einige Anteile der Kohle selbst. 



  Die erhaltene   Lösung kann   von den   Lösungsmitteln befreit werden,   indem   man   beispielsweise das   Lösungs-   mittel durch überhitzten Wasserdampf, gegebenefalls im Vakuum, abtreibt. Man kann aber auch eine einfache Destillation der anthraenöllösung vornehmen. Nach Entfernung der hochsiedenden Steinkohlenteeröle bleibt eine   pechartige Masse zurück, welche   in ihren Eigenschaften dem Pech, welches bei der Destillation von Steinkohle erhalten wird. ähnlich   ist. Man kann durch Lösen   dieses   Rückstandes   
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Beispiel :   2000 kg AnthrazenÖl   werden in einem mit   Gasabzugsleitung versehenen   Kessel auf etwa 200  erhitzt. Man bringt hiezu 1000 kg kohle unter Umrühren.

   Die kohle kann zerkleinert sein, 
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 hochsiedender Teeröle. z. B. 2000   1.'g Anthrazenlil,   hinzu und rührt wieder   um.     Das zugesetzte Teerol   kann kalt oder warm   sein.'Man   trennt dann die erhaltene Lösung von dem Ungelösten   dtrch Klären.  
Filtrieren, Schleudern oder ähnliche   Abscheidungsmassnahmen.   Die Trennung kann sowohl in kalter wie-in warmer Lösung erfolgen. Man kann den Rückstand mit Teeröl oder   dgl. wasehen.   um die Ent- fernung der löslich gemachten Anteile der Kohle von den   Mineralbestandteilen   zu erleichtern.

   Der ver- bleibende Rückstand kann als Brennmaterial oder als   Strassenbaumaterial an Stelle von Asphalt Ver-   wendung finden. 



   Die Menge der in der beschriebenen Weise löslich gemachten Anteile der Kohle ist abhängig von der Beschaffenheit der verwendeten Kohle, den   Löslichkeitseigenschaften   und der Temperatur des als
Aufschliessungsmittel verwendeten Öles, sowie der angewendeten Temperatur und dem Druck. Öle, welche bis auf   300-350'ohne   Zersetzen erhitzt werden können, begünstigen diese   Aufsehliessung   der Kohle. 



   Man kann die Extraktion bei gewöhnlichem   Drdek oder   gesteigertem   Druck ausführen.   Bei   höherem  
Druck gehen grössere Mengen bituminöser Bestandteile in Lösung. Die erhaltene Lösung wird. wie üblieh. der Destillation unterworfen. wobei die als Extraktionsmittel verwendeten Öle zum Teil in der   ursprung-   lichen Form wieder erhalten werden, während als Rückstand ein dem Steinkohlenteerpeeh ähnliches Produkt hinterbleibt. Aus dem Kohlenextraktöl kann d urch Destillieren mit hochgespanntem Wasserdampf ein Öl erhalten werden, welches d arch seinehochviskosen Eigenschaften dem bei der Tieftemperaturverkokung der Steinkohle entstehenden Öl gleicht und sich vorzüglich als Schmieröl eignet.

   Es gelingt nach dem beschriebenen Verfahren bis zu etwa 80% der verwendeten Kohle in   Lösung zu bringen. Das   Verfahren kann auch   derartig ausgeführt werden,   dass man an Stelle der hochsiedenden Teeröle einen
Steinkohlenteer verwendet, welchem die bis   2500 siedenden   Anteile entzogen sind. 



   Das von den ungelösten Anteilen befreite Bitumen, das aus den gelösten Stoffen nach teilweisem Entfernen des Lösungsmittels durch Fällen mit Benzol erhalten wird. hat beispielsweise folgende Eigenschaften : Die Farbe ist dunkelbraun. In Toluol und Xylol. Äther, Eisessig. Methylalkohol. Benzin und Petroleum ist   es fast unlöslich. Es ist wenig löslich in Äthylalkohol und Pyridin. Es ist löslicher in Chloro-   form, Anilin, Tetrachlorkohlenstoff und Azeton, leicht   löslich   in Schwefelkohlenstoff. Das Bitumen zeigt folgende   Konstanten: Verkokungsrückstand 57#2%, Aschegehalt 3#3%. Verseifungszahl 6-7,   Ein scharfer Schmelzpunkt liegt nicht vor.

   Bei starker Erhitzung tritt ein deutliches Zusammensintern bzw. teilweises Schmelzen ein, ohne dass eine eigentliche Verflüssigung erfolgt : eine Eigenschaft, die an das Verhalten der natürlichen Asphalte erinnert. 



   Die aus Steinkohle erhaltenen löslichen Anteile können in   Verbind. tug   mit den zur Lösung benutzten Ölen als flüssiger Brennstoff verwendet werden. Nach teilweisem Abdestillieren des   Lösungsmittels   erhält man   bitumenhaltige,   pechähnliche   Körper,   welche an Stelle von Steinkohlenteerperh bei der Brikettierung von Steinkohlen zu Briketts verwendet werden können. Die d urch das vorliegende Verfahren erhaltene Lösung kann weiter zur Asphaltierung von Strassen. zur Herstellung von Dachpapl) e und Isoliermaterialien, sowie zu Anstrichmitteln verwendet werden. Die gelöste Kohle besitzt stark reduzierende Eigenschaften und kann mit Vorteil als Reduktionsmittel verwendet werden.

   Ferner kann sie    zur-Herstel1ung   von Isolationskörpern für Elektrizität und Wärme verwendet werden. 



      PATEXT-AXSPR1'CHE   :
1. Verfahren zur Aufsehliessung von Kohlen unter Lösung der bituminösen Bestandteile derselben. dadurch gekennzeichnet. dass die Kohlen. insbesondere Steinkohle, Braunkohle oder   dgl.. mit hoeh-     siedenden Steinkohlenteerölen   bei vermindertem, gewöhnlichem oder gesteigertem Druck auf Tempera- 
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Claims (1)

  1. Verfahren unter Verwendung derartig geringer Mengen hochsiedender Steinkohlenteeröle ausführt, dass ein dem Schmelzen ähnlicher Vorgang eintritt und zunächst eine erweichte Masse erhalten wird, welche alsdann mit weiteren Mengen hochsiedender Steinkohlenteeröle oder anderer Lösungsmittel für die bituminösen Stoffe versetzt wird. worauf die Lösung von den ungelösten Anteilen getrennt wird.
AT90380D 1918-08-09 1919-07-30 Verfahren zur Aufschließung von Kohlen unter Lösung der bituminösen Anteile derselben. AT90380B (de)

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