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Filter-Presse.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Filterpresse derjenigen Art. von welcher ein Paar Pressbacken so gelagert ist. dass sich beide gemeinsam auf-und abbewegen und bei dieser Bewegung sich gegenseitig voneinander entfernen und nahem, wobei die Hebung der Pressbaeken und das Abbremsen ihrer Nieder- bewegung durch einen Kolbenzylinder mit Druckmittelbetrieb erfolgt Die Erfindung bezweckt, die Leistungsfähigkeit und Betriebssicherheit einer solehen Presse bei möglichst geringem Gewicht, genügen Herstellungs-und Aufstellungskosten zu erzielen.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht der Presse mit dem Teil in der Stellung ausser Druck. Fig. 2 ist eine entsprechende Ansicht mit dem Teil in der Stellung am Ende des Pressvorganges : Fig. 3 ist eine Endansieht von der rechten Seite der Fig. 2 gesehen : Fig. 4 ist ein Teilschnitt in vergrössertem Massstabe und Fig. 5 ist eine Stirnansicht einer Zwischenplatte.
Die Presse besteht im wesentlichen aus einem paar miteinander zusammenarbeitender Pressbacken
10 und H. die in der unten weiter beschriebenen Weise gelagert bind. Die beiden Pressbaeken sind gelenkig miteinander verbunden, so dass sie eine gegenseitige Winkelbewegung haben. wobei die Anordnung vor- teilhaft eine solche ist. dass die Winkelstellung der Baeken veränderlich ist und der Zwischenabstand ein beträchtlicher. Bei dem dargestellten Beispiel sind die unteren Ecken der Backen 10 und 11 jederseits mit Lagerzapfen- versehen, welche Blöcke J- haben. durch die eine lange Stange 14 eh. Diese ist mit Gewinde versehen und ein Handrad 15 gestattet durch seine Drehung den Winkel zwischen den
Backen nach Wunsch zu ändern.
Die Backen 10 und 11 sind für die gegenseitige Sehwingbewegung dreh- bar gelagert und diese Winkelbewegung ist bei der dargestellten Presse m't einer Auf-und Abwärts- bewegung vereinigt, so dass. die Backen, wenn sie auf eine bestimmte Stellung gehoben und dann los- gelassen werden, niedersinken und s'ch unter dem Einfluss der Schwerkraft in einem Winkel bewegen. wobei Mittel vorgesehen s'nd. um während des S'nkens und Hochgehens e'ne wechselwe : se gegenseitige
Zusammenbewegung und Auseinanderbewegung der Pressbaeken zu erzielen.
Nach dem dargestellten
Beispiel sind d ; e Backen in Gelenken drehbar, welche sich um einen feststehenden Drehpunkt drehen.
Jeder Drehpunkt liegt in einer Ebene unter der Ebene durch die Punkte, wo die Backen an den Gelenken drehbar sind. Wie ersichtlich, ist jede Backe 10 und 11 mit einer Querstange 16 versehen, deren Enden
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lichen Form gelagert. Jedes Hebelpaar ist seinerseits an einer Querwelle 19 befestigt. die in einem feststehenden Gehäuse aus Stützen 20 gelagert ist. Diese Stützen sind an der Grundplatte oder dem Boden 21 befestigt und längs zur Presse dui\-h Zugstangen.' verbunden.
Diese Zugstangen gehen durch Öffnungen in den Stützen oberhalb und unterhalb der Drehpunkte der zugehörigen Hebel und haben Gewinde und Innenmuttern sowie Aussenmuttern 2 : ;. welche die Gehäuse zwischen sich einspannen. Die Gelenke oder Hebel an jeder Seite der Presse sind vorteilhaft durch eine Koppelstange, verbunden, welche an der oberen Ecke des einen Hebels und der unteren Ecke d's gegenüberliegenden drehbar ist. Zur Einstellung ist das eine Ende der Kuppelstange mit einer Anzahl von Stellöchern 26 versehen.
Es ist ersichtlich, dass das Gewicht der Pressbacken M und 11 bestrebt ist. die Gelenkhebel nach abwärts zu ziehen. Da diese Hebel feststehende Drehpunkte haben und infolgedessen eine Winkelbewegung zu diesen Drehpunkten vollführen, so müssen sich die Pressbacken gegenseitig nähern, wenn sie nach
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einer Presswirkung ausgesetzt ist und ebenso durch die Schwingbewegung der Backen. welche die Säcke und Zwischenplatten zwisehen den Pressbackeu zusammendrÜckt u. zw. aus der schrägen Spreizlage der Fig. 1 in die senkrechte Presslage der Fig. 2.
Die Abmessung und Einstellung der Teile ist vorteilhaft eine solche, dass. wenn das Pressgut in
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im wesentlichen in derselben wagrechten Ebene liegen oder mindestens, dass die Drehpunkte der Backen etwa oberhalb der Drehpunkte der Gelenkhebel liegen. Ferner soll in dieser Grenzlage die Pressfläche der Pressbaelen annähernd senkrecht liegen.
Ein wesentliches Kennzeichen der Erfindung ist, dass die Steuervorrichtung von jeder Beanspruchung und Belastung durch die Presse frei angeordnet ist. Unter Steuervorrichtung sind die Mittel zu verstehen, um die Pressbacken zu heben und ihren Niedergang unter dem Eigengewicht zu regeln. Diese Vorrichtung hat eine bewegliche Verbindung mit den Zubehörteilen und ist mit den Gelenkhebeln verbunden, durch welche sie auf die Pressbacken wirkt. Bei der dargestellten Ausfuhrungsform besteht die Steuervorrichtung aus einem Zylinder 27 und Kolben 28 mit Druckmittelbetrieb.
Der Zylinder und Kolben liegen in wagreehter Ebene und sind drehbar mit den Gelenkhebeln verbunden, so dass sie sich zwischen
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Innenende des Zylinders abzustechen, ist dieser mit einer Stange 31 versehen. welche über den Ansatz 30 gleitet.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist diese Steuervorrichtung doppelt angeordnet ; indem an jeder Seite der Presse ein Satz liegt.
Die Steuervorrichtung dient dazu. die Pressbaeken anzuheben, ihren Niedergang als regelbare Bremse abzubremsen und ausserdem einen zusätzlichen Druck auszuüben. welcher die Presswirkung durch das Eigengewicht der niedergehenden Pressbacken steuert. Bei der dargestellten Presse ist mit jedem Zylinder ein Rohr 83 verbunden. welches an jedem Ende mit Ventilen 34 und 3. 5 versehen ist, die mit Kupplungen 36 an dem Zylinder angeschlossen sind. Zwischen den Ventilen 34 und 3J ist eine grosse T-förmige Kupplung 37 eingeschaltet, welche an einem Speiserohr 38 für das Druckventil angeschlossen ist. An jedem Ende des Zylinders befinden sich Auslassventile 39 und 40.
Die Fig. 2 zeigt die Presse in der Stellung nach beendetem Pressvorgang. DerZulass des Druckmittels beispielsweise Wasser, ist geöffnet, das Ventil. 34 offen und das Ventil 33 geschlossen. Wasser oder ein anderes Mittel unter Druck tritt im Zylinder hinter den Kolben und treibt diesen nach links (Fig.] und 2).
Diese Bewegung schwingt die Hebel so, dass die Pressteile in die Stellung der Fig. 1. hoch gehoben werden. wobei die Zylinder mit Flüssigkeit gefüllt bleiben. Dann wird das Ventil 34 geschlossen und das Auslassventil 89 geöffnet. Vorteilhaft ist dieser Auslass bei dem einen Zylinder mit dem Auslass am anderen Zylinder verbunden und zwischen beiden ist ein einstellbarer Auslass vorgesehen, der in der Zeichnung
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eingelassen. Bei dieser Ausbildung ist die zwischen den Gelenkhebeln bewegliche Steuervorrichtung vollständig frei von dem Gewicht und sonstiger Beanspruchung der Pressteile, deren Gewicht samt den von ihnen aufgenommenen Kräften durch die Stützen und Zugstange aufgenommen werden.
Dies ist besonders wichtig bei Pressen mit angehobenen und niedergehenden Backen, aber auch dann von Wert, wenn die Pressbackenbewegung gegenseitig ohne Anheben und Niedergehen erfolgt. Da weiter die Pressbeanspruchungen durch die Stützen aufgenommen werden, ist das Fundament von einer übermässigen
Beanspruchung entlastet und es ist kein ungewöhnlich starkes oder besonders ausgestaltetes Fundament nötig. da nur das Aussengewicht der Presse in Frage kommt.
Die Presse kann mit einem einzigen Pressgutstüek oder Filterkuchen arbeiten. vorteilhaft aber i''t es. das Gewicht der Presse ohne Verlust an Pressfläche wesentlich dadurch herabzusetzen. dass die Pressbacken verhältnismässig klein sind gegenüber den gebräuchlichen Pressen dieser Gattung aber in Verbindung mit den Hauptpressbaeken eine verhältnismässig grosse Anzahl von Zwisehenplatten benutzt wird. Wie ersichtlich, sind die oberen Ecken der Pressbacken 10 und 11 mit klammerformigen Federn 45 versehen, welche auf Stützrahmen 46 sitzen, die durch Brücken 47 abgesteift sind.
Auf diesem Stützrahmen ruht eine grosse Anzahl von Hängestangen 48, an welchen die Press- säcke 49 hängen. Diese Säcke sind jeder mit einem Paar von Ösen 50 (Fig. 3 und 4) versehen. durch welche die Stangen 48 hindurehgesteekt werden, um die Säcke aufzuhängen.
Zwischen je zwei benachbarten Presssäeken ist eine Zwischenplatte 51 eingeschaltet, welche nach der Darstellung ein Gitter bildet, das von einer Vielzahl paralleler Leisten 52 gebildet wird, die nach einer Richtung laufen, und einer zweiten Gruppen ähnlicher Leisten 53, die im rechten Winkel dazu verlaufen, während die Zwischenplatten am Boden einen stärkeren Querstab 153 (Fig. 4) haben, welcher den unteren Rand des Presssaekes einklemmt und diesen schliesst.
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Zum Lagern dieser Zwischenplatten in einfacher und vollständiger Weise und so, dass die Anzahl der Platten eine grosse sein kann. sind die Zwischenplatten frei aufgehängt. Nach der Darstellung (Fig. 5) ist die oberste Querleiste jeder Zwischenplatte nach aussen verlängert, um überstehende Ansätze 23.'. ! zu bilden. Zum Abstützen der Zwischenplatten mittels dieser Ansätze sind weitere Stangen vorgesehen, die der Bewegung der Presse folgen können. Nach der Darstellung ist an jeder Seite der Backe 11 eine
Stützstange 55 drehbar befestigt. Das andere Ende jeder Stange ist frei und gleitet in einer an der Press- backe M befestigten Stütze 56. Die Zwisehepplatten sind an diesen Stangen aufgehängt.
Der richtige
Zwischenabstand zwischen den Zwischenplatten beim Heben der Pressbacken wird vorteilhaft durch eine Gelenkkette 54 erzielt, die in annähernd gleichen Abständen an den Zwischenplatten befestigt ist, während die Enden an den Pressbacken befestigt sind. Das Pressgut kann in die Presssäcke in irgend einer geeigneten Weise eingefüllt werden. Nach der Darstellung ist an jeder Seite der Presse ein Füllrohr 57 frei gleitbar in Federn 58 der Pressbacken vorgesehen.
Mit jedem Füllrohr ist ein biegsamer Schlitz 65 verbunden, der nach dem Pressgutbehälter führt. Jeder Presssack ist mit einem Rohrstutzen 59 ver- sehen, welcher mit Rücksieht auf den verfügbaren Raum wechselseitig angeordnet wird, d. h. abwechselnd haben die Säcke diesen Einlassstutzen auf der rechten und auf der linken Seite, wie aus Fig. 5 ersichtlich ist. Jeder Stutzen 69 ist durch einen Schlitz 60 und Hahn oder Ventil 61 mit dem zugehörigen Füllrohr 37 verbunden.
Die beschriebene Ausführungsform ist eine solche, dass eine grosse Anzahl von Zwischenplatten benutzt werden kann. da diese Platten nur eine Gleitstutze an den Seitenstangen haben und somit frei aufgehängt sind. Die Pressbacken können in den gewünschten Abstand voneinander gestellt werden, während die Stangen M. Seitenstangen 55, Lager 45. Kette 54 und FÜllrohr 51 die dazu nötige Länge haben. Wenn die Teile in der Stellung der Fig. 1 sind, werden die Presssäcke mit dem Pressgut gefüllt.
Der Druck im Steuerzylinder wird herausgelassen, worauf die Pressbacken unter ihrem Eigengewicht niedersinken.
Hiedurch werden die Gelenkhebel in solcher Weise geschwungen, dass die Pressbacken sich gegenseitig zusammen bewegen und auf diese Weise das Gut in den Säcken zwischen den Pressbacken und Zwisehenplatten zusammengepresst wird. Die ausgrepresste Flüssigkeit tritt durch die Gitterwände in einen Sammelbehälter 6-3, aus dem es in geeigneter Weise entfernt werden kann. Nach Beendigung des Pressvorganges sind die Teile in die Stellung der Fig. 2 gelangt. Dann werden Druckmittel durch das
Ventil 34 eingelassen, dies bewirkt, dass die Steuervorrichtung die Hebel in entgegengesetzter Richtung schwingt, so dass die Pressteile wieder angehoben werden.
Dann werden die Handräder 15 gedreht, um die unteren Enden der Pressbacken zu öffnen. so dass die Säcke entleert werden können und die Presse für eine neue Pressung freisteht.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Filterpresse mit einem Paar aufwärts und abwärts und gleichzeitig gegeneinander beweglicher, durch einen Zylinder und Kolben mit Druckmittel gesteuerter Pressbacken, dadurch gekennzeichnet. dass der Steuerzylinder und Kolben frei von der Belastung durch die Presse aufgehängt wird.