AT88647B - Verfahren zur Reinigung und Entfärbung von Melasse. - Google Patents
Verfahren zur Reinigung und Entfärbung von Melasse.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Reinigung und Entfärbung von Melasse. Die Entfärbung der Melasse wird in sehr verschiedener Weise durchgeführt, ohne dass bisher eine durchaus zufriedenstellende Methode bekannt geworden wäre. So ist z. B. die An- wendung von Knochenkohle üblich. Dieses Verfahren ist jedoch teuer und wenig wirksam. Die Behandlung mit schwefliger Säure unter nachfolgender Filtration führt besser zum Ziele, ist aber auch nicht wirtschaftlich und wird dadurch recht umständlich, dass schon verhältnismässig geringe Mengen schwefliger Säure bei Verarbeitung der Melasse in Gärbetrieben Schwierigkeiten hervorrufen, so dass die in der Lösung verbleibenden Anteile in der einen oder anderen Art unschädlich gemacht oder bis auf einen genau bemessenen Rest entfernt werden müssen. Am besten führt noch der Zusatz von \lkalihydro5ulfit (sogenanntem Blankit) zum Ziele, doch ist auch dieses Salz sehr kostspielig. Im Sinne der vorliegenden Erfindung wird nun Melasse dadurch in sehr einfacher Weise entfärbt, dass man sie der Einwirkung des elektrischen Stromes unterwirft und dabei den Zutritt des Sauerstoffes aus dem Anodenraum zur Melasse hintanhält. Durch diese Behandlung wird eine zureichende Entfärbung in kurzer Zeit bewirkt, ohne dass durch Oxydation des Zuckers Verluste eintreten. Die Behandlung geht zweckmässig bei mässiger Verdünnung (etwa 1 : i) und bei mässiger Erwärmung, z. B. auf 50 bis 550 in schwach alkalischer Lösung vor sich. Dann erst wird, wenn nötig, stärker verdünnt. Normale Melasse hat von der Fabrikation her alkalische Reaktion und kann daher, wie sie ist, dem Verfahren unterworfen werden. Als zweckmässig hat sich der Zusatz von Alkalisulfit-Bisulfit oder schwefliger Säure zur Melasse erwiesen, und zwar unmittelbar vor Einwirkung des elektrischen Stromes, jedoch darf hierdurch die alkalische Reaktion der Melasse nicht aufgehoben werden bzw. muss sie durch zugesetztes Alkali wieder hergestellt werden. Es genügt i Ms 2 g Natriumsulfit oder die entsprechende Menge Sulfitlauge oder schweflige Säure auf i kg Melasse. Der Zutritt des Sauerstoffes zum Kathodenraum wird am einfachsten durch ein Diaphragma verhindert. Hierbei hat es sich als vorteilhaft gezeigt, den durch das Diaphragma umschlossenen Anodenraum mit der Lösung eines neutralen Salzes z. B. von Kaliumsulfat, zu beschicken. Bei Behandlung der Melasse in der beschriebenen Weise scheidet sich der braunschwarze Farbstoff zusammen mit Verunreinigungen in Flocken ab und kann ohne Schwierigkeiten, z. B. durch Filtration oder Dekantieren von der Lösung getrennt werden. Die Melasse wird also durch das erfundene Verfahren nicht bloss entfärbt, sondern auch gereinigt. Es ist bereits vorgeschlagen worden, durch Anwendung des elektrischen Stromes in der Brennerei und Presshefefabrikation Materialien für die Verarbeitung verwendbar zu machen, die ihrer Farbe und ihres Gcruches wegen und auch zufolge sonstiger Eigenschaften diesem Zwecke in ihrer ursprünglichen Beschaffenheit nicht dienen können. (D. R. P. Nr. 62491). Die Anwendung von Elektrizität läuft nach diesem früheren Vorschlage auf die Entwicklung von Ozon hinaus, dessen oxydierende Wirkungen die Entfärbung und Reinigung des betreffenden EMI1.1 Melasse vor der Berührung mit dem im Anodenraum entstehenden Sauerstoff geschützt, um Zuckerverluste hintanzuhalten. Das Verfahren ist somit von der bekannten Anwendung des elektrischen Stromes für ähnliche Zwecke wesentlich verschieden. In der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele einer zur Durchführung des neuen EMI1.2 <Desc/Clms Page number 2> Behandlung der Melasse bestimmten Behälter im lotrechten Schnitt. die Fig. 2 und 4 in Draufsicht Fig. 5 zeigt eine weitere Form im lotrechten Schnitt. Bei der Ausführungsform nach Fig. i und 2 st in die zylindrische Zelle a ein unten geschlossener Hohlzylinder b aus Ton o. dgl. eingesetzt, der das Diaphragma bildet und die 3-Lösung enthalt. In diese ragt von oben die aus einer Eisenplatte c bestehende Anode hinein. Die Kathode wird von einem zylindrischen Sieb oder Drahtgewebe d gebildet, das durch (in der Zeichnung nicht dargestellte) Stäbe auf beiden Seiten gestützt ist. Ausserhalb dieses Siebes d EMI2.1 Abfluss bei A. Bei der durch die Fig. g und 4 veranschaulichten Ausführungsform ist die Zelle a durch zwei sich über deren ganze Breite erstreckende Wände i aus Ton u. dgl. geteilt. Diese Wände sind zwischen Winkeleisen j eingelassen, so dass sie gut an den Boden und die Seitenwände der Zelle a anschliessen. Der Raum zwischen den beiden als Diaphragma dienenden Tonwänden i nimmt EMI2.2 ebenso wie bei der ersten Ausführungsform aus Sieben oder Drahtgewebe d. Es empfiehlt sich, die Melasse eine Reihe derartiger Zellen vor dem Eintritt in den Gärbottich durchfliessen zu lassen. In Fig. 5 ist eine andere Reinigungsvorrichtung für Dauerbetrieb EMI2.3 Durch den Kathodenraum 111 strömt die erwärmte zweckmässig halbverdünnte, mit schweflig- saurem Salz versetzte Melasse von oben ein, kommt mit der aus Kohle, Platin oder auch Eisen o. dgl. bestehenden Kathode o oder mehreren solchen in Berührung, um durch ein seitliches Rohr p den Apparat zu verlassen. Grundsätzlich kann die gleiche Einrichtung aber auch in einem einzigen grösseren Gefässe oder im Gärbottich selbst getroffen werden. PATENT-ANSPRÜCHE : i. Verfahren zur Reinigung und Entfärbung von Melasse, dadurch gekennzeichnet, dass diese der Einwirkung des elektrischen Stromes an der Kathode unterworfen und dabei der Zutritt des Sauerstoffes aus dem Anodenraum zur Melasse hintangehalten wird.
Claims (1)
- 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Melasse dieser Behandlung mit Beibehaltung ihrer ursprünglichen alkalischen Reaktion und mit Zusätzen, vorzugsweise von schwefligsaurem Alkali oder schwefliger Säure, unterworfen wird.3. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Zutritt des Sauerstoffes zum Kathodenraum durch ein D aphragma verhindert wird.4. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der durch das Diaphragma umschlossene Anodenraum mit der Lösung eines neutralen Salzes, beispielsweise von Kaliumsulfat, beschickt wird.
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