<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Vorliegender Erfindung. liegt die Aufgabe zugrunde, eine magnetelektrische Kleinmaschine zu schaffen, deren Baugrösse in einem ausserordentlich günstigen Verhältnis zu ihrer Leistung steht. Dieser Umstand spielt insbesondere für elektrische Taschenlampen, Fahrrad-. Automobillaternen u. dgl. wie auch für Zündvorrichtungen von Verbrennungsmotoren und für viele andere Zwecke eine grosse Rolle, da in vielen Fällen die Anwendung derartiger Maschinen möglich ist. wenn trotz geringster Baugrösse bestimmte Maschinenleistungen gewährleistet werden.
Die bisher bekannten elektrischen Kleinmaschinen mit Dauermagneten erfüllen die vorstehenden Anforderungen nicht. Die mit Hufeisen-Dauermagneten versehenen Maschinen fordern zur Erzeugung des erforderlichen Feldes grosse Dimensionen also verhältnismässig grosse bauliche Dimensionen. Die bisher bekannten mit ringförmigen Dauermagneten arbeitenden Maschinen besitzen zwar kleinere Baugrösse, ergeben aber ein sehr schwaches Feld, weil bei ihnen das Feld durch magnetische Influenzwhkungen kontinuierlich geschwächt wird. Diese Schwächung wird durch das unmittelbare Aufeinanderstossen je zweier gleichnamiger Magnetpole bedingt.
Der Erfindung gemäss werden diese Übelstände dadurch behoben, dass die einander gegenüberstehenden gleichnamigen Pole der halbringförmigen permaneten Feldmagnete durch einen breiten Luftspalt getrennt werden, der die magnetischen Influenzwirkungen der Pole abschwächt, bzw. aufhebt. Mit einer solchen Ausgestaltung der Feldmagnete lassen sich ausserordentlich kleine und dabei sehr leistungsfähige Maschinen herstellen ; so können beispielsweise derartige Maschinen, selbst wenn ihre Baugrösse nicht grösser gemacht wird als
EMI1.2
Taschenlampen erforderlichen Stromstärken und anderen Zwecken, auch beispielsweise als Motoren in vollständig betriebssicherer Weise verwendet werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht. Fig. i zeigt einen Längsschnitt, Fig. 2 zeigt einen Querschnitt und Fig. 3 eine Seitenansicht der Maschine.
1 ist der Doppel-T-Anker, 2 sein Steg und 3 die Wicklung der Maschine. Der Anker ist zwischen zwei Platten 4 befestigt, von welchen die eine an einem Wellenstummel 5 und die andere an einer Hohlwelle 6 befestigt ist. Durch die Hohlwelle 6 werden die Stromableitungsdrähte 15 der Ankerwicklung geführt. Die Wellen 5 und 6 sind von Lagern 7 getragen, in welchen sie jedoch nicht drehbar sind, so dass der Anker 1 nicht umlaufen kann, vielmehr stillsteht. Über den Wellen 5 und 6 ist je ein Kugellager 8 aufgesetzt, das von einer Bücl se 9 umgeben ist. Zwischen beiden Büchsen 9 ist ein, die Streuung nach aussen verhindernder Messingzylinder 10 befestigt, der in einem Hohlraum sechs Paare halbringförmiger Dauermagnete 11, 12 (Fig. 2) trägt.
Jedes Magnetpaar ist vom nebenliegenden durch einen kleinen Zwischenraum 17 (Fig. I) getrennt.
Die Pole jedes Magnetpaares sind der Erfindung gemäss durch einen breiten Luftspalt 13 voneinander getrennt, der aus Fig. 2 ersichtlich ist. Der Luftspalt ist so geformt und derartig bemessen, dass die magnetische Influenzwirkung der gegenüberstehenden gleichnamigen Pole aufeinander praktisch aufgehoben wird. Je zwei gleichnamige Pole sind durch einen Polschuh 14 verbunden. Die Polschuhe können in beliebiger Weise mit den Feld-
<Desc/Clms Page number 2>
magneten verbunden werden, beispielsweise durch Schrauben, die in dem die Feldmagnete umhüllenden Messingzylinder 10 eingelassen sind. Über dem Messingzylinder 10 ist noch ein Schutzmantel 16 angeordnet, der z. B. aus Leder bestehen kann. Die Feldmagnete sind zweckmässig aus gewöhnlichem, gehärtetem Stahlblech, die Polschuhe aus weichem Eisen hergestellt.
Wenn auch die Grösse des Luftspaltes 13 durch die vorstehende WirkungsangabeAufhebung der auf magnetische Influenz zurückzuführenden Schwächung der Pole-bei Ringmagnet-Maschinen technisch bestimmt ist, so haben merkwürdigerweise Versuche ergeben, dass bestimmte Dimensionen des Luftspaltes im Verhältnis zur radialen Dicke der Polschuhe und radialen Dicke der Halbringmagnete unerwartet günstige Wirkungen ergeben.
Diese Wirkungen ergeben sich nach den Beobachtungen und Messungen des Erfinders, wenn der Luftspalt 13 an der Aufschlagstelle c der Polschuhe (Fig. 2) am kleinsten ist und diese Luftspaltdimension c grösser hergestellt wird als die radiale Dicke a der Polschuhe, wobei die Polschuhdicke a kleiner bemessen wird, als die radiale Dicke d der halbringförmigen Feldmagnete. Werden die permanenten Feldmagnete auf irgendeine Art, z. B. mit 1400 Umläufen angetrieben, so wird soviel Strom in der Ankerwicklung 3 erzeugt, dass eine an den Drahtenden 15 angeschlossene Glühbirne dauernd leuchtend helles Licht abgibt. Diese Umdrehungszahl erfordert bloss eine kleine leichtgewichtige Übersetzung von höchstens 1 : 20 und ein Gesamtgewicht der Maschine von zirka 250 g.
Das Volumen der Maschine ist nicht
EMI2.1
ordentlieh einfach, da die für den Betrieb der Maschine erforderliche Anzahl von Antriebs- kraftäusserungen-ungefähr 60 pro Minute-mit Leichtigkeit von einem Finger ausgeführt werden kann. Hierbei ist der elektrische Wirkungsgrad der Maschine ein aussergewöhnlich günstiger, da bei vorliegender Konstruktion alle durch die Feldmagnete erzeugten Kraftlinien gezwungen werden, die Wicklung des Ankers zu kreuzen. Vorteilhaft werden die Polschuhe mit sehr geringer radialer Stärke gebaut. Hierdurch wird der Übergang eventueller durch Influez entstehender magnetisierender Kraftlinien von einem Magnetpol über den
EMI2.2
hierdurch die Möglichkeit grosser Ankerdimensionierung gegeben.
PA'lENT-ANSPRüCHE : i. Magnetelektrische Kleinmaschine mit den Anker umschliessenden, halbringförmigen,
EMI2.3
gleichnamigen Pole jedes Feldmagnetpaares durch einen breiten Luftspalt (13) voneinander getrennt sind, der die auf magnetische Influenz zurückzuführende gegenseitige Schwächung der Pole verhindert.