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Stickmaschinensehiffchen.
Die Herstellung der Stickerei durch Stickmaschinen mit mehr als 1000 Sticknadeln nebeneinander geschieht zweckmässig mit dicke Bobinen tragenden Langschiffchen. Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine besondere Bauart eines solchen Schiffchens, welche im Gegensatz zu den bei solchen Stickmaschinen benutzten Schiffcheneinrichtungen ein sicheres
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die Erzeugung feinster Stickware gestatten soll.
Die bisherigen Langschiffchen für grosse Bobinen sind bei solchen Stickmaschinen zur
Herstellung wertvollerer Stickware, z. B. für ganz feine Stickereien nicht vorteilhaft zu gebrauchen, da bei denen mit seitlichem Deckel eine winkelartige Fadenschlinge gebildet wird und dadurch der feine Faden an der winkelartigen Kante zerrieben und unbrauchbar werden kann. Andrerseits musste bei Schiffchen mit ausgebauchte Seitenwandung (Fig. 5) ein Stück 'Wandungsteil herausgearbeitet weiden. Obwohl der Deckel des Schiffchens diesen herausgearbeiteten Wandungsteil überdeckt, war doch keine zusammenhängende Schiffchenführungsfläche mehr vorhanden. so dass beim Sticken der feine St ; ekfaden an den Unterbrechungen des Wandungsteiles hängen bleiben und abreissen konnte.
In solchen Fällen mussten bis jetzt
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die bekanntlich einen längeren Fadenablauf haben und weniger oft ausgewechselt zu werden brauchen, überhaupt nicht in das Schiffchen hineingehen, so dass der Deckel geschlossen werden könnte. Würde man aber das Schiffchen grösser und breiter machen, so dass die dickeren Bobinen hineingingen und der Deckel geschlossen werden könnte, so wird die Führungsfläche des Schiffchens zu breit, und es kann demzufolge nicht in die Schiffchenbahnen von gewöhnlicher Abmessung eingesetzt werden. Selbst wenn man die Schiffchenbahnen der Stickmaschinen breiter machen würde, so dass solche verbreiterte Schiffchen angewendet werden könnten, so müssten dazu auch längere Sticknaduln angewendet werden.
Die langen Sticknadeln haben in bekannter Weise wieder den Nachteil, dass sie infolge der Länge an ihrem freien Ende, an der Spitze federn, so dass beim Sticken die Spitze schwankt und demzufolge nicht genau nach dem Muster, sondern daneben einticht, was ungleichmässige minderwertige Stickerei und ein schlechtes Arbeiten der Stickmaschine zur Folge hat.
Ausserdem hat man bei allen bisherigen Schiffchen tür solche Stickmaschinen noch mit dem Übelstand zu kämpfen, dass die eingelegte Bobine beim Einfädeln des Bobinenfadens oder wenn der Faden angezogen wird, wieder herausfallen kann und deshalb die Bobine mit den Fingern oder mit komplizierter maschinellen Einrichtung na h innen gehalten werden muss, um ein Herausfallen zu verhindern und auch gleichzeitig die richuge Lage der Bobine im
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ziehen des Fadens oder beim Einlegen derselben in unrichtige Lage und muss alsdann erst im Innern des Schiffchens nach dem hinteren Teil mit den Fingern gebracht und gehalten werden, bevor der Deckel des Schiffchens geschlossen werden kann. Sonst wird der Deckel auf die Bobine gedrückt und geht infolgedessen nicht zu.
Hierdurch entstehen Zeitverluste und die Bedienung des Schiffchens ist eine umständliche.
Diese Übelstände zu beseitigen, ist der Zweck der vorliegenden Erfindung. Dieser Zweck wird dadurch erreicht, dass die Seitenwandung bei ununterbrochener Führungsfläche
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ausdehnung des Schiffchens grösser ist, als die Spuleneinführöffnung. Das Einführen grosser Spulen in den erweiterten Innenraum wird mittels Durchdrückens derselben durch den engeren Eingang bewirkt. Nach dem Hindurchdrücken derselben liegt die Bobine unterhalb der verengten Spuleneinführöffnung frei. Nach Eindrücken der Spule in den Schiffcheninnenraum dehnt sich also die Spule wieder aus und liegt frei ohne feste Reibung im Innenraum, Das Freiliegen ist von Wichtigkeit, weil die frische Spule sonst zusammengedrückt wäre und das Abziehen des Fadens erschwert wäre.
Gleichzeitig wird aber auch die freiliegende Spule in der Mitte von der ununterbrochenen verengten Spuleneinführöffnung selbsttätig in richtiger Lage gehalten, so dass die Spule gegen ein Wiederherausfallen voll-
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Einfädeln in beliebiger Weise erfolgen kann, wodurch die Bedienung der Schiffchen einfach und praktisch werden soll.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand dargestellt. Fig. i zeigt ein geöffnetes
Schiffchen von der Seite gesehen, wobei der dickste Teil einer einzulegenden Bobine gerade durch den Eingang in das Schiffchen gedrückt wird. Fig. 2 ist eine Draufsicht eines gefüllten Schiffchens. Fig. ist ein Querschnitt des Schiffchens. Fig. 4 stellt das Schiffchen mit normalen und mit erweiterten Eingang dar. Fig. 5 und 6 zeigen Ausführungsbeispiele bekannter Schiffchen, und zwar zeigt Fig. 5 ein solches mit ausgesparter Seitenwandung und Fig. 6 ein solches mit normalen und einen erweiterten Eingang.
1 bezeichnet eine ganz grosse Bobine, 2 bezeichnet den ähnlich wie in Fig. 6 durch parallele Seitenwände 8 (Fig. 4) des Schiffchens gebildeten normalen oder den durch ausgefräste Seitenwände 8 a gebildeten erweiterten Eingang des Schiffchens, der von der ununterbrochenen Schiffchenlauf- und Führungsfläche 4 umgeben ist. Die Seitenwand des Schiffchens besitzt eine starke Ausbauchung 3 zur Aufnahme der grossen Bobine 1. Von dieser Ausbauchung weg ist die Seitenwand des Schiffchens gegen den Eingang 2 wieder auf die Normalweite der Schiffchenlaufbahn verengt und endigt in einen zur nicht ausgebauchten Seitenwand des Schiffchens in bezug auf die Längsmittelebene der Schiffchenlauffläche symmetrisch liegenden Teil, die Führungslaufbahn.
Um den Schiffchenhohlraum noch mehr zu vergrössern und die Schiffchenhöhe zu vermindern, ist der Schiffchenboden bei 7 durch Abfräsung verdünnt, oder durch Pressung ausgedehnt. Der Eingang 2 ist mittels des gewöhnlichen Klappdeckels 5 mit langer Feder 6, der sich am meisten bewährt hat, abschliessbar.
Um nun eine grosse Bobine in das Schiffchen hineinzubringen, wird sie unter leichtem Zusammendrücken ihrer dicksten Stelle durch den Eingang 2, dessen Weite geringer als der grösste Durchmesser der Bobine ist, in den erweiterten Hohlraum des Schiffchens gedrückt, wo sie sich infolge ihrer Elastizität wieder ausdehnt und dann freiliegt. Dadurch kommt die Bobine mit ihrer dicksten Stelle unterhalb der verengten Schiffcheneinführöffnung zu liegen und wird von dieser gleichzeitig in der richtigen Lage nach innen unveränderlich gehalten, bevor der Deckel geschlossen wird.
Das Schiffchen vermag aber auch somit eine grosse Menge Faden zu fassen, den es wieder ohne Störung abzugeben vermag, wodurch ein wirtschaftlicher Betrieb der Stickmaschine gewährleistet werden soll.
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sitzen, so dass der Führungswandteil oder die Spuleneinführöffnung ebenfalls elastisch wäre.
Auch könnte das Schiffchen andere Form haben als die gezeichnete. Ferner könnte die Schiffchenlaufbahn 4 geringe Vertiefen besitzen, so dass nicht die ganze Fläche 4 aufliegt und als Lauffläche dient. Ausserdem könnte selbstverständlich die neue Einrichtung links oder rechts oder zu beiden Seiten eingelichtet sein, so dass das Schiffchen für alle Stickmaschinen verwendet werden kann. Daher ist es nicht wesentlich, ob die Hauptteile der vorliegenden Erfindung gerade in genau der beschriebenen Weise vereinigt werden.
Der Eingang 2 des Schiffchens muss nicht durchaus nach dem Umriss 8 a erweitert sein, da selbst die nach dem grösseren Innenraum angepassten Bobinen durch den engeren normalen Eingang (siehe Umriss 8) hindurchgehen.