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Mundstück aus hartem Material für Atmungsapparate.
Bekannt sind an Atmungsapparaten Mundstücke, die in den Mund genommen werden, um die Zuführung der Atmungsluft nach den Atmungsorganen des Apparatträgers sicherzustellen. Diese Mundstücke sind bekanntlich mit Gummi überzogen, um ihr Tragen und Festhalten im Munde leichter und angenehmer zu gestalten. Bei der heutigen Knappheit von Gummi ist man darauf angewiesen, Mundstücke aus mehr oder weniger hartem Material ohne Gummiüberzug zu verwenden und unmittelbar in den Mund zu nehmen. Da das Festhalten des Mundstückes mit den Zähnen erfolgt, muss es zu diesem Zwecke, wenn es nicht durch eine besondere Trageinrichtung gehalten wird, mit den Zähnen fest erfasst werden.
Für eine längere Gebrauchsdauer ist es aber sehr schädlich und unbequem, auf harte Gegenstände zu beissen.
Durch die Erfindung soll diesem Übelstand abgeholfen werden. Der Erfindung gemäss wird der angestrebte Zweck dadurch erreicht, dass das Mundstück mit einer bis hinter die Zähne reichenden, leicht federnden Lamelle o. dgl. ausgerüstet ist, die auch nach den Seiten hin drehbar sein kann. An dieser Lamelle wird das Mundstück mit den Zähnen er- fasst, während die das Mundstück umfassenden Lippen seine Abdichtung besorgen. Zum besseren Festhalten ist die Lamelle am freien Ende mit einer geeignet geformten Verdickung oder Abbiegung versehen, die sich nach Erfassen der Lamelle gegen die Hinterseite der Vorderzähne abstützen kann.
Anstatt einer einzigen Lamelle können auch zwei auseinanderfedernde Lamellen vorgesehen sein. Der Vorteil dieser Ausführungsform der Erfindung ist darin zu erblicken, dass das Festhalten mit den Zähnen erleichtert wird, da die federnde Lamelle in Zusammenwirkung mit der festen Lamelle hinsichtlich der Elastizität in ähnlicher Weise wie elastischer Gummi wirkt, wodurch die Notwendigkeit eines krampfhaften Zusammenbeissens der Zähne vermieden wird. Der zwischen den beiden Lamellen befindliche Raum gestattet ferner dem Apparatträger, die Zunge zu bewegen, was als Annehmlichkeit empfunden wird. Auch kann das Mundstück beim Nichtgebrauch leicht durch einen Stöpsel o. dgl. verschlossen werden, der zwischen die beiden Lamellen eingeschoben und festgeklemmt wird.
Die Ausführung kann auch so gewählt sein, dass von den zwei Lamellen nur die eine federnd, die andere aber fest oder starr ist. Die starre oder nicht federnde Lamelle ist zweckmässig an dem Metallmundstück befestigt bzw. mit diesem aus einem Stück gefertigt.
In der Zeichnung sind drei beispielsweise Ausführungsformen des Mundstückes veranschaulicht.
Fig. i und 2 zeigen in Längsschnitt und Draufsicht die eine, Fig. 3 und 4 in ähnlichen Darstellungen die zweite und Fig. 5 und 6 die dritte Ausführungsform.
Wie aus Fig. i und 2 ersichtlich ist. ist in dem z. B. aus Blech gefertigten Mundstückrohr m bei u eine Lamelle 1 vorzugsweise beweglich bzw. drehbar befestigt. Die mehr oder weniger starre Lamelle ist so lang bemessen, dass sie mit ihrem freien Ende aus der Öffnung des Mundstückrohres herausragt und bis hinter die Zähne reicht. Am äussersten Ende besitzt die Lamelle eine Verdickung 11.
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Zum Gebrauch wird das Mundstück in der aus Fig. i ersichtlichen Weise in den Mund gesteckt. Die Lamelle 1 wird dabei so mit den Zähnen erfasst, dass die Verdickung 11 hinter ihnen liegt, während die Lippen das eigentliche Mundstückrohr abdichtend umschliessen. Diese Anordnung gestattet innerhalb bestimmter Grenzen eine freie Bewegung des Mundstückes im Munde bzw. zwischen den Lippen, ohne dass die Zähne dabei wie mit
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ermöglicht sogar, die Zähne in einer natürlichen Lage zu halten.
Gemäss Fig. 3 und.. J. sind in dem Mundstückrohr m bei u zwei federnde Lamellen a und b befestigt, die so lang bemessen sind, dass sie mit ihren freien Enden aus der Mundstücköffnung herausragen und bequem mit den Zähnen erfasst werden können. Zum besseren Festhalten der Lamellen mit den Zähnen sind die freien Enden der Lamellen mit nach aussen, d. h. nach oben bzw. unten abgebogenen Verdickungen al bzw. bl versehen.
Nach der in Fig. 5 und 6 gezeigten Ausführungsform ist in dem Mundstückrohr m bei u nur eine federnde Lamelle b mit abgebogenem bzw. verbreitertem Ende b1 befestigt. Die nicht federnde Gegenlamelle wird von einem starr am Rande der Mundstücköffnung sitzenden, geeignet geformten Ansatz c gebildet. Die Anordnung kann aber auch umgekehrt
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PATENT-ANSPRÜCHE : i. Mundstück aus hartem Material für Atmungsapparate, gekennzeichnet durch eine Lamelle, die im Innern des Mundstückes federnd befestigt ist und soweit über dieses hinausragt, dass sie von den Zähnen erfasst werden kann.