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Zusammenschiebbarer Schirm.
Die Erfindung betrifft einen Schirm mit fernrohrartig ineinanderschiebbren Stockund Dachstangenteilen, der sich in besonders einfacher und bequemer Weise zu einem handlichen Taschenformat zusammenlegen lässt.
Die Einzelheiten der Erfindung sind in Fig. i bis 9 der Zeichnungen veranschaulicht.
Fig. i stellt eine Teilansicht des Schirmes während des Aufspannen und in unterbrochenen Linien während des Entspannens dar, wobei in beiden Fällen das Schirmdach nur halbseitig und auf eine Dachstange beschränkt dargestellt ist.
Fig. 2 zeigt das Schirmgestell mit zusammengeschobenen Gliedern in grösserem Massstabe und
Fig. 3 einen Querschnitt hiervon.
Fig. 4 stellt einen Längsschnitt durch den oberen Teil des Schirmstockes dar, während
Fig. 5 eine Aufsicht des Schirmgestells in der Teildarstellung nach Fig. i ist.
Fig. 6 gibt eine Ansicht des zusammengelegten Schirmes im gleichen Massstabe wieder.
Ferner zeigen
Fig. 7 die Unteransicht der zusammenstossenden Enden der beiden oberen Dachstangenteile und
Fig. 8 einen Schnitt durch diesen Teil, beide wieder in vergrössertem Massstabe.
Fig. 9 endlich veranschaulicht eine Dachstange mit einem Teil des Schirmtuches, das durch das Zusammenschieben der Dachstangenglieder gefaltet ist.
In den Zeichnungen sind die Stockteile mit 17, 21, 23,25 und 27 und die Dachstangenteile, die sich fernrohrartig ineinander verschieben lassen, mit 4, 7 und 9 bezeichnet.
20 ist die Schirmschieberhülse, die zum Aufspannen des Schirmes über den zylinderförmigen Körper 18, der am oberen Ende des Stockteiles 21 befestigt ist, hinübergestreift wird, so dass hierbei die Hülse, obwohl sie selbst über das stärkste, mit Holz o. dgl. überzogene Stockglied 27 führbar ist (Fig. 2), auch über einem dünnen Stockgliede eine feste Auflage erhält. Das Festlegen der Hülse erfolgt dabei durch die am Zylinderkörper 18 angebrachte Feder 19. An der Schieberhülse ist die Strebe 13 drehbar befestigt, die mit ihrem äusseren Ende an dem oberen Ende des mittleren Dachstangenteiles 7 gelenkartig angreift.
Dieses Gelenk gleitet beim Zusammenschieben der Dachstangenteile in einem Schlitz 28 (Fig. 7) des oberen Dachstangenteiles 4, während sich die Strebe in eine an diesem Dachstangenteil angebrachte Hülse 14 (Fig. 2 und 7) der Länge nach einschiebt. Der äussere Dachstangenteil 9 wird durch die an seinem inneren Ende befestigte Feder 8 dadurch in ausgezogener Stellung festgehalten, dass die Feder in die Seitenwand des Stangenteiles 7 (Fig. 5) eingreift.
Das Zusammenschieben der Stockteile wird durch ein Auslösen der Feder 26, die zum Festlegen der stärksten Stockteile dient, ermöglicht, da durch das Zusammenschieben der beiden unteren Stockteile, und zwar durch das Hinüberschieben des Stockteiles 27, die an den oberen Stockteilen befindlichen Festlegefedern 24 und 22 selbsttätig ausgelöst werden. Des Weiteren ist 1 die Stockspitze, 2 eine Stockhülse und 5 (Fig. i und 9) das Schirmtuch.
Die Befestigung des Tuches am oberen Dachstangenende geschieht dadurch, dass es zwischen der Schirmkrone 16 und einem ringartigen Teil 31 (Fig. 4) eingeklemmt wird, wobei gleich-
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falls noch eine Fede.-'J (Fig. und 5), die beim Aufspannen des Schirmes das Auseinanderspreizen der Dachstangen ein wenig unterstützen soll, eingeklemmt werden kann.
Durch die Erfindung soll nun zunächst durch eine besondere Konstruktion der Schirmstockspitze eine Vereinfachung der Schirmhandhabung erzielt werden.
Da die Stockspitze naturgemäss einem Verschmutzen stark ausgesetzt ist, so liegt die Gefahr vor, dass eine Festlegevorrichtung, die die Spitze in ausgezogener Stellung festhält und die von aussen direkt zugänglich ist, ebenfalls verschmutzt und versandet, so dass ein Auslösen der Vorrichtung unhandlich oder sogar unmöglich gemacht wird.
Um dies zu'vermeiden, soll nun ein unter einem Federdruck stehender Haken 32 (Fig. 4), der zum Festlegen der ausgezogenen Spitze dient, unterhalb der Stockhülse 2, die vorteilhaft noch von einer Tucbkrause-Zo (Fig. i) umgeben ist, angreifen und ferner die Hülse mit einem ringartigen Gliede 29 fest verbunden und mit diesem auf der Stockspitze verschiebbar angebracht sein, so dass ein Auslösen der Festlegefeder in bequemer Weise dadurch erfolgt, dass durch einen Druck auf die Stockhülse sich unter Zusammendrücken einer unter ihr liegenden Feder- ? der mit der Hülse verbundene Ring 29 über den Haken 32 hinüberschiebt und diesen hineindrückt.
Auf diese Weise wird ein besonders handliches Auslösen der Festlegevorrichtung erzielt und die Vorrichtung gegen ein Verschmutzen und Versanden geschützt.
Ferner soll gemäss der Erfindung durch das Einschieben der Stockspitze in das obere Stockglied 17 durch das innere Ende ; ; -3 der Stockspitze. indem dieses z. B. zugespitzt ist,
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und dadurch ausgelöst werden. Hierdurch soll erreicht werden, dass die fernrohrartige Gliederung des Schirmstockes so stark sein kann, dass eine Stockgliedfeder selbst beim aufgespannten Schirm oberhalb der Streben zu liegen kommt und trotz dieser unzugänglichen Lage in einfacher Weise ausgelöst wird.
Auch eine besondere Dachstangenkonstruktion soll die Schirmhandhabung vereinfachen, und zwar soll gemäss der Erfindung bei einer Befestigung der Strebe an dem oberen Ende eines Dachstangenteiles (7), der durch die nur Reibung erzeugende und nicht besonders auszulösende Feder. H einen Halt erhält, bei dem Einschieben dieses Stangenteiles in den nächstoberen Stangen teil 4 durch dessen äusseres Ende 10 die Feder 8, die zum Festlegen des äusseren Stangenteiles 9 dient, beiseitegedrückt werden.
Da nun das Zusammenschieben der beiden oberen Dachstangenteile 4 und 7 beim aufgespannten Schirm durch den Druck der Streben 13 (Fig. i) verhindert und daher erst nach dem Entspannen möglich wird, so wird durch diese Konstruktion erreicht, dass das Zusammenschieben der sämtlichen Teile der Dachstangen trotz der starken Gliederung lediglich von dem Entspannen des Schirmes abhängt und darnach ohne ein Lösen von Federn mittels Hand oder besonderer Kupplungsvorrichtungen erfolgen kann. So hat z.
B. dieser Konstruktion gegenüber die Schirmbauart der deutschen Patentschrift Nr. 219220 die Nachteile, dass das Zusammenschieben der Dachstangenteile erst nach Kupplung der Dachstangenenden mit einer am Schirmschieber angebrachten Vorrichtung erfolgen kann, die zudem noch eine Grösse des Schirmschiebers von annähernd der halben Schirmlänge und ferner einen ausserordentlich komplizierten Bau der Dachstangen bedingt. Auch wird hierbei der äusserste Dachstangenteil durch eine eingelegte Stange derart versteift, dass er beim Aufspannen des Schirmes nicht leicht genug durch den Zug des Schirmtuches gebogen werden kann.
Damit nun ferner die Feder 11, die in das obere Ende des Dachstangenteiles 7 eingesetzt ist, das Einschieben dieses Stangenteiles nicht unnötig erschwert, soll sich die Feder bei ausgezogener Stellung des Dachstangenteiles an einer den Dachstangenschlitz 28 überquerenden Brücke 12 (Fig. i und 7) festlegen und beim Einschieben des Stangenteiles nach Überwindung des Widerstandes, den diese Brücke bildet, in diesem Schlitz 28 gleiten und dadurch das weitere Zusammenschieben nicht erschweren.
Schliesslich soll noch das Schirmformat durch eine besondere Art der Befestigung des Schirmtuches handlicher gestaltet werden.
Die bisher bekannten Taschenschirme, bei denen die Dachstangen aus drei oder mehr fernrohrartig ineinanderschiebbaren Teilen bestehen, haben den Nachteil, dass die Stärke des zusammengeschobenen Schirmes dadurch übermässig gross wild, dass das Schirmtuch, um es in der üblichen Weise am Schirmgestell anzubringen, an den äusseren Enden eines jeden
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Schirm in veine--rosse Anzahl von Falten fällt, die sämtlich an ein und demselben Ende des Schirmes aufeinander zu liegen kommen.
Während nun beim Zusammenlegen eines gewöhnlichen Schirmes das zwischen zwei Dachstangen liegende Schirmtuch bekanntlich nur in eine Längsfalte fällt, wird das Tuch beim Taschenschirm durch das Zusammenschieben der Dachstangenteile ausserdem noch in Querfalten gelegt, also in doppelter Weise, und zwar
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artige Faltung die Stärke des Schirmtuches wesentlich vergrössert wird, so wird durch das Übereinanderlegen einer grossen Anzahl solcher Doppelfalten der Schirmquerschnitt derart übermässig gross, dass hierdurch der eigentliche Vorteil eines Taschenschirmes, nämlich die Möglichkeit, den Schirm zu einem kleinen handlichen Format zusammenlegen zu können, verloren geht.
In Erkenntnis dieser Nachteile soll nun gemäss der Erfindung auf die übliche, ausgiebige Befestigung des Tuches am Schirmgestell verzichtet werden und das Tuch ausser an dtn beiden Enden der Dachstangen nur noch an einem Punkte des obersten Dachstangenteiles, und zwar so weit von der Schirmkrone entfernt befestigt werden, dass es durch das Zusammenschieben dieser drei oder auch mehr Dachstangenteile nur in eine einzige Doppelialte (Fig. 9) gelegt wird, deren einer Teil den Schirm in seiner ganzen Länge überdeckt, so dass durch eine möglichst geringe Faltung und gleichmässige Verteilung des Schirmtuches das Schirmformat verkleinert und handlicher gestaltet wird.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Zusammenschiebbarer Schirm mitfernrohrartig ineinanderschiebbaren Stock-und Dachstangenteilen, dadurch gekennzeichnet, dass die Festlegevorrichtung (32), die die Stockspitze (1) in ausgezogener Stellung festhält, unterhalb eines auf der Stockspitze gleitenden Hülsenkörpers (2) angreift und durch ein Verschieben des Hülsenkörpers ausgelöst wird, zu dem Zwecke, die Festlegevorrichtung gegen ein Verschmutzen und Versanden zu schützen und ein besonders handliches Auslösen der Vorrichtung zu erzielen.