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Oesterreichische
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K. K. PRIV. SÜDBAIIN-GESELLSCIJAFT ix WIEN. Sperrvorrichtung für Geleise, Wechsel, Signale, Sperrbäume und dergl.
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in einer bestimmten Stellung zu sperren und dadurch ein unabsichtliches Verstellen der beweglichen Theile, sei es nun durch Zufall, z. B. bei Wechsel durch den darüberfahreuden Zug, oder durch böswillige Hand, zu verhindern. Das Neue an soh'hen Sperrvorrichtungen besteht darin, dass das Schioss mit verhältnismässig einfachen Mitteln derart sicher fest- gesteXt ist, dass eine Abnaiune und mithin Unwirksammachung desselben. namentlich in
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Befinde@ sich die Weiche in ihrer richtigen Stellung, d. h. liegt die Spitzschiene 1 an der Schiene 3 an (siehe Fig. l und 2). dann wird durch Drehen des Schlüssels der Riegel in seine Sperrstellung gesenkt, in welcher derselbe in die Ansnehmungen ? der Schieberstango 2 eingreift.
in dieser Stellung ist das Schloss einerseits durch den Schlossriegel 10 und andererseits durch die den Schienenfuss umfassenden Backen 6, 7 derart sicher festgestellt dass ein Abnehmen und mithin ein Unwirksammachen desselben selbst
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sur, die Eisenbahnen auch nur die Feststellung der Weiche für die Fahrtriehtung gegen die Spitze derselben Wert hat, und die vollständige Abnahme des Schlosses von der Stange 2 ohnehin durch einen festen Anschlag 24 an dieser verhindert wird.
In Fig. 6 ist ein bekanntes Controlschlöss mit zwei Schlüssellöchern dargestellt.
Die in den Fig. 10 bis 17 dargestellte, bekannte Vorrichtung dient zum Verriegeln von Geleisesperrbäumen, wie solche angewendet werden, um irgend ein Nebengeleise, z. B. ein Fabriksgeteiso, vom Hauptgeleise abzusperren.
In den Fig. 10 und 11, einem Aufriss und Grundriss der Vorrichtung, sind 17, 18 in den Boden gerammte Pfosten, an deren einem der Sperrbanm 19 um den Zapfen 20 in horizontaler Richtung drehbar angeordnet ist.
Es ist also dieser Sperrbaum der bewegliche Theil der Sperranlagc, und an diesem
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sicher befestigt (Fig. 12 bis 14) Das Schloss 4, welches ein Controlschloss ähnlich dem in Fig. 6 dargestellten Schloss ist, ist an dem Pfosten 18 befestigt und enthält einen Doppelriegel 15, welcher durch zwei in die Schlüssellöcher 14, 16 einzuführende Schlüssel verstellt werden kann.
Der Controlschlüssel 22, welcher zum Verriegeln des Sperrbaumes, also zum Senken des Schlossriegels 15, dient, ist neuartiger Weise an der Schieberstaoge 2 beweglich befestigt. und zwar ist derselbe durch die Oese eines Lenkers 23 durchgeführt, welcher an der Schieberstange drehbar befestigt ist.
Da der Controlschlüssel 22 nicht ganz im Kreise, sondern nur um einen gewissen Winkel verdreht werden kann, ist ein Herausnehmen desselben aus dem Schlüsselloche-M bei gesperrtem Sperrbaum nicht möglich. Wird jedoch der Sperrbaum mit Hilfe des im Besitze eines Bahnbeamten befindlichen, zweiten Schlüssels freigegeben, dann kann der Schlüssel 22 aus dem Schlüsselloch gezogen werden ; derselbe kann jedoch vermöge seiner Befestigung am Sperrbaum nicht verloren gehen und ist immer für das Schliessen desselben zur Hand. Die Fig. 12 und 13 zeigen die Lage der Theile bei gesperrtem Geleisesperrbaum, während die Fig. 14 und 15 die Stellung der Theile bei theilweise geöffnetem Sperrbaum darstellen.
PATEKT-ANSPRÜCHE :
1. Sperrvorrichtung für (jieleisewechsel mit an der Spitzschiene befestigter und durch das Schloss gehender Schiohorstange, dadurch gekennzeichnet, dass bei gesperrter Schieber- stango (2), bezw. Spitzschiene am Schlosse fest angeordnete, den Schienenfuss umfassende
Backen (6, 7) die Abnahme des Schlosses unmoglich machen.