AT88931B - Verfahren zur Überführung von staubförmigem Brennstoff in stückiges Brennmaterial mit Hilfe von Bindemitteln. - Google Patents
Verfahren zur Überführung von staubförmigem Brennstoff in stückiges Brennmaterial mit Hilfe von Bindemitteln.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Überführung von staubförmigem Brennstoff in stückiges Brennmaterial mit Hufe von Bindemitteln. Staubförmiger Brennstoff wird bisher entweder durch unmittelbare Verfeuerung oder durch Brikettierung verwertet. Die erste Methode hat die Nachteile, dass infolge der Staubentwicklung der Transport zur Verbrauchsstelle überaus schwierig ist und dass besondere Einrichtungen der Feuerungsanlagen nötig sind ; die zweite Methode ist ziemlich kostspielig, namentlich dann, wenn die Brikettierungsanlage nicht in nächster Nähe der Kohlengrube liegt. Bei minderwertigem Brennstoff lohnt sich dann die Brikettierung überhaupt nicht. Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren, durch welches die hohen Kosten der Brikettierung erspart werden und auch minderwertige Brennstoffe ohne vorhergehende Brikettierung in Feuerungsanlagen beliebiger Art verwertet werden können. Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, dass es, um den Brennstoffstaub in gewöhnlichen Feuerungen der Verwertung zuzuführen, nicht nötig ist, ihn einer bestimmten Formgebung zu unterwerfen, sondern dass es genügt, ihn ohne Einbringung in Formen und ohne Pressen in stückiges Gut von unregelmässiger Form umzuwandeln. Das Wesen der Erfindung besteht somit darin, dass nach dem Zusetzen eines beliebigen, billigen Bindemittels das Gemenge von Brennstoffstaub und Bindemittel als umgeformte Masse erhärten oder trocknen gelassen und alsdann in unregelmässige Stücke zerkleinert wird. Das vorliegende Verfahren wird in der Weise ausgeführt, dass der staubförmige Brennstoff an Ort und Stelle, wo er lagert, also auf den Staubhalden oder auf den Ablagerungsstätten, mit einem billigen, möglichst dünnflüssigen Bindemittel, beispielsweise mit dünnem Kalkbrei, versetzt wird. Das Gemenge bleibt dann liegen, bis das Bindemittel erhärtet oder das Gemisch hinreichend trocken ist. Hierauf wird die Masse gebrochen und in Form unregelmässiger Stücke verladen. Das Zusetzen des Bindemittels kann durch einfaches Aufgiessen desselben auf den staubförmigen Brennstoff erfolgen, wobei die Bestandteile auf irgendeine Art, beispielsweise in bekannter Weise durch Umschaufeln, miteinander gemengt werden können. Die noch nicht erhärtete Masse kann auch in hohe Haufen geschaufelt werden, so dass durch das Eigengewicht eine Zusammendrückung und ein festerer Zusammenhalt der Teilchen erzielt wird. Handelt es sich um hochwertige Brennstoffe, bei denen sich ein reichlicher Zusatz von besseren Bindemitteln lohnt, so wird am zweckmässigste ein steifer Brei hergestellt, der dann durch ein grobmaschiges Drahtsieb oder durch ein Eisengitter hindurchgedrückt wird, so dass Stücke von annähernd gleicher Grösse erhalten werden, welche der klassierten Kohle ähnlich sind. Zur Bindung des Brennstoffstaubes kann ausser Kalk jedes beliebige bekannte Bindemittel, also auch Ton u. dgl., verwendet werden. Die auf die beschriebene Weise erhaltene Bindung des Brennstoffstaubes ist hinreichend, um den Transport zu ermöglichen und einen genügenden Zusammenhalt der Teilchen bei der Verbrennung zu sichern. Das vorliegende Verfahren ist insbesondere für minderwertige Brennstoffe, wie z. B. die in grossen Mengen vorhandene und noch einen beträchtlichen Heizwert enthaltende Aschenkastenschlacke von Lokomotivfeuerungen von Bedeutung. Es kann aber selbstverständlich auch zur Überführung des in den Kohlenwäschereien gewonnenen, hochwertigen Schwarzkohlenstaubes in stückiges Brennmaterial angewendet werden. Ein <Desc/Clms Page number 2> besonderer Vorteil besteht ferner darin, dass es Fabriken, in denen sich oft grosse Mengen Kohlenstaubes angesammelt haben, dessen Verwertung gestattet, ohne dass die Feuerungen geändert oder kostspielige Brikettiervorrichtungen aufgestellt werden müssen. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Überführung von staubförmigem Brennstoff in stückiges Brennmaterial mit Hilfe von Bindemitteln, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Zusetzen eines Bindemittels das Gemenge als ungeformte Masse erhärten oder trocknen gelassen und dann in unregelmässige Stücke zerkleinert wird.
Claims (1)
- 2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass das breiige Gemenge von Brennstoff und Bindemittel durch ein grobmaschiges Drahtsieb oder ein Eisengitter hindurchgedrückt wird, um es in eine einigermassen regelmässige Form überzuführen.
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